The Core – Der innere Kern

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Filmdaten
Deutscher Titel: The Core – Der innere Kern
Originaltitel: The Core
Produktionsland: USA
Erscheinungsjahr: 2003
Länge: 137 Minuten
Originalsprache: Englisch
Altersfreigabe: FSK 12
Stab
Regie: Jon Amiel
Drehbuch: Cooper Layne,
John Rogers
Produktion: Cooper Layne,
David Foster,
Sean Bailey
Musik: Christopher Young
Kamera: John Lindley
Schnitt: Terry Rawlings
Besetzung

The Core – Der innere Kern ist ein US-amerikanischer Science-Fiction-Film aus dem Jahr 2003. Der Film ist vage an den Roman Unternehmen Core des US-amerikanischen Science-Fiction-Autors Paul Preuss angelehnt und kopiert sowie variiert den Stil bekannter Jules-Verne-Erzählungen.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Handlung

Der Film beginnt zunächst mit einigen merkwürdigen Vorfällen, die scheinbar zusammenhangslos sind: eine Reihe von Menschen in Boston brechen ohne ersichtlichen Grund tot zusammen, Taubenschwärme in London spielen plötzlich verrückt und das Space ShuttleEndeavour“ kommt beim Landeanflug vom Kurs ab, wird aber von der Crew dennoch sicher im Kanalbett des Los Angeles River notgelandet.

Die Regierung in Form von General Purcell versucht, den Ursachen auf den Grund zu gehen und zieht hierzu zwei befreundete Wissenschaftler zu Rate: den Geophysiker Keyes sowie den französischen Hochenergiewaffen-Experten Leveque. Gemeinsam mit der Koryphäe Dr. Conrad Zimsky kommt das Duo dem Grund auf die Spur: der Kern der Erde hat sich auf unerklärliche Weise aufgehört zu drehen, weshalb sich das Magnetfeld des Planeten langsam auflöst und in weiterem Verlauf das Ende der Menschheit mit sich bringt. Purcell ordnet daher eine Rettungsoperation an. Zimsky kontaktiert seinen ehemaligen Partner Ed Brazzleton, welcher zwei revolutionäre Erfindungen gemacht hat: Einen hochwirksamen Laser-Ultraschall-Bohrer sowie das Material „Unobtanium“, welches extremen Kräften und hohen Temperaturen widersteht. Von der US-Regierung finanziert, beginnt das Wissenschaftlerteam angeleitet von Brazzleton, mit ihren gesamten Ressourcen ein Bohrfahrzeug zu konstruieren, das sie „Virgil“ taufen. Mit „Virgil“ will das Team unterstützt von den Endeavour-Astronauten Iverson und Childs in die Tiefe vordringen und den Erdkern mittels mehrerer Atomsprengköpfe wieder in Gang setzen. Währenddessen soll der gewiefte Hacker „Rat“ die Operation verschleiern und jegliche Hinweise aus den weltweiten Datennetzen löschen.

Die Reise für die „Terranauten“ genannte Eingreiftruppe ist wegen des unbekannten Terrains voller Gefahren. Unter anderem setzen Erdbeben, große Hohlräume und Edelsteinschichten Schiff und Mannschaft zu. Schließlich erreichen lediglich Keyes, Childs, Brazzelton und Zimsky den Erdkern. Als man herausfindet, dass die Sprengkraft der Atombomben nicht ausreicht, geht Zimsky zu Plan B über. Er hat eine geheime Übereinkunft mit Purcell über ein Projekt namens „DESTINI“. Dabei handelt es sich um eine seismische Waffe, die gegen feindliche Länder eingesetzt werden sollte. Die Tests mit „DESTINI“ sind auch der wahre Grund, warum der Erdkern aufgehört hat sich zu drehen. Zimsky und Purcell wollen im Angesicht der fehlgeschlagenen Mission mittels „DESTINI“ nun den Erdkern wieder starten. Keyes kann aber „Rat“ kontaktieren, der daraufhin das Projekt im letzten Moment vor dem Start stoppt.

Dies gibt Keyes und Zimsky die Zeit, einen alternativen Plan zu entwickeln. Sie koppeln die einzelnen Segmente von „Virgil“ mit je einer aktivierten Bombe ab, um so den Kern mit einer Reihe von aufeinander folgenden Schockwellen doch noch in Gang zu bringen. Dazu ist es notwendig, dass ein Besatzungsmitglied eine im hinteren Teil des Schiffs angebrachte Verriegelung lösen muss, was bedeutet, dass diese Person es nicht mehr in die sichere Kapsel zurückschafft und somit der Auftrag ein Himmelfahrtskommando ist. Brazzelton opfert sich, da „Virgil“ sein Entwurf ist. Da der Plan dann aber wegen einer fehlerhaften Berechnung doch noch zu scheitern droht, opfert sich Zimsky schließlich und gibt Keyes noch den Tipp, das Plutonium aus dem Antrieb der „Virgil“ zur Verstärkung der Bomben zu nutzen und so die fehlende Sprengkraft kompensieren zu können. Keyes und Childs entkommen der Druckwelle schließlich im Kommandomodul von „Virgil“. Der Erdkern setzt sich wieder in Bewegung und die Bedrohung wird abgewendet.

Nach erster vergeblicher Suche durch die US-Navy wird das Modul dann nach einem Hinweis von „Rat“ zu Sonarlauten von Walen am Meeresgrund gefunden. Keyes und Childs werden gerettet, allerdings zum Stillschweigen über ihre Mission und das „DESTINI“-Projekt verpflichtet. Um die Menschheit über das Projekt „DESTINI“, die Rettungsoperation und die bislang unbekannten Helden, welche die Erde vom Untergang gerettet haben, doch noch zu informieren, hackt sich „Rat“ später anonym in einem Internetcafe in das Internet und verteilt so die Informationen an alle Nachrichten-Redaktionen in der Welt.

[Bearbeiten] Hintergrund

[Bearbeiten] Physikalische Aspekte des Films

The Core vereinfacht und verfälscht zahlreiche Naturgesetze. Auf der Seite „Insultingly Stupid Movie Physics“, die die physikalische Richtigkeit von Kinofilmen untersucht, belegt The Core den Ehrenplatz als „dümmster Film“.[1]

[Bearbeiten] Abweichungen von der Romanvorlage

  • Die Auswirkungen des zusammenbrechenden Erdmagnetfelds beschränken sich im Roman auf Telekommunikation und Menschen, die auf über 2.000 Höhenmetern leben.
  • Im Roman wird eine mit dem fiktiven, auf Beryllium basierenden Material Hudderit ausgekleidete Röhre in Richtung Erdkern gebohrt, um durch diese einen atomaren Sprengsatz an einem Hudderitseil herunterzulassen.
  • Statt des geheimen Regierungsprojektes sind es im Roman islamistische Terroristen, die mit Hilfe einer Schrägbohrung mittels Atombomben Erdbeben unter israelischen Städten verursachen wollen.

[Bearbeiten] Sonstiges

  • Regisseur Jon Amiel erzählt im Audiokommentar der DVD, dass der Trick, den Rat bei Dr. Keyes' Handy macht, wodurch Keyes gratis Ferngespräche auf seinem Handy bekommt, tatsächlich möglich sei (siehe: Phreaking).
  • Als Anfang 2003 die baldige Premiere von The Core in Trailern in den Kinos angekündigt wurde, waren darin u.a. Szenen der Notlandung der „Endeavour“ zu sehen. Als zur gleichen Zeit die Raumfähre „Columbia“ verunglückte, rief man die Trailer zurück und überarbeitete diese. Für den Film beließ man allerdings die Endeavour-Landung.
  • Bei dem Kanal, in dem das Shuttle landet, handelt es sich um Flutkanäle sowie das betonierte Flussbett des Los Angeles River. Dieses tauchte in der Vergangenheit in unzähligen Episoden amerikanischer Fernsehserien und etlichen Actionfilmen auf, speziell in Terminator 2, Das fliegende Auge und Nur noch 60 Sekunden.
  • Während der Mission stößt die Crew auf eine riesige kristalline Geode.
  • Rat verhindert die Initiierung von „DESTINI“ (Alaska, möglicherweise Gakona), indem er die benötigte Energie in das ca. 6.500 km entfernte Coney Island in New York umleitet. Dies ist technisch aber eigentlich nicht möglich, da Alaska nicht am amerikanischen Kontinental-Stromnetz hängt.
  • In derselben Szene versucht Rat sich Zugang zur Internetseite des US-amerikanischen Energieministeriums zu verschaffen. Dies misslingt aber zuerst aufgrund der Fehlermeldung „404 – Access Denied“ (Zugang verweigert). Die Fehlernummer „404“ bedeutet aber in Wirklichkeit „Seite nicht gefunden“, die Fehlernummer einer Zugriffsverweigerung lautet 403.
  • Im Film gibt es einen Verweis auf die Fernsehserie Xena, als „Rat“ als Bedingung seines Mitwirkens Junkfood und „Xena“-Videos verlangt. Tatsächlich machten die Video-Wünsche von „Rat“ während des Drehs einige Veränderungen durch. Zunächst orderte er „Star Trek“-Folgen, später änderte man dies in Sponge Bob und schließlich in Xena.
  • Das geheime Regierungsprojekt „DESTINI“ steht für Deep Earth Seismic Trigger INItiative.
  • Unobtanium“ ist ein geflügeltes Wort unter Science-Fiction-Fans für ein fiktives Material mit diversen teilweise unglaublichen Fähigkeiten.
  • Fast am Ende der Szene mit den Taubenattacken krachte statt einer Taube eine Forelle durch ein Schaufenster. Dies ist ein Witz der Tricktechniker gewesen, die die Filmeffekte kreiert haben.
  • Im Film werden einige Sehenswürdigkeiten Roms sowie die Golden Gate Bridge zerstört.

[Bearbeiten] Kritiken

„Fantastischer Katastrophenfilm, der sich durch ein sorgfältig strukturiertes Drehbuch sowie solide Regie- und Darstellerleistungen erfolgreich bemüht, die innere Logik und die Ernsthaftigkeit des Sujet zu wahren.“

Lexikon des internationalen Films[2]

„Nach dem Startschuss des Raketenwurms verkommt das aberwitzige Unternehmen zum langweiligen Videospiel, das trotz digitalen Diamantenhagels nie echtes Kinoformat erreicht.“

Der Tagesspiegel, 7. April 2003

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. „Insultingly Stupid Movie Physics“ (englisch)
  2. http://www.filmevona-z.de/filmsuche.cfm?wert=520184&sucheNach=titel

[Bearbeiten] Weblinks

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