ÖBB 1142

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ÖBB 1142
ÖBB 1142 694 mit altem Logo ohne UIC Nummer
ÖBB 1142 694 mit altem Logo ohne UIC Nummer
Anzahl: 65 noch im Einsatz (Bestand am 31.12.2016)
Hersteller: SGP
Baujahr(e): 1995 und 1996
Ausmusterung: ab 2002
Achsformel: Bo’Bo’
Länge über Puffer: 16.220 mm
Dienstmasse: 82,5 t
Höchstgeschwindigkeit: 150 km/h
Dauerleistung: 4.000 kW
Anfahrzugkraft: 260 kN
Dauerzugkraft: 132 kN
Treibraddurchmesser: 1.250 mm
Stromsystem: 15 kV 16,7 Hz
Zugsicherung: Sifa, Indusi/PZB 90 (31 Stk.), PZB 60 (34 Stk.)

Die Reihe 1142 der ÖBB ist eine Elektrolokomotive, die durch Umrüstung der Reihe 1042.5 (ab 1042.531 bis 1042.707, 177 Stk. geliefert) auf Wendezugbetrieb entstand. Für den relativ spät aufkommenden Wendezugbetrieb bei den ÖBB befand man die 1042.5 als besonders geeignet, da diese Maschinen, zum Teil noch bis in die späten 1970er Jahre gebaut, noch vergleichsweise jung waren und ein Umbau im Zuge fälliger Hauptuntersuchungen wirtschaftlich vertretbar war.

Technik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der mechanische Teil gleicht daher der Reihe 1042.5, äußerliche Unterschiede sind nur am Fahrzeugkasten zu finden. Anfänglich wurde der Umbau auf 1142 nur im Rahmen einer fälligen Hauptausbesserungen durchgeführt. Im Zuge dessen wurden nicht nur die Komponenten für den Wendezugbetrieb eingebaut, sondern auch einige optische Veränderungen am Lokkasten vorgenommen. So wurden die Scheinwerfer verkleinert und die Verschiebergriffe neu positioniert. Später wurden auch die Konsole für das dritte Schlusslicht nicht mehr verblecht, sondern komplett entfernt, und je Führerstand die rechte Einstiegstür entfernt. Außerdem wurden die Loks im neuen Valousek-Design lackiert.

ÖBB 1142 621 mit nurmehr zwei Einstiegstüren und entferntem oberen Schlusslicht

Erst später wurde der Umbau auf 1142 auch im Zuge einer Teilausbesserung durchgeführt. Hierbei wurde optisch an den Lokomotiven nichts verändert. Dadurch entstanden die blutorangen Loks dieser Baureihe, die auch nach wie vor die großen Scheinwerfer besitzen.

Der elektrische Teil wurde unverändert beibehalten. Der Fernsteuerkasten für die Wendezug- und Vielfachsteuerung sind im Führerstand 2 untergebracht. Der Datenaustausch zwischen Steuerwagen und Lok erfolgt via Zugbusssystem über eine 18polige UIC-Leitung.

ÖBB 1142 595 mit einem EC in Graz Hbf

Der Umbau der 1042.5 auf 1142 erfolgte im TS-Werk Linz der ÖBB.

ÖBB 1142 564

Einsatz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ÖBB 1142, die bis heute unverzichtbar ist, zieht als Universallok nicht nur Wendezüge, sondern auch Güterzüge. Dabei kommen sie auch in Mehrfachtraktion mit gleichartigen 1142 und als Vorspann vor Taurus-Maschinen und 1044 zum Einsatz, hauptsächlich am Semmering, da ein weiterer Taurus unnötig wäre. Da mittlerweile alle Tauri an die ÖBB geliefert worden sind und auch die ÖBB 1044/1144 auf Wendezugbetrieb umgerüstet wurde, werden 1142 bei größeren Schäden oder notwendigen umfangreichen Reparaturen heute bereits ausgemustert.

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Seit 2013 nimmt der Einsatzbestand der 1142 wieder zu, da die Instandhaltung gegenüber der Nachfolgebaureihe 1144 deutlich günstiger ist. Mittlerweile, Stand Februar 2015, sind wieder über 60 Fahrzeuge im Einsatz, wovon allein in den Jahren 2013 und 2014 über 30 Fahrzeuge reaktiviert wurden.

Die 1142 sind noch im Raum Wien, Linz, Graz und Villach anzutreffen.

Aktuelles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anfang der 2000er Jahre wurden einige Lokomotiven nochmals einer großen Ausbesserung unterzogen, die auch Neulack umfasste. Damit entstand eine neue Untergattung, nämlich Loks mit großen Scheinwerfern und vier Türen, aber dem neuen Design. Während der Wirtschaftskrise bestand ein Überangebot an Lokomotiven, was dazu führte, dass eine Vielzahl an Loks der Baureihe 1142 abgestellt wurden. Erst mit dem vermehrten Auslandseinsatz der Baureihe 1116 wurden wieder mehr Triebfahrzeuge benötigt und einige abgestellte Loks der Baureihe 1142 wieder reaktiviert.

Aufgrund der stetig ansteigenden Anzahl an Cityjet-Garnituren wird die ÖBB 1142 immer mehr aus dem Personennahverkehr verdrängt. Aus diesem Grund sind derzeit wieder einige Lokomotiven aufgrund von erreichten Fristen oder Schäden abgestellt.

Verbleib[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

HECTOR 142[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Insgesamt zwölf dieser Lokomotiven hat das schwedische Eisenbahnverkehrsunternehmen Hector Rail um das Jahr 2006 gekauft. Die Baureihenbezeichnung in Schweden ist HECTOR 142. Es handelt sich um die Lokomotiven 1142.661, 645, 660 (142.001–003), 1142.551, 558, 563, 588, 629, 650 (142.104–108, 110) und 1142.605, 657 und 590 (142.209, 211 und 212). 142.107 erlitt am 23. Juni 2011 einen Brandschaden.[1][2]

Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Eisenbahndienstleister ESG aus Bietigheim-Bissingen verfügt über zwei Maschinen (562 und 578) wie auch der Sonderzuganbieter Centralbahn AG (520 und 704) und der Lokvermieter northrail (579 und 635). Die Schienenverkehrsgesellschaft Stuttgart setzt seit Juni 2014 die 654 für eigene Sonderzüge ein. Außerdem haben Privatunternehmen einige Loks der Baureihe 1142 gekauft, welche jetzt im Sonderzugverkehr unterwegs sind.

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: ÖBB 1142 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hector Rail AB. HCTOR 142. In: svenska-lok.se. Abgerufen am 11. Februar 2017 (schwedisch).
  2. Hector Rail class 142. hectorrail.com, abgerufen am 11. Februar 2017 (PDF, englisch).