Spenge

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Dieser Artikel befasst sich mit der Gemeinde Spenge. Zum gleichnamigen Ortsteil siehe Spenge (Ortsteil).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Spenge
Spenge
Deutschlandkarte, Position der Stadt Spenge hervorgehoben
52.1330555555568.4830555555556129Koordinaten: 52° 8′ N, 8° 29′ O
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Detmold
Kreis: Herford
Höhe: 129 m ü. NHN
Fläche: 40,35 km²
Einwohner: 14.623 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 362 Einwohner je km²
Postleitzahl: 32139
Vorwahlen: 05225, 05223 (Nordosten), 05428 (äußerster Westen), 05206 (Süden, insbesondere das Nagelsholz)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: HF
Gemeindeschlüssel: 05 7 58 032
Stadtgliederung: 5 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Lange Str. 52–56
32139 Spenge
Webpräsenz: www.spenge.de
Bürgermeister: Bernd Dumcke (SPD)
Lage der Stadt Spenge im Kreis Herford
Kreis Lippe Niedersachsen Kreis Gütersloh Kreis Minden-Lübbecke Kreis Minden-Lübbecke Bielefeld Nordrhein-Westfalen Enger Löhne Bünde Kirchlengern Herford Spenge Hiddenhausen Rödinghausen VlothoKarte
Über dieses Bild

Spenge Zum Anhören bitte klicken! [ˈʃpɛŋə]a a ist eine Kleinstadt im Nordosten des deutschen Bundeslandes Nordrhein-Westfalen. Sie gehört zum ostwestfälischen Kreis Herford im Regierungsbezirk Detmold und liegt im Ravensberger Land nördlich des Teutoburger Waldes. Die heutige Stadt Spenge ist 1969 unter Einbeziehung fünf selbständiger Gemeinden des Amtes Spenge geschaffen worden. Die älteste urkundliche Erwähnung eines Ortsteils geht aber bereits auf das Jahr 1096 zurück.

Inhaltsverzeichnis

Geografie[Bearbeiten]

Topographie des Stadtgebietes

Geografische Lage[Bearbeiten]

Spenge liegt im Ravensberger Hügelland zwischen Teutoburger Wald und Wiehengebirge. Im Süden, wo das Gelände Richtung Teutoburger Wald hin ansteigt, erreicht das Gemeindegebiet eine maximale Höhe von 155 m ü. NN. Das Zentrum des Stadtteils Spenge liegt auf 90 m ü. NN. Im Norden fällt das Gebiet zur Else hin ab und erreicht sein Minimum mit 64 m ü. NN in der Gegend des Hücker Moores. Der Else fließen von Süd nach Nord mehrere Flüsse zu. Dazu gehören die Warmenau, die im Westen und Nordwesten die Grenze zum niedersächsischen Melle bildet, sowie der in die Warmenau mündende Spenger Mühlenbach. In Lenzinghausen entspringen außerdem der Jöllenbecker und Beckendorfer Mühlenbach. Das Gebiet ist waldarm, und die Freiflächen werden größtenteils intensiv landwirtschaftlich genutzt.

Fläche
nach Nutzungsart
Siedlungs- und
Verkehrsfläche
Landwirt-
schaftsfläche
Wald-
fläche
sonstige
Freiflächen
Fläche in Quadratkilometer 7,28 28,8 3,1 1
Anteil an Gesamtfläche 18,2 % 72 % 7,7 % 0,3 %

Geologie[Bearbeiten]

Geothermische Karte von Spenge

Das Gebiet gehört naturräumlich zur Ravensberger Mulde, einem leichtwelligen, zwischen 50 und 140 m ü. NN liegenden Hügelland. Zahlreiche kleine Täler (sog. Sieke) schneiden oft unvermittelt und tief in das sonst nur schwach kuppierte Land ein. Geologisch liegen im Wesentlichen Liasplatten mit Lößauflage vor, die durch Zertalung im Pleistozän zum Hügelland umgestaltet wurden. Unter der Lößdecke finden sich teilweise Geschiebelehme. Weitere Hinterlassenschaften der Eiszeiten sind die häufig anzutreffenden Findlinge. Im Norden reicht das Stadtgebiet bis zum Elsetal, wo weniger Löß sondern Terrassenschotter vorliegt. Im Norden um das Hücker Moor befinden sich Reste von Torf.

Spenge eignet sich mittelmäßig bis gut, in wenigen Lagen südwestlich des Hücker Moors sehr gut und nordöstlich des Hücker Moors teils nicht zur Nutzung von geothermischen Wärmequellen mittels Erdwärmesonde und Wärmegewinnung durch Wärmepumpe (vgl. dazu die nebenstehende Karte)[2].

Ausdehnung und Nutzung des Stadtgebiets[Bearbeiten]

Flächennutzung

Spenge hat eine Fläche von 40,2 km². Die Nord-Süd-Ausdehnung beträgt etwa zehn Kilometer, die maximale Ost-West-Ausdehnung sieben Kilometer. Bis zum Stadtzentrum der nächstgelegenen Großstadt Bielefeld sind es rund 14 km, bis nach Osnabrück rund 40 km.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Im Westen grenzt Spenge an die niedersächsische Stadt Melle. Weitere Nachbargemeinden sind Bünde im Nordosten, Enger im Osten (beide Kreis Herford), Bielefeld im Südosten und Werther (Kreis Gütersloh) im Südwesten.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Die Stadt Spenge gliedert sich nach § 3 ihrer Hauptsatzung in folgende fünf Ortsteile[3], die vor 1969 eigenständige Gemeinden im Amt Spenge waren. Die folgende Tabelle listet die fünf Ortsteile mit Einwohnerzahlen auf dem Stand vom 31. Dezember 2001:[4]

Ortsteil Einwohner Gemeindegliederung
Spenge Ortsteile.svg
Bardüttingdorf 1.480
Hücker-Aschen 1.465
Lenzinghausen 2.793
Spenge 8.696
Wallenbrück 1.976

Ortsteile und Gemarkungen[Bearbeiten]

Das Stadtgebiet gliedert sich historisch in diese Ortsteile und Gemarkungen:

  • Affhüpperhöfe
  • Bardüttingdorf
  • Baringdorf
  • Blomeier Hof
  • Bockhorst
  • Bruning
  • Detert-Kriese
  • Diemke
  • Düttingdorf
  • Ellersiek
  • Gehlenbrink
  • Grafahrend
  • Hannighorst
  • Harrenheide
  • Heistersiek
  • Helligen
  • Helliger Heide
  • Hücker
  • Spenger Heide
  • Südholz
  • Südspenge
  • Vahrenhölzerhöfe
  • Wallenbrück
  • Werburg
  • Westerhausen
  • Wichlinghauserhöfe
  • Wullbrede

Klima[Bearbeiten]

Das vorherrschende Klima ist das atlantische Seeklima. Klimadaten im langjährigen Mittel (1971–2000) für das etwa 14 km Luftentfernung entfernte Herford zeigt die Tabelle.

Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Spenge (eigentlich Herford)
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Temperatur (°C) 1,8 2,2 5,3 8,4 13,0 15,6 17,7 17,4 13,8 9,8 5,4 3,1 Ø 9,5
Niederschlag (mm) 72 49 65 53 65 82 69 71 73 61 64 80 Σ 804
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
i
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d
e
r
s
c
h
l
a
g
72
49
65
53
65
82
69
71
73
61
64
80
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Quelle: DWD

Im langjährigen Mittel (1961–1990) hatte die Region durchschnittlich 1473 Sonnenstunden pro Jahr (Beobachtungsstation: Herford).[5] Die Wetterdaten für Spenge dürften aufgrund ihrer Nähe im langjährigen Mittel nicht bedeutend von den angegebenen Daten aus Herford abweichen, da beide Städte etwa gleich hoch liegen und ihre naturräumliche Lage sehr ähnlich ist.

Geschichte[Bearbeiten]

Bis zur Reformation[Bearbeiten]

Funde aus der Steinzeit, bronzezeitliche Grabhügel sowie ein Siedlungsplatz aus der vorrömischen Eisenzeit in Lenzinghausen belegen erste Siedlungsspuren bereits aus vorrömischer Zeit. Das Gebiet war zunächst das Gebiet der sächsischen Engern, nach Unterwerfung des Sachsenherzogs Widukind durch Karl den Großen um 1000 fränkisch. Die älteste urkundliche Erwähnung bezieht sich auf ein Relief in der Marienkirche in Wallenbrück im Jahre 1096. Die Steinplatte mit einer Relieffigur eines jungen Heiligen, der in der Hand ein Kirchenmodell hält, ist auch heute noch dort zu finden. Der dargestellte Heilige könnte der im Alter von zwölf Jahren verstorbene Kirchenstifter Gerhard sein. Auch der Vorgängerbau der heutigen Spenger ev.-luth. St.-Martinskirche geht vermutlich bis ins 9. Jahrhundert zurück. Der jetzige Bau ist jedoch ein Neubau der bis 1220 erwähnten Edlen von Spenge. Der Martinsaltar in der Kirche ist um 1470 entstanden. Die übrigen Ortsteile wurden im 12. bzw. 13. Jahrhundert erstmals erwähnt. Seit der Reformation, etwa im 16. Jahrhundert, wurde Spenge wie das gesamte Ravensberger Land lutherisch, was die Unterschiede zwischen den benachbarten niedersächsischen, katholischen Gebieten bis heute prägt.

Die Menschen in Spenge und im Ravensberger Land lebten zunächst in Drubbeln inmitten ungeteilter Marken. Die Gewalt wurde von weltlicher Seite durch fränkische Gaugrafen ausgeübt, wohingegen auf kirchlicher Seite das Stift Herford eine wichtige Rolle spielte. Die Menschen mussten an diese Institutionen Abgaben leisten. Das Land war durch die Lößböden fruchtbar und gehörte damit zum Altsiedelland. Die Bevölkerung vermehrte sich rasch und durch das Anerbenrecht und das Heuerlingswesen, entstanden nacheinander mehrere Schichten in der Bevölkerung. Die Erben bewirtschafteten den elterlichen Hof. Die Erbkötter, d.h. die nicht erbberechtigten Erben, gründeten ab etwa 1000 nahe der Drubbel eigene Höfe. Die Markkötter, die nur einen sehr bescheidenen Erbanteil erhielten, errichteten ab etwa 1450 Höfe in der bewaldeten Mark und bewirtschaften und rodeten Teile dieser, wenngleich die Bewirtschaftung der Mark eigentlich gemeinschaftlich erfolgen sollte und die Markkötter nur geduldet wurden.

Bis 1945[Bearbeiten]

Seit dem 16. Jahrhundert bildete eine weitere Gruppe, die Heuerlinge, die Unterschicht der Gesellschaft ohne Grundbesitz. Sie waren nicht mehr als wirtschaftlich und rechtlich abhängige Gehilfen der Erbbauern, in deren Reichweite sie einen kleinen Kotten bewohnten. Die geschilderten ärmeren Gesellschaftsgruppen erschlossen sich daher im 15. Jahrhundert mit Flachsanbau und -verarbeitung zu Leinen eine neue Erwerbsmöglichkeit. Diese Frühform der Industrialisierung im Ravensberger Landes wird als Protoindustrie charakterisiert. Die Leineweber verarbeiteten den Flachs im Winter zum bekannten Ravensberger Leinen. In preußischer Zeit (ab 1614) wurde das Leinengewerbe zur Erhöhung des Steueraufkommens (Merkantilismus) gefördert, und die Zahl der Heuerlinge wuchs dadurch rasch. Im Jahre 1770 wurde die Mark auf preußischen Druck hin vollständig privatisiert und größtenteils zu Ackerland landwirtschaftlicher Kleinbetriebe. Diese kleinbäuerlichen Besitzverhältnisse konnten sich bis in die 1950er-Jahre halten. Die Sieke wurden in dieser Zeit verbreitert, um Weide für das Vieh zu schaffen, das bisher nur in der Mark weidete.

Bis zur Franzosenzeit (1807–1813), als Spenge Teil des Königreiches Westfalen (ab 1811 sogar Teil des Kaiserreich Frankreichs) war, waren Spenge und seine Ortsteile ein Teil des Amtes Limberg, das zur Grafschaft Ravensberg gehörte, die wiederum ab 1614 Teil Preußens war. Nach Ende der napoleonischen Zeit wurde die Grafschaft Ravensberg wiederhergestellt und war wieder preußisch, ab 1719 aber in einer preußischen Verwaltungseinheit Minden-Ravensberg zusammen mit dem nördlich gelegenen Fürstentum Minden verwaltet.

Als die Leinenverarbeitung infolge des Aufkommens mechanischer Webstühle Mitte des 19. Jahrhunderts immer unrentabler wurde und die Landbevölkerung sich dadurch kaum noch ernähren konnte, bot die um 1860 vor allem in nahen Bünde aufkommende Tabakindustrie ein neuerliches Auskommen. Die Spenger rollten und pressten die Zigarren in Heimarbeit oder in Zigarrenfabriken. Weiterhin bedeutend war die Holzwirtschaft; heute ist kaum noch Wald erhalten.

Seit 1843 wurden die selbstständigen Gemeinden Wallenbrück, Hücker-Aschen, Spenge, Bardüttingdorf und Lenzinghausen in einem gemeinsamen Amt Spenge verwaltet.

Am 9. August 1891 kam es in Spenge zur sogenannten Spenger Schlacht, einer handgreiflichen Auseinandersetzung zwischen etwa 500 Sozialdemokraten und Angehörigen konservativer Kreise, vornehmlich 1500 Bauern und Knechten unter der Führung des Gohfelder Pastors Karl Iskraut.[6]

Am 20. September 1900 nahm die Herforder Kleinbahn mit 1000 mm Spurweite ihren Betrieb auf, ab Anfang der 1930er Jahre fuhr sie elektrisch. Der Streckenverlauf war: Spenge, Siedlung – Enger – OetinghausenSundernHerford, Kleinbahnhof.

Am 4. November 1944 wurde Franziska Spiegel durch zwei SS-Männer aus einen Kotten in Bünde-Werfen entführt und später im Hückerholz erschossen. In Gedenken an diese Tat wurde am 4. November 1991 ein Gedenkstein installiert, der Ende Januar 2006 Ziel eines Anschlags wurde[7].

Ab 1945[Bearbeiten]

Die Kleinbahnstrecke zwischen Wallenbrück und Spenge, Siedlung wurde am 2. November 1963 stillgelegt.

Das seit 1843 bestehende Amt Spenge mit den selbstständigen Gemeinden Wallenbrück, Hücker-Aschen, Spenge, Bardüttingdorf und Lenzinghausen geht mit der Kommunalreform am 1. Januar 1969 in eine neue Kommune, danach zur Stadt Spenge über.[8] Die ehemaligen Gemeinden wurden ab 1969 als Ortsteile bezeichnet.[9]

Memoschild auf dem Rathausplatz

1978 führen Planungen für einen Regionalflughafen im Nagelsholz zu mehreren Demonstrationen. Die Planungen für den Flughafen begannen mit einer Konferenz der damaligen Landkreise Bielefeld und Detmold, der Industrie- und Handelskammer Bielefeld und der IHK Detmold im März 1960, die 1963 veröffentlicht wurden.[10]

Dort ging es um Planungen für einen Regionalflughafen für Ostwestfalen-Lippe. 1970 wurde hierzu die Genehmigung für Bau und Betrieb des Flughafens durch den zuständigen Landesminister erteilt. Dagegen klagte die Stadt Spenge. 1971 wurde das Gebiet in das damalige Amt Jöllenbeck (Kreis Bielefeld) umgemeindet, jedoch nach dem endgültigen Scheitern des Planungen im Laufe des Jahres 1980 von der in der Zwischenzeit vergrößerten kreisfreien Stadt Bielefeld am 1. Juli 1982 wieder der Stadt Spenge zurückgegeben.[11]

Zu diesem Anlass wurde auf dem nördlichen Rathausvorplatz ein Baum gepflanzt.

Seit 1993 ist der um 1470 in mittelalterlich-westfälischer Holzbildhauerkunst hergestellte Altar der Martinskirche wieder in der Kirche aufgestellt.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Religionen[Bearbeiten]

Übersicht[Bearbeiten]

2005 neuerbaute Wegscheider-Orgel der St.-Martinskirche in Spenge

Die überwiegende Mehrheit (67,55 Prozent) der Einwohner ist evangelisch-lutherisch. 10,07 Prozent der bekennen sich zur römisch-katholischen Kirche. 22,38 Prozent geben an, konfessionslos zu sein oder eines anderen Glaubens beziehungsweise einer anderen Konfession anzugehören, darunter sind beispielsweise evangelisch-reformierte Christen, orthodoxe Christen und Muslime.

Evangelische Gemeinden[Bearbeiten]

Die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Spenge hat rund 10.000 Mitglieder und teilt sich auf in die Pfarrbezirke Spenge-Mitte mit der St.-Martinskirche, Hücker-Aschen mit Kirche in Klein-Aschen, Wallenbrück mit der Marienkirche sowie Lenzinghausen mit der Pauluskirche. In Groß-Aschen liegt in einem Ortsteil der Stadt Melle in Niedersachsen eine kleine Kapelle, die noch zum Pfarrbezirk Hücker-Aschen gehört.

Katholische Gemeinde[Bearbeiten]

Katholische Kirche in der Bussche-Münch-Straße

Die Zahl der Gemeindemitglieder stieg nach dem 2. Weltkrieg durch den Zuzug Vertriebener (z.B. aus dem überwiegend katholischen Schlesien) sprunghaft an und steht nun bei gut 1600 Mitgliedern[12]. Die katholische Kirche St. Josef an der Bussche-Münch-Straße wurde in den 1950er Jahren als Neubau errichtet. Spenge gehört zum Dekanat Herford-Minden, dieses wiederum ist Teil des Erzbistums Paderborn. Außerdem ist die katholische Kirchengemeinde St. Josef Mitglied im Pastoralverbund Widukindsland.

Weitere christliche Gemeinschaften und aus dem Christentum hervorgegangene Sondergemeinschaften[Bearbeiten]

In Spenge gibt es zudem eine neuapostolische Kirche.

Muslimische Gemeinde[Bearbeiten]

An der Ravensberger Straße befindet sich in einem früher anderweitig genutzten Gebäude eine Moschee.

Entwicklung der Einwohnerzahl[Bearbeiten]

Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Einwohnerzahlen auf dem Gebiet der Stadt bzw. auf der des flächenidentischen Amtes Spenge seit 1968.

Jahr Einwohner
1961 (6. Juni) 11.7913
1968 (31. Dez.) 12.8411
1970 (27. Mai) 12.7753
1972 (31. Dez.) 13.1122
1974 (30. Juni) 13.2632
1976 (31. Dez.) 13.3862
1981 (31. Dez.) 13.7202
1986 (31. Dez.) 13.8732
1991 (31. Dez.) 15.1632
Jahr Einwohner
1996 15.6912
2001 15.7962
2006 15.3722
2012 14.6812

1 Amt Spenge[13]
2 Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik[14] 3Volkszählungsergebnis

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten]

Rathaus Spenge, Haupteingang

Bürgermeister der Stadt war von 1995 bis 2009 Christian Manz (CDU). Er trat am 1. November 1995 sein Amt an und wurde durch den Stadtrat gewählt. Er wurde 1999 und 2004 in einer direkten Wahl durch die Wahlberechtigten der Stadt im Amt bestätigt. 2004 erhielt er im ersten Wahlgang 70,39 Prozent der Stimmen. Manz war der erste hauptamtliche Bürgermeister und löste damit gleichzeitig den letzten Stadtdirektor ab, dessen Verwaltungsaufgaben jetzt durch den Bürgermeister wahrgenommen werden.

Bei der Bürgermeisterwahl 2009 trat Manz nicht mehr an, da er für das Amt des Landrats des Kreises Herford kandidierte. Zu seinem Nachfolger wurde Bernd Dumcke (SPD) gewählt, der sich mit 44,89 Prozent der Stimmen knapp gegen den für CDU und FDP kandidierenden Jan Christian Janßen (43,23 Prozent) durchsetzte.

Die Bürgermeister der Stadt bzw. die Amtsbürgermeister des Amtes Spenge sind in folgender Liste aufgeführt. Die Amtsbürgermeister bis 1969 standen aber nicht einer mit heute vergleichbaren Stadt vor, sondern waren Repräsentanten des Amtes Spenge, in dem sich fünf politisch weiterhin selbstständige Gemeinden zur gemeinsamen Verwaltung zusammengeschlossen hatten.

Amt Spenge:

  • 1946–1948: Heinrich Freese (SPD, Amtsbürgermeister)
  • 1948–1956: Walter Foth (SPD, Amtsbürgermeister)
  • 1956–1964: Heinrich Hildebrand (SPD, Amtsbürgermeister)
  • 1964–1968: Wilhelm Froböse (SPD, Amtsbürgermeister)

Stadt Spenge

  • 1969–1984: Karl Obermann (UWG)
  • 1984–1995: Karl-Heinz Wiegelmann (SPD)
  • 1995–2009: Christian Manz (CDU)
  • 2009–1984: Bernd Dumcke (SPD)

Stadtdirektoren[Bearbeiten]

Der Stadtdirektor der Stadt Spenge ab 1969 bzw. die Amtsdirektoren des Amtes Spenge bis 1968 führten die Verwaltung der Stadt bzw. des Amtes. 1995 wurde der Posten des Stadtdirektors abgeschafft, und seine Aufgaben wurden dem hauptamtlichen Bürgermeister übertragen. Stadt und Amt hatten folgende Verwaltungschefs:

  • 1954–1966: Josef Roberz (Amtsdirektor)
  • 1966–1995: Günter Hemminghaus (seit 1966 Amtsdirektor, nach der Erhebung des Amtes Spenge zur Stadt 1. Januar 1969 Stadtdirektor)

Stadtrat[Bearbeiten]

Der Stadtrat von Spenge hat derzeit 33 Mitglieder. Hinzu kommt der Bürgermeister als Ratsvorsitzender. Die folgende Tabelle zeigt die Zusammensetzung des Rates und die Kommunalwahlergebnisse seit 1969:

[15][16][17][18] 2009 2004 1999 1994 1989 1984 1979 1975 1969
Partei Sitze  % Sitze  % Sitze  % Sitze  % Sitze  % Sitze  % Sitze  % Sitze  % Sitze  %
SPD 11 36,16 10 31,99 12 38,30 17 41,54 16 44,91 15 42,35 14 41,71 16 48,46 n/v 42,33
CDU 11 33,55 12 37,29 12 36,29 11 26,97 7 21,18 6 19,22 8 23,55 7 22,88 n/v 19,44
UWG1 5 14,83 5 14,25 4 12,50 5 13,10 7 21,67 9 25,93 9 27,51 10 28,66 n/v 38,23
Grüne 3 9,78 3 8,00 1 4,99 3 7,90 3 8,19 3 9,09
FDP 2 5,67 1 3,72 1 2,88 0 3,52 0 4,05 0 3,41 2 7,23
DAS2 1 4,75 2 5,04 3 6,98
Gesamt3 32 100 32 100 32 100 39 100 33 100 33 100 33 100 33 100 n/v 100
Wahlbeteiligung 61,56 62,38 66,27 85,40 70,82 74,72 81,55 90,50 n/v

1Unabhängige Wählergemeinschaft
2Demokratische Alternative Spenge
3ohne Berücksichtigung von Rundungsdifferenzen

Wappen und Motto[Bearbeiten]

Wappen Spenge.svg

Die Blasonierung des Stadtwappens zeigt in Silber (Weiß) drei rote Sparren, darauf eine goldene (gelbe) runde Spange, deren Nadel nach unten zeigt. Die Sparren bezeugen die ehemalige Zugehörigkeit zur Grafschaft Ravensberg. Die Seitenansicht zweier gegeneinander gelehnter Sparren hat zur Bezeichnung dieses Wappenbildes in Wappenbeschreibungen geführt. Das Ravensberger Wappen enthielt drei rote Sparren auf silbernen Grund und war nach Übernahme der Grafschaft durch Preußen auch Teil des großen preußischen Wappens. Heute findet es sich auch in mehreren Kreis- und Stadtwappen der Region, etwa in denen von Bielefeld, Vlotho, und des Kreises Minden-Lübbecke. Die Spange ist wohl eine Referenz an den Stadtnamen Spenge.

Das Stadtmotto zur Außendarstellung lautet „Spenge, die aufstrebende Stadt im Grünen“. Dieses Motto löste den Spruch „Spenge, die freundliche Einkaufsstadt im Grünen“ ab.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Spenge hält nur indirekt über den Kreis Herford einige Partnerschaften mit anderen Städten.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Straßenverkehr[Bearbeiten]

Die Autobahn A 30 verläuft nur wenige Kilometer nördlich der Stadt vorbei. Bis zu den Anschlussstellen Bruchmühlen oder Bünde sind es vom Stadtzentrum aus nur wenige Kilometer.

Die Anschlussstelle Nr. 27 (Bünde) ist über die L 783 und L 546, die Nr. 26 (Bruchmühlen) über die L 859, K 19, die niedersächsische K 208 und L 546 erreichbar.

Nach Bielefeld führt die L 783, nach Enger und Herford die L 712.

Öffentlicher Personennahverkehr[Bearbeiten]

Schienenverkehr[Bearbeiten]

Bis 1966 war Spenge mit einem Bahnhof an der jetzt stillgelegten Herforder Kleinbahn an das Schienennetz angeschlossen.

Busverkehr[Bearbeiten]

Es bestehen folgende Busverbindungen im Regiotakt:

Ein Bürgerbus bedient die Stadtteile Wallenbrück (Linie 666) und Bardüttingdorf (Linie 667).

Medien[Bearbeiten]

NW-Lokalausgabe für Spenge

Als Tageszeitungen erscheinen jeweils mit einem Lokalteil für Spenge die Neue Westfälische und das Westfalen-Blatt. Das Lokalradio Radio Herford ist im Stadtgebiet auf 94,9 MHz zu empfangen.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

Zu den größeren Arbeitgebern in Spenge gehören überwiegend mittelständische Unternehmen:

  • Frommholz: Hersteller von Polstermöbeln, im Wesentlichen Sesseln und Sofas
  • Vollmer: Hersteller von Hundenahrung
  • Papierverarbeitungs Gesellschaft mbH (PVG): zum Melitta-Konzern gehörendes Unternehmen zur Herstellung von Staubsaugerbeuteln aus Papier
  • Heinze: zum Hettich-Konzern gehörendes Unternehmen zur Herstellung von Beschlägen für Möbel
  • Delius: eine 1924 entstandene mechanische Weberei für Seidenstoffe. Im Jahre 2006 wurde die Produktion eingestellt; die Gebäude werden als Lager für Seidenstoffe genutzt.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Justiz und Polizei[Bearbeiten]

Das Dienstgebäude der Polizei ist zusammen mit der Feuerwehr Spenge in der Eschstraße angesiedelt. Die Wache ist nicht durchgängig besetzt. Die Polizeiinspektion Spenge gehört zur Kreispolizeibehörde Herford.

Gesundheitseinrichtungen[Bearbeiten]

Spenge verfügt über kein Krankenhaus. Die nächstgelegenen Krankenhäuser befinden sich in Bielefeld, Herford oder Bünde.

Arbeitsagentur[Bearbeiten]

Die Bundesagentur für Arbeit ist in Spenge nicht vertreten.

Schwimmbäder[Bearbeiten]

Das beheizte Werburger Waldbad wurde in den 1950er Jahren errichtet. Es wurde ursprünglich rein elektrisch beheizt und in den frühen 1980er Jahren unterstützend mit einer Solaranlage ausgestattet. Aktuell dient zur Beheizung eine Luft-Wasser-Wärmepumpe. Das Freibad besteht aus einem 50-Meter-Freiluftbecken mit acht Bahnen, zwei Ein-Meter-Sprungtürmen und einem Drei-Meter-Sprungturm an der Sprunggrube, einer Rutsche im Nichtschwimmerbereich, einem separaten Kinderbecken sowie einer umlaufenden Liegewiese.

Das Freibad Lenzinghausen (geographische Lage: 52° 7′ 16″ N, 8° 29′ 46″ O52.1212048.496026) ist unbeheizt und bietet den Besuchern eine komfortable Liegewiese.

Feuerwehr[Bearbeiten]

Feuerwehrhaus der Freiwilligen Feuerwehr in Spenge
  • Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Spenge verfügt über fünf Standorte:
    • Spenge Mitte
    • Lenzinghausen
    • Hücker-Aschen
    • Wallenbrück
    • Bardüttingdorf

Weitere öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

  • Stadtbücherei im Bürgerzentrum Spenge, rund 30.000 Medien. Bis in die 1980er Jahre war die Stadtbücherei im ehemaligen Kantorhaus südöstlich in der Nähe der Martinskirche untergebracht.
  • Jugend- und Kulturzentrum Charlottenburg
  • Musikschule Enger-Spenge (zusammen mit der Nachbarkommune Enger)

Bildung[Bearbeiten]

Grundschulen[Bearbeiten]

Aulagebäude der Grundschule Spenge
  • Grundschule Spenge/Hücker-Aschen: Seitdem es die kleine Dorfschule in Hücker-Aschen nicht mehr gibt, besuchen auch die Kinder aus Hücker-Aschen die größte Grundschule in Spenge. Bis 1980 war im heutigen Gebäude der Grundschule eine Hauptschule untergebracht, davor eine Volksschule. Seit 2006 Offene Ganztagsschule.
  • Grundschule Wallenbrück–Bardüttingdorf: Sehr kleine Dorfschule in Bardüttingdorf. Seit 2006 Offene Ganztagsschule.
  • Grundschule Lenzinghausen: Grundsteinlegung 1963. Seit 2006 Offene Ganztagsschule.

Gesamtschule[Bearbeiten]

  • Regenbogengesamtschule: Größte Schule in Spenge, neben der Realschule gelegen. Es ist die einzige Schule in Spenge, an der die allgemeine Hochschulreife (Abitur) erworben werden kann.

Realschule[Bearbeiten]

  • Städtische Realschule: Älteste weiterführende Schule in Spenge, in den 1950er Jahren entstanden. Seit 2006 Offene Ganztagsschule.

Sonderschule[Bearbeiten]

Kultur und Freizeit[Bearbeiten]

Stadthalle

Theater[Bearbeiten]

Die Stadt Spenge besitzt kein ständiges Theater und keine ständige Theaterbühne.

Museen[Bearbeiten]

Die Stadt Spenge besitzt kein ständiges Museum.

Musik[Bearbeiten]

Mehrere Gesangsvereine sind in Spenge beheimatet, die zu besonderen Anlässen öffentlich auftreten.

Bauwerke[Bearbeiten]

Zu den bedeutendsten Bauwerken zählen die Kirchen, das Schloss Mühlenburg sowie die erhaltenen Teile des Herrensitzes Haus Werburg.

Kirchen[Bearbeiten]

  • Evang.-luth. Kirche St. Martin in Spenge mit dem um 1470 entstandenen Martinsaltar. Vorgängerbau vermutlich aus dem 9. Jahrhundert. Gotisches Langhaus mit neogotischen Anbauten im Osten von 1877, bei denen der alte Chorbereich in ein Querhaus verändert und dieses mit einem neuen Chor versehen worden ist.
  • Evang.-luth. Marienkirche in Wallenbrück. Erster Bau um 1096. Orgel erbaut vor 1650.
  • Evang.-luth. Pauluskirche (Lenzinghausen)
  • Evang.-Luth. Kirche zu Klein-Aschen
  • Kath. Kirche St. Josef (erbaut 1951/52)

Schlösser und Herrensitze[Bearbeiten]

  • Schloss Mühlenburg von 1468. Der nahe vorbeifließende Mühlenbach trieb in der angrenzenden Mühle ein in den 1960er Jahren demontiertes Wasserrad. Die zugehörigen Bauten außerhalb des Schlosses dienen derzeit als Lager für Saatgut.
  • Haus Werburg von 1596 besteht aus dem Herrenhaus, dem Torhaus und zwei Wirtschaftsgebäuden. Der Torbogen wurde im Stil der Weserrenaissance am Mühlenbach errichtet. In den 1990er Jahren wurde hier das Trauzimmer des Standesamtes untergebracht.

Sonstiges[Bearbeiten]

  • Windmühle Hücker-Aschen: die im Jahr 1831 erbaute Wall-Holländer-Windmühle wurde im Jahr 2005 mit neuen Flügeln ausgestattet.
  • zahlreiche Bauernhäuser des 18. und 19. Jahrhunderts, u.a. die Höfe Meyer zu Düttingdorf und Mönck in Bardüttingdorf von 1800 und 1824. In Wallenbrück sind das Pfarrhaus von 1782 und ein Fachwerkhaus von 1717 gegenüber der Kirche erhalten.

Parks[Bearbeiten]

Spenge weist heute keine intakten Parks auf.

Katzenholz[Bearbeiten]

Der Beginn des Landratsweg in das Katzenholz nahe dem Tannenweg im Juli 2004
Das Hücker Moor

Das so genannte Katzenholz befindet sich in einem Siek südlich des Schlosses Mühlenburg. In den 1960 und 1970er Jahren wurde dieses Waldstück parkähnlich gestaltet und hauptsächlich durch Hermann Schaub regelrecht bewacht. Seit den 1990er Jahren werden die Strukturen von der Natur zurückerobert. Am mittlerweile verlandeten Ententeich (geographische Lage: 52° 8′ 6″ N, 8° 28′ 40″ O52.134968.477733) steht ein geschnitzter Holzstamm mit der Inschrift August Griese 1895–1962, Freund des Waldes. August Griese war Landrat des damaligen Landkreises Herford in der Zeit nach 1945. Der Landratsweg führt durch das Waldstück mit den Enden an der Bielefelder Straße in Höhe der Hausnummer 72 sowie an der Ecke Tannenweg/alte Mühlenburger Straße.

Naherholung[Bearbeiten]

Warmenau (Fluss) Warmenau (Fluss) TurenbuschSpenge
Über dieses Bild

Hücker Moor[Bearbeiten]

Das Erholungsgebiet Hücker Moor ist ein Moorsee, der im Stadtteil Hücker-Aschen im Norden der Stadt liegt. Das Gewässer ist im Laufe des 18. und 19. Jh. durch Austorfung eines Flachmoores und Vollaufen entstanden. Mit einer Fläche von etwa 12 ha bildet es das größte Binnengewässer im gesamten Kreis Herford.

Naturschutzgebiete[Bearbeiten]

Auf dem Stadtgebiet von Spenge sind zwei Naturschutzgebiete in drei Teilflächen mit einer Gesamtgröße von rund 56,2 ha ausgewiesen. Dies entspricht etwa 1,4 % der Stadtfläche und ist sowohl absolut wie auch prozentual der geringste Wert im Kreis Herford. Die ausgewiesenen Gebiete sind

  1. Naturschutzgebiet Warmenau: Teile rechts der Warmenau in Nordspenge zwischen der Martmühle und Strangfeld sind als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Die beiden Teilflächen sind insgesamt ca. 27,1 ha groß.[19]
  2. Naturschutzgebiet Turenbusch: Der Turenbusch an der Grenze zu Suttorf hat eine Größe von 29,1 ha und besteht zu einem großen Teil aus naturnahen Waldgesellschaften, einigen kleineren Fichtenforsten und Grünland.[19]

Landschaftsschutzgebiet[Bearbeiten]

Spenger Mühlenbachsiek[Bearbeiten]

Das weitläufige Spenger Mühlenbachsiek umfasst etwa 180 ha Gesamtfläche. Die Liegenschaften sind westlich der Stadt Spenge angesiedelt.

Naturdenkmäler[Bearbeiten]

Spenge verfügt über keine Naturdenkmäler

Sport[Bearbeiten]

Der Turn- und Sportverein (TuS) Spenge spielte bis 2008 in der zweiten Handballbundesliga. In der neuen Saison 08/09 spielt die erste Mannschaft des TuS Spenge in der Regionalliga.

Im Werburger Wald wurde zu Beginn der 1970er Jahre ein Trimm-dich-Pfad mit einigen Übungsgeräten angelegt, der auch von Schülern der damaligen Hauptschule während des Sportunterrichts genutzt wurde. Mit Beginn des Joggen, Aerobic und Tennis als Breitensport verlor diese Anlage an Bedeutung, heute ist sie fast vollständig verfallen.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Spenger Poll: Ursprünglich ein Jahrmarkt, heute mit dem Schützenfest zusammengelegt, Anfang Juni
  • Dorfgemeinschaftsfest in Wallenbrück, Reithalle; im Frühsommer
  • Ferienspiele: Freizeitangebot in den Schulsommerferien für Kinder. Bis 2004 durch die Stadt Spenge, seit 2005 durch die evangelische Kirchengemeinde der Stadt Spenge durchgeführt. Montag bis Freitag am Vor- und Nachmittag in der zweiten, dritten und vierten Woche der Schul-Sommerferien.
  • Spenger Stadtfest: ausgerichtet von dem örtlichen Einzelhandelsverband, am zweiten Septemberwochenende
  • Spenger Filmforum: Vorführung des „besonderen Films“ im örtlichen Kino Zentraltheater, jeden ersten Mittwoch im Monat. Veranstalter sind das Kulturamt Spenge und das Zentraltheater; vergünstigter Eintritt.
  • Freibadfete: jährlich im August stattfindende Veranstaltung des Stadtjugendring e.V. im Werburger Waldbad.

Kulinarische Spezialitäten[Bearbeiten]

Spenge hat keine überregional bekannte Spezialität. Traditionell kochen die Spenger deftig westfälisch.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

Straßenschild in Spenge für von dem Bussche-Münch

In Spenge geborene Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Mit Spenge verbunden[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Mathias Austermann: Die Ausgrabung in der ev. luth. Kirche St. Martinus in Spenge, Kreis Herford. In: Westfalen. 70 (1992), S. 124-131.
  • Reinhard Oldemeier (Hrsg.): Zusammengetragen, ausgewählt und bearbeitet: Dokumente von fünf Generationen vom Stammbaum bis hin zu einzelnen Jahresringen. Selbstverlag, Lügde 2005.
  • Eberhard Groeger: Eine Nacht im Turm. Geschichten aus Spenge und Umgebung und von anderswo. Verlag Ernst Knoth, Melle 1999, ISBN 3-88368-308-6.
  • Dieter Meyer (Hrsg.): Franziska Spiegel – Die Stadt Spenge gedenkt eines jüdischen Schicksals – Eine Dokumentation mit Beiträgen zur Erinnerungsarbeit. 2. Auflage. Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 1995, ISBN 3-89534-145-2.
  • Christine Hartmann: Gerhard Heining, Ilse Kirchhof: Spuren der Geschichte in Wallenbrück und Bardüttingdorf. Ein Geschichtslehrpfad. Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 1992, ISBN 3-927085-55-3.
  • Eberhard Groeger: Ich will euch von meiner Kindheit in Spenge erzählen. Knoth, Melle 1991, ISBN 3-88368-216-0.
  • Werner Freitag: Spenge 1900–1950: Lebenswelten in einer ländlich-industriellen Dorfgesellschaft. Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 1988, ISBN 3-927085-10-3.
  • Wolfgang Mager (Hrsg.): Geschichte der Stadt Spenge. Verlag C. Ramm, Neu Wulmstorf 1984, ISBN 3-921917-99-9.
  • Norbert Sahrhage: „… weil sie hier mehr im Verborgenen ihr Wesen treiben können.“ Jüdische Spuren im Amt Spenge in: Historisches Jahrbuch für den Kreis Herford 2005, ISBN 3-89534-592-X, S. 196-204.
  • Norbert Sahrhage: Vom Handballdorf zur Handballstadt. Die Geschichte der Handballhochburgen Spenge und Lenzinghausen. Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2007, ISBN 978-3-89534-682-8.
  • August Wehrenbrecht: Bilder und Geschichten aus sechs Jahrhunderten. Gieselmann, Bielefeld 1987, ISBN 3-923830-08-4.
  • August Wehrenbrecht: Spenge – Anno dazumal. Selbstverlag, Spenge 1981.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Spenge – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerungszahlen auf Basis des Zensus vom 9. Mai 2011. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 3. September 2014. (Hilfe dazu)
  2. Geologischer Dienst NRW: Erdwärme nutzen – Geothermiestudie liefert Planungsgrundlage (PDF; 369 kB)
  3. Hauptsatzung der Stadt Spenge, HTML, Stand 1. März 2002
  4. Website der Stadt Spenge, HTML, Abrufdatum Oktober 2007.
  5. Meteorologische Angaben, html, Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik, Abrufdatum: 2. Juli 2007
  6. Wolfgang Böhm: 90 Jahre SPD Mennighüffen
  7. Unbekannte schänden Franziska-Spiegel-Stein / Bronzetafel gestohlen und Hakenkreuz hinterlassen
  8.  Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 75.
  9. Gesetz zur Neugliederung des Landkreises Herford und der kreisfreien Stadt Herford
  10. 27. Februar 1963: Nagelsholz wird als möglicher Nahverkehrsflughafen für OWL der Öffentlichkeit vorgeschlagen
  11.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- u. Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen u. Reg.-Bez. vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 323.
  12. Zahlen der Stadt Spenge zur Konfession Abrufdatum März 2008
  13. Stadt Spenge, HTML, Abrufdatum: September 2007.
  14. Kommunalprofil Spenge, PDF, Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik. Abrufdatum: Oktober 2007.
  15. Landesdatenbank NRW; Wahlergebnisse zum Gemeindecode 05758032
  16. Landesbetrieb Information und Technik NRW: Kommunalwahlen
  17. Kommunales Rechenzentrum Minden-Ravensberg/ Lippe Wahl des Rates 1999, Sitzverteilung
  18. Website der Stadt Spenge, Politik, Rat/ Gemeindevertretung, HTML, Abrufdatum 15. Mai 2009.
  19. a b Betreuungsgebiete der biologischen Station Ravensberg Februar 2008