Thiers (Puy-de-Dôme)

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Thiers
Wappen von Thiers
Thiers (Frankreich)
Thiers
Region Auvergne
Département Puy-de-Dôme
Arrondissement Thiers (Unterpräfektur)
Kanton Thiers
Koordinaten 45° 51′ N, 3° 33′ O45.8563888888893.5475430Koordinaten: 45° 51′ N, 3° 33′ O
Höhe 283–793 m
Fläche 44,49 km²
Einwohner 11.232 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 252 Einw./km²
Postleitzahl 63300
INSEE-Code
Website http://www.ville-thiers.fr/

Thiers am Durolle-Hang

Thiers ist eine französische Gemeinde mit 11.232 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Département Puy-de-Dôme in der Region Auvergne. Die Kleinstadt ist Sitz der Unterpräfektur (frz. Sous-préfecture) des Arrondissements Thiers, dieses besteht aus sechs Kantonen, sie ist Hauptort (frz.: chef-lieu) des Kantons Thiers.

Geografie[Bearbeiten]

Die Stadt wird vom Fluss Durolle durchquert, der im Gemeindegebiet in die Dore einmündet. Die Gemeinde ist Teil des Regionalen Naturparks Livradois-Forez.

Geschichte[Bearbeiten]

Thiers ist keltischen Ursprungs. Eine erste Siedlung am linken Durolle-Ufer wurde 532 von den Franken zerstört. Der Wiederaufbau erfolgte auf dem rechten Ufer im heutigen Altstadtviertel. Von hier aus wuchs die Stadt immer weiter den Hang hinauf. Die Blütezeit der Stadt begann mit dem Einzug der Messerschmiedekunst. Eine Legende besagt, dass auvergnatische Kreuzritter diese Kunst aus dem Orient nach Thiers gebracht haben. Die ersten Messerschmiede ließen sich nachweislich im 14. Jahrhundert hier nieder; sie nutzten das starke Gefälle der Durolle für ihre Schmiedehämmer. Das Gewerbe brachte der Stadt rasch Ansehen und Reichtum. Ab dem 15. Jahrhundert wurden die Schmiedeerzeugnisse vor allem nach Spanien und Norditalien exportiert. Ende des 18. Jahrhunderts lebten etwa 10.000 und damit zwei Drittel der Einwohner vom Schmiedehandwerk. Heute sind etwa 5.000 Menschen in rund 300 handwerklichen Messerschmieden der Stadt, den Coutelleries, beschäftigt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kirche Saint-Genès (12. Jahrhundert)
  • „Le Vieux Thiers“, verwinkelte mittelalterliche Altstadt mit vielen restaurierten Fachwerkhäusern des 15. bis 17. Jahrhunderts.
  • Kirche St-Genès, ursprünglich romanische aus dem 11./12. Jahrhundert; Vorhalle des 18. Jahrhunderts mit einem reich skulpturierten Wandgrab des 14. Jahrhunderts; größte Vierungskuppel der Auvergne
  • Eglise du Moutier, mit schönen Kapitellen
  • Schloss La Chassaigne, Landschloss des Manoir-Typs vom Ende des 15. Jahrhunderts mit großzügigem Schlossgarten

Au premier étage, on trouve la grande galerie ainsi qu'une chapelle bien conservée. La Chassaigne accueille chaque été les visiteurs autour d'une exposition thématique (expliquée et mise en valeur lors de la visite par le co-propriétaire des lieux) et propose d'autres manifestations culturelles tout au long de l'année. Le château vaut aussi pour les jardins qui l'entourent. D'esprit anglais, le jardin principal se compose de véritables « chambres » de verdure d'une grande variété d'inspirations. À l'Ouest, une terrasse accueil un jardin de style classique71.

  • Maison des Coutelliers mit Ausstellung über die Schmiedekunst von den Anfängen bis zur Gegenwart und dem Nachbau einer historischen Messerschmiede
  • Musée de la Coutellerie, Museum der Messerschleiferei mit Filmvorführung
  • Le Creux de l’Enfer, Museum zeitgenössischer Kunst in einer ehemaligen Messerfabrik[1]
  • L’Orangerie, Schau tropischer Gewächse
  • Parc du Moutier

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Hôtel du Pirou (15. Jahrhundert)

Literatur[Bearbeiten]

  • Anne Henry (Red.): Thiers, une exception industrielle. Puy-de-Dôme / Auvergne. Direction régionale des affaires culturelles. Service régional de l'Inventaire général; Ville de Thiers; Musée de la coutellerie. Lyon: Lieux Dits, 2004. 64 S.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Thiers – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Internetseite des Museums
  2. Bruno W. Häuptli: STEPHAN von Muret. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 27, Bautz, Nordhausen 2007, ISBN 978-3-88309-393-2, Sp. 1381–1384.