Macerata
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
| Macerata | ||
|---|---|---|
|
|
||
| Staat: | Italien | |
| Region: | Marken | |
| Provinz: | Macerata (MC) | |
| Koordinaten: | 43° 18′ N, 13° 27′ O43.313.45315Koordinaten: 43° 18′ 0″ N, 13° 27′ 0″ O | |
| Höhe: | 315 m s.l.m. | |
| Fläche: | 92 km² | |
| Einwohner: | 42 693 (2006) | |
| Bevölkerungsdichte: | 446 Einw./km² | |
| Postleitzahl: | 62100 | |
| Vorwahl: | 0733 | |
| ISTAT-Nummer: | 043023 | |
| Demonym: | Maceratesi | |
| Schutzpatron: | San Giuliano | |
| Website: | Macerata | |
Macerata ist die Provinzhauptstadt der gleichnamigen Provinz in der Region Marken (italienisch Marche) in Italien. Sie hat 42.693 Einwohner (Stand am 31. Mai 2006). Macerata liegt auf einem Hügel zwischen den Flüssen Chienti und Potenza in der Region Marken.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geschichte
Macerata ist eine mittelalterliche Stadt , die aus der Verschmelzung zweier Orte – Castrum Maceratae (bürgerliches Zentrum) und Podium Sancti Juliani (kirchliches Zentrum) – entstand. 1138 vereinigten sich die beiden Siedlungsteile und wurden zur freien Kommune.
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
Die schön auf einem Höhenrücken gelegene Stadt mit herrlichen Ausblicken auf die Umgebung bietet zahlreiche Sehenswürdigkeiten wie Stadtpaläste, eine Universität (gegründet 1540) und eine Opernfreilichtbühne, das Sferisterio aus dem 19. Jahrhundert, das bis zu 4500 Plätze bietet
Der Hauptplatz Piazza della Libertà wurde 1581 realisiert. Auf diesem Platz gibt es die Loge, den Uhrturm, das Rathaus, die Kirche San Paolo, das Theater, die Universität, die Prefettura. Die Loge ist im Stil der Renaissance und hat Marmorsäulen mit eleganten Kapitellen. Der Uhrturm hat eine quadratische Form, er ist etwa 9 m breit und 65 m hoch. Er wurde zwischen 1492 und 1653 gebaut und sollte der höchste in den Marken werden. An der traditionsreichen Universität kann man Jura, Philosophie, Pädagogik, Fremdsprachen, Politik- und Wirtschaftswissenschaften studieren.
Auf der rechten Seite des Stadtturmes verläuft eine steile mittelalterliche Treppe, die Piaggia della Torre, auch Scalette genannt. Am deren Ende gelangt man auf die Piazza Mazzini, wo früher der Stadtmarkt abgehalten wurde. Heute ist jeden Mittwoch Markttag in Macerata.
Neben Piazza Mazzini befindet sich das Sferisterio. Es wurde zwischen 1819 und 1829 erbaut, um das Spiel Gioco del Bracciale (Ball mit dem Armholz) zu spielen. Bevor es Fußball gab, war dieses Spiel der beliebteste Sport in Italien zwischen 1600 und 1900. Ende Juli / Anfang August wird im Sferisterio ein in ganz Europa bekanntes Opernfestival veranstaltet. Einzelne Opernproduktionen, für die diese Arena zu groß ist, werden mittlerweile auch im Teatro Laro Rossi gezeigt. Es wurde 1989 grundlegend renoviert und hat 550 Plätze.
Nicht weit vom Sferisterio steht die Kathedrale, die 1459 bis 1464 erbaut wurde. Der Campanile wurde 1467-1478 errichtet. In der Kathedrale wird eine Reliquie (der Arm) des heiligen Julianus aufbewahrt; er ist der Schutzpatron von Macerata. Am 31. August gibt es in Macerata ein großes Stadtfest.
Neben dem Dom steht die kleine Basilica Santa Maria della Misericordia. Die Geschichte erzählt, dass eine kleine Kapelle an einem einzigen Tag (4. August 1447) erbaut wurde, um die Hilfe der heiligen Madonna gegen die Pest herbeizurufen. 1735/1741 wurde die kleine Kirche vom berühmten Architekten Luigi Vanvitelli dann zur heutigen Größe und Gestalt um- und ausgebaut.
Sehr schön ist auch die Stadtmauer von Macerata.
[Bearbeiten] Städtepartnerschaften
Weiden in der Oberpfalz - Deutschland, seit 1963
Issy-les-Moulineaux - Frankreich, seit 1982
Floriana - Malta, seit 2007
[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt
Macerata ist der Geburts- und Heimatort von vielen berühmten Personen:
- Matteo Ricci (* 1552; † 1610), italienischer Jesuitenpater, der in China während der Ming-Dynastie wirkte
- Giovanni Maria Crescimbeni (* 1663 † 1728), italienischer Dichter und Historiker
- Guglielmo Pallotta (* 1727; † 1795), Kardinal der katholischen Kirche
- Giuseppe Ugolini (* 1783; † 1867), Kurienkardinal
- Lauro Rossi (* 1812; † 1885), italienischer Komponist
- Giuseppe Gariboldi (* 1833; † 1905), italienischer Flötist und Komponist
- Giuseppe Tucci (* 1894; † 1984), italienischer Orientalist
- Scipione (Gino Bonichi) (* 1904; † 1933), italienischer Maler und Schriftsteller.
- Giuseppe Brizi (* 1942), italienischer Fußballspieler
- Dante Ferretti (* 1943), italienischer Szenenbildner
- Stefano Scodanibbio (* 1956), italienischer Kontrabassist und Komponist, der hier jährlich ein Festival zeitgenössischer Musik, organisiert.
[Bearbeiten] Siehe auch
[Bearbeiten] Weblinks
Acquacanina | Apiro | Appignano | Belforte del Chienti | Bolognola | Caldarola | Camerino | Camporotondo di Fiastrone | Castelraimondo | Castelsantangelo sul Nera | Cessapalombo | Cingoli | Civitanova Marche | Colmurano | Corridonia | Esanatoglia | Fiastra | Fiordimonte | Fiuminata | Gagliole | Gualdo | Loro Piceno | Macerata | Matelica | Mogliano | Monte Cavallo | Monte San Giusto | Monte San Martino | Montecassiano | Montecosaro | Montefano | Montelupone | Morrovalle | Muccia | Penna San Giovanni | Petriolo | Pieve Torina | Pievebovigliana | Pioraco | Poggio San Vicino | Pollenza | Porto Recanati | Potenza Picena | Recanati | Ripe San Ginesio | San Ginesio | San Severino Marche | Sant'Angelo in Pontano | Sarnano | Sefro | Serrapetrona | Serravalle di Chienti | Tolentino | Treia | Urbisaglia | Ussita | Visso

