Junkfood

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Hamburger

Junkfood (amerikanisches Englisch: junk food, von junk, „minderwertiges Material“) ist ein polemischer Begriff mit negativer Konnotation für als minderwertig oder ungesund betrachtete Lebensmittel. Gemeint sind vor allem stark fett-, salz- oder zuckerhaltige Lebensmittel wie Pommes frites, Kartoffelchips, Süßwaren und Limonaden, vor allem wenn sie industriell hergestellt sind, sowie allgemein Fastfood wie Hamburger, außerdem hochkalorische Fertiggerichte und Ähnliches.

Der Begriff Junkfood ist in den USA seit den 1970er Jahren gebräuchlich. Als eine der ältesten Quellen für die Verwendung des Wortes Junk für Fastfood gilt ein Artikel des Time Magazin vom 18. Dezember 1972.[1] Darin war aber noch nicht explizit von Junkfood die Rede. Das war in einem Artikel der Washington Post vom 9. März 1973 der Fall. Es gibt auch Einzelpersonen, die als Erfinder dieses Begriffs genannt werden, darunter die Gastrokritikerin Gael Green des New York Magazine (1971) und der ehemalige Direktor des Center for Science in the Public Interest, Michael Jacobson (1972).[2] Tatsächlich ist dieser Ausdruck schon deutlich älter. Das Merriam-Webster Dictionary enthielt schon 1960 einen Eintrag für junk food. [3]

Popularisiert wurde der Ausdruck durch das Lied Junk Food Junkie von Larry Groce im Jahr 1976.[4]

Literatur[Bearbeiten]

  • Christoph Wagner: Fast schon Food. Geschichte des schnellen Essen, Campus, München 1995, ISBN 3-593-35346-6.
  • Brian J. Ford: Morgen nur noch Junk Food? Haupt, Frankfurt am Main / Bern u. a. O. 2001, ISBN 3-258-06302-8.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Christoph Wagner: Fast schon Food. Die Geschichte des schnellen Essens. Frankfurt/Main 1975, S. 329.
  2. Quellendokumentation des Sprachforschers Barry Popik
  3. Eintrag des Begriffes im Merriam-Webster’s Collegiate Dictionary
  4. Andrew F. Smith, Encyclopedia of Junk Food and Fast Food, 2006, S. 145