Warmenau (Fluss)

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Warmenau
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Die gestaute Warmenau vor dem Durchfluss der Martmühle in Spenge

Die gestaute Warmenau vor dem Durchfluss der Martmühle in Spenge

Daten
Gewässerkennzahl DE: 4666
Lage Nordrhein-Westfalen, Deutschland
Flusssystem Weser
Abfluss über Else → Werre → Weser → Nordsee
Quelle Bei Werther
52° 4′ 47″ N, 8° 25′ 3″ O52.0797222222228.4175122
Quellhöhe ca. 122 m ü. NN[1]
Mündung Bei Ahle in die Else52.1886111111118.506666666666765Koordinaten: 52° 11′ 19″ N, 8° 30′ 24″ O
52° 11′ 19″ N, 8° 30′ 24″ O52.1886111111118.506666666666765
Mündungshöhe ca. 65 m ü. NN[1]
Höhenunterschied ca. 57 m
Länge 18,5 km[2]
Einzugsgebiet 78,96 km²[2]
Linke Nebenflüsse Graben Voßheide, Wißmannsbach, Hobebach, Krumkebach, Spenger Mühlenbach, Eselbach
Rechte Nebenflüsse Spenger Mühlenbach
Mittelstädte Melle, Bünde
Kleinstädte Werther, Spenge

Die Warmenau ist ein rechter Nebenfluss der Else im Nordosten des deutschen Bundeslandes Nordrhein-Westfalen auf der Grenze zu Niedersachsen.

Geographie[Bearbeiten]

Das Gewässer hat eine Gesamtlänge von 18,5 km. Das Einzugsgebiet erstreckt sich über das niedersächsisch/nordrhein-westfälische Grenzgebiet zwischen Teutoburger Wald und Else in der Ravensberger Mulde. Das Gewässer entspringt bei Werther am Südrand des Teutoburger Waldes unweit der Quelle des Schwarzbach und mündet bei Ahle in die Else (Flusskilometer 15,5). Auf einem Teil ihres Laufs nordwärts bildet die Warmenau die Grenze zwischen den beiden Bundesländern. Bei Flusskilometer 7,5 fließt die Warmenau am Gut Warmenau vorbei und speist dessen Graben. Flussaufwärts liegt bei Neuenkirchen (Melle) an der Warmenau außerdem das Schloss Königsbrück.

Das Gewässer durchfließt auf seinem Weg von der Quelle bis zur Mündung folgende Gemeinden:

Auf seinem Weg nimmt das Gewässer flussabwärts betrachtet folgende Gewässer auf:

(L/R; Flusskilometer): Linker rechter Zufluss, bei Flusskilometer, Mündung bei Kilometer 0)

Geschichte[Bearbeiten]

Die Warmenau markierte zwischen 1807 und 1811 die Grenze zwischen Frankreich und dem Königreich Westphalen und war eine lange Zeit davor und danach die Staatsgrenze zwischen dem Königreich Hannover bzw. dem Fürstbistum Osnabrück und Preußen.

Umwelt[Bearbeiten]

Die Warmenau durchfließt bzw. streift folgende Naturschutzgebiete:

Übersichtsplan über Naturschutzgebiet Warmenau mit seinen zwei Teilflächen
  • Naturschutzgebiet Warmenau: Dieses rund 27 ha große Gebiet mit der Nummer HF-014 in Spenge ist seit dem 1. Juli 1989 ausgewiesen. Es handelt sich um eine naturnahe Aue in den Teilflächen Martmühle und Strangfeld im Tal der mäandernden Warmenau, die hier bis zu 2 m tief in die Landschaft eingeschnitten ist. Im Feuchtgrünland entlang des Flusses befindet sich ein kleines Stillgewässer.
  • Das Naturschutzgebiet Turenbusch liegt rund 7 km weiter flussaufwärts ebenfalls in Spenge. Es ist ebenfalls seit 1989 ausgewiesen und hat eine Größe von rund 30 Hektar. Das Tal der Warmenau ist hier bei Bardüttingdorf als ein für das Ravensberger Land typisches Siek ausgeprägt. Das Siek umfasst neben Auewäldern (Erlenwald), Feucht- und Grünwiesen mehrere weitere Fließ- und Stillgewässer, sowie an den Talhängen Buchenwälder. Die in die Warmenau entwässernden kleineren Fließgewässer fließen in naturbelassenen Kerbtälern, die nicht zum Siek umgestaltet wurden. Im Naturschutzgebiet Turenbusch kommt als einzigem Ort im Kreis Herford der Laubfrosch vor.

Galerie[Bearbeiten]

Die Warmenau als Landesgrenze in Wallenbrück
Die Warmenau als Landesgrenze in Wallenbrück
Die Warmenau nach dem Durchfluss der Martmühle in Spenge, auch hier ist sie Landesgrenze

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Deutsche Grundkarte 1:5000
  2. a b Topographisches Informationsmanagement, Bezirksregierung Köln, Abteilung GEObasis NRW (Hinweise)

siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]