Urmein

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Urmein
Wappen von Urmein
Staat: Schweiz
Kanton: Graubünden (GR)
Bezirk: Hinterrheinw
Kreis: Thusis
BFS-Nr.: 3670i1f3f4
Postleitzahl: 7427
Koordinaten: 750109 / 17302146.6915189.4012071264Koordinaten: 46° 41′ 29″ N, 9° 24′ 4″ O; CH1903: 750109 / 173021
Höhe: 1'264 m ü. M.
Fläche: 4.33 km²
Einwohner: 128 (31. Dezember 2013)[1]
Einwohnerdichte: 30 Einw. pro km²
Urmein

Urmein

Karte
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Urmein (rätoromanisch Urmagn) ist eine politische Gemeinde im Kreis Thusis im Bezirk Hinterrhein des Kantons Graubünden in der Schweiz.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: In Rot ein halber goldener (gelber) Löwe mit goldenem Pfeil in der rechten Pranke

Abwandlung des Wappens der Familie Dönz, die den Löwen mit dem Pfeil im blauen Feld führte. Die Farben richten sich nach dem alten Gerichtswappen des Heinzenbergs.

Geographie[Bearbeiten]

Urmein ist ein Haufendorf am Heinzenberg und liegt westlich von Thusis. Südlich des Dorfs fliesst der Nolla durch ein tief eingeschnittenes Tobel und westlich davon erhebt sich der Glaser Grat (2124 m). Jenseits des Nollatobels steigt das Gemeindegebiet bis in die Nähe des Zwölfihorns (2281 m) an. Zu Urmein gehört das Feriendorf Oberurmein (1527-1609 m).

Vom gesamten Gemeindegebiet von 435 ha sind 172 ha bewaldet und 34 ha Gebirge. Der landwirtschaftlich nutzbare Boden umfasst 204 ha, von denen nur ein kleiner Teil als Maiensässen bewirtschaftet werden. Die restlichen 25 ha sind Siedlungsfläche.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Sprachen[Bearbeiten]

Ursprünglich sprachen die Bewohner Sutselvisch, eine bündnerromanische Mundart. Doch bereits im Mittelalter wechselten sie unter dem Einfluss der Walser von Tschappina zum Deutschen. Bis 1970 gab es durch Zuwanderung aus den romanischsprachigen Nachbardörfern eine sprachliche Minderheit. Seither ist die Gemeinde einsprachig. Dies belegt auch folgende Tabelle:

Sprachen in Urmein
Sprachen Volkszählung 1980 Volkszählung 1990 Volkszählung 2000
Anzahl Anteil Anzahl Anteil Anzahl Anteil
Deutsch 73 96,05 % 79 97,53 % 80 98,77 %
Rätoromanisch 2 2,63 % 2 2,47 % 0 0,00 %
Einwohner 76 100 % 81 100 % 81 100 %

Herkunft und Nationalität[Bearbeiten]

Von den Ende 2005 98 Bewohnern waren 95 Schweizer Staatsangehörige.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Unter Denkmalschutz steht die reformierte Dorfkirche.

Literatur[Bearbeiten]

  • Erwin Poeschel:Die Kunstdenkmäler des Kantons Graubünden III. Die Talschaften Räzünser Boden, Domleschg, Heinzenberg, Oberhalbstein, Ober- und Unterengadin. (= Kunstdenkmäler der Schweiz. Band 11). Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1940. DNB 760079625.
  • Die Gemeinden des Kantons Graubünden. Chur/Zürich, 2003. ISBN 3-7253-0741-5

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Urmein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)