Venanzio Ortis

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Venanzio Ortis (* 29. Januar 1955 in Paluzza, Provinz Udine) ist ein ehemaliger italienischer Langstreckenläufer.

Bei den Crosslauf-Weltmeisterschaften 1974 in Monza gewann er die Silbermedaille im Juniorenrennen. 1976 schied er bei den Olympischen Spielen in Montreal über 5000 m im Vorlauf aus.

1978 wurde er bei den Leichtathletik-Halleneuropameisterschaften in Mailand Achter über 3000 m. Im Sommer dieses Jahres dominierte er bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Prag auf den Langstrecken. Im 10.000-Meter-Lauf gewann er hinter dem Finnen Martti Vainio in 27:31,5 min die Silbermedaille. Über 5000 m gewann er in einer Spurtentscheidung in 13:28,5 min vor dem Schweizer Markus Ryffel Gold.

Verletzungsbedingt versäumte er die Olympischen Spiele 1980 in Moskau. Beim Leichtathletik-Weltcup 1981 wurde er Vierter über 10.000 m.

Zweimal wurde er italienischer Meister über 10.000 m (1976, 1978) und je einmal über 5000 m (1977) und im Crosslauf (1980). In der Halle holte er 1978 den nationalen Titel über 3000 m.

Auch bei Straßenläufen war er erfolgreich: 1978 gewann er den Giro di Castelbuono und 1981 den Giro al Sas.

Venanzio Ortis ist 1,78 m groß, wog in seiner aktiven Zeit 64 kg und wurde von Franco Colle trainiert. Im Gegensatz zum Gehsport gab es in Italien keine große Tradition im Langstreckenlauf. Insofern war Ortis ein Vorläufer der großen Generation der 1980er Jahre mit Salvatore Antibo, Gelindo Bordin, Alberto Cova und Francesco Panetta.

Persönliche Bestzeiten[Bearbeiten]

  • 3000 m: 7:51,11 min, 24. August 1980, Caorle
    • Halle: 7:53,1 min, 23. Februar 1978, Mailand (ehemaliger italienischer Rekord)
  • 5000 m: 13:19,19 min, 9. September 1981, Rieti (ehemaliger italienischer Rekord)
    • Halle: 13:39,43 min, 10. März 1982, Mailand (italienischer Rekord)
  • 10.000 m: 27:31,48 min, 29. August 1978, Prag (ehemaliger italienischer Rekord)

Weblinks[Bearbeiten]