0-Euro-Schein

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Vorderseite 0-Euro-Schein (2017)

Der 0-Euro-Schein ist ein von Richard Faille entwickelter Souvenir-Schein.

Er hat einen Nominalwert von Null Euro, wird von der französischen Wertpapierdruckerei Oberthur Technologies auf Sicherheitspapier gedruckt und hat einige für Banknoten typische Sicherheitsmerkmale. Sie können jedoch nicht mit echtem Papiergeld verwechselt werden; so erkennen sie einschlägige Testgeräte nicht als authentisches Zahlungsmittel. Bei der Anwendung eines sogenannten Prüfstiftes findet keine oder nur eine sehr geringe Reaktion statt. Das Papier wird dabei nicht schwarz.

Die einzelnen Serien sind auf der Vorderseite mit typischen Motiven von Sehenswürdigkeiten, Museen oder Freizeitparks des jeweiligen Herausgebers bzw. Auftraggebers versehen und dienen im Wesentlichen als Werbemittel. In der Regel werden sie trotz ihres Nominalwertes von Null Euro nicht kostenlos abgegeben. Der Grundgedanke ist dabei, dass es der jeweiligen touristischen Stätte mit dem Verkauf solcher Souvenir-Scheine möglich ist, höhere Umsätze zu erzielen und aus diesen Einnahmen das kulturelle Erbe zu erhalten, aufzuwerten und zu fördern. Außerdem sollen diese Scheine noch zusätzlich die Aufmerksamkeit auf touristische Ziele des europäischen Kulturerbes lenken. Inzwischen sind solche Scheine bei Touristen und Sammler genauso beliebt wie die klassische Ansichtskarte.

In Deutschland werden Anfragen und Aufträge über die EuroSchein-Souvenir GmbH mit dem Sitz in Berlin abgewickelt. Aktuell kommt es in Deutschland zu einer Vielzahl von Ausgaben bei dem sich die Grundidee, demnach die Unterstützung von touristischen Stätten wie Museen, Schlössern und kulturellen Einrichtungen, kaum nachvollziehen lässt. Die derzeitige Ausgabeflut von einzelnen Scheinen und ganzen Serien machen das junge Sammelgebiet unübersichtlich. Meist bleibt der direkte Auftraggeber dem Sammler unbekannt und oftmals ist die im Motiv dargestellte Einrichtung nicht zeitgleich der Auftraggeber selbst. Offenbar werden bei einzelnen Ausgaben auch bestehende Urheberrechte verletzt oder man versucht diese geschickt zu umgehen. Es kam in einigen Fällen bereits zu anwaltlichen Abmahnungen. Nicht immer nur Motive, welche der Panoramafreiheit unterliegen, werden verwendet. Man verwendet in Ausgaben auch bereits bestehende Werke wie Grafiken von ehemaligen Briefmarkenausgaben, Banknoten sowie leicht bearbeitete Fotos. Es werden aktuell auch Serien zu bestimmten internationalen Sportveranstaltungen, historischen Ereignissen sowie zu einzelnen Großveranstaltungen herausgegeben. Es ist ebenfalls vermehrt zu beobachten, dass einige Jahrestage von Ereignissen, welche erst in der Zukunft anstehen, bereits vorgezogen und aktuell mit Ausgaben bedient werden. Das eigene finanzielle Interesse einzelner Auftraggeber scheint dabei immer mehr im Vordergrund zu stehen. Weiterhin gibt es Ausgaben mit einem personalisierten Hintergrund. Dazu kommen Ausgaben, welche man nur als symbolischen Bonus erhält, wenn der Interessent bereit ist, einen Vertrag einzugehen. Damit ist der ursprüngliche Grundgedanke verlorengegangen, da bei solchen Ausgaben eine kulturelle Unterstützung, ein kultureller Wert und eine nationale sowie internationale Bedeutung nicht mehr erkennbar ist und vieles vom rein finanziellen Interesse überschattet wird.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab 1996 entwickelte der französische Geschäftsmann Richard Faille ein Konzept für Gedenkmedaillen von Sehenswürdigkeiten und historischen Bauten.[1] Mit inzwischen über 1500 verschiedenen Motiven verkauften sich hiervon über 60 Millionen Stück. Als Weiterentwicklung folgten Euro-Souvenir-Scheine mit einem Nennwert von null Euro, die in Frankreich produziert und seit April 2015 von zahlreichen Museumsläden und Touristenzentren über das Land verteilt in Frankreich und Monaco verkauft werden.[1] Dabei hatten die Scheine aus dem Jahre 2015 ursprünglich noch ein kleineres Format sowie zahlreiche andere Sicherheitsmerkmale auf Vorder- und Rückseite. Eine Europaflagge war links oben aufgedruckt. Meist wurden die Scheine über besonders aufgestellte Verkaufsautomaten verkauft. Der Verkaufspreis von 2 EUR für einen Souvenir-Schein war ursprünglich vorgesehen.[2]

Aufgrund der verblüffenden Ähnlichkeit mit echten Banknoten sind die in kleineren Serien aufgelegten Scheine sowohl als Souvenir als auch als Sammlerstücke beliebt. 2016 wurde das Verbreitungsgebiet der 0-Euro-Scheine auf andere Länder wie Deutschland, Belgien und Spanien, sowie die Überseegebiete Guadeloupe und Französisch-Guayana ausgedehnt.[3] Dabei änderte sich auch die Rückseite der Scheine, auf der seit 2016 nicht nur französische Motive, sondern Motive aus verschiedenen Ländern Europas abgebildet sind.[4] Ab 2017 kamen weitere 0-Euro-Scheine im bisherigen Verbreitungsgebiet hinzu, aber auch in neuen Ländern wie Österreich, den Niederlanden, Portugal, Luxemburg, der Schweiz, Italien, Griechenland, Finnland und San Marino wurden 0-Euro-Scheine ausgegeben.[4] Für das Jahr 2018 haben bereits Litauen, die Slowakei und der Vatikan eigene Ausgaben angekündigt. Auch die nicht Euro führenden Staaten China, Russland und USA planen 2018 eigene Ausgaben. Ursprünglich gab es Neuausgaben nur vor Ort an der touristischen Stätte zum Kauf, allerdings bieten heute immer mehr Herausgeber den Bezug auch über die entsprechenden Seiten im Internet an.

Eigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der in Violett gehaltene 0-Euro-Schein ist nicht auf dem gleichen Papier wie die Euro-Banknoten gedruckt und mit 135 mm × 74 mm etwas größer als eine 20-Euro-Note. Das Papier besteht aus hundert Prozent Baumwolle. Jeder Schein enthält folgende Sicherheitsmerkmale: Wasserzeichen, Kupferstreifen, Simultouch, Hologramm, Mikroschrift, Durchsichtsregister, fluoreszierend unsichtbare Farbe und individuelle Serienbuchstaben und Kontrollnummer. Der Schein wird in mehreren Druckverfahren (Offsetdruck und Stichtiefdruck) hergestellt. Das spezielle Hologramm rechts oben sowie das personalisierte Wasserzeichen links stellen die Draufsicht auf den Pariser Eiffelturm dar. Die Mikroschrift im Hintergrund sowie andere Details werden erst mit einer Lupe besser sichtbar. Es gibt zusätzlich verschiedene UV-Elemente und Sicherheitsfasern, welche unter Schwarzlicht (UV-Licht) sichtbar werden.

Vorderseite[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf der Vorderseite des Scheins enthält der zentrale Bereich das Motiv (z. B. eine Sehenswürdigkeit, eine kulturelle Einrichtung oder eine Abbildung aus einem Zoo, einem Museum oder einem Freizeitpark). In der linken oberen Ecke ist der Titel wiedergegeben. Darunter ist seit 2016 keine Europaflagge mehr zu sehen, sondern es handelt sich hierbei um eine blaue Flagge ohne Europasterne, allerdings mit der kreisförmigen gelben Mikroschrift „EUROSOUVENIR“. Weiterhin sind auf der linken Seite siebzehn gelbe Blüten, welche auch unter UV-Licht hervorgehoben sind. Rechts daneben steht die Jahreszahl und die Motivnummer. Die vierstelligen Serienbuchstaben sowie die Kontrollummer unten rechts ist innerhalb einer Ausgabe einmalig, erlaubt aber nur in Zusammenhang mit Jahr und Versionsnummer eine eindeutige Identifizierung. Ebenfalls unten rechts befindet sich die stilisierte Unterschrift von Richard Faille.

Personalisierung und Seriennummer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oben links gleich neben der Flagge befindet sich das Jahr der Ausgabe und die zweite Ziffer ist die eigentliche Motivnummer (z. B. 2017-1). Es gilt dabei folgende Regelung: Werden im gleichen Jahr vom gleichen Auftraggeber (vergleiche dabei auch die letzten beiden Buchstaben vor der Kontrollnummer) zwei Ausgaben mit dem gleichen Motiv ausgegeben, ändert sich die Motivnummer nicht (bleibt somit bei 2017-1). Gibt es allerdings ein neues Motiv, dann ändert sich die Motivnummer (somit auf 2017-2). Das bedeutet im Folgejahr bei einer weiteren Ausgabe mit unveränderten Motiv, ändert sich nur das Ausgabejahr und die Motivnummer bleibt gleich. Diese Regelung wird allerdings nicht immer eingehalten.

Der erste Buchstabe vor der Kontrollnummer gibt den alten Eurobanknoten-Ländercode wieder (z. B. „U“ für Frankreich, „X“ für Deutschland oder „N“ für Österreich). Doch auch hier gab es bereits Abweichungen. Der zweite Buchstabe ist bei allen 0-Euro-Scheinen ein E und steht für die französische Druckerei Oberthur Technologies, in der alle Scheine gedruckt werden. Die nächsten beiden Buchstaben stehen für das Kurzzeichen des Kunden, der die Serie in Auftrag gegeben hat. Die sechsstellige Kontrollnummer wird innerhalb einer Serie fortlaufend durchnummeriert.[5]

Rückseite[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ursprüngliche Serie von 2015 hatte auf der Rückseite rein französische Motive.[4] Abgebildet waren der Eiffelturm, die Kathedrale Notre-Dame de Paris, die Abtei Mont-Saint-Michel in der Normandie und das römische Aquädukt Pont du Gard im Süden Frankreichs. Alle auf der Rückseite dargestellten Bauwerke sind zusätzlich im Motiv selbst an unterschiedlichen Stellen in Mikroschrift betitelt.

Mit der Verbreitung auf andere Länder wurde die Rückseite der Scheine seit 2016 auf Motive aus Europa angepasst. Vor dem weiterhin in der Mitte befindlichen Eiffelturm ist jetzt das Kolosseum in Rom dargestellt. Links davon sind der Uhrturm am Palace of Westminster in London (Big Ben) und das Brandenburger Tor in Berlin zu finden. Auf der rechten Seite sind die Basilika Sagrada Família in Barcelona (Spanien) und die Brunnenfigur Manneken Pis in Brüssel zu sehen.[4]

Mitte 2017 ist das Motiv auf der Rückseite erneut angepasst worden, wobei der Big Ben durch den Torre de Belém in Lissabon ersetzt worden ist. Dies ist vornehmlich auf den baldigen Austritt Englands aus der Europäischen Union zurückzuführen.[6] Das führte dazu, dass es bei der Ausgabe „Schloss Moritzburg“, den Schein bei unveränderten Motiv nun mit zwei unterschiedlichen Rückseiten gibt. Nur an der Kontrollnummer ist eine Unterscheidung möglich.

Sicherheitsfaden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die 0-Euro-Scheine sowie die 0-Souvenir-Scheine der Schweiz tragen einen Sicherheitsfaden, der oft auch als Kupferstreifen bezeichnet wird und nur auf der Rückseite sichtbar ist. Dabei ist der Faden selbst vielseitig gestaltet. Es kommen auch unterschiedlich gestaltete Sicherheitsfäden innerhalb einer Serie vor. Sammler unterscheiden diese in Varianten.

Auflagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Auflagen der einzelnen Serien sind unterschiedlich, sie liegen aber meist bei 5.000 oder 10.000 Stück. Höhere Auflagen mit bis zu 150.000 Stück wurden bereits in Deutschland ausgegeben. Dabei wird die gesamte bestellte und durchnummerierte Stückzahl der Scheine von der Druckerei an den auftraggebenden Kunden ausgeliefert. Spezialsammler bevorzugen besondere Nummerfolgen wie „000111“ oder Spiegelnummern wie „002002“, sie sind bereit dafür einen höheren Preis zu zahlen und Spezialhändler haben sich darauf eingestellt.

Französische Ausgaben 2015[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ersten 0-Euro-Scheine waren grundsätzlich anders gestaltet und etwas kleiner. Sie hatten noch das Format der 20-Euro-Banknote. Einige Merkmale wurden später auf beiden Seiten abgeändert oder weggelassen. Unter UV-Licht werden noch andere Merkmale sichtbar oder fehlen ganz.

Vorderseite[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diese Scheine trugen noch links oben die Europaflagge. Es waren auch noch kleine gelbe Sterne links, sie waren noch anders angeordnet und die kleine blaue Null unten links fehlte. Die Hintergrundgestaltung hatte eine andere Grafik und die Scheine hatten am Rande links und recht einen fühlbaren Streifen. Der linke Streifen trägt links oben eine Null sowie neben kleinen Kreisen die Schrift „ZEROEUROSOUVENIR“. Es fehlt noch in der Randgestaltung links und rechts der Eindruck „EUROSOUVENIR“.

Rückseite[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hier ist das Eurosymbol oben links nicht schraffiert und die Hintergundgestaltung hat eine andere Grafik. Es fehlt unten rechts der Vermerk der Druckerei.

Schweizer Ausgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Besonderheit sind die ab 2017 ausgegebenen 0-Souvenir-Scheine der Schweiz, da es auf Vorder- und Rückseite Abweichungen in der Gestaltung gibt. Bisher gibt es zehn verschiedene Ausgaben aus dem Jahre 2017. Für 2018 wurden bereits sechs weitere Scheine angekündigt.

Vorderseite[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter dem Titel oben links befindet sich die Schweizer Flagge. Unten links wurde auf das Wort „EURO“ verzichtet und es steht nur zweizeilig „SOUVENIR“. Die vierstelligen Serienbuchstaben beginnen mit „CH“ und damit entfällt der sonst dort übliche Hinweis auf die Druckerei mit einem E. Es fehlt die Null sowie das Eurosymbol bei der Betrachtung unter UV-Licht und die siebzehn Sterne sind eher in der Mitte.

Rückseite[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hier gibt es oben links keine Null und auch das Eurosymbol fehlt. Warum man dabei auch auf die Null verzichtete ist unbekannt. Rechts unten steht wie auf der Vorderseite nur zweizeilig „SOUVENIR“. Obwohl man anscheinend immer auf das Wort „EURO“ verzichten wollte ist auf beiden Seiten im Hintergrund die Mikroschrift „ZEROEUROSOUVENIR“ aufgedruckt.[7] Rechts unten steht ein Vermerk der Druckerei.

Fehldrucke (Abarten)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Drucktechnisch bedingte Fehldrucke entstehen meist bei der Herstellung und werden oft erst nach deren Ausgabe vom Sammler bemerkt. Es kann die gesamte Auflage oder auch nur ein Teil davon betroffen sein. Es kommt zu Fehlern, welche bereits auf der Druckvorlage inkorrekt dargestellt waren und dann auf die Scheine gedruckt wurden. Dabei kann es sich um kleinere oder auch größere Ausfälle, Farbschwankungen und weitere Fehler handeln, die dann im Motiv sichtbar werden. Alle entdeckten Fehler sollten auch ohne Hilfsmittel gut erkennbar sein und eine Druckzufälligkeit ganz ausschließen. Bisher bekannte typische Beispiele dafür sind:

  • MOZARTHAUS-SALZBURG, Österreich, Scheine XELH, 2017-1. Trotz der Regelung, dass sich der erste Kennbuchstabe der Scheine nach den Kennbuchstaben der Euro-Banknoten orientiert, steht auf den Scheinen das „X“ für Deutschland. Richtig wäre aber das „N“ für Österreich gewesen.
  • MINIATURE WUNDERLAND HAMBURG, Scheine XEHA, 2018-4. Hier ist im Wort „MINIATURE“ das „E“ zu viel. Betroffen ist nur ein Teil der gesamten Auflage.
  • ALBRECHTSBURG MEISSEN, Scheine XENQ, 2018-2. Die gesamte Auflage wurde mit vielen unbemerkten Fehlern (Druckausfällen) im Motiv ausgeliefert. Als bereits ein Teil verkauft war, wurde der Fehler bemerkt und die unverkauften Scheine angehalten, reklamiert und an die Druckerei zurück gegeben. Die reklamierten Scheine wurden von der Druckerei ersetzt und fehlerfrei an den Auftraggeber ausgeliefert. Es gibt daher Scheine mit und ohne Fehler im Motiv.
  • Ein Fehler ist aktuell in der Serie zur Fußball-WM 2018 in Russland vorhanden. Es betrifft die Scheine RUSSIA, XERU, 2018-2-RU. Auf den Scheinen der Serie wird meist ein Spieler in Aktion dargestellt und dabei im Hintergrund ein typisches Wahrzeichen des jeweiligen Landes gezeigt sowie benannt. Beim Schein „RUSSLAND“ lautet die in englisch verfasste Bezeichnung „Kremlin Moscow“, was übersetzt „Kreml Moskau“ heißt. Auf dem Schein wurde aber nicht der Moskauer Kreml sondern die Basilius-Kathedrale auf dem Roten Platz gedruckt.

Hintergründe und öffentliche Reaktionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • In Frankreich erlangte der 0-Euro-Schein bei Touristen und Sammlern große Beliebtheit. Die Scheine werden meist für zwei bis drei Euro verkauft, aber zum Teil auch für wesentlich höhere Beträge an Sammler angeboten. Dabei sind die Erstausgaben noch mit der ursprünglichen Gestaltung besonders beliebt.
  • Der erste 0-Euro-Schein Deutschlands wurde am 30. März 2016 vom Zoo Duisburg für jeweils drei Euro herausgegeben.[8] Abgebildet sind auf der ersten Ausgabe mit einer Auflage von 5000 Stück der Giraffenbulle Kiringo, Tiger Elroy und das Koalamännchen Thalera.[8] In der zweiten Serie mit einer Auflage in gleicher Höhe wurde das Motiv abgeändert und der Giraffenbulle Kiringo durch den Brillenbären Pablo ersetzt.[9] Weitere Ausgaben sind in Planung.[4][9]
  • Der Förderverein Berliner Schloss e.V. gab einen Schein mit einer Auflage von 5000 Stück heraus, wobei jeweils ein Euro für den Wiederaufbau der historischen Fassade des Berliner Schlosses gespendet wird.[10] Nachdem dieser und auch die 2. Auflage von 5000 Stück mit etwas anderem Motiv ausverkauft sind, ist eine dritte Auflage mit 10.000 Stück geplant.[4] Weitere Auflagen mit weiteren Motiven vom Stadtschloss folgten.
  • Die Stadt Kiel gab einen derartigen Schein mit dem Motiv Gorch Fock mit einer Auflage von 5.000 Stück heraus. [11] 2017 wurde eine zweite Auflage angeboten, die als Souvenir für 2,50 EUR/Stück angeboten wurde, 2018 erschien anlässlich des Matrosenaufstandes von 1918 ein weiteres Motiv.
  • Die Museumslandschaft Hessen Kassel gab einen Souvenirschein zum 300. Errichtungstag des Kasseler Wahrzeichens Herkules heraus. Nachdem dieser kurze Zeit später vergriffen war, wurden weitere 5000 Stück mit gleichem Motiv nachgedruckt.[12]
  • Große mediale Aufmerksamkeit erreichte eine Ausgabe zum Kirchentag 2017 mit dem Titel „Gottes Gnade gibt es umsonst“, deren 1. Auflage auf 10.000 Scheine limitiert war. Dieser vom überkonfessionellen Verein Gott.net anlässlich des Reformationsjubiläums 2017 zum Gedenken an den 500. Reformationstag herausgegebene Schein führte im Mai 2017 zu Artikeln in mehreren größeren Zeitungen in Deutschland und Österreich.[14][15]
  • Zum 200. Geburtstag von Karl Marx hat die Tourismusorganisation der Stadt Trier im Frühjahr 2018 einen 0-Euro-Schein herausgegeben. Er wurde für drei Euro mehr als 100.000 Mal in mehr als 40 Länder verkauft. Medien haben international über 100 Mal über den Schein berichtet.[16]
  • In der Schweiz ist der Schein „Guillaume Tell“ sowie „Fondation Barry du Grand-St-Bernhard“ wohl am beliebtesten.[17]
  • Inzwischen ist es in Deutschland zur Ausgabe von zahlreichen Serien gekommen bei dem sich die Grundidee, demnach die Unterstützung von touristischen Stätten wie Museen, Schlössern und kulturellen Einrichtungen, nicht immer direkt nachvollziehen lässt und äußerst fraglich geworden ist. Sehr oft ist bei einigen Ausgaben der direkte Auftraggeber unbekannt und daher nicht für Interessenten, Touristen sowie Sammler nachvollziehbar. Außerdem wird die momentane Flut von neuen Ausgaben vom Sammler eher negativ aufgefasst, da die finanzielle Belastung immer größer wird um eine "Komplettsammlung" aus Deutschland aufzubauen. Einige Sammler haben sich daher dem jungen Sammelgebiet bereits wieder abgewendet. Von Touristen werden diese Scheine zwar beachtet aber weniger gekauft oder gar gesammelt.

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • MATTES Sammlerkatalog: 0-Euro-Scheine Euro Souvenir 2018, Deutschland – Österreich. Hinrichsen Verlag, Hannover, 2018, ISBN 978-3-947507-00-9.
  • Mario Anacker: Die Deutschen 0 Euro Souvenirscheine, Du-Lac-Verlag, Kassel, 2018, ISBN 978-3-9818642-3-6.
  • Hans–Ludwig Grabowski: Katalog der 0–Euro–Souvenirscheine, Battenberg Gietl Verlag GmbH, Regenstauf, 2018, ISBN 978-3-86646-165-9.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Geschichte. EuroSchein-Souvenir GmbH, abgerufen am 25. Mai 2017.
  2. Euro-Schein Souvenir GmbH, Pressemappe 2016
  3. Carte des billets (Karte mit bereits erschienenen 0-Euro-Scheinen). www.billets-touristiques.com, abgerufen am 25. Mai 2017 (französisch).
  4. a b c d e f Liste des billets (Liste bereits erschienener 0-Euro-Scheine). www.billets-touristiques.com, abgerufen am 25. Mai 2017 (französisch).
  5. Personalisierung. EuroSchein-Souvenir GmbH, abgerufen am 25. Mai 2017.
  6. numismatiqueargenteuil: Nouveau revers 2017 des billets touristiques: le Brexit est acté! In: BLOG du CNA. 28. Februar 2017, abgerufen am 25. Mai 2017 (französisch).
  7. Reiner Graff: Die 0-Souvenir-Scheine der Schweiz, Numispost-Das Schweizer Magazin für Münzen, April 2018, Bad Ragaz, Schweiz
  8. a b Friedhelm Thelen: Zoo Duisburg ist jetzt Motiv auf "Null"-Euro-Schein. Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 12. Juli 2016, abgerufen am 27. Mai 2017.
  9. a b Friedhelm Thelen: Dritter Null-Euro-Schein mit Zoo-Motiv ist schon in Planung. Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 27. Dezember 2016, abgerufen am 27. Mai 2017.
  10. Dirk Jericho: Null-Euro-Geldschein „Berliner Schloss“: Förderverein sammelt Geld für Fassaden. Berliner Wochenblatt Verlag GmbH, 31. Januar 2017, abgerufen am 27. Mai 2017.
  11. Neu in der Tourist-Info: Der Kieler Null-Euro Schein (Memento vom 11. August 2017 im Internet Archive)
  12. Victor Deutsch: 5000 sind weg: Herkules-„Geldscheine“ werden nachgedruckt. EXTRA TIP Werbegesellschaft mbH, 5. Februar 2017, abgerufen am 27. Mai 2017.
  13. Erster Euro Souvenir Schein Österreichs – Alpenzoo Innsbruck. ORF Tirol Fernsehen Nachrichten, abgerufen am 27. Mai 2017 (Video).
  14. Fälschung? – Was es mit dem Null-Euro-Schein auf sich hat. BILD GmbH & Co. KG, 23. Mai 2017, abgerufen am 27. Mai 2017.
  15. Jasmin Pospiech: Schnell zugreifen: So wertvoll ist der Null-Euro-Schein. Münchener Zeitungs-Verlag GmbH & Co.KG, 23. Mai 2017, abgerufen am 27. Mai 2017.
  16. Katharina de Mos: Ein Geldschein geht um in Europa. Trierischer Volksfreund, 4. August 2018, S. 1.
  17. Reiner Graff: Die 0-Souvenir-Scheine der Schweiz, Numispost, April 2018, Seite 64 bis 66, Bad Ragaz, Schweiz