Aesch LU

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LU ist das Kürzel für den Kanton Luzern in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Aeschf zu vermeiden.
Aesch
Wappen von Aesch
Staat: Schweiz
Kanton: Luzern LU
Wahlkreis: Hochdorf
BFS-Nr.: 1021i1f3f4
Postleitzahl: 6287
Koordinaten: 660764 / 234098Koordinaten: 47° 15′ 18″ N, 8° 14′ 29″ O; CH1903: 660764 / 234098
Höhe: 482 m ü. M.
Fläche: 5,80 km²
Einwohner: 1087 (31. Dezember 2015)[1]
Einwohnerdichte: 187 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne Bürgerrecht)
9,5 % (31. Dezember 2015)[2]
Website: www.aesch-lu.ch
Karte
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Aesch ist eine politische Gemeinde im Wahlkreis Hochdorf des Kantons Luzern in der Schweiz.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aesch liegt zwischen dem Süd-Ende des Hallwilersees und dem Lindenberg im luzernischen Teil des Seetals. Die Gemeindefläche von 580 ha besteht aus Anteilen am Hallwilersee und 465 ha Landgebiet. Von Letzterem sind 67,7 % landwirtschaftliche Nutzfläche, 19,4 % Wald und Gehölz und 10,1 % Siedlungsfläche. Aesch besteht aus verschiedenen Dorfteilen (Vorderdorf, Hinterdorf, Lädergass, Unteräsch etc.).

Nachbargemeinden von Aesch sind Altwis, Hitzkirch und Schongau im Kanton Luzern und Meisterschwanden und Fahrwangen im Kanton Aargau.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Zahl der Einwohner betrug im Jahr 1798 584 Personen und wuchs bis 1837 auf 876 an. Danach sank sie bis 1960 auf 563. 1970 hatte Aesch wieder 670 Einwohner – und durch starkes Wachstum seit 1980 970 Einwohner am Ende des Jahres 2010.

Sprachen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dominant ist die deutsche Sprache, welche von (Stand 2000) 95,89 % der Einwohnerschaft als Hauptsprache verwendet wird. Kleinere Sprachminderheiten bilden Zuwanderergruppen aus dem ehemaligen Jugoslawien. 1,68 % sprechen Albanisch und 0,53 % Serbokroatisch als Umgangssprache.

Religionen - Konfessionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Traditionell bestand die gesamte Bevölkerung aus römisch-katholischen Christen. Anlässlich der letzten Volkszählung im Jahr 2000 ergab sich folgendes Bild: 73,37 % sind katholische, 15,37 % evangelisch-reformierte und 0,84 % orthodoxe Christen. Nichtchristliche Minderheiten sind die 4,32 % Konfessionslosen und die 3,68 % Muslime.

Herkunft - Nationalität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ende 2014 waren von den 1'051 Einwohnern 942 Schweizer und 109 (= 10,4 %) Ausländer.[3] Die Einwohnerschaft bestand aus 89,6 % Schweizer Staatsbürgern. Ende 2014 stammten die ausländischen Einwohner aus Deutschland (56,9 %), Serbien inklusive Kosovo (16,5 %), Italien (2,8 %), Portugal (1,8 %) und der Türkei (0,9 %). 16,5 % stammten aus dem übrigen Europa und 4,6 % waren aussereuropäischer Herkunft.[4]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Funde aus der Jungsteinzeit und von keltischen und römischen Gräber belegen die lange Siedlungsgeschichte. Offiziell erstmals erwähnt, unter dem lateinischen Namen Aske inferior, wird der Ort im Jahr 853 in einer Schenkung Ludwigs des Deutschen. In einer weiteren Schenkungsurkunde taucht 1101 erstmals ein deutschsprachiger Ortsbegriff (Aschab), im Jahr 1150 der Name Esche auf. Von den süddeutschen Freiherren von Krenkingen ging die Herrschaft zuerst an die Grafen von Kyburg und dann an die Johanniterkommende Hohenrain. 1415 gelangte das gesamte Amt Richensee an Luzern, gehörte dann allerdings von 1425 bis 1803 zu den Freien Ämtern. 1528 wurde die Reformation eingeführt. Bereits im Jahr 1532 wurde die Gemeinde jedoch rekatholisiert. Alle evangelischen Bewohner, welche der Reformation nicht abschwören wollten, wurden in Luzern in der Reuss "geschwemmt" (ertränkt). Seit 1803 gehört die Gemeinde zum Kanton Luzern und wurde dem Amt Hochdorf zugeteilt.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat Aesch besteht aus vier Mitgliedern und ist wie folgt aufgestellt:

  • Christian Budmiger (parteilos): Gemeindepräsident
  • Christine Hodel-Delaloye (parteilos): Sozialwesen
  • Pius Höltschi (CVP): Finanzen und Bau
  • René Mettler (parteilos): Öffentliche Sicherheit

Kantonsratswahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Kantonsratswahlen 2015 des Kantons Luzern betrugen die Wähleranteile in Aesch: CVP 37,8 %, SVP 33,5 %, FDP 15,2 %, GPS 8,1 %, SP 3,3 %, glp 1,8 %.[5]

Nationalratswahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Schweizer Parlamentswahlen 2015 betrugen die Wähleranteile in Aesch: SVP 39,3 %, CVP 27,2 %, FDP 18,0 %, glp 3,7 %, SP 3,5 %, GPS 3,1 %, BDP 2,6 %, EVP 1,7 %.[6]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2000 zählte man 488 Erwerbstätige. Die einst dominierende Beschäftigung in der Landwirtschaft ist durch den Bevölkerungsanstieg stark vermindert worden. Im 17. und 18. Jahrhundert dominierte der Weinbau, der jedoch im 19. Jahrhundert der Milchwirtschaft und dem Obstanbau wich. Nur noch 29,0 % der Einwohner arbeiten in Landwirtschaft und Fischerei, dagegen 43,8 % in Industrie und Gewerbe und 27,2 % in Dienstleistungsberufen. 134 Zupendlern (vor allem aus dem Kanton Aargau und Hitzkirch) stehen 379 Wegpendler (Kantone Aargau und Zürich, Hitzkirch und Hochdorf) gegenüber.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aesch liegt weit weg von den Hauptverkehrsachsen. Die nächsten Autobahnanschlüsse in Sursee und Hunzenschwil sind 19 km entfernt. Die Seetalbahn geht an Aesch vorüber (nächstgelegene Haltestelle Mosen). Es besteht ein Busbetrieb zwischen Hitzkirch und Schongau, welcher durch Aesch führt.

Schulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Aesch besteht ein Kindergarten und eine Primarschule für die 1. bis 6. Klasse, die im Schuljahr 2003/2004 von 10 respektive 105 Kindern besucht wurde. Für die weitere Schulbildung gehen die Schüler in die Orientierungsstufe nach Hitzkirch (Sekundarschule Niveau A, B, C oder D) oder nach Baldegg (Kantonsschule).

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aesch beim Hallwilersee: St. Luzia-Kirche

Die katholische Ausrichtung widerspiegelt sich in den Sehenswürdigkeiten. Neben Kapellen und Wegkreuzen ist besonders die 1791/1792 von M. Elgus errichtete Dorfkirche St. Luzia hervorzuheben. Diese wurde im klassizistischen Stil mit Rokoko-Dekorationen gebaut. 1908 wurde ein Kirchturm angefügt. 1935 erfolgte eine Innenrenovation, 1980 eine Gesamtrestauration. Im Jahre 2003 wurde eine sanfte Innen- und Aussenrenovation durchgeführt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Aesch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ständige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeitskategorie, Geschlecht und Gemeinde (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. Ständige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeitskategorie, Geschlecht und Gemeinde (Ständige Wohnbevölkerung)
  3. Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung nach demographischen Komponenten, institutionellen Gliederungen, Staatsangehörigkeit und Geschlecht (Bundesamt für Statistik, STAT-TAB)
  4. LUSTAT: Gemeindeprofil Aesch
  5. LUSTAT: Gemeindeprofil Aesch
  6. Nationalratswahlen 2015: Stärke der Parteien und Wahlbeteiligung nach Gemeinden. In: Ergebnisse Nationalratswahlen 2015. Bundesamt für Statistik, 2016, abgerufen am 1. Juni 2016.