Aesch LU

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LU ist das Kürzel für den Kanton Luzern in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Aeschf zu vermeiden.
Aesch
Wappen von Aesch
Staat: Schweiz Schweiz
Kanton: Kanton Luzern Luzern (LU)
Wahlkreis: Hochdorf
BFS-Nr.: 1021i1f3f4
Postleitzahl: 6287
Koordinaten: 660764 / 234098Koordinaten: 47° 15′ 18″ N, 8° 14′ 29″ O; CH1903: 660764 / 234098
Höhe: 482 m ü. M.
Höhenbereich: 449–638 m ü. M.[1]
Fläche: 4,61 km²[2]
Einwohner: 1285 (31. Dezember 2020)[3]
Einwohnerdichte: 279 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne
Schweizer Bürgerrecht)
12,6 % (31. Dezember 2020)[4]
Website: www.aesch-lu.ch
Aesch Dorfkirche St. Luzia

Aesch Dorfkirche St. Luzia

Lage der Gemeinde
HallwilerseeBaldeggerseeGütschweiherSempacherseeSteinibuelweierRotseeVierwaldstätterseeZugerseeKanton AargauKanton SchwyzKanton ZugKanton ZürichWahlkreis EntlebuchWahlkreis Luzern-LandWahlkreis Luzern-StadtWahlkreis SurseeAesch LUBallwilEmmen LUErmenseeEschenbach LUHitzkirchHochdorf LUHohenrainInwilRain LURömerswilRothenburg LUSchongau LUKarte von Aesch
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Aesch ist eine politische Gemeinde im Wahlkreis Hochdorf des Kantons Luzern in der Schweiz.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aesch liegt zwischen dem Süd-Ende des Hallwilersees und dem Lindenberg im luzernischen Teil des Seetals. Die Gemeindefläche von 580 ha besteht aus Anteilen am Hallwilersee und 465 ha Landgebiet. Von Letzterem sind 67,7 % landwirtschaftliche Nutzfläche, 19,4 % Wald und Gehölz und 10,1 % Siedlungsfläche. Aesch besteht aus verschiedenen Dorfteilen (Vorderdorf, Hinterdorf, Lädergass, Unteräsch etc.).

Nachbargemeinden von Aesch sind Hitzkirch und Schongau im Kanton Luzern und Meisterschwanden und Fahrwangen im Kanton Aargau.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Einwohnerzahl betrug im Jahre 1798 584 Personen und wuchs bis 1837 auf 876 an. Danach sank sie bis 1960 auf 563. Seither wächst die Gemeinde kontinuierlich (1970–2010: +44,8 %), die Bevölkerung wuchs im Jahre 2012 erstmals über 1'000 Einwohner an. Im Jahre 2020 lebten 1'285 Menschen in der Gemeinde Aesch (2010–2020: +32,5 %).

Quellen: 1798–1837: Helvetische und kantonale Volkszählungen[6]; 1850–1980 Volkszählungsergebnisse, 1981–2010 ESPOP, seit 2011 STATPOP

Sprachen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dominant ist die deutsche Sprache, welche von (Stand 2000) 95,89 % der Einwohnerschaft als Hauptsprache verwendet wird. Kleinere Sprachminderheiten bilden Zuwanderergruppen aus dem ehemaligen Jugoslawien. 1,68 % sprechen Albanisch und 0,53 % Serbokroatisch als Umgangssprache.

Religionen – Konfessionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Traditionell bestand die gesamte Bevölkerung aus römisch-katholischen Christen. Anlässlich der letzten Volkszählung im Jahr 2000 ergab sich folgendes Bild: 73,37 % sind katholische, 15,37 % evangelisch-reformierte und 0,84 % orthodoxe Christen. Nichtchristliche Minderheiten sind die 4,32 % Konfessionslosen und die 3,68 % Muslime.

Herkunft – Nationalität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ende 2020 zählte die Gemeinde 1'285 Einwohner. Davon waren 1'123 Schweizer Staatsangehörige und 162 (= 12,6 %) Menschen anderer Staatsangehörigkeit. Die grössten Zuwanderergruppen kommen aus Deutschland (80 Menschen), dem Kosovo (18), Italien (14), Polen, Österreich (je 8) und Serbien (5).[7][8]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Luftbild (1964)

Funde aus der Jungsteinzeit und von keltischen und römischen Gräber belegen die lange Siedlungsgeschichte. Offiziell erstmals erwähnt, unter dem lateinischen Namen Aske inferior, wird der Ort im Jahr 853 in einer Schenkung Ludwigs des Deutschen. In einer weiteren Schenkungsurkunde taucht 1101 erstmals ein deutschsprachiger Ortsbegriff (Aschab), im Jahr 1150 der Name Esche auf. Von den süddeutschen Freiherren von Krenkingen ging die Herrschaft zuerst an die Grafen von Kyburg und dann an die Johanniterkommende Hohenrain. 1415 gelangte das gesamte Amt Richensee an Luzern, gehörte dann allerdings von 1425 bis 1803 zu den Freien Ämtern. 1528 wurde die Reformation eingeführt. Bereits im Jahr 1532 wurde die Gemeinde jedoch rekatholisiert. Alle evangelischen Bewohner, welche der Reformation nicht abschwören wollten, wurden in Luzern in der Reuss "geschwemmt" (ertränkt). Seit 1803 gehört die Gemeinde zum Kanton Luzern und wurde dem Amt Hochdorf zugeteilt.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat Aesch besteht aus fünf Mitgliedern und ist wie folgt aufgestellt:

  • Christian Budmiger (parteilos): Gemeindepräsident
  • Beata Frischkopf (CVP): Sozialwesen
  • Monika Heinle (CVP): Bauwesen
  • Werner Müller (parteilos): Öffentliche Sicherheit
  • Raimund Wenger (SVP): Finanzen

Kantonsratswahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Kantonsratswahlen 2019 des Kantons Luzern betrugen die Wähleranteile in Aesch: CVP 38,0 %, SVP 28,6 %, FDP 16,9 %, GPS 7,8 %, glp 4,4 %, SP 4,3 %.[9]

Nationalratswahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Schweizer Parlamentswahlen 2019 betrugen die Wähleranteile in Aesch: SVP 35,6 %, CVP 30,2 %, FDP 13,8 %, GPS 9,0 %, SP 4,6 %, glp 3,4 %.[10]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2000 zählte man 488 Erwerbstätige. Die einst dominierende Beschäftigung in der Landwirtschaft ist durch den Bevölkerungsanstieg stark vermindert worden. Im 17. und 18. Jahrhundert dominierte der Weinbau, der jedoch im 19. Jahrhundert der Milchwirtschaft und dem Obstanbau wich. Nur noch 29,0 % der Einwohner arbeiten in Landwirtschaft und Fischerei, dagegen 43,8 % in Industrie und Gewerbe und 27,2 % in Dienstleistungsberufen. 134 Zupendlern (vor allem aus dem Kanton Aargau und Hitzkirch) stehen 379 Wegpendler (Kantone Aargau und Zürich, Hitzkirch und Hochdorf) gegenüber.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aesch liegt weit weg von den Hauptverkehrsachsen. Die nächsten Autobahnanschlüsse in Sursee und Hunzenschwil sind 19 km entfernt. Die Seetalbahn geht an Aesch vorüber (nächstgelegene Haltestelle Mosen). Es besteht ein Busbetrieb zwischen Hitzkirch und Schongau, welcher durch Aesch führt. Am Seeufer gibt es eine Anlegestelle der Schifffahrtsgesellschaft Hallwilersee.

Schulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Aesch besteht ein Kindergarten und eine Primarschule für die 1. bis 6. Klasse, die im Schuljahr 2003/2004 von 10 respektive 105 Kindern besucht wurde. Für die weitere Schulbildung gehen die Schüler in die Orientierungsstufe nach Hitzkirch (Sekundarschule Niveau A, B, C oder D) oder nach Baldegg (Kantonsschule).

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aesch beim Hallwilersee: St. Luzia-Kirche

Die katholische Ausrichtung widerspiegelt sich in den Sehenswürdigkeiten. Neben Kapellen und Wegkreuzen ist besonders die 1791/1792 von M. Elgus errichtete Dorfkirche St. Luzia hervorzuheben. Diese wurde im klassizistischen Stil mit Rokoko-Dekorationen gebaut. 1908 wurde ein Kirchturm angefügt. 1935 erfolgte eine Innenrenovation, 1980 eine Gesamtrestauration. Im Jahre 2003 wurde eine sanfte Innen- und Aussenrenovation durchgeführt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Marian Müller (1724–1780), in Aesch geborener Benediktiner und Fürstabt des Klosters Einsiedeln

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Aesch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. BFS Generalisierte Grenzen 2020. Bei späteren Gemeindefusionen Höhen aufgrund Stand 1. Januar 2020 zusammengefasst. Abruf am 17. Mai 2021
  2. Generalisierte Grenzen 2020. Bei späteren Gemeindefusionen Flächen aufgrund Stand 1. Januar 2020 zusammengefasst. Abruf am 17. Mai 2021
  3. Ständige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeitskategorie, Geschlecht und Gemeinde, definitive Jahresergebnisse, 2020. Bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2020 zusammengefasst. Abruf am 17. November 2021
  4. Ständige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeitskategorie, Geschlecht und Gemeinde, definitive Jahresergebnisse, 2020. Bei späteren Gemeindefusionen Ausländeranteil aufgrund Stand 2020 zusammengefasst. Abruf am 17. November 2021
  5. Ständige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeitskategorie, Geschlecht und Gemeinde (Memento vom 1. Januar 2015 im Internet Archive) (Ständige Wohnbevölkerung)
  6. Robert Gubler, Bevölkerungsentwicklung und wirtschaftliche Wandlungen im Kanton Luzern. Tabelle I. n. S. 112
  7. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach institutionellen Gliederungen, Geburtsort und Staatsangehörigkeit (Bundesamt für Statistik STAT-TAB)
  8. Ausländische Wohnbevölkerung nach Nationalität, Aufenthaltsstatus und Bevölkerungstyp (LUSTAT Statistik Luzern)
  9. Kantonsratswahlen: Stärke der Parteien 2019 (LUSTAT Statistik Luzern)
  10. Regionalporträts 2021: Kennzahlen aller Gemeinden (Bundesamt für Statistik)