Bünde

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Dieser Artikel behandelt die Stadt Bünde. Die gleichnamige Fachzeitschrift findet sich unter Bünde (Buchbinderei).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Bünde
Bünde
Deutschlandkarte, Position der Stadt Bünde hervorgehoben
52.1972694444448.580433333333375Koordinaten: 52° 12′ N, 8° 35′ O
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Detmold
Kreis: Herford
Höhe: 75 m ü. NHN
Fläche: 59,3 km²
Einwohner: 45.189 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 762 Einwohner je km²
Postleitzahl: 32257
Vorwahl: 05223
Kfz-Kennzeichen: HF
Gemeindeschlüssel: 05 7 58 004
Stadtgliederung: 12 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Bahnhofstraße 13 + 15
32257 Bünde
Webpräsenz: www.buende.de
Bürgermeister: Wolfgang Koch (CDU)
Lage der Stadt Bünde im Kreis Herford
Kreis Lippe Niedersachsen Kreis Gütersloh Kreis Minden-Lübbecke Kreis Minden-Lübbecke Bielefeld Nordrhein-Westfalen Enger Löhne Bünde Kirchlengern Herford Spenge Hiddenhausen Rödinghausen VlothoKarte
Über dieses Bild
Bahnhofstraße an der Bolldammbrücke über die Else mit St.Laurentius im Hintergrund

Bünde Zum Anhören bitte klicken! [ˈbʏndə]a a (niederdeutsch: Buine, Buüne) ist eine kreisangehörige Mittelstadt im nordöstlichen Nordrhein-Westfalen rund 20 km nördlich von Bielefeld. Mit circa 45.000 Einwohnern ist sie die zweitgrößte Stadt im ostwestfälischen Kreis Herford (Regierungsbezirk Detmold). Ihr territorialer Zuschnitt ist das Ergebnis der Kommunalreform von 1969.

Bünde wurde erstmals bereits 853 als „Buginithi“ schriftlich erwähnt. Da der Ort einst Zentrum der europäischen Zigarrenindustrie war, nennt man Bünde noch heute die Zigarrenstadt.

Inhaltsverzeichnis

Geographie[Bearbeiten]

Topographie des Stadtgebietes
Else

Geographische Lage[Bearbeiten]

Bünde liegt in der Ravensberger Mulde zwischen Teutoburger Wald und Wiehengebirge, großenteils in den Flussniederungen der Else. Es hat seinen tiefsten Punkt bei 59 m ü. NN im Osten, wo die Else das Stadtgebiet verlässt, seinen höchsten bei 175 m ü. NN im Norden, wo das Gebiet langsam zum Wiehengebirge hin ansteigt

Die nächstgelegenen Großstädte sind das 20 km südlich gelegene Bielefeld und das 30 km westlich gelegene Osnabrück.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Im Norden grenzt Bünde an die Gemeinde Hüllhorst im Nachbarkreis Minden-Lübbecke. Die Ostgrenze teilt sich die Stadt auf gesamter Länge mit Kirchlengern. Südlich stoßen die Gemeinde Hiddenhausen sowie die Städte Enger und Spenge an Bünde. Im Nordwesten und Westen grenzt Bünde an Rödinghausen, südwestlich an Melle, das bereits zum benachbarten Bundesland Niedersachsen gehört.

Gewässer[Bearbeiten]

Das Stadtgebiet wird in West-Ost-Richtung von der Else durchquert, einem der weltweit seltenen Flüsse, die nicht aus einer Quelle entspringen, sondern durch Bifurkation entstehen. Sie entwässert das gesamte Gelände und mündet über Werre und Weser letztlich in die Nordsee. Innerhalb des Stadtgebietes fließen ihr zahlreiche kleinere Bäche von Süden und Norden her zu. Ein Beispiel ist der von Norden kommende Gewinghauser Bach, der auf seinem Weg zur Else eine Auenlandschaft im Stadtteil Ennigloh-Gewinghausen durchquert. Weitere Zuflüsse sind in Fließrichtung zunächst (von Norden kommend) der Ahler Bruchbach, der, in Rödinghausen beginnend, hauptsächlich durch den Ortsteil Ahler Bruch fließt und erst auf Meller Gebiet in die Else mündet; außerdem der Darmühlenbach, ebenfalls in Rödinghausen entspringend; dann der Spradower Mühlenbach und schließlich der Eselsbach. Von Süden mündet zusätzlich der Werfener Bach in die Else.

Geologie[Bearbeiten]

Das Gebiet gehört zur Ravensberger Mulde, einem leicht welligen, zwischen 50 und 140 m ü. NN liegenden Hügelland. Zahlreiche kleine Täler (sog. Sieke) schneiden oft unvermittelt und tief in das sonst nur schwach kuppierte Land ein. Geologisch handelt es sich im Wesentlichen um Liasplatten mit Lössauflage, die durch Zertalung im Pleistozän zum Hügelland umgestaltet wurden. Unter der Lössdecke finden sich teilweise Geschiebelehme. Weitere Hinterlassenschaft der Eiszeiten sind die häufig anzutreffenden Findlinge.

Das Elsetal und der Unterlauf der Werre weiter im Osten bilden das tief liegende, in westöstlicher Richtung verlaufende Urstromtal der Else-Werre-Niederung. Mit dem 105 m ü. NN hohen und daher eigentlich nicht als Berg im geologischen Sinne geltenden Doberg verfügt Bünde über eine der umfangreichsten Fossilienlagerstätten aus der Zeit des Oligozän nördlich der Alpen. Der Hügel im Süden der Stadt überragt seine Umgebung um etwa 30 m. Er besteht aus den Sedimenten des Oligozän-Meeres und gibt Auskunft über die Meeresfauna der damaligen Zeit. Herausragende Fundstücke, darunter das Skelett einer jahrmillionenalten Seekuh und eines Zahnwals, sind im Doberg-Museum bzw., während dessen Renovierung, im Striedieckschen Hof (Museumsinsel) zu besichtigen.

Geothermische Karte von Bünde

Bünde eignet sich mittelmäßig bis gut, in einigen östlichen Gemeindelagen sogar sehr gut zur Nutzung von geothermischen Wärmequellen mittels Erdwärmesonde und Wärmegewinnung durch Wärmepumpe (vgl. dazu die nebenstehende Karte)[2].

Ausdehnung und Nutzung des Stadtgebietes[Bearbeiten]

Flächennutzung

Bünde hat eine Fläche von 59,3 km². Die Nord-Süd-Ausdehnung beträgt 10,7 km, die Ost-West-Ausdehnung 11 km.

Das Stadtgebiet ist stark zersiedelt und weist rund um die Kernstadt Bünde mehrere Siedlungskerne auf, die ursprünglich eigenständige Gemeinden waren. Insbesondere im Süden bildet das Stadtgebiet eine durchgehende Agglomeration mit den Städten Herford und der Gemeinde Hiddenhausen. Das nicht besiedelte Land besitzt kaum größere Waldgebiete. Die Gegend zählt aufgrund der hohen Fertilität zum Altsiedelland und wird, wie der übrige Kreis Herford, landschaftlich intensiv genutzt, während die Auen der im Winter oft überschwemmten Else extensiv bewirtschaftet werden. Auf den fruchtbaren Lössgebieten wird hauptsächlich Getreide und Mais, zunehmend auch Raps kultiviert. Die folgende Tabelle zeigt die genaue Flächennutzung.[3]

Fläche
nach Nutzungsart
Siedlungs- und
Verkehrsfläche
Landwirt-
schaftsfläche
Wald-
fläche
sonstige
Freiflächen
Fläche in Hektar 2.122 3.466 248 93
Anteil an Gesamtfläche 35,8 % 58,5 % 4,2 % 1,6 %

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Bünde besteht aus der Stadt Bünde selbst, und elf Ortsteilen die bis zur Gebietsreform am 31. Dezember 1968 selbstständige Gemeinden bzw. Gemeindeteile der zu diesem Zeitpunkt aufgelösten Ämter Ennigloh, Kirchlengern und Herford-Hiddenhausen waren.

Stadtgliederung
Ortsteil Einwohner
(30. September 2009)[4]
Fläche
(km²)
Dichte
(Ew/km²)
Ahle Coats of Arms.jpg Ahle 1.945 4,51 431
Stadtwappen der Stadt Bünde.svg Bünde-Mitte 10.822 3,75 2.886
Bustedt Coats of Arms.jpg Bustedt 1.719 1,24 1.386
Dünne Coats of Arms.jpg Dünne 4.021 10,13 397
Ennigloh Coats of Arms.jpg Ennigloh 8.615 7,45 1.156
Holsen Coats of Arms.jpg Holsen 3.671 5,96 616
Hüffen Coats of Arms.jpg Hüffen 1.770 2,43 728
Hunnebrock Coats of Arms.jpg Hunnebrock 3.212 2,77 1.160
Muckum Coats of Arms.jpg Muckum 787 6,51 121
Spradow Coats of Arms.jpg Spradow 4.696 7,48 628
Südlengern Coats of Arms.jpg Südlengern 4.492 2,68 1.676
Werfen Coats of Arms.jpg Werfen 1.050 4,01 262

Der Ortsteil Bünde-Mitte als Zentrum der Stadt sowie die Siedlungsschwerpunkte der Ortsteile Ennigloh, Spradow, Südlengern, Bustedt, Hunnebrock und Hüffen sind heute größtenteils zusammengewachsen, und bilden zusammen den Hauptteil der Stadt Bünde. Die Ortsteile Holsen und Ahle, im Westen des Stadtgebietes gelegen, sind ebenfalls überwiegend zusammengewachsen, bilden aber wie die Ortsteile Muckum, Dünne und Werfen weiterhin eigene Siedlungskerne außerhalb des Hauptteils der Stadt. Die Bebauung der Stadt Bünde geht darüber hinaus teilweise fließend in die der Nachbargemeinden Kirchlengern und Hiddenhausen über.

Klima[Bearbeiten]

Das vorherrschende Klima ist das atlantische Seeklima. Klimadaten im langjährigen Mittel (1971–2000) für das etwa 10 km Luftentfernung entfernte Herford zeigt nachstehende Tabelle.

Klimadiagramm für Bünde
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Bünde (eigentlich Herford)
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Temperatur (°C) 1,8 2,2 5,3 8,4 13,0 15,6 17,7 17,4 13,8 9,8 5,4 3,1 Ø 9,5
Niederschlag (mm) 72 49 65 53 65 82 69 71 73 61 64 80 Σ 804
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
i
e
d
e
r
s
c
h
l
a
g
72
49
65
53
65
82
69
71
73
61
64
80
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Quelle: DWD

Im Zeitraum 1961–1990 hatte die Region durchschnittlich 1473 Sonnenstunden pro Jahr (Beobachtungsstation: Herford).[5] Die Wetterdaten für Bünde dürften im langjährigen Mittel kaum von den angegebenen Daten aus Herford abweichen, da beide Städte etwa gleich hoch liegen und ihre naturräumliche Lage sehr ähnlich ist.

Siehe auch: Klima in Ostwestfalen-Lippe

Geschichte[Bearbeiten]

Ursprünge und Stadtwerdung[Bearbeiten]

Das Stadtwappen (zwei sich die Hand reichende Ritter) spielt auf die Sachsen Hengist und Horsa an, die der Sage nach im 5. Jahrhundert an dieser Stelle einen Bund zur Eroberung Englands schlossen. Tatsächlich lebte zu dieser Zeit im Bünder Land der Sachsenstamm der Engern. Dennoch ist es eher unwahrscheinlich, dass der Name der Stadt auf dieses Bündnis zurückzuführen ist. Vielmehr weist der Name Bünde vermutlich auf eine Anhöhe hin, die früher Buhn (wortverwandt mit Bühne) genannt wurde, woraus sich bis 1222 der Name Bünde entwickelte. Auch heute noch ist die im Vergleich zur Elseniederung erhöhte Lage des alten Stadtkerns um die Laurentiuskirche deutlich erkennbar.

Am 22. Mai 853 wurde Bünde erstmals als „Buginithi“ in einer Schenkungsurkunde erwähnt. Darin bestätigt König Ludwig der Deutsche, dass sein Vater Ludwig der Fromme die im Bistum Osnabrück gelegene Kirche zu Bünde dem Stift zu Herford geschenkt habe. Das Schriftstück selbst existiert nicht mehr. Vorhanden ist noch eine Abschrift aus dem 11. Jahrhundert. Damit gehört Bünde zu den ältesten Siedlungen des fruchtbaren Ravensberger Landes. Bereits im Mittelalter gewann Bünde dank seiner zentralen Lage eine gewisse Bedeutung. Kirche, Markt und Gerichtsbarkeit zogen neben Bauernhöfen auch Händler und Handwerker sowie Tagelöhner und Kötter an. Im 11. Jahrhundert entstand das Kirchspiel Bünde aus dem Dorf und 15 Bauernschaften. Im Jahre 1152 wurden die Edelherren von Blankena, die die Landeshoheit über die Umgebung ausübten, erstmals urkundlich erwähnt. Ihre heute nicht mehr erhaltene Burg, das Castrum Blankena, wird westlich von Bünde-Mitte vermutet. Nach 1280 verliert sich die Spur dieses Adelsgeschlechts.[6]

Das heutige Stadtgebiet gehörte seit 1530 zur Grafschaft Ravensberg, mit Ausnahme der Stadtteile Spradow und Dünne, die zum Fürstentum Minden bzw. Fürstbistum Minden gehörten. Der Bischof von Osnabrück und die Lippischen Edelherren verloren die Gerichtshoheit. Die Stadt fiel über die Grafschaft Ravensberg 1614 an Brandenburg-Preußen. Der preußische König Friedrich Wilhelm I. verlieh dem Ort Bünde 1719 die Stadtrechte – zunächst jedoch nicht als Vollstadt, sondern als Titularstadt. 1807 bis 1810 war Bünde Teil des de facto französischen Königreichs Westfalen, ab 1811 bis 1813 (offiziell bis 1815) sogar Teil des Kaiserreichs Frankreich (außer Dünne und Spradow, die weiterhin Teil des Königreichs Westfalen blieben). 1816 bis 1832 – wieder preußisch – wurde Bünde Kreisstadt des Kreises Bünde, aber immer noch nicht Vollstadt, es wurde also weiter nach einer Landgemeindeordnung verwaltet. 1832 ging der Kreis Bünde im Kreis Herford auf. 1843 schlossen sich die Stadt Bünde, die Gemeinden Ahle, Dünne, Ennigloh, Holsen, Hunnebrock, Hüffen, Muckum, Spradow, Südlengern, Werfen und der Gutsbezirk Steinlake zum Amt Bünde zusammen. Erst 1902 wurde Bünde durch Austritt aus dem Amt Bünde (ab 1902: Amt Ennigloh) amtsfreie Vollstadt.

Flachsverarbeitung[Bearbeiten]

In Bünde war vom 15. Jahrhundert bis in die 1830er Jahre die Flachsverarbeitung im Spinn- und Webergewerbe Haupt- und Nebentätigkeit vieler Bünder, vor allem der armen Heuerlinge und Kötter in den umliegenden Stadtteilen, die früher noch selbstständige Gemeinden bildeten. Die Landbevölkerung litt vor allem unter der Hofteilung, die dazu führte, dass sogar im fruchtbaren Ravensberger Land die Hofgröße nicht mehr ausreichte, ihre Familien zu ernähren. Mit Einführung der mechanischen Webstühle brach dieses oft in Heimarbeit ausgeübte Handwerk völlig zusammen. 1860 musste beispielsweise die erst 1853 gegründete Strohflechtereigesellschaft endgültig ihre Türen schließen. Viele Bünder emigrierten deswegen und wegen der Missernten in den Hungerjahren 1845-1848 nach Amerika. Von 1850 bis 1900 wanderten 1083 Bürger (teilweise auch illegal) aus.[7]

Industrialisierung und Tabakindustrie ab 1842[Bearbeiten]

Der Bünder Raum als Teil der Kulturlandschaft des Ravensberger Landes wurde im 19. Jahrhundert intensiv von der Industrialisierung erfasst. Eine Besonderheit bedeutete in dieser Hinsicht seine Entwicklung zu einem Zentrum der deutschen Tabakindustrie, wodurch Bünde als Zigarrenstadt bekannt wurde. Um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert hatten über 20 Zigarrenfabriken ihren Sitz in Bünde, und ein Großteil der in Deutschland vertriebenen Zigarren stammte aus der Zigarrenstadt. Andere Erwerbszweige, wie Druckereien, Kartonagen- und Zigarrenkistenhersteller, wuchsen mit der steten Aufwärtsentwicklung der Zigarrenindustrie. Den Grundstein dafür legte 1842 Georg Meyer in einem eigens dafür angekauften Gebäude in der Eschstraße 21. Die eigentliche Erfolgsgeschichte begann jedoch vor allem mit der Geschäftsidee Tönnies Wellensieks aus Muckum, der in Bremen das Zigarrenmachen gelernt, das „braune Gold“ eigenhändig nach Bünde transportiert hatte und dort 1843 in seinem Elternhaus in Ennigloh einen ersten eigenen Betrieb aufbaute. Bereits nach drei Jahren beschäftigte er acht Arbeiter und verlagerte seinen Betrieb in die Eschstraße. 1856 gründete Wellensiek zusammen mit August Steinmeister aus Meschede die Firma Steinmeister & Wellensiek. 1849 bestanden im Kreis Herford bereits 18 tabakverarbeitende Betriebe. Oft wurden die Zigarren (vor allem in der ländlichen Umgebung der Stadt) auch in Heimarbeit gerollt. Mit dem Bau der Eisenbahnstrecke Osnabrück-Löhne im Jahr 1855 gestaltete sich der Transport des Rohtabaks, der damals aus den Niederlanden kam, noch effizienter; deshalb wuchs die Zigarrenindustrie so rasant, dass 1862 bereits 3.000 Menschen in Bünde beschäftigt waren und es in seiner Umgebung über 2.000 Filialbetriebe gab. Im Jahre 1900 arbeiteten in 84 Betrieben bereits 3.372 Mitarbeiter, obwohl die Stadt Bünde damals nur rund 4.800 Einwohner hatte.

Erst mit der abklingenden Nachfrage nach Zigarren in den 1960er Jahren brach die Bünder Tabakindustrie zusammen, nicht zuletzt weil die hier ansässigen Fabrikanten nicht rechtzeitig mit der Herstellung der immer beliebter werdenden Zigaretten begonnen hatten. Ein weiterer Grund war, dass die Bünder Fabriken durch das Verbot von Wickelmaschinen während der NS-Zeit gegenüber der bereits uneinholbar hochindustrialisierten ausländischen Konkurrenz ins Hintertreffen geraten waren.

Drittes Reich und Zweiter Weltkrieg[Bearbeiten]

Nach der Machtergreifung erhielt die NSDAP bei der Reichstagswahl im März 1933 in Bünde 53 Prozent der Stimmen, im Amt Ennigloh, das damals selbstständig war, waren es 44,4 Prozent. Bei den folgenden Kommunalwahlen errangen die Nationalsozialisten die absolute Mehrheit, stellten infolgedessen im Stadtrat 10 der insgesamt 18 Mandate und besetzten wichtige Amtspositionen. Es gelang ihnen zwar nicht, den amtierenden Bürgermeister Dr. Moes abzulösen, sie konnten jedoch durch NSDAP-Beauftragte dessen politische Entscheidungen beeinflussen. Die jüdische Bevölkerung Bündes wurde deportiert oder musste fliehen. Während des Zweiten Weltkriegs mussten Hunderte Italiener, Franzosen, Polen, Russen und andere Kriegsgefangene Zwangsarbeit in Bünder Betrieben leisten, z. B. bei der Firma Imperial.[8]

1943 flogen die Alliierten Angriffe auf Bahnstrecken, denen auch Zivilisten zum Opfer fielen. Während der „Big Week“ griffen B-17-Bomber der USAAF am 22. Februar 1944 Bünde als Gelegenheitsziel („Target of opportunity“) an. Bei dem Luftangriff mit 32 Maschinen wurden 140 Spreng- und 160 Brandbomben abgeworfen. Am 2. April 1945 erreichten Teile der 5. US-Panzerdivision den Landkreis Herford und beendeten auch in Bünde die nationalsozialistische Herrschaft. Einen Tag später, um 12 Uhr mittags, wurden die Stadt Bünde und das Amt Ennigloh den amerikanischen Truppen übergeben. In direkte Kampfhandlungen am Boden war Bünde nicht verwickelt, allerdings wurden über seinem Gebiet mehrfach britische Flugzeuge abgeschossen.

Nach 1945[Bearbeiten]

Noch im gleichen Jahr richteten die Briten in Bünde die Control Commission for Germany (CCG) für ihre Besatzungszone ein. Von 1957 bis 1991 befand sich hier auch die sowjetische Militärmission. Auf einem hermetisch abgeriegelten Gelände lebten sowjetische Soldaten, teilweise mit ihren Familien. Ihre Aufgabe bestand in der Beschaffung militärischer Informationen. Aufgrund ihres diplomatischen Status konnten sie dieser Aufgabe innerhalb der britischen Zone risikolos und relativ unbehindert nachgehen. Heute wohnen dort Soldaten der 1. Panzerdivision der britischen Armee mit Sitz in Herford. Die alte Stadt Bünde (Bünde-Mitte) wurde durch die Gebietsreform am 1. Januar 1969 mit dem Amt Ennigloh und einem Teil des Amtes Herford-Hiddenhausen zur heutigen Stadt vereinigt.[9] Die ehemals selbstständigen Gemeinden in den Ämtern verloren dadurch ihre Unabhängigkeit. Seitdem gab es keine weiteren Eingemeindungen.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand, d. h. früher für die Gemeinden des Amtes Ennigloh plus die Einwohner der Kernstadt Bünde (beachte auch Fußnoten am Tabellenende).

Bevölkerungsentwicklung in Bünde von 1843 bis 2007 (obere Linie: heutiger Gebietsstand; untere Linie: jeweiliger Gebietsstand)
Jahr Einwohner
18431 8.379
18521 8.931
18581 8.786
18641 9.998
18671 10.219
18711 10.581
19252 25.002
19332 27.938
19392 28.897
19462 34.678
19502 38.524
19693 40.802
Jahr Einwohner
19744 40.741
19754 40.007
19804 40.058
19854 38.593
19904 40.524
19954 43.186
20004 44.582
20054 45.114
20104 44.786
20124 45.189
20134 45.189

1 Zum Amtsbezirk Bünde gehörten die Stadt Bünde und die Gemeinden Ahle, Dünne, Ennigloh, Holsen, Hüffen, Hunnebrock, Muckum, Spradow, Südlengern und Werfen sowie der Gutsbezirk Steinlake. Vor 1871 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt. Angaben ab 1871 beziehen sich auf die „ortsanwesende Bevölkerung“.[10]

2 Es handelt sich um die zusammengefassten Einwohnerzahlen des Amtes Ennigloh und der Stadt Bünde. Sie entstammen Fortschreibungen des statistischen Landesamtes NW oder Volkszählungsergebnissen. Angaben ab 1925 beziehen sich auf die Wohnbevölkerung.[11]

St. Laurentius
Pauluskirche (Nordseite)
Moschee Bünde
Gedenktafel für die Synagoge

3 Die Angaben beziehen sich auf die Gebiete, die seit dem 1. Januar 1970 zur Stadt Bünde gehören.[12]

4 Bei den Angaben handelt es sich um Fortschreibungen des statistischen Landesamtes NW. Die Angaben ab 1974 beziehen sich auf die Wohnbevölkerung und seit 1987 auf die „Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung“.[12][3]

Religionen[Bearbeiten]

Übersicht[Bearbeiten]

Die meisten Bewohner im Bünder Land sind evangelisch. Daneben gibt es jedoch weitere Kirchen und Religionsgemeinschaften. Eine genaue Statistik wird nicht erhoben oder publiziert. Anhaltspunkt kann jedoch die Religionszugehörigkeit der Bünder Schüler sein. Demnach waren rund 68 Prozent von ihnen im Schuljahr 2002/2003 evangelisch, 10 Prozent katholisch und 7,3 Prozent muslimisch. Die restlichen Schüler waren Anhänger anderer Konfessionen oder konfessionslos.[13]

Evangelische Gemeinden[Bearbeiten]

Es gibt in Bünde fünf (vor 2007 sieben) evangelisch-lutherische Kirchengemeinden mit eigenen Kirchen, besonders erwähnenswert darunter die zwei evangelischen Kirchen im historischen Zentrum Bündes, die Laurentiuskirche und die Pauluskirche. Kirchengemeinden gibt es in den Stadtteilen Dünne, Ennigloh, Holsen-Ahle, Hunnebrock-Hüffen-Werfen und Spradow, Südlengern (Bezirk Heide) und Bünde (Mitte). Südlengern und Bünde fusionierten Ende 2007 zur Lydia-Kirchengemeinde Bünde. Ende 2009 fusionierten Ennigloh und Holsen-Ahle zur Philippus-Kirchengemeinde.

Eng verbunden mit den meisten evangelischen Gemeinden sind die Ortsvereine des CVJM, der in Bünde-Mitte, Ennigloh, Muckum, Holsen-Ahle, Dünne und Hunnebrock-Hüffen-Werfen Jungschar- und andere Jugendarbeit anbietet. Zum Gebiet des CVJM-Kreisverbands Bünde gehören auch die Ortsvereine auf dem Gemeindegebiet von Kirchlengern und Rödinghausen.

Außerdem gibt es eine evangelisch-freikirchliche Gemeinde der Baptisten und eine Gemeinde der Mennoniten im Stadtteil Ennigloh.

Katholische Gemeinde[Bearbeiten]

Die Katholiken in Bünde hatten im Jahre 1864 zum ersten Mal seit der Reformation wieder die Möglichkeit eine Heilige Messe zu feiern. Nach dem Zweiten Weltkrieg erhöhte sich die Zahl der Gemeindemitglieder sprunghaft durch den Zuzug Vertriebener (z. B. aus dem überwiegend katholischen Schlesien).

In der Kirchenhierarchie gehören die Katholiken in der Katholischen Kirchengemeinde St. Josef in Bünde-Mitte Dekanat Herford-Minden im Erzbistum Paderborn.

In der Kirchengemeinde St. Michael in Bünde-Holsen war der Paderborner Weihbischof Matthias König als Gemeindeseelsorger und Pfarrer.

Weitere christliche Gemeinschaften und aus dem Christentum hervorgegangene Sondergemeinschaften[Bearbeiten]

Es gibt eine Gemeinde der Zeugen Jehovas in Bünde-Mitte, eine neuapostolische Kirche, die zum Bezirk Osnabrück gehört und eine Gemeinde Gottes in Ahle.

Muslimische Gemeinde[Bearbeiten]

Im Stadtteil Ennigloh (Amtshausstraße) gibt es eine Moschee, die sich in einem früher anderweitig genutzten Gebäude befindet. Betrieben wird die Moschee vom Verein Türkischer Arbeitnehmer, der zum Verband DITIB gehört. Außerdem gibt es eine alevitische Gemeinde, deren Sitz sich nach dem Umzug von Spradow nach Bünde-Mitte nunmehr im ersten Obergeschoss der City-Passage im Stadtzentrum befindet. Die alevitische Gemeinde in Bünde gehört dem Dachverband Alevitische Gemeinde Deutschland mit Sitz in Köln an.

Ehemalige jüdische Gemeinde[Bearbeiten]

Im Jahre 1814 bildete sich in Bünde eine jüdische Gemeinde, die anfangs nur aus fünf Familien bestand. 1815 wurde eine Synagoge errichtet, 1856 der jüdische Synagogen-Bezirk zu Bünde gegründet. Zwischen 1933 und 1939 sank die Zahl der Mitglieder von 66 auf 28.[14] Die verbliebenen Gemeindemitglieder wurden im Zweiten Weltkrieg deportiert oder mussten fliehen. Die Gemeinde existiert nicht mehr. An sie wird durch eine Gedenktafel in der Eschstraße erinnert. Außerdem markieren Stolpersteine den ehemaligen Wohnort deportierter oder vertriebener jüdischer Bürger.[8]

Politik[Bearbeiten]

Rathaus an der Else

Bünde hat den Status einer mittleren kreisangehörigen Stadt. Sie gehört zum Kreis Herford. Kreisstadt ist Herford. Seit 1999 wählen die Bürger den Bürgermeister in einer Direktwahl. Weiteres zu wählendes Organ ist der Stadtrat, der im Rathaus im Stadtteil Mitte zusammentritt.

Stadtrat[Bearbeiten]

Der Rat der Stadt Bünde besteht zurzeit aus 44 Mitgliedern. Hinzu kommt der Bürgermeister als Ratsvorsitzender. Die folgende Tabelle zeigt die Zusammensetzung des Rates und die Kommunalwahlergebnisse seit 1975:

Rat der Stadt Bünde: Wähleranteil und Gemeinderäte seit 1975
CDU
SPD
Bündnis 90/Die Grünen
FDP
Die Linke
UWG-Bünde
UWG1

AL2

BUB3

Gesamt Wahl-
beteiligung
Wahlperiode  % Mandate  % Mandate  % Mandate  % Mandate  % Mandate  % Mandate  % Mandate  % Mandate  % Gesamtanzahl der Sitze im Rat  %
1975–1979 40,01 18 47,10 21 12,90 6 100 45 88,04
1979–1984 36,15 16 47,81 22 9,53 4 6,51 3 100 45 76,37
1984–1989 33,12 16 48,25 23 7,45 3 6,27 3 4,91 0 100 45 69,74
1989–1994 34,06 16 48,91 22 9,12 4 7,91 3 100 45 66,01
1994–1999 39,25 19 45,70 22 9,00 4 4,50 0 1,55 0 100 45 82,23
1999–2004 46,74 21 39,89 17 5,92 3 7,45 3 100 44 56,37
2004–2009 42,54 19 35,45 15 8,67 4 6,89 3 6,45 3 100 44 53,04
2009–2014 34,97 15 32,26 14 13,69 6 10,51 5 4,01 2 5,56 2 100 44 50,66
Prozentanteile gerundet. Quellen: Landesdatenbank NRW[15]; Landesbetrieb Information und Technik NRW[16]; Kommunales Rechenzentrum Minden-Ravensberg/ Lippe[17]

1Unabhängige Wählergemeinschaft Bünde; 2Alternative Liste; 3Bürger Union Bünde

Bürgermeister[Bearbeiten]

Von 1999 bis 2009 war Anett Kleine-Döpke-Güse (CDU) Bürgermeisterin der Stadt Bünde. Sie wurde 1999 mit 51,2 Prozent der Stimmen im zweiten Wahlgang gewählt und 2004 mit 54,2 Prozent im ersten Wahlgang wiedergewählt. Bei der Bürgermeisterwahl am 30. August 2009 verzichtete Kleine-Döpke-Güse auf eine erneute Kandidatur und Wolfgang Koch (CDU) wurde mit 34,71 Prozent der Stimmen zum neuen Bürgermeister gewählt. Er nahm die Amtsgeschäfte im Oktober 2009 auf und wurde bei der Bürgermeisterwahl 2014 mit 52,5% wiedergewählt. Dabei musste er in die Stichwahl.[18]

Die bisherigen Bürgermeister Bündes seit 1969 waren:

Bürgermeister Partei Amtszeit Bemerkungen
Werner Herbrechtsmeier bis 1969 bzw. bis zur Gebietsreform ehrenamtlich
Siegfried Moning SPD 1969–1975 ehrenamtlich
Wolfgang Fuchs CDU 1975–1979 ehrenamtlich
Herbert Voss SPD 1979–1990 ehrenamtlich
Siegfried Hagemann SPD 1990–1997 ehrenamtlich
Gerhard Thees SPD 1997–1999 hauptamtlich, zuvor Stadtdirektor.
Anett Kleine-Döpke-Güse CDU 1999–2009 hauptamtlich
Wolfgang Koch CDU ab Oktober 2009 hauptamtlich

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

  • Wappen leisnig.png Leisnig, Landkreis Mittelsachsen, Sachsen.
    Die Partnerschaft zur sächsischen Stadt Leisnig mit rund 9.000 Einwohnern besteht seit 1990. Während der schweren Hochwasser in Ostdeutschland 2002 unterstützte die Stadt Bünde ihre Partnerstadt durch Spenden und die Entsendung von Katastrophenschutzhelfern.
  • Pietarsaari.vaakuna.svg Jakobstad / Pietarsaari, Finnland.
    Die finnische Stadt Jakobstad (finnisch: Pietarsaari) ist seit 1968 Partnerstadt. Seitdem haben viele Schüler der beiden Städte ihre jeweilige Partnerstadt per Schüleraustausch kennengelernt. Auch in Jakobstad war die Tabakindustrie zu früheren Zeiten dominierend. Dort leben gegenwärtig über 20.000 Einwohner.

Stadtwappen[Bearbeiten]

Stadtwappen der Stadt Bünde.svg

Das Stadtwappen zeigt zwei sich die Hände reichende Ritter unter Waffen und in voller Rüstung auf rotem Grund. In der Genehmigungsurkunde bzw. der Wappenbestätigungsurkunde des Regierungspräsidenten in Detmold vom 28. April 1972 lautet die Blasonierung: „In Rot auf grünem Boden zwei silberne (weiße), einander zugekehrte Gewappnete, die sich die Hände reichen.“ Das Wappen datiert aus dem Jahr 1892 und wurde erstmals 1909 von den preußischen Behörden genehmigt.[19] Das Motiv spielt auf die Sachsen Hengist und Horsa an, die der Sage nach im 5. Jahrhundert an dieser Stelle einen Bund zur Eroberung Englands schlossen. Das Gebiet um Bünde war tatsächlich im frühen Mittelalter von den sächsischen Engern besiedelt. Ob jedoch Hengist und Horsa, deren Existenz nicht eindeutig bewiesen ist, tatsächlich mit Bünde in Verbindung gebracht werden können, ist umstritten. Ausgehend vom Stadtnamen Bünde wurde etymologisch unrichtig (vgl. oben) gefolgert, das Wappen zeige das Schließen eines Bundes. Da auch der „Wittekindkreis“ Herford heraldisch die sächsischen Ahnen der Region betont, fügte sich die Wahl Hengist und Horsas als Wappenfiguren Bündes gut in die heraldische Tradition der Region (vgl. auch Westfalenpferd).

Siehe auch: Liste der Wappen im Kreis Herford und Liste der Flaggen im Kreis Herford

Bürgerentscheide[Bearbeiten]

Am 27. August 2006 wurde in Bünde erstmals ein Bürgerentscheid durchgeführt. Er befasste sich mit der Frage, ob die Fußgängerzone Eschstraße aufwändig saniert werden sollte. Während der Stadtrat dies befürwortete, um die Attraktivität Bündes als Einkaufsstadt zu erhalten, wandten sich die Initiatoren des Bürgerentscheids gegen eine befürchtete „Luxussanierung“. Bei der Abstimmung wurde das erforderliche Quorum nicht erreicht, sodass 2007 die Neugestaltung der Straße begonnen und 2008 abgeschlossen werden konnte.

Bildung[Bearbeiten]

Stadtbücherei

Bünde besitzt als Mittelzentrum mehrere weiterführende Schulen, die auch den Schülern der Nachbargemeinden dienen. Dazu zählen vor allem die zwei Gymnasien, das Gymnasium am Markt und das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium, die ehemals das Mädchen- bzw. das Jungengymnasium waren. Weiterhin hat Bünde zehn Grundschulen, eine Sonderschule, eine Hauptschule, eine Gesamtschule, zwei Realschulen (Bünde-Mitte und Bünde-Nord), eine Berufsbildende Schule (Erich-Gutenberg-Berufskolleg), eine Meisterschule (Gemeinnütziges Bildungszentrum für berufliche Weiterbildung) und eine Musikschule.

Das Schulzentrum Nord in Ennigloh fasst das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium, die Realschule Nord und die Erich-Kästner-Gesamtschule räumlich zusammen. 2006 besuchten rund 8000 Schüler die Bünder allgemeinbildenden Schulen, davon 2009 die Grundschulen, 2370 die Gymnasien, 1600 die Realschulen und weitere 1529 die Gesamtschule. 1692 Schüler besuchten die Berufskollegs.[3]

Die Bünder Stadtbibliothek, die viele Jahre im Rahningschen Hof (s. o.) beheimatet war, ist inzwischen umgezogen und jetzt in der ehemaligen Zweigstelle der Bundeszentralbank untergebracht.

Kultur[Bearbeiten]

Theater und Kino[Bearbeiten]

Das Universum

Bünde verfügt über kein eigenes Theaterensemble oder ein Theatergebäude im eigentlichen Sinn. Die Bünder Kulturangebote, u. a. das Theater- und Musikabonnement, finden (neben dem Universum, Kulturforum, Dammhaus etc.) in der Stadthalle (von den Bünder Bürgern „Stadtgarten“ genannt) statt. Das Abo, von der StadtKultur GbR gestaltet, organisiert und durchgeführt, umfasst 10 Veranstaltungen pro Spielsaison aus den Sparten: Theater (Klassik, Krimi, Drama, Komödie, neues Theater etc.) klassische Konzerte, Musical, Show, Ballett, Tanztheater u. a. Die Kultursaison beginnt jeweils im Oktober und endet im Mai. Daneben bietet StadtKultur u. a. eine Kindertheater-, sowie zurzeit eine A Cappella Reihe an. Mit Hilfe eines eigens für Bünde (und die Region) konzipierten und eingeführten Online-Vorverkaufssystem kann das Programm eingesehen und sind Karten für die einzelnen Veranstaltungen in z. Z. 15 Vorverkaufsstellen oder auch direkt von Zuhause aus zu erwerben.

Kleinkunst, Kabarett, Comedy, Konzerte, Kinderkinoprogramm (Fr. und So. ab 15.00 Uhr), Programmkino-Angebot (regelmäßig einmal im Monat an drei Tagen) und Projektarbeit, finden im Kultur- und Veranstaltungszentrum Universum statt, einem 1924 erbauten Lichtspielhaus im Stadtteil Bünde-Ennigloh. Es wurde nach längerem Leerstand – Ende der Neunziger Jahre war der Abriss des historischen Gebäudes vorgesehen – durch starkes Engagement einer Bürgerinitiative vor der Abrissbirne gerettet, konnte inzwischen aufwendig renoviert werden und nahm 2001 den Spielbetrieb als Veranstaltungszentrum und Kino unter Obhut eines Fördervereins (für Organisation und Durchführung: Gründung einer Betriebsgesellschaft) wieder auf. Seitdem finden in Kooperation mit der StadtKultur GbR etwa 90 Live-Kulturveranstaltungen im Universum und im Stadtgarten in Eigenregie statt.

Ein reines Kinoprogramm zeigen die Bünder Lichtspiele (Büli) in zwei Sälen.

Museen[Bearbeiten]

Kreisheimatmuseum
Deutsches Tabak- und Zigarrenmuseum

Das Museum Bünde liegt zentral auf der sog. Museumsinsel an der Fünfhausenstraße. Es umfasst den Striedieckschen Hof, den Spieker und das Dammhaus, die zu den ältesten Gebäuden Bündes zählen, sowie einen Neubau für die geologische Abteilung. Das Museum gliedert sich in insgesamt drei Bereiche: Das Deutsche Tabak- und Zigarrenmuseum informiert seit 1937 anschaulich über die einzigartige Geschichte der Tabakverarbeitung im Raum Bünde. Es können u. a. historische Tabakspfeifen aus aller Welt, die größte rauchbare Pfeife der Welt mit einer Länge von über 3,5 Metern sowie die größte rauchbare, über 1 Meter lange Zigarre besichtigt werden. Gleich nachdem Gerhard Schröder 1990 sein Amt als Ministerpräsident von Niedersachsen angetreten hatte, schickte er deshalb dem Deutschen Tabakmuseum eine Autogrammkarte und eine Cohiba.

Im Dobergmuseum – Geologisches Museum Ostwestfalen-Lippe befinden sich zahlreiche Fossilienfunde aus dem nahen Doberg (s. o. unter „Geologie“), aber auch Fossilien aus der näheren und weiteren Umgebung von Bünde, insbesondere aus dem Wiehengebirge und der Herforder Liasmulde. Das Kreisheimatmuseum gewährt mit einer großen Bauernmöbelausstellung Einblicke in ländliches Arbeits- und Alltagsleben, das eng mit der Flachsverarbeitung verbunden war.

Musik[Bearbeiten]

Musikschule

Die Kirchenmusik in Bünde wird geprägt von Chören in allen Ortsteilen. Die Bünder Kantorei und der Arche Chor setzen dabei die Akzente. Die Bünder Kantorei hat sich der klassischen, der Arche Chor der modernen Kirchenmusik verschrieben. Neben der musikalischen Gestaltung von Gottesdiensten gibt es zahlreiche Konzerte beider Chöre. Die Kantorei führt unter Mitwirkung von professionellen Opernsängern und Orchestermusikern Werke wie die Matthäuspassion (Bach), das Weihnachtsoratorium (Bach) oder die Carmina Burana (Orff) auf. Ein weiterer Chor ist der Shanty-Chor der Bünder Marinekameradschaft.

In Bünde begannen außerdem die Karrieren des Schlagersängers Gunter Gabriel, der Popsängerin C. C. Catch und des Popbarden Maximilian Hecker.

Sport[Bearbeiten]

In Bünde gibt es fast 50 Sportvereine, in denen etwa ein Drittel aller Bünder aktiv sind. Größte Sportstätten sind das Erich-Martens-Stadion und die Siegfred-Moning-Sporthalle (beide in Ennigloh).

  • Fußball: Einer der Fußballvereine ist der Bünder SV 08/09, dessen 1. Mannschaft derzeit in der Bezirksliga spielt. Als höchste Spielklasse wurde bislang die Oberliga (3. Liga) erreicht. Daneben haben viele der einzelnen Stadtteile eigene Fußballvereine, z. B. der TuS Hunnebrock, der FC Muckum 1946, der VfL Holsen, der SV Schwarz-Weiß Ahle, oder die SG Grün-Weiß Bustedt 1945. Im Jugendbereich tritt außerdem die SG GW Bustedt an.
  • Handball: Die SG Bünde-Dünne und die HSG TuS/EK Spradow sind zwei Bünder Handball-Vereine, die in der Saison 2012/2013 in der Landesliga antreten.
  • Turnverein: Der Bünder Turnverein Westfalia hat ca. 4000 Mitglieder und deckt mit seinen Abteilungen zahlreiche Sportarten ab. Ein weiterer Turnverein ist die Turngemeinde Ennigloh von 1887.
  • Leichtathletik: Größter Leichtathletikverein ist die SG Bünde/Ahle-Löhne.
  • Radsport: Der Radsportclub RC Olympia trägt einmal im Jahr in Ennigloh, am Erich Gutenberg Berufskolleg ein Radrennen aus.
  • Baseball: Die Bünde Berserker und das Frauenteam Banshees spielen im Bismarck Ballpark und treten in der Baseball Regionalliga bzw. Verbandsliga an.
Hallenbad "Bünder Welle" in Ennigloh
  • Schwimmsport: Der Schwimmsport ist in Bünde weit verbreitet. Die beiden Schwimmsport treibenden Vereine (TGE Ennigloh und DLRG Bünde) stellen mehr als 500 aktive Schwimmsportler. Die Schwimmabteilung der Turngemeinde Ennigloh (TGE) bietet vorwiegend Wettkampfschwimmen nach den Regeln des Deutschen Schwimmverbandes an. Die DLRG Bünde orientiert sich eher am Breitensport und bietet unter anderem Rettungsschwimmen und (Geräte-)Tauchen an.
  • Segelfliegen / Motorflug: Vom Flugplatz im benachbarten Melle betreibt der 1951 gegründete Aero-Club Bünde seit 1970 die Sportfliegerei. Mit gegenwärtig ca. 100 Mitgliedern, aktuell 3 Motorflugzeugen und 6 Segelflugzeugen hat sich der Verein insbesondere die Ausbildung von Flugbegeisterten zur Aufgabe gemacht.
  • Schulsport: Das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium ist bekannt durch seine Leichtathletik-Abteilung.

Schwimmbäder[Bearbeiten]

Öffentliche Schwimmbäder gibt es am Steinmeisterpark in Bünde Mitte (Freibad) und die Bünder Welle in Ennigloh (Hallenbad).

Das Freibad wurde 1937 erbaut und 1994 renoviert. 2008 wurde der 10-m-Sprungturm im Freibad renoviert.

Das Hallenbad Bünder Welle wurde von 2004 bis 2006 umgebaut und um ein zweites 25-m-Sportbecken erweitert. Gleichzeitig wurde das alte Freibad Ennigloh abgerissen. Durch diese Erweiterung verfügt das Hallenbad über zwei getrennte 25-m-Schwimmbecken. Das Hallenbad erhielt hierdurch eine eindeutigen Akzent auf den Schul- und Schwimmsport und ist mit dieser Ausrichtung sicher eine Besonderheit in der heutigen Bäderlandschaft.

Bauwerke[Bearbeiten]

Von der Nachkriegszeit bis hinein in die achtziger Jahre des letzten Jahrhunderts musste historische Bausubstanz oftmals Neubauten weichen. Beispielhaft dafür können das Rathaus sowie das Warenhaus am Museumsplatz genannt werden. Für dessen Bau wurde eines der historischen Fachwerkviertel der Stadt, „die Ort“, abgerissen. Dennoch hat Bünde nach wie vor einige sehenswerte Bauwerke zu bieten.

Denkmäler[Bearbeiten]

Denkmal Steinmeister und Wellensiek

Das Denkmal der „Zigarrenpioniere“ Steinmeister & Wellensiek zeigt „Töns“ Wellensiek mit der Handkarre, mit der er Tabak aus Bremen geholt haben soll und seinen Geschäftspartner Friedrich August Steinmeister.

Das Kriegerdenkmal für die Gefallenen der Einigungskriege an der Laurentiuskirche erinnert mit dem restaurierten Standbild der Germania an den Sieg der Preußen über das französische Heer am 1. September 1871. Das Standbild der Germania, dessen Modell der damals noch junge Gustav Eberlein in der Werkstatt des Bildhauers Johannes Janda geschaffen hatte, war für ca. 300 Taler als Katalogware der Berliner Gießerei Martin & Piltzing nach Bünde verkauft worden. Den Sockel aus hellem Sandstein lieferte der Herforder Steinmetz Rosenfeld. Die Grundsteinlegung war am 25. Juli 1874; am Sedantag 1874 wurde das Denkmal feierlich enthüllt.

Kirchen und Fachwerkhäuser[Bearbeiten]

Der Rahningsche Hof
In der Einkaufstraße Eschstraße

Das historische Zentrum Bündes befindet sich rund um die heutige evangelisch-lutherische Kirche St. Laurentius, eine der ältesten Kirchengründungen Westfalens. Erstmalig urkundlich erwähnt wurde sie 853 zur Zeit Ludwigs des Deutschen (um 806-876). Nach mehreren Bau- und Umbaumaßnahmen entstand im 13. Jahrhundert der noch heute im Kern erhaltene spätromanische Kreuzsaal. Der Westturm datiert wesentlich früher. Seit 1985 steht die Kirche unter Denkmalschutz.

Das am Kirchplatz gelegene Pfarrhaus von 1822 wurde Anfang des 21. Jahrhunderts aufwändig restauriert. Am Rathausvorplatz stehen der Hof Rahning von 1677 (1748 abgebrannt, 1749 wiederaufgebaut) und das Haus Dahlkötter von 1555 (heutiger Bau um 1800 erbaut), in dem sich das Standesamt befindet und in dessen Keller früher das Gefängnis der Polizeiwache untergebracht war.

Das Haus Rahning ist ein Dielenhaus nach dem Prinzip des 4-Ständer-Fachwerkhauses, wie sie sehr ähnlich auch in den Dorfschaften rund um Bünde gefunden werden, z. B. der Hof Hellmann in Holsen. Weitere Beispiele sind das dreischiffige Vierständerhaus „Hurlbrinksches Haus“ (erstmals erwähnt 1688), das Zweiständerhaus „Dammhaus“ von 1595 und der „Striediecksche Hof“ von 1830, die gemeinsam die Anlage des Heimatmuseums bilden.

Über den historischen Straßenzug Auf’m Tie und die Eschstraße, Bündes Fußgängerzone, gelangt man zur zweiten Bünder Stadtkirche, der Pauluskirche (errichtet 1869–1873). Die aus Wesersandstein im neugotischen Stil errichtete dreischiffige Hallenkirche wurde als Predigtkirche konzipiert, d. h. die Kanzel steht inmitten der zuhörenden Gemeinde.

Villen der Zigarrenfabrikanten[Bearbeiten]

Über das ganze Innenstadtgebiet verteilt finden sich zahlreiche Villen aus der Blütezeit der Bünder Tabakindustrie, z. B. in der Bahnhofstraße, der Eschstraße und der Hindenburgstraße. Sehenswert sind u. a. die Villa Rehling des Zigarrenfabrikanten Carl-Heinrich Rehling in der Hindenburgstraße 3 (1893/1904) oder die neubarocke Villa André (Hindenburgstraße 11) des Zigarrenfabrikanten Georg (1891). Die Villa André war nach dem Krieg ein Kindergarten für die Kinder der britischen Besatzungstruppen in Bünde. Weitere Beispiele sind die Villen Steinmeister (Eschstraße 43 und 45) von 1843/1900, das Wohnhaus Wellensiek in der Eschstraße 35 vom Anfang des 19. Jahrhunderts.

Tabakspeicher[Bearbeiten]

In die gleiche historische Epoche gehört auch der Tabakspeicher in der Nähe des Bahnhofs. In rotem Backstein errichtet, erinnert er ein wenig an hanseatische Lagerhäuser. Es ist der einzige in Westfalen verbliebene Tabakspeicher, der noch immer seinem ursprünglichen Zweck dient. Der rote Backsteinbau wurde 1896 von der Bremer Zigarrenfirma Leopold, Engelhard & Biermann erbaut. 1930 hatte der Tabakspeicher zunächst ausgedient und wurde an die Reichsbahn verkauft. Er dient heute wieder als Tabaklager für die Zigarrenfabrik André. Außerdem werden dort Maschinen vom Deutschen Tabak- und Zigarrenmuseum gelagert.

Weitere Bauwerke[Bearbeiten]

Im Stadtteil Ennigloh steht das ehemalige Amtshaus Ennigloh, das 1902 im Jugendstil mit renaissanceartigem Südgiebel errichtet wurde, als das Amt Ennigloh nach Austritt der Stadt Bünde aus dem Amt Bünde gegründet werden musste. Heute ist dort die Musikschule untergebracht.

Das 1924 erbaute Universum ist eines der ältesten Kinos in Deutschland und nach seiner Schließung 1980 inzwischen zum erfolgreichen Veranstaltungszentrum für Kleinkunst, Kabarett, Comedy und Konzerte umgewandelt worden.

In Bünde steht die nach eigenen Angaben älteste Discothek in Deutschland, die „Wilhelmshöhe“. Sie wurde 1961 gegründet und ist auch noch heute im Familienbesitz der damaligen Gründer.

Zwischen den beiden Weltkriegen wurde im Stadtteil Dünne die kostengünstige Dünner Lehmbrote-Bauweise entwickelt; ein Bauverfahren, bei dem ungetrocknete Lehmziegel ohne Mörtel feucht übereinander gesetzt wurden. Diese teilweise unverputzte Bauweise breitete sich auch wegen des angenehmen Wohnklimas innerhalb Ostwestfalens aus; zwischen 1927 und 1933 entstanden etwa 300 solcher Lehmhäuser.

Bauernhäuser der Ortsteile[Bearbeiten]

In vielen Ortsteilen sind sehenswerte historische Fachwerkhäuser erhalten, zum Beispiel in Ennigloh der Hof Claus (1740er Jahre), in Hunnebrock der Hof Wittemeier (um 1840); in Südlengern der Hof Tiemeyer (1605) und in Werfen der Hof Wortmann (datiert 1855, aber wohl Ende 18. Jahrhundert). Zu den prächtigsten beschnitzten Torbögen gehört derjenige an „Webers Kotten“, ebenfalls in Werfen (1821).

Parks[Bearbeiten]

Größter Park ist der zentral gelegene Steinmeisterpark (zwischen Bismarckstraße, Goetheplatz und Nordring), der um einen kleinen künstlichen See herum angelegt wurde.[20] Im Stadtteil Ennigloh befindet sich das Dustholz, ein kleines Wäldchen, das von den Anwohnern der näheren Umgebung für Spaziergänge genutzt werden kann und in dem sich ein Minigolfplatz und ein Fischteich befinden. Im ehemaligen Bauernbad Randringhausen gibt es einen Kurpark.[21]

Doberg

Naturdenkmäler und Naturschutzgebiete[Bearbeiten]

Elseaue Habighorster Wiesental Ziegeleigrube Ennigloh Bustedter Holz Doberg Elseaue Gewinghausener BachtalBünde
Über dieses Bild

Mit dem Doberg verfügt Bünde über eine der umfangreichsten Fossilienlagerstätten aus der Zeit des Oligozän nördlich der Alpen. Der Hügel im Süden der Stadt überragt seine Umgebung um etwa 30 m. Er besteht aus den Sedimenten des Oligozän-Meeres und gibt Auskunft über die Meeresfauna der damaligen Zeit. Herausragende Fundstücke sind im Doberg-Museum der Stadt Bünde zu besichtigen.

Weitere Naturschutzgebiete in Bünde sind das Bustedter Holz, die Elseauen, das Gewinghauser Bachtal, das Habighorster Wiesental und die Ziegeleigrube Ennigloh. Insgesamt stehen etwa 175,2 ha, beziehungsweise 2,95 % der Stadtfläche unter Naturschutz.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Jahrmärkte[Bearbeiten]

Weihnachtsmarkt

Jährliche Höhepunkte bilden das Frühlingsfest und der Zwiebelmarkt (am Wochenende des letzten Sonntages im September) mit reichlich Federweißer und Zwiebelkuchen. Beide Veranstaltungen finden in der Innenstadt statt. Während zum Frühlingsfest die Innenstadt von örtlichen Gärtnern mit zahlreichen Blumen und Pflanzen dekoriert wird, stehen beim Zwiebelmarkt Fahrgeschäfte und ähnliche Jahrmarktattraktionen im Mittelpunkt. Im Dezember gibt es rund um die Laurentiuskirche einen kleinen Weihnachtsmarkt.

Weitere Veranstaltungen[Bearbeiten]

"Nacht der Sterne 2009"
  • Bünder Schützenfest: Das Bünder Schützenfest findet jährlich u. a. mit dem „Großen Zapfenstreich“ in der Stadthalle, dem Stadtgarten und in der Bünder Innenstadt statt.
  • Das Bünder Missionsfest findet seit 1845 alljährlich in Bünde statt und hat sich die Verbreitung des Christentums in aller Welt zum Ziel gesetzt. Hatte es früher überregionale Bedeutung für das gesamte Minden-Ravensberger Land, findet es heute nur noch in kleinem Rahmen statt. Das Missionsfest in Bünde ist aus der geistlichen Erweckungsbewegung hervorgegangen, die um 1830 einsetzte. Erweckungsprediger wie Volkening riefen damals die Missionsfeste ins Leben, denn die Mission wurde als Hauptaufgabe der Kirche aufgefasst
  • 1.000 Räder Bünde (Volksradfahren): Bünde ist von der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen als fahrradfreundliche Stadt ausgezeichnet. Einmal im Jahr findet in diesem Rahmen ein vom RC Olympia Bünde in Zusammenarbeit mit der Stadt ausgerichtetes Volksradfahren mit Hunderten Teilnehmern im Bünder Stadtgebiet statt.
  • Radrennen Rund in Bünde, ausgerichtet von RC Olympia Bünde, findet an dem Erich Gutenberg Berufskolleg meist im Juni statt.
  • Weinfest im Scheunenviertel: Zur Verköstigung werden Weine angeboten
  • Mobikulara: dreitägiges Stadtfest mit Kleinkunst, Comedy, Live-Musik und Gastronomie
  • Rockbar Festival: Festival mit mehreren Rockbands ausgerichtet im Universum
  • Bünder Kurzfilmfestival: seit 2002 stattfindender Kurzfilmwettbewerb mit reger Beteiligung
  • Nacht der Sterne: seit 2008 jeweils im November von der Initiative Handel Bünde veranstaltetes Stadtfest

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Das Zollamt
Die Feuer- und Rettungswache Bünde - Standort der hauptamtlichen Wache Bünde, des Rettungsdienstes und des Löschzuges Bünde-Mitte

Justiz und Polizei[Bearbeiten]

Bünde verfügt seit 1879 über ein Amtsgericht. Das noch heute genutzte Gebäude an der Hangbaumstraße wurde 1900 errichtet. Das Amtsgericht Bünde mit seinen rund 50 Mitarbeitern ist zuständig für die Stadt Bünde und die Gemeinden Kirchlengern und Rödinghausen. Es gehört zum Bezirk des Landgerichts Bielefeld und dieses zum Bezirk des Oberlandesgerichts Hamm. Ein neben dem Amtsgericht ursprünglich gelegenes Gefängnis wurde 1970 geschlossen und abgerissen. Die Polizeiinspektion Bünde gehört zur Kreispolizeibehörde Herford und ist für die Stadt Bünde und die Gemeinden Kirchlengern und Rödinghausen zuständig. Angegliedert ist die Polizeiwache Löhne.

Zoll und Finanzen[Bearbeiten]

Das Finanzamt Bünde ist zuständig für die Städte Bünde und Löhne sowie die Gemeinden Kirchlengern und Rödinghausen. Bünde verfügt zudem über die Zentrale Steuerzeichenstelle, an der die Banderolen (Steuerzeichen) für alle in Deutschland verkauften Tabakprodukte abgegeben werden. Die so erzielten Einnahmen aus der Tabaksteuer betrugen 2008 etwa 13,6 Mrd. Euro (2007: 14,3). Die Zollstelle der Zigarrenstadt ist die einzige Zollstelle Deutschlands, an der Banderolen / Steuerzeichen für Tabakprodukte abgegeben werden.

Ärztehaus Nr.10 im Gesundheitszentrum

Gesundheitseinrichtungen[Bearbeiten]

Das Evangelische Lukas-Krankenhaus wurde 1890 gegründet. Es besitzt heute 345 Planbetten und ca. 700 Mitarbeiter, die jährlich rund 11.000 stationäre und 15.000 ambulante Patienten versorgen. In Bünde hat sich ein bedeutendes Ärztenetz, die MuM - Medizin und Mehr eG, entwickelt.

Arbeitsagentur[Bearbeiten]

Die Bundesagentur für Arbeit ist in Bünde mit einer Geschäftsstelle vertreten, die auch für die Gemeinden Kirchlengern und Rödinghausen zuständig ist.

Feuerwehr[Bearbeiten]

Die Freiwillige Feuerwehr Bünde unterteilt sich in drei Löschzüge, vier Löschgruppen und die hauptamtliche Wache. Außerdem wird der Rettungsdienst durch die Feuerwehr gestellt.

Die Freiwillige Feuerwehr Bünde unterhält des Weiteren eine Gefahrgut-Gruppe, die bei Einsätzen in Zusammenhang mit gefährlichen Stoffen und Gütern eingesetzt wird. Der Kreis Herford stationiert darüber hinaus einen der beiden Einsatzleitwagen 2 (ELW 2) des Kreises Herford beim Löschzug Bünde-Mitte.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Bahnhof Bünde
ZOB mit Tabakspeicher
Radstation am Bahnhof

Verkehr[Bearbeiten]

Straßenverkehr[Bearbeiten]

Die Stadt Bünde ist über die Anschlussstellen 27 (Bünde) und 28 (Hiddenhausen) der A 30 (E 30) an das Fernstraßennetz angebunden. Westlich vom Stadtgebiet verläuft die Landesstraße 557, die die Verbindung von und nach Bielefeld herstellt. Die Verbindung nach Herford stellt die Landesstraße 545, die über Hiddenhausen führt, sicher.

Schienen- und Busverkehr[Bearbeiten]

Hauptartikel: Nahverkehr im Kreis Herford

Der Bahnhof Bünde liegt an der Bahnstrecke Löhne–Rheine, von der hier die Ravensberger Bahn nach Rahden abzweigt. Er wird von IC-Zügen der Linie Schiphol AirportOsnabrückHannoverBerlin bedient. Im Nahverkehr halten RE- und RB-Züge in Richtung HerfordBielefeld, Minden–Hannover–Braunschweig, Osnabrück–RheineBad Bentheim, LübbeckeRahden und HamelnHildesheim. Die Linien werden von DB Regio Nord, Westfalenbahn und Eurobahn betrieben.

Es gab ferner an der Bahnstrecke Löhne–Rheine einen Bahnhof im Stadtteil Ahle, sowie an der Bahnstrecke Bassum–Herford im Stadtteil Holsen.

Die Stadt verfügt über ein Stadtbussystem mit vier Linien. Als Bustreffpunkt für das Rendezvous-System wurde ein zentraler Busbahnhof am Museumsplatz in unmittelbarer Nähe zur Fußgängerzone errichtet. Dort ist auch ein Info-Büro mit Fahrkartenverkauf. Betreiber der Stadtbusse ist die Omnibus-Verkehrs-Gesellschaft Bollmeyer mbH & Co. KG. Die Stadtteile Ahle, Holsen und Muckum sind nicht an das Stadtbusnetz angeschlossen.

Der Bahnhof als wichtiger zweiter Umsteigepunkt im Stadtgebiet wird von der Stadtbuslinie 2 bedient. Am ZOB neben dem Bahnhof beginnen die Regionalbuslinien nach Herford (Linie 646) und Enger (Linie 654). Weitere Busse bzw. Anrufbusse bedienen Hüllhorst (Linie 542), Kirchlengern (Linien 541, 542, 544, 545, 558 und 559), Spenge (Linie 572) und Rödinghausen (Linien 542, 543 und 571). Die Regionalbusse halten meistens zusätzlich am Marktplatz, wo auch in die Stadtbusse umgestiegen werden kann.

Die Stadt gehört zum regionalen Tarifverbund „Der Sechser“ (OWL Verkehr GmbH). Verbundtickets gelten nicht in den Nachtbussen nach Herford und Bielefeld.

Fahrradverkehr[Bearbeiten]

Die Stadt Bünde ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen und Mitglied im ADFC. Durch das Stadtgebiet verläuft u. a. der Else-Werre-Radweg (54,5 km von der Bifurkation zur Werremündung in Bad Oeynhausen) und die BahnRadRoute Weser-Lippe (350 km von Bremen nach Paderborn). Bünde verfügt über eine elektronisch gesteuerte Fahrradabstellanlage am Bahnhof und ist 2007 als „fahrradfreundliche Stadt“ ausgezeichnet worden.

Das Radverkehrsnetz verbindet über seine 13 Linien alle Bünder Stadtteile und die umliegenden Gemeinden. Durch Ringe von 10, 20 und 35 km Länge entsteht eine spinnennetzförmige Verknüpfung. Die Mitte des Netzes und gleichzeitig Schnittpunkt aller Radverkehrslinien befindet sich im Stadtzentrum an der Bolldammbrücke, Kreuzung Elsedamm / Frühlingsweg / Bahnhofstraße. Das gesamte 120 km lange Radverkehrsnetz ist komplett beschildert. Die Darstellung der Linien in Rot und der Ringe in Grün erleichtert die Orientierung zusätzlich. Das Konzept erreichte im bundesweiten Fahrradklimatest 2005 des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) bei den Städten unter 100.000 Einwohnern den 4. Platz. 2012 wurde hier der 7. Platz erreicht.[22]

Zahlreiche Aktionen wie der Bünder Radelsommer, Volksradfahren „1000 Räder Bünde“, die Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“ und das Nachtradeln werben für die Fahrradnutzung.

Medien[Bearbeiten]

Als Tageszeitungen erscheinen jeweils mit einem Lokalteil für Bünde die Neue Westfälische und das Westfalen-Blatt. Das Lokalradio Radio Herford ist im Stadtgebiet auf 94,9 MHz zu empfangen.


Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

Der Beiname Zigarrenstadt erinnert daran, dass um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert noch über 20 Zigarrenfabriken ihren Sitz in Bünde hatten und ein Großteil der in Deutschland vertriebenen Zigarren hierher stammte. Aus der Blütezeit der Tabakindustrie sind noch die Traditionsunternehmen Arnold André (Hauptmarke: Clubmaster, 450 Mitarbeiter) und August Schuster in der Stadt verblieben. Traditionell sind auch die Küchenmöbelhersteller stark vertreten. Dies rührt zum Teil daher, dass nach dem Niedergang der Tabakindustrie das Know-how der Zigarrenkistenherstellung in die Produktion von Möbeln einfloss.

Größter Arbeitgeber in Bünde ist mittlerweile der Küchengerätehersteller Miele, ehemals Imperial (760 Mitarbeiter). Weiterhin befindet sich der bekannte Modellbausatzhersteller Revell mit seinem einzigen deutschen Standort in Bünde. Außerdem hat der Spezialglashersteller Gerresheimer-Bünde GmbH (ehemals Bünder Glas, mit mehr als 500 Mitarbeiter) und eines der ältesten Tiefbauunternehmen in der Region, die Westerhold Tiefbau GmbH, ihren Sitz in Bünde.

Tourismus[Bearbeiten]

Der staatlich anerkannte Erholungsort Randringhausen im Nordosten des Stadtgebiets dient seit dem 18. Jahrhundert als Kurgebiet. Ein Kurhaus für Moor-, Schwefel- und Bewegungsbäder steht den Gästen zur Verfügung. Randringhausen setzt die jahrhundertealte Badetradition in Bünde fort, da in der Stadt 1728 der erste Gesundbrunnen entdeckt wurde. An die Zeit als Bad Bünde und seine Bäder erinnert noch der Name Bäderstraße. Das waldreiche Erholungsgebiet Randringhausen umfasst zirka 266 Hektar und schließt das eigentliche Kurgebiet mit rund 34 Hektar ein.


Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

  • Friedrich Langewiesche, *1867; †1958, wirkte seit 1896 in Bünde als Pädagoge, Forscher und Fossiliensammler. Er erforschte u. a. den Doberg. Er schenkte dem Doberg-Museum seine ersten Ausstellungsstücke und begründete es damit. Langewiesche wurde 1953 erster Ehrenbürger der Stadt Bünde.
  • Richard Moes, *1887; †1968, Bünder Bürgermeister von 1925-1937, Ernennung zum Ehrenbürger 1962

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Folgende Persönlichkeiten sind in Bünde geboren:

Tönnies Wellensiek
Fritz Pleitgen

Weitere Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Folgende Persönlichkeiten stammen nicht aus Bünde, haben aber in der Stadt gewirkt:

  • Hengest und Horsa, der Legende nach schmiedeten diese beiden sächsischen Stammesführer und Brüder (deren Historizität sehr umstritten ist) in Bünde den Bund zur Eroberung Englands
  • Otto von Arnim (1785–1820), Jurist, Richter in Bünde
  • Georg von Detten (1837–1919), Jurist, Richter in Bünde
  • Adolf Messing (1862–1948), Oberstudiendirektor, wirkte seit 1891 in Bünde als Pädagoge und baute die aus der ev. höheren Privatknabenschule entstandene „Evangelische Höhere Stadtschule zu Bünde“ in seiner über 31 Jahre langen Amtszeit als Leiter und Direktor zur Vollanstalt aus. Seit 1959 trägt die Schule den Namen Freiherr-vom-Stein-Gymnasium
  • Gustav von Bodelschwingh (1872–1944), Theologe, Pfarrer in Ennigloh und Ahle
  • Karl Koch (Theologe) (1875–1951), Theologe, Pfarrer in Ennigloh
  • Siegfried von Campe (1885–1972), Jurist, Referendar in Bünde
  • Rudolf Bäumer (Politiker) (1901–1973), deutscher Politiker (SPD), Mitglied des Deutschen Bundestages
  • Hermann Busse (Politiker) (1903–1970), Politiker, Schüler in Bünde
  • Karl Paetow (1903–1992), Volkskundler, Leiter des Tabakmuseums
  • Erhard Gorys (1926–2004), Schriftsteller, lebte in Bünde
  • Hans Werner Henze (1926–2012), Komponist, verbrachte ab 1933 einige Jahre seiner Kindheit im Bünder Stadtteil Dünne
  • Wilfried Stein (1929–2006), zwischen 1970 und 1990 Vorstandssprecher und Aufsichtsratsvorsitzender der AVA AG, Bielefeld
  • August Steinmeister (1820–1874), Zigarrenfabrikant, Teilhaber der Zigarrenfabrik Steinmeister & Wellensiek
  • Fritz Pleitgen (* 1938), Journalist, besuchte hier zeitweise das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium und betätigte sich während dieser Zeit für die damalige Freie Presse als Sportreporter; Ehrenabiturient des Gymnasiums am Markt
  • Hubert Berenbrinker (* 1950), Weihbischof, Vikar in Holsen
  • Matthias König (* 1959), Bischof, Pastor in Holsen
  • C. C. Catch (* 1964) (bürgerlich: Caroline Gertrud Catherina Müller), Musikerin, lebte einige Jahre in Bünde und besuchte dort die Hauptschule
  • Chris Bollenbach (* 1972), Politiker, wuchs in Bünde auf
  • Maike Tatzig (* 1973) wuchs in Bünde auf, TV Produzentin (u. a. Schillerstraße), erhielt dafür den deutschen Fernseh- u. Comedy-Preis 2005
  • Maximilian Hecker (* 1977), Musiker, lebte viele Jahre in Bünde und machte sein Abitur auf dem Freiherr-vom-Stein-Gymnasium
  • Andreas Hermann (* 1983), Schauspieler, lebte in Bünde
  • Frank Schäffler (* 1968), Politiker (FDP), Mitglied des Deutschen Bundestags

Literatur[Bearbeiten]

  • Gertrud Angermann: Die urkundliche Überlieferung zur ältesten Geschichte des Ortes Bünde. In: Jahresbericht des Historischen Vereins für die Grafschaft Ravensberg 59 (1956/57), S. 128-140.
  • Gabriele Isenberg: Zur Baugeschichte der ev. Laurentiuskirche in Bünde. Ein Vorbericht über die Ausgrabungen 1979. In: Westfalen 61 (1983), S. 42-49.
  • Norbert Sahrhage: Wirtschaftliche und soziale Verhältnisse im Amt Bünde um die Mitte des 19. Jahrhunderts. In: Wittekindsland. Beiträge zur Geschichte, Kultur und Natur des Kreises Herford, Bd. 3: Amerikaauswanderung aus dem Ämtern Bünde, Rödinghausen, Kirchlengern und Gohfeld-Mennighüffen im 19. Jahrhundert, hg. v. Kreisheimatverein Herford, Löhne 1990, S. 58-67.
  • Norbert Sahrhage: "Juden sind in dieser Stadt unerwünscht!" Die Geschichte der Synagogengemeinde Bünde im "Dritten Reich". Bielefeld: Verlag für Regionalgeschichte 1988. ISBN 3-927085-09-X
  • Norbert Sahrhage: Bünde zwischen Machtergreifung und Entnazifizierung. Geschichte einer westfälischen Kleinstadt von 1929-1953. Bielefeld: Verlag für Regionalgeschichte 1990. ISBN 3-927085-19-7
  • Klaus Ackermann/Ingo Hecker (Hg.): Bünde – Gesichter einer Stadt. Herford: Maximilian Verlag 1992. ISBN 3-7869-0295-X
  • Wolfgang Linke, Landschaftsverband Westfalen-Lippe (Hrsg.): Bünde. Aus der Reihe: Westfalen im Bild - eine Bildmediensammlung zur westfälischen Landeskunde. Landschaftsverband Westfalen-Lippe/ Landesbildstelle Westfalen. 1994.
  • Eberhard Pannkoke, Stadtarchiv Stadt Bünde (Hrsg.): Bünde – wie es früher war. Gudensberg-Gleichen: Wartberg Verlag 1999. Ohne ISBN.
  • Martin Fiedler; Monika Dickhaus; Norbert Sahrhage: Spuren der Zigarre. Bünde – ein Rundgang durch die Zigarrenkiste Deutschlands. Essen: Klartext-Verlagsgesellschaft 2000. ISBN 3-88474-903-X
  • Wolfgang Heyer; Ulrich Müller; Friedhelm Tiemann: Die Zeiten ändern sich. Münster: Daedalus 2003. ISBN 3-89126-205-1
  • Eris Valentowicz: Bünde zwischen 1900 und 1960. Erfurt: Sutton Verlag 2005. ISBN 3-89702-929-4
  • Ingo Hecker/Jörg Militzer: Bünde – Stadt im Wandel. Bünde: Buginithi Verlag 2009. ISBN 978-3-00-029081-7
  • Jörg Militzer: Grüße aus Bünde. Bünde: Buginithi Verlag 2010. ISBN 978-3-9813973-0-7

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bünde – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Bünde – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerungszahlen auf Basis des Zensus vom 9. Mai 2011. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 3. September 2014. (Hilfe dazu)
  2. Geologischer Dienst NRW: Erdwärme nutzen – Geothermiestudie liefert Planungsgrundlage (PDF; 369 kB)
  3. a b c Kommunalprofil Bünde, PDF, Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik, Stand 2007
  4. Informationsbroschüre der Stadt Bünde, Seite 6
  5. Meteorologische Angaben (Version vom 18. Februar 2008 im Internet Archive), html, Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik, Abrufdatum: 2. Juli 2007 (Archivversion)
  6. Neue Westfälische vom 1. April 2008
  7. Chroniktafel 1850-1860, html, Stadtarchiv Bünde, Abrufdatum: Juli 2007
  8. a b Bünde im Nationalsozialismus, HTML, Geschichtsprojekt des Freiherr-vom-Stein-Gymnasium, Abrufdatum Juli 2007
  9.  Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 73.
  10. Website Widukind-Gymnasium Enger, Abrufdatum: 1. Juli 2007 (Archivversion) (Version vom 20. Oktober 2007 im Internet Archive)
  11. Bünde im Nationalsozialismus, html, /Statistische Daten/Bevölkerung, Geschichtsprojekt des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums, Abrufdatum Juli 2007
  12. a b  Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X, S. 101f.
  13. Schüler an allgemeinbildenden Schulen in NRW nach Religionszugehörigkeit (Version vom 25. Dezember 2005 im Internet Archive), PDF, Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik, Stand 2002/03 (Archivversion)
  14. Norbert Sarhage: "Juden sind in dieser Stadt unerwünscht!" Die Geschichte der Synagogengemeinde Bünde im "Dritten Reich". Bielefeld 1988. S.19
  15. Landesdatenbank NRW
  16. Landesbetrieb Information und Technik NRW: Kommunalwahlen
  17. Landeswahlleiterin Nordrhein-Westfalen
  18. Westfalen Blatt: Entscheidung über Bürgermeister und Landratsposten: SPD gewinnt vier von fünf Stichwahlen Ausgabe vom 16. Juni 2014, abgerufen am 17. Juni 2014
  19. Genehmigungsurkunde des Regierungspräsidenten in Detmold
  20. Landschaftsverband Westfalen-Lippe: Steinmeisterpark in LWL-GeodatenKultur
  21. Landschaftsverband Westfalen-Lippe: Kurpark Randringhausen in LWL-GeodatenKultur
  22. Ergebnisse des ADFC-Fahrradklima-Tests 2012