Tremors – Im Land der Raketenwürmer

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Tremors ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Für die gleichnamige Achterbahn, siehe Tremors (Silverwood Theme Park).
Filmdaten
Deutscher Titel Tremors – Im Land der Raketenwürmer
Originaltitel Tremors
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1990
Länge 92 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie Ron Underwood
Drehbuch S. S. Wilson
Brent Maddock
Ron Underwood
Produktion Brent Maddock
S.S. Wilson
Ellen Collett
Gale Anne Hurd
Musik Ernest Troost
Robert Folk
Kamera Alexander Gruszynski
Schnitt O. Nicholas Brown
Besetzung

Tremors – Im Land der Raketenwürmer ist eine Horrorkomödie des Regisseurs Ron Underwood aus dem Jahre 1990. Das von Gale Anne Hurd produzierte B-Movie erfreut sich unter Genrefans großer Beliebtheit.

Handlung[Bearbeiten]

Der Film spielt in Perfection, einem kleinen Wüstendorf in Nevada, wo sich Val McKee und sein Freund Earl Basset ihr Geld mit Gelegenheitsarbeiten verdienen. Eines Tages lernen sie eine attraktive Seismologin namens Rhonda LeBeck kennen, die sich nach Erdbeben erkundigt.

Als Val und Earl später weiterfahren, finden sie auf einem Hochspannungsmast den verdursteten Edgar Deems. Sie rätseln noch, was Edgar dort gemacht hat. Wenig später wird dann der Farmer Fred getötet. Val und Earl finden erst dessen brutal getöteten Schafe und dann Freds abgerissenen Kopf selbst. Jetzt denken Val und Earl, dass ein psychopathischer Mörder die Bluttat begangen hat. Sie wollen die Polizei holen. Kurz danach werden zwei Straßenarbeiter getötet und die Telefonmasten gekappt. Nachdem Val und Earl die Leichen entdeckt haben und zurückgefahren sind, entdecken sie ein totes schlangenartiges Wesen an deren Auto. Später in der Nacht werden Jim, ein Arzt, und dessen Frau von dem schlangenartigen Wesen getötet.

Da die Telefonmasten gekappt sind, wollen Val und Earl mit Pferden ausreiten. Burt und seine Frau Heather wollen Rhonda finden. Während der Reiterei werden Val und Earl von einem Riesenwurm mit drei Zungen angegriffen. Erst jetzt stellt sich heraus, dass die kleinen schlangenförmigen Monster nur die Zungen des Ungetüms waren, das sich im Boden mit sehr hoher Geschwindigkeit bewegen kann und seismische Erschütterungen auf der Oberfläche wahrnimmt. Den beiden gelingt es, einen Wurm zu töten, und als sie den Kadaver mit Rhonda untersuchen, stellen die drei schon Vermutungen an, woher so ein Riesenwurm kommen könnte. Earl denkt gleich an Außerirdische. Kaum wollen sie gehen, werden die drei angegriffen.

Nachdem Val, Earl und Rhonda noch mit dem Schrecken davongekommen sind, müssen sie sich wehren, denn es gibt mehrere Würmer, die sich bis zur Stadt bohren. Als die Bewohner von Perfection überlegen, was zu tun ist, tauchen die erbärmlich stinkenden Würmer in der Stadt auf. Die Bewohner laufen in ein Haus, was aber nicht viel nützt. Der Laden in Perfection, in dem sich Val, Earl, Rhonda und zwei andere Bewohner, Miguel und der Ladenbesitzer Walter Chang, verstecken, wird von den Würmern angegriffen. Dabei wird Walter von einem Wurm geschnappt und gefressen. Die Bewohner retten sich auf die Dächer. Val und Earl benötigen dringend einen Plan.

Für Burt Gummer und seine Frau Heather, die wieder zurück sind, wird es Zeit, zu den Waffen zu greifen. Doch sie erfahren erst im weiteren Verlauf, dass diese Würmer nicht leicht zu besiegen sind, denn sie können sich jederzeit auf Beutejagd begeben. Dennoch gelingt es ihnen, einen Wurm zu töten. Doch die „Schnappoiden“ sind schlau und wollen die Gebäude zum Einsturz bringen. Für Nestor, einen anderen Bewohner von Perfection, kommt so jede Hilfe zu spät: Er fällt den Würmern zum Opfer.

Als die stark bewaffneten Burt und Heather sich mit den anderen Überlebenden aus Perfection, Melvin Plug, Nancy Sterngood, ihre Tochter Mindy und Miguel, vereinen, gelingt ihnen gemeinsam die Flucht mittels eines schweren Raupenfahrzeugs in das Bergmassiv, durch das sich die Würmer nicht durchwühlen können. Auf dem Weg dorthin gelingt es ihnen, die intelligenten Würmer mittels verschiedener Tricks zu töten.

Kritiken[Bearbeiten]

  • Vincent Canby schrieb in der New York Times 1990, die Raketenwürmer seien „vermutlich nicht metaphorisch zu verstehen. Der Film „versuch[e] witzig zu sein“. Insbesondere die Frage nach dem Warum? würde „nie beantwortet“.[2]

Hintergrund[Bearbeiten]

Kurz vor dem Kinostart wurde der Komponist Robert Folk gebeten, den Score des Komponisten Ernest Troost komplett zu ersetzen, da die Produzenten des Films mit dessen Arbeit nicht zufrieden waren – Folk hatte für seinen symphonischen Ersatz-Score (der vor allem in der zweiten Filmhälfte zu hören ist) fünf Tage Zeit und konnte daher nur die Hälfte der Musik von Troost ersetzen, die andere Hälfte seines Scores ist nach wie vor im Film zu hören. Folk verzichtete auf eine Namensnennung in den Credits und veröffentlichte 1993 – im Rahmen einer eigenen Soundtrack-Kompilation – eine 18minütige Orchestersuite seiner Komposition auf CD.[3]

Der etwa elf Millionen Dollar teure Film spielte in den USA mehr als sechzehn Millionen Dollar ein.

Fortsetzungen[Bearbeiten]

Alle drei Fortsetzungen waren nur noch Direct-to-Video- beziehungsweise Direct-to-DVD-Produktionen und haben den Erstling nicht finanziell übertreffen können.

Fernsehserie

Diese Serie wurde im März 2003 vom US-Sender The Sci-Fi Channel produziert, allerdings mangels Zuschauerresonanz bereits nach der ersten Staffel wieder abgesetzt. Eine Ausstrahlung im deutschen Fernsehen ist bislang nicht erfolgt. Seit März 2010 ist die Serie auf DVD erhältlich.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Tremors – Im Land der Raketenwürmer im Lexikon des Internationalen Films
  2. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatVincent Canby: Tremors (1990). In: The New York Times. 19. Januar 1990, abgerufen am 19. März 2009 (englisch): „not easy to accept them as metaphors […] That question is never answered. […] "Tremors" wants to be funny“
  3. Robert Folk: Selected Suites, Intrada Records: Soundtrack-Besprechung (englisch)