Nur noch 60 Sekunden
| Filmdaten | |
|---|---|
| Deutscher Titel | Nur noch 60 Sekunden |
| Originaltitel | Gone in Sixty Seconds |
| Produktionsland | USA |
| Originalsprache | Englisch |
| Erscheinungsjahr | 2000 |
| Länge | Kinofassung: 113 Minuten Director’s Cut: 122 Minuten |
| Altersfreigabe | FSK 12[1] bzw. 16 (Director's Cut)[2] JMK 14[3] |
| Stab | |
| Regie | Dominic Sena |
| Drehbuch | H. B. Halicki (Erstverfilmung) Scott Rosenberg (Drehbuch) |
| Produktion | Jerry Bruckheimer |
| Musik | Trevor Rabin |
| Kamera | Paul Cameron |
| Schnitt | Roger Barton Chris Lebenzon Tom Muldoon |
| Besetzung | |
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Nur noch 60 Sekunden (Originaltitel: Gone in Sixty Seconds) ist ein Actionfilm aus dem Jahr 2000 von Regisseur Dominic Sena. Es handelt sich um eine Neuverfilmung von Die Blechpiraten aus dem Jahr 1974.
Inhaltsverzeichnis |
Handlung [Bearbeiten]
Memphis war der beste Autodieb seiner Zeit in der Gegend von Long Beach. Als er vor sechs Jahren die Stadt verließ, um aus dem Geschäft auszusteigen, ging die Diebstahlrate bei Autos um 47 Prozent zurück. Obwohl er mit seinem Ausstieg genau das verhindern wollte, steigt sein kleiner Bruder Kip in das Geschäft ein und wird bei einem Raubzug für Raymond Calitri fast von der Polizei geschnappt. Doch auch so ergeht es ihm nicht besser, denn Calitri will ihn umbringen. Er bietet jedoch Memphis an, Kip in Ruhe zu lassen, wenn dieser das Geschäft übernimmt und ihm innerhalb von drei Tagen 50 Wagen stiehlt – nebenbei bekäme er bei Erledigung des Auftrags 200.000 US-Dollar. Um das Leben seines Bruders zu schützen, nimmt Memphis an.
Innerhalb der ersten zwei Tage fragt Memphis bei seinen alten Freunden an und einige helfen ihm bei dieser Aktion. Alle 50 Autos sollen in der letzten Nacht gestohlen werden, in der vorherigen kundschaften sie die Fahrzeuge aus. Doch auch die Polizei ermittelt. Detective Roland Castlebeck bedauert es seit langem, Memphis nie hinter Gitter gebracht zu haben und will es diesmal schaffen.
Die Aktion startet zunächst erfolgversprechend, doch bei drei Mercedes, für die extra Schlüssel angefertigt werden mussten, stehen Observationsfahrzeuge der Polizei. Memphis erkennt das und bricht den Diebstahl dieser drei Fahrzeuge ab. Da die Zeit knapp ist, müssen die drei bei Kips abgebrochenem Raubzug von der Polizei beschlagnahmten Autos gestohlen werden.
Das letzte Auto hat von Memphis den Codenamen Eleanor bekommen: ein Shelby Mustang GT 500. Bei früheren Diebstählen dieses Fahrzeugs ging schon mehrfach etwas schief, und auch diesmal ist ihm die Polizei auf den Fersen. Nach einer Verfolgungsjagd kommt Memphis zwölf Minuten zu spät zum Hafen, wo die Fahrzeuge verladen wurden. Calitri will Memphis töten, doch sein Bruder kommt ihm zur Hilfe. Auf der Suche nach Memphis trifft Calitri auf Detective Castlebeck, und Memphis rettet dem Polizisten das Leben. Dieser lässt ihn daraufhin laufen.
Zum Schluss bekommt Memphis von seinem Bruder einen schwer lädierten Mustang geschenkt, den er für sein Motorrad eingetauscht hat. Von dieser Geste zutiefst gerührt, versöhnt sich Memphis mit seinem Bruder.
Hintergrund [Bearbeiten]
- Der Film basiert auf dem Film Die Blechpiraten von 1974. Es wurden zwar nur die Grundelemente der Handlung übernommen, Eleanor stammt aber aus der Vorlage. Während im Original noch ein brandneuer 1973er Mustang verwendet wird, ist es in Nur noch 60 Sekunden ein 1967er, doch beide Wagen parken in den International Towers von Long Beach. Auch die Szene, in der Heroin-Reste mit den Abgasen eines Autos weggeblasen werden, als die Polizei da ist, stammt so aus der Vorlage.
- Vinnie Jones’ Charakter Sphinx holt in einer Szene ein Messer aus der Tasche, um den Hund von Otto (Robert Duvall) aufzuschneiden, der zuvor die Schlüssel aufgefressen hat. Dies ist eine Anlehnung an den Film Snatch – Schweine und Diamanten mit Vinnie Jones als „Bullet Tooth“ Tony, wo der Hund einen Diamanten verschluckt.
- Die Produktionskosten wurden auf 90 Millionen US-Dollar geschätzt. Der Film spielte in den Kinos weltweit rund 237 Millionen US-Dollar ein, davon rund 101 Millionen US-Dollar in den USA.
- Die Verfolgungsjagden auf mehrspurigen Straßen wurden in Arcadia und Beverly Hills im Bundesstaat Kalifornien, sowie in Hamilton der Provinz Ontario in Kanada, gedreht. Weitere Aufnahmen sind allesamt in Kalifornien, in den Städten Hollywood, Independence, Lone Pine, Redondo Beach, San Pedro auf der Vincent Thomas Bridge, Los Angeles und Long Beach entstanden.
Fahrzeuge [Bearbeiten]
Bei den Fahrzeugen handelt es sich vor allem um Sportwagen der gehobenen Preisklasse. Auf der Liste stehen fünf Ferrari, fünf Porsche, vier Mercedes-Benz, vier Chevrolet, vier Cadillac, drei Bentley, zwei Aston Martin, zwei Jaguar und weitere Supersportwagen. Im Folgenden die Liste der 50 Fahrzeuge mit ihren Codenamen:
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Kritiken [Bearbeiten]
„Actionfilm nach schlichtem und vorhersehbarem Muster mit wenig überzeugenden Figuren, dafür ansehnlichen Actionszenen und den obligatorischen Verfolgungsjagden.“
Auszeichnungen [Bearbeiten]
Bei den Taurus Awards 2001 wurde der Film dreimal nominiert, wovon er eine Auszeichnungen für den Besten Stunt-Fahrer gewinnen konnte. Zudem wurde Touchstone Pictures als beste Produktionsfirma des Jahres bei den California on Location Awards und Buena Vista International wurde mit dem Bogey Award für 1 Millionen Zuschauer in 10 Tagen ausgezeichnet.
Für den Sprung über die Ladefläche des Abschleppers auf der Brücke wurde der Film für die beste Actionsequenz bei den MTV Movie Awards nominiert, ging aber leer aus.
Bei den BMI Film & TV Awards erhielt Trevor Rabin eine Auszeichnung für den besten Soundtrack. Angelina Jolie wurde bei den Blockbuster Entertainment Awards als Lieblingsschauspielerin in einem Actionfilm ausgezeichnet und Nicolas Cage wurde für den männlichen Part nominiert.
Synchronisation [Bearbeiten]
Die Synchronisation wurde von Berliner Synchron GmbH unter der Regie von Michael Nowka durchgeführt.[4]
| Darsteller | Synchronstimme | Rolle |
|---|---|---|
| Nicolas Cage | Martin Keßler | Randall 'Memphis' Raines |
| Angelina Jolie | Solveig Duda | Sara 'Sway' Wayland |
| Chi McBride | Jan Odle | Donny Astricky |
| Giovanni Ribisi | Gerrit Schmidt-Foß | Kip Raines |
| T.J. Cross | Michael Iwannek | Mirror Man |
| Robert Duvall | Friedrich Georg Beckhaus | Otto Halliwell |
| Will Patton | Peter Reinhardt | Atley Jackson |
| James Duval | Robin Kahnmeyer | Freb |
| Scott Caan | Matthias Hinze | Tumbler |
| Vinnie Jones | Bernd Rumpf | Sphinx |
| William Lee Scott | Tobias Müller | Toby |
| Christopher Eccleston | Antonio Paradiso | Raymond Calitri |
| Delroy Lindo | Reinhard Brock | Det. Castlebeck |
| Timothy Olyphant | Peter Flechtner | Det. Drycoff |
| Carmen Argenziano | Lutz Mackensy | Det. Mayhew |
| Bodhi Elfman | Stefan Krause | Fuzzy Frizzel |
| Grace Zabriskie | Inken Sommer | Helen Raines |
| Kevin West | Matthias Klages | Intern 1 |
| Arye Gross | Hans Hohlbein | James S. Lakewood |
| Master P | Thomas Petruo | Johnnie B. |
| Stephen Shellen | Reinhard Kuhnert | Roger |
| Erich Räuker | Einer von Calitris Männer | |
| Sandra Schwittau | Frau am Telefon | |
| Bernhard Völger | Mitarbeiter der Pathologie | |
| Christian Rode | reicher Autobesitzer | |
| Roland Hemmo | Typ am Polizeiautohof |
Weblinks [Bearbeiten]
- Nur noch 60 Sekunden in der Internet Movie Database (englisch)
- Offizielle internationale Website (englisch)
- Sammlung von Kritiken zu Nur noch 60 Sekunden bei Rotten Tomatoes (englisch)
- Vergleich der Schnittfassungen FSK 12 RTL – FSK 16, Kinofassung – Director's Cut von Nur noch 60 Sekunden bei Schnittberichte.com
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Freigabekarte der FSK (PDF; 71 kB)
- ↑ [1]
- ↑ Jugendmedienkommission
- ↑ Nur noch 60 Sekunden. Deutsche Synchronkartei, abgerufen am 25. April 2013.