The Zero Theorem

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Filmdaten
Originaltitel The Zero Theorem
Produktionsland Großbritannien, Rumänien
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2013
Länge 107 Minuten
Stab
Regie Terry Gilliam
Drehbuch Pat Rushin
Produktion Nicolas Chartier
Dean Zanuck
Musik George Fenton
Kamera Nicola Pecorini
Schnitt Mick Audsley
Besetzung

The Zero Theorem ist ein Spielfilm von Terry Gilliam aus dem Jahr 2013. Der Film wurde auf den Filmfestspielen von Venedig 2013 am 2. September der Öffentlichkeit vorgestellt.[1] Der Film soll im Herbst 2014 in Deutschland und in der Schweiz in die Kinos kommen.[2]

Handlung[Bearbeiten]

Computergenie Qohen Leth sucht in einer dystopischen Zukunft nach dem „Zero Theorem“, einer mathematischen Formel, welche die Frage nach dem Sinn des Lebens beantworten soll.

Produktion[Bearbeiten]

Die Produktion des Films war bereits für 2009 mit Billy Bob Thornton in der Hauptrolle und Al Pacino geplant, kam aber nicht zustande.[3] Der Film wurde schließlich im Herbst 2012 in neuer Besetzung in nur 37 Tagen in Bukarest gedreht.[4] Nach Information von Variety verfügte der Film über ein Budget von 10,3 Millionen Euro, das niedrigste Budget Gilliams seit den 1970er Jahren.[5]

Rezeption[Bearbeiten]

The Zero Theorem wurde überwiegend positiv aufgenommen. Der film-dienst resümiert: „Als kritischer Zukunftsentwurf und philosophischer Reflexion mangelt es dem Szenario etwas an Biss, nichtsdestotrotz gelingen dem vor schrulligen Ausstattungsdetails, kuriosen Charakteren und Anspielungen nur so überbordenden Film immer wieder ausdrucksstarke Bilder und berührende Szenen.“ Die Filmkommission vergibt 3 von 5 möglichen.[6] Frank Arnold von der Filmzeitschrift epd Film attestiert dem Film durchaus die für Gilliam typischen beeindruckend „opulenten Bilder und exzentrischen Figuren“, kritisiert andererseits aber auch „die selten einmal zur Ruhe kommende, oft verkantete Kamera“ und die Schwächen in der Story.[7] Die Jury der Deutschen Film- und Medienbewertung vergibt das Prädikat „wertvoll“ und begründet das wie folgt: „Die Geschichte, die Gilliam hier mit seinen besonderen Stilmitteln erzählt, ist so alt wie universell. Sie auf diese Art und Weise zu vermitteln, erscheint aber durchaus neu und besonders. [...] Dieser Film hat keine Gegenwart und keine Zukunft, er ist nicht im Hier und Jetzt verankert, sondern beschreibt ein eigenes Universum.“ Überzeugend sei der „plakative Umgang Gilliams mit Dekor und Kostümen.“[8]

Laut Josef Schnelle vom Deutschlandfunk kann man „Vergnügen haben am puren Spektakel sich aber auch an den längeren Gedankenspielen des Films erfreuen.“ Weiterhin würde Christoph Waltz „diese existenzialistische Komikerrolle“ entschlossen mit Leben füllen.[9] Auch der Stern lobt Waltz schauspielerische Leistung: „Den [Qohen Leth] verkörpert Christoph Waltz mit spürbarer Lust, einmal nicht der Bösewicht vom Dienst zu sein. Mit feiner Ironie lässt er das Publikum gleichsam zum Komplizen des Protagonisten werden. Was dazu führt, dass man sich im Kinosaal schon nach kurzer Zeit total überwacht glaubt. Gut möglich, dass mancher nach dem Filmende sein Mobiltelefon in den Müll entsorgt.“[10]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 2 September. In: www.labiennale.org. Internationale Filmfestspiele von Venedig. Abgerufen am 16. August 2013.
  2. The Zero Theorem International Release Dates. In: www.thezerotheorem-movie.com. Abgerufen am 28. August 2014.
  3. Charlie Schmidlin: Al Pacino, Jessica Biel & Billy Bob Thornton Among Cast In First Incarnation Of Terry Gilliam's 'The Zero Theorem'; Plus New Photos. In: blogs.indiewire.com/theplaylist. 30. August 2013. Abgerufen am 21. Oktober 2013.
  4. Dreams: The Zero Theorem. Abgerufen am 21. Oktober 2013.
  5. Venice: Flexible Biz Model Amps Up Voltage. In: Variety.com. 31. August 2013. Abgerufen am 4. September 2013.
  6. film-dienst, Nr. 24/2014, S. 36, Bewertung der Filmkommission.
  7. Frank Arnold: Filmkritik zu The Zero Theorem auf epd-film.de, abgerufen am 26. November 2014.
  8. The Zero Theorem in der Jurybegründung der Deutschen Film- und Medienbewertung, abgerufen am 26. November 2014.
  9. Josef Schnelle: Pures Spektakel mit längeren Gedankenspielen im Deutschlandfunk, abgerufen am 25. November 2014.
  10. "The Zero Theorem": Skurrile Zukunftsvision im Stern, abgerufen am 25. November 2014.