Treia (Marken)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Die gleichnamige Ortschaft in Deutschland (Schleswig-Holstein) ist unter Treia zu finden.
Treia
Vorlage:Infobox Gemeinde in Italien/Wartung/Wappen fehltKein Wappen vorhanden.
Treia (Italien)
Treia
Staat: Italien
Region: Marken
Provinz: Macerata (MC)
Koordinaten: 43° 19′ N, 13° 19′ O43.31138888888913.313055555556342Koordinaten: 43° 18′ 41″ N, 13° 18′ 47″ O
Höhe: 342 m s.l.m.
Fläche: 93,07 km²
Einwohner: 9.596 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 103 Einw./km²
Postleitzahl: 62010
Vorwahl: 0733
ISTAT-Nummer: 043054
Volksbezeichnung: Treiesi
Schutzpatron: Patrick von Irland (17. März)
Website: Treia
Panorama von Treia

Treia ist eine italienische Gemeinde (comune) mit 9596 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2013) in der Provinz Macerata in den Marken. Die Gemeinde liegt etwa 11 Kilometer westnordwestlich von Macerata nördlich des Potenzatales. Die Gemeinde ist Teil der Comunità montana Alte Valli del Potenza e Esino.

Geschichte[Bearbeiten]

Nach dem Kriegseintritt Italiens im Juni 1940 errichtete das faschistische Regime in Treia ein Internierungslager (campo di concentramento). Das Lager befand sich in der im Ortsteil Passo di Treia gelegenen Villa Spada, auch Villa La Quiete genannt.

Es handelte sich um ein Frauenlager; die Internierten waren neben Polinnen und Russinnen vor allem Französinnen und Engländerinnen; ab 1942 kamen Jugoslawinnen hinzu. Am 1. August 1940 zählte das Lager 37 Insassinnen, wovon 15 jüdisch waren.

Das Landhaus wies viele Mängel auf; z.B. gab es dort nur eine Kaltwasserbadewanne und ein Waschbecken für über 40 Frauen; das Dach war undicht. Über die Schweizer Gesandtschaft in Rom intervenierten das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) und das britische Foreign Office mehrmals bei den italienischen Behörden, um eine Verbesserung der Internierungsbedingungen zu erreichen. Da jedoch der Besitzer sich weigerte, die Reparatur- und Renovationskosten zu übernehmen, wurden die Internierten im Dezember 1942 kurzerhand nach Petriolo verlegt. [2]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Südlich der Ortschaft Treia, aber noch innerhalb der Gemeindegrenzen verläuft die Strada Statale 361 Septempedana.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Treia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2013.
  2. Carlo Spartaco Capogreco, I campi del duce. L’internamento civile nell’Italia fascista (1940-1943), Torino 2004 (Einaudi), S. 193-194; Klaus Voigt, Zuflucht auf Widerruf. Exil in Italien 1933-1945, Band 2, Stuttgart 1993 (Klett-Cotta), S. 61-65