Reformationsjubiläum 2017

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Die Thesentür der Schlosskirche in Wittenberg

Mit dem Reformationsjubiläum 2017 wurde im Zeitraum 2016/2017 der 500. Jahrestag des Beginns der Reformation begangen. Das Jubiläum war weltweit der Höhepunkt der Luther- / Reformationsdekade. Im gesamten Zeitraum fanden weit über eintausend Veranstaltungen, Tagungen und Ausstellungen statt.

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufgrund der herausragenden Bedeutung des Jubiläums über theologische Aspekte hinaus wurde von Bund und Ländern die Staatliche Geschäftsstelle „Luther 2017“ geschaffen. Die in Lutherstadt Wittenberg ansässige Einrichtung war ein bundesweit zentraler Akteur bei der Koordinierung und Vernetzung der Partner für die Lutherdekade und das Reformationsjubiläum 2017.[1] Eine der zentralen Aufgaben der Staatlichen Geschäftsstelle bestand darin, nicht-kirchliche Akteure wie Kulturschaffende, Kommunen, Museen oder Bundesländer in das Jubiläum einzubinden und damit die wichtige Dimension des Ereignisses auch außerhalb kirchlicher Strukturen aufzuzeigen.

Parallel richtete die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) in Wittenberg die Geschäftsstelle „Luther 2017 – 500 Jahre Reformation“ ein. Sie war der Anlaufpunkt für kirchliche Akteure, ob Körperschaften, Gemeinden oder Einzelpersonen. Die beiden Geschäftsstellen arbeiteten eng zusammen. Die Lizenz für das Logo „Luther 2017 – 500 Jahre Reformation“ wurde von den Geschäftsstellen gemeinsam vergeben[2] und stand den Akteuren des Reformationsjubiläums kostenfrei zur Verfügung.[3]

Zur Durchführung der kirchlichen Großprojekte gründeten der Deutsche Evangelische Kirchentag (DEKT) und die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) den Reformationsjubiläum 2017 e. V. mit Sitz in Lutherstadt Wittenberg. Die Gründungsversammlung war am 2. Oktober 2012. Der Verein verantwortete für den 36. Deutschen Evangelischen Kirchentag die Realisierung des Festwochenendes auf den Elbwiesen vor Wittenberg mit dem Festgottesdienst und dem Bürgerfest am 28. Mai 2017. Ebenso trug der Verein die organisatorische Verantwortung für den Europäischen Stationenweg[4], die „Kirchentage auf dem Weg“[5], die zwischen dem 25. und 27. Mai 2017 in Leipzig, Magdeburg, Erfurt, Jena/Weimar, Dessau-Roßlau und Halle/Eisleben stattfanden. Mit der in der EKD entwickelten, ursprünglich als „EXPO 2017 des Protestantismus“[6] projektierten Ausstellung „Tore der Freiheit – Weltausstellung der Reformation“[7], die in Wittenberg vom 20. Mai bis zum 10. September 2017 stattfand, war der Reformationsjubiläum 2017 e. V. ebenso beauftragt, wie mit der Organisation der begleitenden Camps für Konfirmandinnen, Konfirmanden und Jugendliche. Mit dieser Zusammenarbeit zwischen dem Deutschen Evangelischen Kirchentag (DEKT) und der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) betraten die verfasste Kirche und die Kirchentagsbewegung Neuland.[8]

Für die inhaltliche Zusammenarbeit zwischen DEKT und EKD wurde ein Leitungskreis berufen, dessen Vorsitz zunächst Reinhard Höppner und später Gerhard Robbers hatten. Es wurden zahlreiche Projektleitungen berufen.  Für die „Tore der Freiheit – Weltausstellung der Reformation“ übernahm Margot Käßmann die Projektleitung.

Die EKD ernannte ihre ehemalige Ratsvorsitzende Margot Käßmann zudem zur Botschafterin des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) für das Reformationsjubiläum 2017.[9]

Die Deutsche Zentrale für Tourismus konzentrierte im Vorfeld des Reformationsjubiläums in Zusammenarbeit mit der Kampagne „Luther 2017“ ihre Aktivitäten auf die Vermarktung des Ereignisses. Die ersten Planungen hierzu begannen 2012. Im Visier der Kampagne standen zwei unterschiedliche Zielgruppen in aller Welt, zum einen kulturinteressierte Deutschland-Reisende, zum anderen Kirchengemeinden und religiös motivierte Touristen, vor allem aus den „klassischen Gemeinschaften der Reformation“, d. h. den weltweit 426 Millionen Menschen und damit 5,8 Prozent der Weltbevölkerung, deren Glaube in der Tradition der Reformation steht. Die DZT sorgte ab 2012 dafür, dass das Thema Luther weltweit auf Tourismusbörsen und in Medien präsent war. Die deutsche Fremdenverkehrswirtschaft erhofft sich vom Lutherjahr 2017 eine Stärkung der weltweiten Marktposition Deutschlands als Kulturreiseland.[10]

Auswirkungen und Ereignisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

International[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter dem Titel „Here I Stand …“ fanden innerhalb der Luther-Dekade drei Ausstellungen zum Leben und Wirken Martin Luthers in den Städten Minneapolis, New York City und Atlanta statt.

Bundesweiter Feiertag[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anlässlich des Reformationsjubiläums war der Reformationstag am 31. Oktober 2017 in Deutschland einmalig ein bundesweiter gesetzlicher Feiertag.[11] Dazu hatten alle Bundesländer, in denen der Reformationstag normalerweise kein Feiertag ist, Gesetze bzw. Verordnungen erlassen, die den 31. Oktober zum gesetzlichen Feiertag erklärten.

Gegen die 2014 noch in der Diskussionsphase befindliche Maßnahme protestierte die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), die darauf hinwies, dass ein „generell arbeitsfreier Feiertag […] Betriebe mit Kosten belasten [würde], ohne einen Beitrag für eine nachhaltige Diskussion über die Bedeutung der Reformation zu leisten“.[12]

In der Folge des Reformationsjubiläums wurde der Reformationstag bereits ab 2018 in weiteren Bundesländern arbeitsfreier Feiertag: Schleswig-Holstein[13], Hamburg[14], Niedersachsen[15], Bremen[16].

Überarbeitung der Lutherbibel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Deutsche Bibelgesellschaft nahm das Jubiläum zum Anlass, eine Revision der von ihr herausgegebenen Lutherbibel vorzunehmen.[17] Diese wurde unter dem Schlagwort Lutherbibel 2017 am 19. Oktober 2016 veröffentlicht und am 30. Oktober 2016 während eines Festgottesdienstes in der Eisenacher Georgenkirche offiziell den Gemeinden übergeben.[18]

Europäischer Stationenweg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anlässlich des Reformationsjubiläums wurde am 3. November 2016 in Genf der Europäische Stationenweg eröffnet. Er verband zentrale Orte der Reformation in 18 europäischen Ländern symbolisch miteinander und verdeutlichte so die globale Dimension der Reformation. Ein „Reformationstruck“ bereiste die Städte, beginnend am 3. November im calvinistisch geprägten Genf und endend am 20. Mai 2017 im lutherisch geprägten Wittenberg, nacheinander und verband sie so symbolisch miteinander.[19][20] Durch die Wahl des Start- und des Zielorts wurde die Zusammengehörigkeit des reformierten und des lutherischen Zweigs des Protestantismus signalisiert.

Deutscher Evangelischer Kirchentag[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vom 24. bis 28. Mai 2017 fand der 36. Deutsche Evangelische Kirchentag in Wittenberg und Berlin statt. Zusätzlich fanden in Mitteldeutschland sechs „Kirchentage auf dem Weg“ statt. So sollten den Teilnehmern authentische Orte der Reformation gezeigt werden. Die „Kirchentage auf dem Weg“ fanden in Magdeburg, Halle/Eisleben, Jena/Weimar, Erfurt, Leipzig und Dessau-Roßlau statt. Der Festgottesdienst des Kirchentags fand auf den Elbwiesen in Wittenberg statt.[21]

Festwochenende auf den Elbwiesen in Wittenberg

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und der Deutsche Evangelische Kirchentag (DEKT) einigten sich im August 2012, aus Anlass des Reformationsjubiläums 2017 einen „Großgottesdienst“ in Wittenberg durchzuführen. Die Federführung für die Umsetzung lag bei dem Deutschen Evangelischen Kirchentag (DEKT). Die Organisation wurde dem Reformationsjubiläum 2017 e. V. übertragen. Für die Werbung wurde der Slogan „Können wir ein frohes Fest auch im Mai feiern?“ ausgesucht.

In den ersten Planungen gingen die Verantwortlichen von rund 200.000 bis 300.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus. Als geeignetes Gelände war zunächst eine Wiese an der L131 östlich des Wittenberger Ortsteiles Pratau im Blick. Die konkreten Planungen für den Gottesdienst konzentrierten sich dann auf ein am Elbdeich gelegenes früheres Flugfeld, das in unmittelbarer Nachbarschaft der ehemaligen Brückenkopf-Kaserne liegt, in der sich heute ein Hotel befindet. Obwohl das Gelände im Juni 2013 bei einem Jahrhunderthochwasser von der Elbe überflutet worden war, wurde der Gedanke, den Gottesdienst nach Berlin zu verlegen, verworfen. Um das Gelände für eine Großveranstaltung zu erschließen, mussten umfangreiche Wege befestigt und Bau-, Sicherheits- und Umweltauflagen erfüllt werden. Eine eigens aufgebaute Pontonbrücke verkürzte den Fußweg aus der Wittenberger Innenstadt und vom Altstadt Bahnhof. Pioniere aus der Kaserne in Havelberg und das Technische Hilfswerk errichteten die provisorische Brücke[22].

Das zwischen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und dem Deutsche Evangelische Kirchentag (DEKT) verabredete Konzept sah vor, dass der Großgottesdienst den 36. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Berlin/Wittenberg abschließen und mit den Veranstaltungen in weiteren Veranstaltungen, die im Laufe des Jahres 2017 in Wittenberg durchgeführt werden sollten, verbinden sollte. Im Laufe der konkreten Vorbereitungen passte der Kirchentag das Konzept des „Großgottesdienstes“ dem Motto des Deutschen Evangelischen Kirchentags, „Du siehst mich“ an und band die örtlichen Partner in die weiteren Vorbereitungen ein. Der Titel lautete „Festwochenende“, das den eigentlichen Gottesdienst in eine Reihe vorbereitender Veranstaltungen, die schon am 27. Mai 2017 begannen, und in ein Nachmittagsprogramm, einbettete.

Am Abend des 27. Mai 2017 wurde ein ökumenisches Gebet mit Gesängen aus Taizé abgehalten. Für diese „Nacht der Lichter“ waren Brüder der Communauté de Taizé und Schwestern der Gemeinschaft vom Heiligen Andreas [23] angereist. Die örtlichen Kirchen übernahmen Teile der inhaltlichen Ausgestaltung. Frère Alois, Prior der Communauté de Taizé und Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, Vorsitzender des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), leiteten das Gebet. Alle Teilnehmenden konnten die Nacht zum 28. Mai 2017 auf dem Gelände verbringen und den Gottesdienst am 28. Mai 2017 ohne erneute Anreise mitfeiern.

Der evangelische Festgottesdienst fand unter dem Titel „Festgottesdienst – von Angesicht zu Angesicht (1. Korintherbrief 13)“ am 28. Mai 2017 statt. Kirchentagspastor Arnd Schomerus  leitete den Gottesdienst. Die Predigt hielt Erzbischof Thabo Makgoba[24]. Etwa 2400 Geistliche aus allen Konfessionen des Protestantismus beteiligten sich an der evangelischen Abendmahlsfeier. Die Gesamtverantwortung für die Musik während des Gottesdienstes hatte Ralf Grössler aus Dötlingen[25]. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wohnte der Feierlichkeit bei und sprach im Anschluss an die christlichen Feier ein Grußwort. Zahlreiche prominente Vertreterinnen und Vertreter staatlicher, gesellschaftlicher und religiöser Institutionen und Organisationen waren unter den Teilnehmenden.

Nach dem Gottesdienst fanden am selben Ort ein Bürgerfest mit einem Picknick und ein Großkonzert statt. Konstantin Wecker gehörte zu den Künstlern, die an dem Konzert auf der Bühne mitwirkten. Ungewöhnlich hohe Temperaturen und anhaltender Sonnenschein prägten den 28. Mai 2017.

Wenige Tage nach dem „Festwochenende“ wurden die vom Reformationsjubiläum 2017 e. V. bekannt gegebenen Teilnehmendenzahl öffentlich diskutiert[26].

Nationale Sonderausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Drei große, sich ergänzende Sonderausstellungen waren in Berlin, Wittenberg und auf der Wartburg in Eisenach zu sehen. Die Ausstellung „Der Luther-Effekt“ des Deutschen Historischen Museums in Berlin befasste sich mit den weltweiten Auswirkungen der Reformation bis in die heutige Zeit. Auf der Wartburg zeigte die Schau „Luther und die Deutschen“ das Luther-Bild, das sich die verschiedenen Epochen machten. Die dritte Ausstellung „Luther! 95 Schätze – 95 Menschen“ sollte Besuchern des Augusteums in Wittenberg den Menschen Martin Luther näherbringen. In ihrem zweiten Teil wurden 95 Personen vorgestellt, die mit Luther verbunden sind.[27]

Weitere Sonderausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wanderausstellungen zum Verhältnis Luthers zu Juden und Judentum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anlässlich des Reformationsjubiläums erarbeitete die Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) die Wanderausstellung „Ertragen können wir sie nicht“ – Martin Luther und die Juden, die das Verhältnis Martin Luthers zu Juden und Judentum thematisiert. Die Ausstellung wurde erstmals Ende 2013 in Hamburg gezeigt und ist seit Anfang 2014 über die Nordkirche sowie mittlerweile fünf andere evangelische Landeskirchen in Deutschland ausleihbar. Sie wurde seither an zahlreichen Orten in Deutschland gezeigt und war 2017 auch in Dänemark zu sehen.[34][35]

Die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) hat aus gleichem Anlass eine Wanderausstellung zur selben Thematik geschaffen, die den Titel Martin Luther und das Judentum – Rückblick und Aufbruch trägt. Die von der EKD ko-finanzierte Ausstellung wurde von einer gemeinsamen Arbeitsgruppe der EKBO und des jüdischen Touro Colleges Berlin erarbeitet und erstmals im Herbst 2015 in der Berliner Sophienkirche vorgestellt. Seither wurde sie an verschiedenen Orten in Deutschland gezeigt. Auf den Tafeln der Ausstellung sind jüdische und christliche Perspektiven dargestellt.[36]

Die 12. Synode der EKD verabschiedete auf ihrer 2. Tagung (8. bis 11. November 2015) in Bremen die grundlegende Kundgebung „Martin Luther und die Juden. Notwendige Erinnerung zum Reformationsjubiläum“.[37]

Briefwechsel des EKD-Ratsvorsitzenden mit dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz – Erinnerung an den Thesenanschlag soll Anlass sein, gemeinsam ein Christusfest zu feiern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahrhundertfeiern zum Reformationstag waren bislang Anlass zur Abgrenzung der Konfessionen voneinander. Dies sollte 500 Jahre nach dem Thesenanschlag Martin Luthers in Wittenberg nach dem Willen der beiden großen christlichen Kirchen in Deutschland im Jahr 2017 erstmals anders werden.

Der EKD-Ratsvorsitzende Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm und der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, hielten das im Mai/Juni 2015 in einem offiziellen Briefwechsel fest. Der EKD-Ratsvorsitzende schreibt dort: „Nicht allein durch die epochalen Impulse des II. Vaticanum, die die ökumenische Gesprächssituation zwischen unseren Kirchen ganz neu eröffnet haben, sondern auch durch die theologisch exakte Verständigungsbemühung ist ein ökumenisches Vertrauen zwischen unseren Kirchen gewachsen, die Bereiche eines gemeinsamen Gestaltens des Erinnerns erlauben; dafür ist die EKD sehr dankbar.“ Auf diesem Fundament stehen die ökumenischen Perspektiven für 2017: „Das Reformationsjubiläum 2017 ist im Kern ein Christusfest, das die Botschaft von der freien Gnade Gottes ausrichten will an alles Volk.“

In seinem Antwortschreiben würdigt Kardinal Marx die Einladung der EKD als „einen Ausdruck verlässlicher Beziehungen. Sie zeigt, dass die EKD ihr Reformationsjubiläum nicht feiern möchte, ohne ihre ökumenischen Partner mit einzubinden.“ Durch den ökumenischen Dialog in den vergangenen Jahrzehnten sei bewusst geworden, „dass uns der Glaube an Jesus Christus, das Lesen der Heiligen Schrift und das sakramentale Band der Taufe zutiefst miteinander verbinden“, so Kardinal Marx.

Die beiden großen Kirchen ständen in der gemeinsamen Verantwortung, „dass durch das Reformationsgedenken die Annäherung, die zwischen unseren Kirchen erreicht wurde, nicht gefährdet wird, ja mehr noch, dass wir unsere Einheit im Glauben sichtbar werden lassen und ihr in einer Weise Ausdruck verleihen, die die Christen in ihrem Glauben bestärkt und die die Menschen, die unseren Kirchen fern stehen, uns als Brüder und Schwestern im Glauben erleben lässt. Unser gemeinsames Zeugnis für Jesus Christus ist heute in unserer Gesellschaft und bei der Suche vieler Zeitgenossen nach Halt und Orientierung von besonderer Dringlichkeit.“

Die EKD bekräftigte in dem Schreiben des Ratsvorsitzenden ihre Einladung an die Deutsche Bischofskonferenz, die Erinnerung an den Thesenanschlag zum Anlass zu nehmen, gemeinsam ein Christusfest zu feiern.[38]

Ökumenische Pilgerfahrt ins Heilige Land[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vom 16. bis 22. Oktober 2016 unternahmen Mitglieder der Deutschen Bischofskonferenz und des Rates der EKD eine ökumenische Pilgerfahrt ins Heilige Land zu den gemeinsamen Quellen des Glaubens. Kurz vor dem Beginn des Reformationsjubiläums sollte das ein betont ökumenischer Auftakt sein.[39]

Versöhnungsgottesdienst[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 11. März 2017 veranstalteten die katholische Deutsche Bischofskonferenz und die Evangelische Kirche in Deutschland einen ökumenischen Buß- und Versöhnungsgottesdienst in der Michaeliskirche in Hildesheim. Dabei sollten die in vergangenen Jahrhunderten geschlagenen Wunden benannt und Gott um Vergebung gebeten werden. Das Erste übertrug den Gottesdienst live.[40]

Weltausstellung Reformation „Tore der Freiheit“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Weltausstellung Reformation „Tore der Freiheit“[41] war eine Open-Air-Ausstellung, die im Reformationssommer, vom 20. Mai bis 10. September 2017, die Lutherstadt Wittenberg in eine Erlebniswelt verwandelte.

Die Durchführung der Weltausstellung Reformation war von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) dem Reformationsjubiläum 2017 e. V. übertragen worden. Die Geschäftsführung des Reformationsjubiläum 2017 e. V. teilten sich die langjährigen Geschäftsführer des Deutschen Evangelischen Kirchentages (DEKT) Hartwig Bodmann[42] und Ulrich Schneider (Politiker). Sie richteten die Geschäftsstelle im ehemaligen Gebäude des Wittenberger Melanchthon-Gymnasiums ein. Die Geschäftsstelle hatte zeitweise bis zu 200 Mitarbeitende. Die Weltausstellung wurde in Gegenwart von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier eröffnet. Die Leiterin des Projektes war Margot Käßmann. Sie hielt die Eröffnungspredigt.

Das Ausstellungsgelände zog sich durch die Wallanlagen um die Altstadt herum. An vielen Orten der Stadt präsentierten sich rund 80 Organisationen, Vereine und Kirchen. Die Veranstalter unternahmen den Versuch, die Gäste der Stadt Wittenberg für Themen der Reformation zu interessieren. In sieben sogenannten Torbereichen wurden Themen[7] kompakt gebündelt. Die Torbereiche waren von Studierenden deutschsprachiger Hochschulen konzipiert worden[43]. In Torbereich 1[44] war die „größte Bibel der Welt“ aufgestellt. Der vollständige Text der Lutherbibel war auf einer großen Kunststofffolie abdruckt: Diese Installation aus Gerüstelementen diente auch als Aussichtsturm[45]. Im Torbereich 2[46] sollten die Reflexionen und Lichteffekte, die lange Spiegelwege erzeugten, an spirituelle Erfahrungen erinnern und neue Perspektiven erzeugen. Hier fanden täglich christliche Andachten statt. Holzpfähle, die nach und nach bemalt werden konnten, führten in den Themenbereich 3[47] ein: Hier ging es um Orientierung. Den Jugendlichen stand ein Bereich für kreative Projekte zur Verfügung. Mit Flechtboten war im Laufe des Sommers im Torbereich 4[48] der „Schwanenteich“ in den Wallanlagen belegt. Diese, symbolisch angedeuteten, Boote erinnerten an die Flüchtlinge, die über das Mittelmeer nach Europa kommen. Im Laufe des Sommers wurde das Material dieser Boote in Kunstwerke umgewandelt. In diesem Bereich wurden die Themen aus dem Bereich Konziliarer Prozess aufgegriffen und Texte aus dessen Schlussdokument[49] zitiert. Verglaste Lieferwagenanhänger dienten im Torbereich 5[50] als mobile „Glaspaläste“ in denen Auswirkung der Globalisierung ausgestellt werden konnten. Der Torbereich 6[51] Kultur führte zu der Ausstellung „Luther und die Avantgarde“[52]. In den Zellen des früheren Wittenberger Gefängnisses thematisierten Künstlerinnen und Künstler das Thema Freiheit. In Lichtwolken, die über dem Torbereich 7[53], der den Themen der Ökumene und Religionen gewidmet war, schwebten, konnten an den Feiertagen der Weltreligionen von den Gästen auf Folien notierte Wünsche eingelegt werden.

Die Ausstellung wurde von dem Riesenrad der Seelsorgedienste der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) weithin sichtbar geprägt[54]. Zu den aufwändigen Beiträgen aus den deutschen evangelischen Landeskirchen zählten der „Erlebnisraum Taufe“[55] der Ev.-Luth. Landeskirche Hannovers, die Installation „Württemberg in Wittenberg“[56], die Lichtkirche der Evangelischen Kirche in Hessen-Nassau[57] mit einem „Segensroboter“[58], der auf das Thema künstliche Intelligenz und Schöpfungsglauben kontrastierte. Der „Bayrische Garten“[59], den die Evangelisch-Lutherische Landeskirche in Bayern verantwortete, zeigte eine überlange Holzinstallation aus 2017 Teilen als „die längste Krippe der Welt“. Der Schweizer Pavillon „Prophezey“[60] war die einzige nicht deutsche Präsenz, die während der gesamten Laufzeit der Ausstellung in Wittenberg zu sehen war. Eine neue Zürcher Bibel wurde auf einer eigens nachgebauten historischen Druckerpresse gedruckt. Einzelne Seiten konnten die Besuchenden selber herstellen und als Souvenir mitnehmen. Die Beteiligung der lutherischen Kirchen aus aller Welt wurde durch ein „Himmelszelt“[61] im Luthergarten sichergestellt. Im wöchentlichen Wechsel sorgten die Mitgliedskirchen des Lutherischen Weltbundes für Programm. Die Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) wechselte wöchentlich das Programm[62]. Gemeinden deutscher Sprache im Ausland und die ökumenischen Partner der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) waren im Wochenrhythmus im „Gasthaus Ökumene“[63] vertreten. Evangelische Schulen hatten unter der Federführung der Bildungsabteilung der EKD das weltweite Netzwerk „schools500reformation“ gegründet und 500 Schülerinnen und Schüler von allen Kontinenten zu einem „Global schools500reformation Day“ eingeladen[64]. Im Bereich um die Kirche der katholischen Pfarrei Sankt Marien Wittenberg waren Diözesen der Katholischen Deutschen Bischofskonferenz für das Programm „Katholisch in Lutherstadt“ verantwortlich[65].

Zusätzlich zu den Präsenzen der einzelnen Kirchen und kirchlichen Organisationen wurden Themenwochen angeboten. Für die Themenwoche „Ökumene“ und die Themenwoche „Religionen“ konnten bekannte Referenten gewonnen werden. Kardinal Walter Kasper würdigte Martin Luther. Der Reformator habe den „Glutkern des Evangeliums“ neu entdeckt. Das Reformationsjahr sei ungeplant „zu einem Kairos geworden“[66]. Der Rabbiner Walter Homolka predigte aus Anlass einer „Kabbalat Shabbat-Feier mit Kerzenanzünden“, die in Wittenberg nach über 70 Jahren erstmals wieder stattfand[67]. Neben Kardinal Walter Kasper und Rabbiner Walter Homolka engagierten sich der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland Aiman Mazyek, der Direktor der Amity Foundation Qiu Zhonghui[68], Prof. Sabine Bobert[69] und viele weitere Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens für die Themen der Ökumene und den Dialog der Weltreligionen. Das Programm der Themenwochen wurde, mangels Interesse der Besuchenden, während der Weltausstellung reduziert.

Mit täglichen christlichen Gebeten im Torbereich „Spiritualität“ und auf dem Marktplatz in Wittenberg wurden die Ausstellungstage eröffnet und abgeschlossen[70].

Großen Zuspruch fand das abendliche Bühnenprogramm, für das an der Schlossmauer eigens eine Großbühne mit einem Veranstaltungsgelände errichtet war. Hier traten Max Giesinger[71], Culcha Candela, die Creative Kirche Witten mit dem Pop-Oratorium-Luther[72] und viele weitere Kulturschaffende aus Deutschland auf.

Für die Jugend war für die Zeit der Weltausstellung – außerhalb der Innenstadt – ein Zeltlager errichtet worden. Rund 20.000 Jugendliche nahmen an Freizeiten für Konfirmandinnen und Konfirmanden teil und besuchten Sommerlager kirchennaher Jugendverbände. In der Stadt hatte die Arbeitsgemeinschaft Evangelische Jugend (AEJ) eine „Kletterkathedrale“[73] errichtet und sorgte damit für ein weiteres Angebot für die Jugend. Eine Summer School[74] des Evangelisches Studienwerk e. V. stand unter dem Thema „Es reicht. Was mich angeht“.

Der Abschlussgottesdienst der Weltausstellung wurde am 10. September 2017 als Fernsehgottesdienst im ZDF live übertragen. Margot Käßmann hielt die Abschlusspredigt.

Das Kulturprogramm der „Tore der Freiheit – Weltausstellung der Reformation“ war allerdings mit dem Abschluss der Weltausstellung noch nicht beendet. Die Ausstellung „Luther und die Avantgarde“[75] schloss erst am 1. November 2017 und das Panoramabild Wittenberg360[76] bleibt geöffnet.

Nach Abschluss der Weltausstellung wurden die Spiegelwege als Geschenk der Kirchen an die Lutherstadt Wittenberg übergeben. Das Bauwerk war 2017 nicht fertig geworden, es wurde nach dem Reformationsjubiläum allerdings weiter ausgeführt[77]. Auch die Veranstaltung Chruch@night wird fortgesetzt[78]. Ebenso wird das Gelände für das Zeltlager der Jugend für weitere Aktivitäten vorgehalten[79]. Andere Exponate, wie z. B. die Installation der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland sind an anderen Orten neu aufgebaut worden. Die neue Züricher Bibel, die im Schweizer Pavillon gedruckt wurde, ist der Stadt Wittenberg geschenkt worden[80]. Die Kunststofffolie auf dem Bibelturm wurde in Schultertaschen umgearbeitet und durch die Deutsche Bibelgesellschaft (DBG) verkauft.

Die Bemühungen um die Weltausstellung sind kritisch gewürdigt worden. Die einzelnen Mitwirkenden reagierten aus das ausbleibende Interesse und passten ihr Programm dem Geschmack des Publikums an. So wurde die zunächst kostenpflichtige Fahrt mit dem Riesenrad beispielsweise ab Juni 2017 kostenlos angeboten und die Eintrittspreise für die Ausstellung selbst gesenkt. Anfang Juli 2017 bilanzierte die Frankfurter Allgemeinen Zeitung das Jubiläumsjahr: „Luther ist die Pleite des Jahres“[81]. Ab September 2017 standen die Zahlen, die die Geschäftsführung des Reformationsjubiläum 2017 e. V. nannte, für eine Auswertung zur Verfügung[82]. Die Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland Irmgard Schwaetzer zeigte sich während der Synodentagung im Novermer 2017 zufrieden mit den Erträgen der Weltausstellung und dem Reformationsjubiläum 2017. Das Jahr war aus der Sicht der vom Präsidium der Synode eingesetzten Beobachterinnen und Beobachter („Scouts“) „ein Glaubensjubiläum, ein Beteiligungs-, Ökumene- und Kulturjubiläum“[83]. Der Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm wies in seinem mündlichen Ratsbericht vor der Synode darauf hin, es gebe „Anlass zu großer Dankbarkeit“. Das Jugendcamp in Wittenberg gehöre z. B. „zu den Erfolgsgeschichten des Jubiläumsjahres“. 20.000 Jugendliche hätten am Jugendcamp in Wittenberg teilgenommen. Mehrfach habe er das Camp besuchen können und sei jedes Mal inspiriert wieder weggefahren[84]. Christoph Markschies hatte schon im Oktober 2017 davor gewarnt, voreilig Schlüsse aus dem Reformationsjubiläum 2017 zu ziehen. Man brauche Zeit, das Erlebte auch in den tiefer liegenden Wirkungen auszuwerten[85]. Er lobte die Aktivitäten in Wittenberg und gab den „praktischen“ Rat, „wenn man in diesen Wallanlagen das nächste Mal eine Großausstellung machen will, sollte man auffällige Hinweisschilder am Bahnhof aufstellen, damit die Besucher den Veranstaltungsort überhaupt finden können und nicht lediglich die Hauptstraße hinauf und wieder hinunter gehen“[86].

Christusfest-Gottesdienst[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 14. September 2017 lud die Evangelische Kirche in Deutschland zu einem besonderen Gottesdienst im Rahmen des Reformationsjubiläums 2017 ein: In der Konstantin-Basilika in Trier, der Evangelischen Kirche zum Erlöser, fand um 18 Uhr ein Christusfest-Gottesdienst statt. Die Predigt hielt Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, Vorsitzender des Rates der EKD (München), liturgisch gestaltet wurde der Gottesdienst unter anderem von Metropolit Augoustinos, Griechisch-Orthodoxe Metropolie von Deutschland (Bonn), Bischof Gerhard Feige, Bischof von Magdeburg und Vorsitzender der Ökumenekommission der Deutschen Bischofskonferenz (Magdeburg), Bischof Stephan Ackermann (Trier), Vizepräses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Christoph Pistorius (Düsseldorf), Elisabeth Dieckmann (Frankfurt/Main), Geschäftsführerin Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland e. V., sowie Jörg Weber, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Trier.

Mit dem Datum des 14. September wurde an das Fest der Kreuzerhöhung angeknüpft, das weltweit in römisch-katholischen, orthodoxen, anglikanischen und lutherischen Kirchen begangen wird. Der Gottesdienst richtete seinen Fokus auf den gekreuzigten Christus. „Christus Jesus erniedrigte sich selbst und ward gehorsam bis zum Tode, ja zum Tode am Kreuz.“ Dieser zentrale Vers aus dem Philipperbrief stand im Zentrum. Musikalisch wurde dies untermalt durch die Uraufführung der Kenosis-Komposition von Uwe Steinmetz (Berlin) zu Texten von Hartmut Handt (Köln).[87]

Ökumenisches Fest „Wie im Himmel so auf Erden“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das ökumenische Fest „Wie im Himmel so auf Erden“ am 16. September 2017 in Bochum sollte ein Zeichen der Verbundenheit unter den Christen setzen und die gemeinsame Verantwortung aller Christen für die Gesellschaft unterstreichen. Dazu luden die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), die Deutsche Bischofskonferenz (DBK), der Deutsche Evangelische Kirchentag (DEKT) und das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) gemeinsam ein.

Der Bundestagspräsident Norbert Lammert hielt zum Auftakt einen Vortrag über Christsein im öffentlichen Raum und stellte sich dann einer Podiumsdiskussion zum Thema.[88]

Weiterer Höhepunkt der Veranstaltung war ein ökumenischer Open-Air-Gottesdienst vor dem Deutschen Bergbau-Museum. Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, und der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Reinhard Marx, hielten eine Dialogpredigt im Angesicht des Förderturms, der an die Bedeutung von Kohle und Stahl im Ruhrgebiet erinnerte. Thema war auch dort der Auftrag der Christen in der Welt.

Festgottesdienst zum 500. Reformationsjubiläum am 31. Oktober 2017 in der Schlosskirche Wittenberg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 31. Oktober 2017 fand in der Schlosskirche Wittenberg ein Festgottesdienst statt.[89]

Reaktionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kritik am Reformationsjubiläum wurde von mehreren Seiten geübt. Als Kritikpunkte werden genannt:

  • der zu starke Fokus auf Luther, obwohl aus der Reformation nicht nur die evangelisch-lutherische Kirche hervorgegangen sei und obwohl die Idee der Heiligenverehrung dem Protestantismus eigentlich fremd sei;
  • die mangelnde Berücksichtigung von Luthers Judenfeindlichkeit;
  • Luthers Positionierung im Bauernkrieg;
  • das Verschweigen der Verantwortung der Anhänger Luthers (aber auch der Evangelisch-Reformierten) für die nachhaltige Spaltung Deutschlands und Europas sowie die daraus folgenden Glaubenskriege sowie
  • einerseits die übertriebene Kommerzialisierung des Jubiläums, insbesondere der Person Luthers (z. B. in Form einer viel verkauften Playmobil-Figur); andererseits aber der oben zitierte Vorwurf der BDA, ökonomische Aspekte würden bei der Art der Feier zu wenig berücksichtigt.

Als „ökumenische[n] Beitrag zur 500-Jahr-Feier der Reformation“ versteht der Niederländer Harmjan Dam, Maler und evangelischer Theologe, die Anfertigung einer „Luther-Ikone“, auf der Martin Luther, versehen mit einem Heiligenschein, im Stil der orthodoxen Kirchen eine aufgeschlagene Bibel in der Hand hält, in der zu lesen ist: „Solus Christus / Sola Scriptura“. Dam hält sich dadurch berechtigt zu dieser Provokation, dass seiner Ansicht nach „der evangelische Personenkult um Luther, insbesondere beim kommenden Reformationsjubiläum 2017, kaum von Heiligenverehrung zu unterscheiden ist“.[90]

Die Bundestagsabgeordnete der Linken, Luc Jochimsen, kritisierte eine einseitige Fixierung auf Martin Luther mit dem Hinweis darauf, dass andere Reformatoren und die Rolle der Bevölkerung dabei nicht ausreichend gewürdigt würden.[91] Der Kirchenhistoriker Thomas Kaufmann stellte im Tagesspiegel fest, Luther habe gegen seine Heroisierung zu Lebzeiten schon zu wenig getan.[92]

Der Tübinger Kirchenhistoriker Volker Leppin lobte dagegen die ökumenische Ausrichtung und die theologischen Schwerpunkte des Reformationsjubiläums. „Die EKD hat für 2017 eine Punktlandung geschafft“, sagte er dem Evangelischen Pressedienst.[93] Die Gefahr, dass das Jubiläum, anders als frühere Jubiläumsfeiern, deutschnationale oder protestantisch-abgrenzende Haltungen befördert hätte, sei abgewendet worden.[94]

In der Zeit stellte Klaus Holz Ende 2016 fest, das Reformationsjubiläum trage bereits zu diesem Zeitpunkt Früchte. „Vielleicht wurde noch nie auf derart hohem Niveau über protestantische Judenfeindschaft gesprochen, geforscht, geschrieben wie heute. Bislang handelt es sich vor allem um Beiträge von Theologinnen und Theologen, die teils als wissenschaftliche Publikationen, teils als Verlautbarungen hochrangiger kirchlicher Gremien erarbeitet wurden,“ schrieb Holz.[95] 2015 hatte sich die EKD von den judenfeindlichen Aussagen Luthers und anderer Reformatoren distanziert.[96]

Es gibt auch Stimmen, die das Reformationsjubiläum primär unter dem Aspekt ökonomischer Nützlichkeit bewerten, insbesondere als Impuls für das Marketing von Kulturtourismus. So erklärt z. B. die thüringische Landesregierung, dass sie das Reformationsjubiläum als kulturelles, nicht als religiöses Ereignis unterstütze. Es gehe dem Staat neben der Tourismusförderung darum, das kulturelle Erbe der Reformation deutlich zu machen, nicht aber darum, „mit Steuergeldern der Kirche neue Mitglieder zuzuführen“.[97] Für die Entwickler der Europäischen Kulturroute der Reformation, die 2019 als Kulturweg des Europarats zertifiziert werden soll, ist das Jubiläum ein Impuls für die „Inwertsetzung des reformationsspezifischen kulturellen Erbes“.[98]

„Was jetzt an Vermarktung passiert, ist aus meiner Sicht banal, erbärmlich, albern“, meint der Kirchenhistoriker Thomas Kaufmann.[92][99] Für den Ratsvorsitzenden der EKD, Heinrich Bedford-Strohm, geht es beim Reformationsjubiläum „nicht zuerst um Luther-Playmobil-Figuren, um Luther-Socken und Reformationsbonbons“. Diese seien aber ein Einstieg, um sich mit dem Jubiläum auseinanderzusetzen.[100]

Margot Käßmann urteilt abschließend[101], dass das Reformationsjubiläum 2017 die "Lerngeschichte der Reformation" hat sichtbar werden lassen. Sechs Punkte stehen dafür exemplarisch: 1. Die Reformation ist Weltbürgerin geworden. 2017 wurde in Afrika, Asien, Latein- und Nordamerika gefeiert und Vertreterinnen und Vertreter von Kirchen aus aller Welt waren in Wittenberg anwesend. Das nationalistische Denken, das bei früheren Reformationsjubiläen erkennbar war, ist überwunden. 2. Ökumene ist heute selbstverständlich gelebte Realität der Kirchen der Reformation. Das bedeutet nicht, dass Unterschiede verwischt werden. Aber es gibt das Verständnis von "Geschwistern im Glauben" in einer lebendigen Vielfalt von Kirchen. 3. Es gibt eine Lerngeschichte der Reformation mit Blick auf den Dialog der Religionen. Martin Luthers Antijudaismus ist unerträglich! Die evangelische Kirche weiß um ihre Schuld in der Zeit des Nationalsozialismus, als sie sich nicht schützend vor die Verfolgten jüdischen Glaubens gestellt hat! - Der Dialog mit Muslimen steht noch am Anfang[102]. Ohne Gespräch miteinander bleibt die Gefahr, dass Religionen Unfrieden fördern[103]. 4. Religion und Bildung schließen sich nicht aus. In einer Zeit, in der Fundamentalismus wieder wächst, ist das ein hochaktuelles Thema. 5. Frauen haben selbstverständlich Anteil an allen Ämtern der reformatorischen Kirchen. 6. Das Leben des Christenmenschen bewährt sich im Alltag der Welt. Glaube findet nicht im Abseits, in einer privaten Nische statt, sondern gibt uns eine Haltung in den Auseinandersetzungen unserer Zeit. Auch das ist hochaktuell.

Ein ähnliches "Resümee" ergeben die "Einsichten" aus den beiden Geschäftsstellen (s. o. Abschnitt 'Organisation')[104]: 1. Das Reformationsjubiläum 2017 wurde als "Ereignis von Weltrang" (Deutscher Bundestag, 2011) zum ersten Mal im Laufe der Geschichte staatlich wie kirchlich international ausgerichtet. 2. Das Jubiläum wurde in Deutschland erstmals in einer demokratisch verfassten Gesellschaft gefeiert. Die Reformation wurde als gemeinsame Quelle der westlichen Wertewelt aufgezeigt und dabei die Schattenseiten Martin Luthers und der Reformation offen debattiert. 3. Die wissenschaftliche Erschließung der Reformation gelang insbesondere der Geschichtsforschung, die nicht nur hervorragende Einzelstudien erarbeitete, sondern auch auf einen reichen populärwissenschaftlichen Ertrag verweisen kann. 4. Allerdings lässt sich ohne eine öffentlichkeitswirksame Inszenierung aktueller Relevanz ein Jubiläum nicht feiern, zumindest nicht, wenn man eine breite Öffentlichkeit erreichen will. 5. Einige Kommunikationsideen im Reformationsjubiläum waren nicht mehr "in Rufweite" des reformatorischen Inhaltes. Die Vielzahl inhaltlicher Zuspitzungen in Gestalt von Leitwörtern oder Kernaussagen machte es Außenstehenden schwer, den zentralen Erinnerungsimpuls zu verstehen. 6. Das Reformationsjubiläum 2017 wurde ein breit angelegtes Kulturjahr dank einer großzügigen, oft initiierenden Förderung des Bundes, der Länder und Kommunen, aber auch der Evangelischen Kirche in Deutschland und der Landeskirchen. 7. Als ein zentrales Medium der Erinnerungskultur erwies sich beim Reformationsjubiläum das klassische Format der Ausstellung (s.o.). 8. Zentrale Projekte und Initiativen zum Reformationsjubiläum erwiesen sich als wichtige (mentale und kommunikative) Voraussetzung für das starke regionale Engagement und die intensive dezentrale Beteiligung. 9. Neben Staat und Kirche erwies sich die Zivilgesellschaft mit ihren breit gefächerten Zugängen als unverzichtbarer Partner des Jubiläums. 10. Das Reformationsjubiläum wurde zu einem konfessionsverbindenden, ökumenischen Gedenken an die ursprüngliche religiöse Intention der Reformation.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Reformationsjubiläum 2017 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Deutscher Bundestag: Drucksache 17/6465. 6. Juli 2011.
  2. Zentralredaktion des Evangelischen Pressedienstes (epd): Staat und Kirche arbeiten zusammen – Viele Organisatoren für das 500. Reformationsjubiläum. (Nicht mehr online verfügbar.) In: epd.de. Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik, 9. Mai 2016, ehemals im Original; abgerufen am 14. Februar 2017 (keine Mementos).@1@2Vorlage:Toter Link/www.epd.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven)
  3. Dachmarke – Nutzungsbedingungen, Konzept und Download. In: luther2017.de. Staatliche Geschäftsstelle „Luther 2017“; „Luther 2017 – 500 Jahre Reformation“, abgerufen am 22. Februar 2017.
  4. Europäischer Stationenweg. In: r2017.org. Abgerufen am 23. Mai 2018.
  5. Kirchentage auf dem Weg. In: r2017.org. Abgerufen am 23. Mai 2018.
  6. Reformationsjubiläum: Die geplanten Feierlichkeiten. In: evangelisch.de. Abgerufen am 24. Mai 2018.
  7. a b Weltausstellung. In: r2017.org. Abgerufen am 23. Mai 2018.
  8. 1949–2012 Deutscher Evangelischer Kirchentag: Deutscher Evangelischer Kirchentag: 27. Mai: Protestantismus bündelt Kräfte für das Reformationsjubiläum Erstmals tagt gemeinsamer Leitungskreis von EKD und Kirchentag. In: kirchentag.de. Abgerufen am 23. Mai 2018.
  9. EKD – Kirchenamt: Stabsstelle Kommunikation: Botschafterin für das Reformationsjubiläum 2017. In: ekd.de. 31. Oktober 2016, abgerufen am 1. November 2016.
  10. Tourismus-Ausschuss des Deutschen Bundestags: Tourismusbranche setzt auf Luther. In: bundestag.de, 19. Januar 2017, abgerufen am 3. November 2017.
  11. (Von dpa): Reformationstag – 2017 einmalig bundesweiter Feiertag? In: Stuttgarter Zeitung. 29. Oktober 2013, abgerufen am 30. Oktober 2017.
  12. Evangelische Kirche in Deutschland: Bundesweiter Feiertag zum 500. Reformationsjubiläum rückt näher. In: ekd.de. 31. Oktober 2014, abgerufen am 25. August 2018.
  13. Reformationstag: Schleswig-Holstein erklärt den 31. Oktober zum Feiertag. In: ZEIT ONLINE. (zeit.de [abgerufen am 10. Mai 2018]).
  14. Reformationstag: Hamburg bekommt einen neuen Feiertag. In: ZEIT ONLINE. (zeit.de [abgerufen am 10. Mai 2018]).
  15. Beschlossen: Reformationstag wird neuer Feiertag. In: ndr.de. NDR, 18. Juni 2018, abgerufen am 23. Juni 2018.
  16. Frank Hethey: Reformationstag wird Feiertag in Bremen. In: Weserkurier. 20. Juni 2018 (weser-kurier.de [abgerufen am 29. Juni 2018]).
  17. Durchsicht der Lutherbibel beschlossen. Pressemitteilung der Deutschen Bibelgesellschaft. In: dbg.de. 20. Juli 2010, abgerufen am 1. Juli 2017.
  18. Überarbeitete Lutherbibel an Gemeinden übergeben. In: mdr.de. MDR Thüringen, 30. Oktober 2016, archiviert vom Original am 30. Oktober 2016; abgerufen am 30. Oktober 2016.
  19. Geschichten auf Reisen – Route des Europäischen Stationenweg vorgestellt. In: Luther2017.de. 17. September 2015, abgerufen am 1. Juli 2017.
  20. Europäischer Stationenweg startet in Genf (Memento vom 11. November 2016 im Internet Archive). In: r2017.org. 3. November 2016, abgerufen am 10. November 2016.
  21. (von dpa): Ein großer und sechs kleine Kirchentage. In: morgenpost.de. Berliner Morgenpost, 4. Februar 2017, abgerufen am 15. Februar 2017.
  22. THW und Bundeswehr bauen Elbüberquerung bei Wittenberg. In: THW OV Quedlinburg. (thw-quedlinburg.de [abgerufen am 28. Mai 2018]).
  23. Schwestern vom Heiligen Andreas – ignatianische apostolische Schwesterngemeinschaft – Startseite. In: saint-andre.be. Abgerufen am 28. Mai 2018.
  24. Die Predigt von Erzbischof Thabo Makgoba zum Abschlussgottesdienstes beim Kirchentag 2017 (englisch). In: evangelisch.de. Gemeinschaftswerks der Evangelischen Publizistik (GEP), 28. Mai 2017, abgerufen am 7. Juni 2018.
  25. Wittenberg: Kirchentag endet mit Open-Air-Festgottesdienst. In: ZEIT ONLINE. (zeit.de [abgerufen am 7. Juni 2018]).
  26. Kirchentag: Wittenberg, 11.02 Uhr: Wie wurden daraus 120.000? In: ZEIT ONLINE. (zeit.de [abgerufen am 7. Juni 2018]).
  27. (epd): Luther aus drei Perspektiven. In: evangelisch.de. Gemeinschaftswerks der Evangelischen Publizistik (GEP), 16. August 2016, abgerufen am 15. Februar 2017.
  28. Sonderausstellung: Luther, Kolumbus und die Folgen. Welt im Wandel. 1500–1600. Germanisches Nationalmuseum, abgerufen am 30. Oktober 2017.
  29. Luther im Visier der Bilder : Institut für kirchliche Zeitgeschichte. Abgerufen am 14. März 2018.
  30. Reformation und Rothenburg: Mit dem Schwert oder festem Glauben – Luther und die Hexen. In: rothenburg.de. Archiviert vom Original am 7. Februar 2017; abgerufen am 30. Oktober 2017.
  31. Reformation und Freiheit: Luther und die Folgen für Preußen und Brandenburg. 8. September 2017 bis 21. Januar 2018. Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte, abgerufen am 30. Oktober 2017.
  32. Bayerische Landesausstellung 2017 – „Ritter, Bauern, Lutheraner“. Coburg.de, abgerufen am 30. Oktober 2017.
  33. Von Cranach zur BILD-Zeitung (mobile Lutherausstellung). Institut für kirchliche Zeitgeschichte. Abgerufen am 14. März 2018.
  34. Zur Ausstellung „Ertragen können wir sie nicht“. In: nordkirche-weltweit.de. Zentrum für Mission und Ökumene – Nordkirche weltweit, abgerufen am 20. Oktober 2017.
  35. Ursula Rudnick: Martin Luther und die Juden. In: kirchliche-dienste.de. Evangelisch-Lutherische Landeskirche Hannovers, abgerufen am 20. Oktober 2017.
  36. Wanderausstellung Luther und das Judentum. In: formation.ekbo.de. Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO), abgerufen am 20. Oktober 2017.
  37. Text auf S. 47: Das Magazin. In: gott-neu-vertrauen.de. Abgerufen am 11. Mai 2018 (PDF; 13,6 MB).
  38. Die Briefe finden sich unter: Briefwechsel Kardinal Marx – Landesbischof Bedform-Strohm. In: ekd.de. Abgerufen am 12. Mai 2018.
  39. Ökumenische Pilgerreise von DBK und EKD ins Heilige Land: Aufeinander zu. In: herder-korrespondenz.de. Verlag Herder GmbH, abgerufen am 12. Mai 2018.
  40. Ökumene will Zeichen der Versöhnung setzen. In: ndr.de. Norddeutscher Rundfunk, 17. März 2017, archiviert vom Original am 7. Februar 2017; abgerufen am 15. Februar 2017.
  41. Siehe dazu Gundlach, S. 75: Das Magazin | gott-neu-vertrauen.de. In: gott-neu-vertrauen.de. Abgerufen am 11. Mai 2018 (PDF; 13,6 MB).
  42. 1949–2012 Deutscher Evangelischer Kirchentag: Deutscher Evangelischer Kirchentag: 1. Juni: Hartwig Bodmann hört auf. In: kirchentag.de. Abgerufen am 25. Mai 2018.
  43. Sieger im Wettbewerb zur Reformations-Weltausstellung geehrt: Luther2017. In: luther2017.de. Abgerufen am 25. Mai 2018.
  44. Torraum Welcome. Mittendrin statt nur dabei. In: r2017.org. Abgerufen am 25. Mai 2018.
  45. Größte Bibel der Welt heißt alle willkommen. (die-bibel.de [abgerufen am 25. Mai 2018]).
  46. Torraum Spiritualität. Über 2017 hinaus. In: r2017.org. Reformationsjubiläum 2017 e. V., abgerufen am 25. Mai 2018.
  47. Torraum 3 Jugend. Läuft’s bei dir? Versteckte Vielfalt. In: r2017.org. Abgerufen am 25. Mai 2018.
  48. Torraum 4 Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung. Wenn Gerechtigkeit und Frieden sich begegnen. In: r2017.org. Abgerufen am 25. Mai 2018.
  49. Schlussdokument Konziliarer Prozess. In: unifr.ch. Abgerufen am 25. Mai 2018 (PDF; 138 kB).
  50. Torraum 5 Globalisierung | Eine Welt. In: r2017.org. Abgerufen am 25. Mai 2018.
  51. r2017.org. Abgerufen am 25. Mai 2018.
  52. Luther und die Avantgarde. Abgerufen am 25. Mai 2018.
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  54. Irina Steinmann: Schausteller und Weltausstellung: Dem Himmel so nah im Riesenrad. In: Mitteldeutsche Zeitung. (mz-web.de [abgerufen am 25. Mai 2018]).
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  58. Projekte der EKHN – Reformation. In: gott-neu-entdecken.ekhn.de. Abgerufen am 25. Mai 2018.
  59. ELKB/Projektstelle Reformationsdekade: Bayerischer Garten in Wittenberg. In: bayern-evangelisch.de. Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern, 23. Mai 2017, abgerufen am 25. Mai 2018.
  60. Projekt des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes SEK und der Schweizer Bischofskonferenz SBK: Die Schweizer Reformation in Wittenberg. In: ref-500.ch. 25. Mai 2018, abgerufen am 25. Mai 2018.
  61. Weltausstellung Reformation in Wittenberg – Luthergarten. In: luthergarten.de. Deutsches Nationalkomitee des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB), 17. Juli 2017, abgerufen am 26. Mai 2018.
  62. Die GEKE bei der Weltausstellung der Reformation | Community of Protestant Churches in Europe. In: leuenberg.net. Abgerufen am 26. Mai 2018.
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  68. EMW – Evangelisches Missionswerk in Deutschland. Abgerufen am 27. Mai 2018.
  69. Prof. Dr. theol. Sabine Bobert, S.T.M. In: Ev.-Theologische Fakultät der Universität Kiel. (uni-kiel.de [abgerufen am 27. Mai 2018]).
  70. Jessica Hanack: 500 Jahre Reformation: Ein Stadtrundgang durch Wittenberg. In: Mitteldeutsche Zeitung. (mz-web.de [abgerufen am 27. Mai 2018]).
  71. Stefanie Hommers: Konzert auf der Schlossbühne: Ultravioletter Glücksabend mit Max Giesinger. In: Mitteldeutsche Zeitung. (mz-web.de [abgerufen am 27. Mai 2018]).
  72. Einzigartiges Pop-Oratorium „Luther“ kommt nach Wittenberg: EKHN ǀ Evangelische Kirche in Hessen und Nassau. In: gott-neu-entdecken.ekhn.de. Abgerufen am 27. Mai 2018.
  73. youngPOINTreformation – Evangelische Jugend EKM. In: evangelischejugend.de. Abgerufen am 27. Mai 2018.
  74. 341: Summer School 2017 in Wittenberg. In: summerschool2017.org. Abgerufen am 27. Mai 2018.
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  76. wittenberg360.de. In: wittenberg360.de. Abgerufen am 27. Mai 2018.
  77. Sabine Wesner: Östliche Wallanlagen in Wittenberg: Am Bunkerberg wird weiter gebaut. In: Mitteldeutsche Zeitung. (mz-web.de [abgerufen am 28. Mai 2018]).
  78. Wittenberger Stadtkirche: Church@night geht weiter. In: wittenbergersonntag.de. Abgerufen am 28. Mai 2018.
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  80. Schweizer übergeben Zürcher Bibel an Wittenberg. In: evangelisch.de. Abgerufen am 28. Mai 2018.
  81. Ralph Bollmann: Jubiläum der Reformation: Luther ist die Pleite des Jahres. In: FAZ. 11. Juli 2017, ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 28. Mai 2018]).
  82. Abschlussbilanz in Wittenberg. 294.000 Besucher bei „Weltausstellung Reformation“. In: mdr.de. Abgerufen am 28. Mai 2018.
  83. Bericht des Präsidiums der Synode der EKD. In: ekd.de. Abgerufen am 28. Mai 2018.
  84. „Von der Freiheit der Kinder Gottes“. In: ekd.de. Abgerufen am 28. Mai 2018.
  85. Aufbruch oder Katerstimmung? Zur Lage nach dem Reformationsjubiläum. In: herder.de. Abgerufen am 28. Mai 2018.
  86. So geht es nach dem Reformationsjubiläum weiter. In: evangelisch.de. Abgerufen am 28. Mai 2018.
  87. Jörg Weber: Evangelische Kirchengemeinde Trier: EKD-Christusfest-Gottesdienst. In: ekkt.ekir.de. Abgerufen am 9. Mai 2018.
  88. Kirche und Leben, Münster, Germany: Lammert macht den Kirchen beim Ökumene-Fest in Bochum Druck. (kirche-und-leben.de [abgerufen am 12. Mai 2018]).
  89. Festgottesdienst zum Reformationsjubiläum in Wittenberg am 31.10.2017 31. Oktober 2017 auf YouTube, abgerufen am 11. Mai 2018. – 500 Jahre Reformation – 31. Oktober 2017 – Festgottesdient – Am Anfang war das Wort. Gottesdienstordnung. In: luther2017.de. 23. Oktober 2017, archiviert vom Original am 12. Mai 2018; abgerufen am 29. Juni 2018 (PDF; 2,5 MB).
  90. Harmjan Dam: Martin Luther. In: ikonenmalenlernen.de, abgerufen am 29. Juni 2018.
  91. Arik Platzek: Bund fördert Luther-Jahr 2017. In: hpd.de. Humanistischer Pressedienst, 24. Oktober 2011, abgerufen am 14. Februar 2017.
  92. a b Christian Schröder: „Luther als Nationalheld zu sehen, gehört ad acta gelegt“. In: Der Tagesspiegel. 2. Januar 2017, abgerufen am 14. Februar 2017 (der Titel zitiert Thomas Kaufmann).
  93. Marcus Mockler: Volker Leppin: „Die EKD hat eine Punktlandung geschafft“. In: evangelisch.de. Gemeinschaftswerks der Evangelischen Publizistik, 7. Februar 2017, abgerufen am 14. Februar 2017 (Interview).
  94. Das Reformationsjubiläum 2017: Hoffnungsvoll nach vorn gerichtet. In: Herder-Korrespondenz. Spezialausgabe 2/2016.
  95. Klaus Holz: Luthers Abweg. In: zeit.de. Zeit Online, 8. Dezember 2016, abgerufen am 15. Februar 2017.
  96. Kundgebung „Martin Luther und die Juden – Notwendige Erinnerung zum Reformationsjubiläum“. In: ekd.de. Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), 11. November 2015, archiviert vom Original am 7. November 2017; abgerufen am 14. Februar 2017.
  97. evangelisch.de: Reformationsjubiläum als Chance für Kulturtourismus. 13. Oktober 2016, abgerufen am 1. November 2017 („Quelle: epd“).
  98. Interreg Central Europe: Offizieller Start des Interreg-Projektes „Europäische Kulturroute der Reformation“. 11. Juli 2016. Pressemitteilung, Erfurt, 14. Juli 2017, abgerufen am 1. November 2017.
  99. Theologe: Vermarktung Luthers ist „erbärmlich“. Den Personenkult um Martin Luther im Reformationsjahr kritisiert der evangelische Kirchenhistoriker Thomas Kaufmann scharf. Der Reformator tauge nicht als Vorbild für die Gegenwart. In: katholisch.de. 2. Januar 2017, abgerufen am 28. Juni 2018.
  100. Bedford-Strohm: Deutschland braucht mehr soziale Gerechtigkeit. In: evangelisch.de. Gemeinschaftswerks der Evangelischen Publizistik (GEP), 1. Januar 2017, abgerufen am 15. Februar 2017.
  101. Margot Käßmann: Dahinter führt kein Weg zurück. Was nehmen wir aus dem Reformationsjubiläum 2017 mit ? In: EKD - Flugschrift zum Reformationstag 2018, S. 38 f. Kirchenamt der EKD, abgerufen am 26. September 2018.
  102. EKD: Positionspapier der EKD zum christlich-islamischen Dialog. Rat der EKD, abgerufen am 28. September 2018.
  103. EKD - Sozialwissenschaftliches Institut: Islam und Muslim*innen in Deutschland: Die Sicht der Bevölkerung - Bundesweite Umfrage des Sozialwissenschaftlichen Instituts der EKD. Sozialwissenschaftliches Institut der EKD, abgerufen am 28. September 2018.
  104. Staatliche Geschäftsstelle "Luther 2017" und Geschäftsstelle der EKD "Luther 2017 - 500 Jahre Reformation" (Hrsg.): Reformationsjubiläum 2017. Rückblicke. Evangelische Verlagsanstalt, Leipzig 2018, ISBN 978-3-374-05779-5, S. 332–334.