Urbisaglia

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Urbisaglia
Kein Wappen vorhanden.
Urbisaglia (Italien)
Urbisaglia
Staat: Italien
Region: Marken
Provinz: Macerata (MC)
Koordinaten: 43° 12′ N, 13° 23′ O43.213.383333333333310Koordinaten: 43° 12′ 0″ N, 13° 23′ 0″ O
Höhe: 310 m s.l.m.
Fläche: 22 km²
Einwohner: 2.675 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 122 Einw./km²
Postleitzahl: 62010
Vorwahl: 0733
ISTAT-Nummer: 043055
Website: Urbisaglia

Urbisaglia ist eine Gemeinde mit 2675 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2012) in der italienischen Provinz Macerata in der Region Marken (italienisch Marche). Ihr Name geht zurück auf die antike Vorgängersiedlung Urbs Salvia (Pollentinorum).

Die Nachbargemeinden sind Colmurano, Corridonia, Loro Piceno, Petriolo und Tolentino.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort lag in der antiken Landschaft Picenum und war wohl schon in vorrömischer Zeit ein Siedlungszentrum des Volks der Pollentini, auch wenn bisher keine entsprechenden archäologischen Funde gemacht wurden. Um 60 v. Chr. erhielt die Stadt am Kreuzungspunkt zweier wichtiger Straßen ihren Namen nach einem Salvius; Ende des 1. Jahrhunderts n. Chr. wurde sie römische Colonia. Anfang des 5. Jahrhunderts n. Chr. wurde Urbs Salvia von Alarich zerstört.

Im Mittelalter und der Renaissance stand Urbisaglia zeitweise unter der Herrschaft des benachbarten Tolentino bis es 1569 dem Kirchenstaat angegliedert wurde.

Die antike Siedlung lag östlich des modernen Urbisaglia. Die mit Türmen versehene Stadtmauer mit einem Umfang von 2 km ist gut erhalten, ebenso wie Überreste zahlreicher größerer Bauten: ein Amphitheater, Ende des 1. Jahrhunderts n. Chr. von der aus Urbs Salvia stammenden Familie des Senators Lucius Flavius Silva Nonius Bassus erbaut; ein Theater, ebenfalls aus flavischer Zeit; eine Badanlage; ein Aquädukt, eine Kryptoportikus[2] und ein Wasserreservoir. Ausgrabungen haben in der letzten Zeit durch die Universität Macerata stattgefunden. Seit 1999 sind ein archäologischer Park mit einer Größe von etwa 40 ha und ein archäologisches Museum eingerichtet worden.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Lidiano Bacchielli u. a.: Studi su Urbisaglia Romana. Tipigraf Ed., Tivoli 1995 (Picus, Supplementi 5).
  •  Giuseppina Capodaglio: Statue e ritratti di età romana da "Urbs Salvia". Libreria Cavour, Macerata 1994.
  •  Christiane Delplace: La romanisation du Picenum. L’exemple d’urbs Salvia. Rom 1993, ISBN 2-7283-0279-0 (Collection de l’École Française de Rome, 177, online).
  •  Maria Federica Fenati: Lucio Flavio Silva Nonio Basso e la città di Urbisaglia. Ist. di Storia Antica, Macerata 1995 (Università degli Studi di Macerata, Pubblicazioni dell’Istituto di Storia Antica, 1).
  •  Roberto Perna: Urbs Salvia. Forma e urbanistica. L' Erma di Bretschneider, Rom 2006, ISBN 88-8265-340-4 (Città antiche in Italia, 7).
  • Lawrence Richardson, Jr.: Urbs Salvia Pollentinorum (Urbisaglia) Marche, Italy. In: Richard Stillwell u. a. (Hrsg.): The Princeton Encyclopedia of Classical Sites. Princeton University Press, Princeton, N.J. 1976, ISBN 0-691-03542-3.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Urbisaglia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2012.
  2. Jahresbericht 2002 (PDF, 1,6 MB) des Deutschen Archäologischen Instituts, S. 161.