Rothenburg LU

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LU ist das Kürzel für den Kanton Luzern in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Rothenburgf zu vermeiden.
Rothenburg
Wappen von Rothenburg
Staat: Schweiz
Kanton: Luzern (LU)
Wahlkreis: Hochdorf
BFS-Nr.: 1040i1f3f4
Postleitzahl: 6023
UN/LOCODE: CH ROT
Koordinaten: 663337 / 216217Koordinaten: 47° 5′ 38″ N, 8° 16′ 22″ O; CH1903: 663337 / 216217
Höhe: 487 m ü. M.
Fläche: 15,50 km²
Einwohner: 7334 (31. Dezember 2015)[1]
Einwohnerdichte: 473 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne Bürgerrecht)
9,1 % (31. Dezember 2015)[2]
Website: www.rothenburg.ch
Rothenburg LU

Rothenburg LU

Karte
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Rothenburg ist eine politische Gemeinde im Wahlkreis Hochdorf des schweizerischen Kantons Luzern.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet ist Teil der Agglomeration der Stadt Luzern und westlich der A2 zum grössten Teil Industriegebiet. Die südliche Gemeindegrenze zu Emmen verläuft auf einigen Kilometern entlang des Hellbühler Rotbachs, von diesem weg zum Rothenburgerwald und entlang des Rütibächlis, der von links in den Waldibach einmündet. Dieser bildet in einer Linksschlaufe die Ost- und Nordgrenze bis hin zum Burgwald, dessen südlicher Teil zu Rothenburg gehört. In diesem Wald führt die Gemeindegrenze nach Norden, dreht aber noch dort westwärts bis zum Sandblattenwald südwestlich von Rain. Dann geht sie in Südwestrichtung zurück zum Industriegebiet an der A2.

An der Gemeindegrenze zu Neuenkirch im Nordwesten liegt der Bertiswilerwald.

Die Gemeinde besteht aus dem Dorf nördlich des Hellbühler Rotbachs und des in ihn einmündenden Butzibachs mit verschiedenen Quartieren. Das grösste davon ist Bertiswil. Daneben gibt es ausser dem Gebiet westlich der A2 nur noch Häusergruppen und Einzelgehöfte.

Vom Gemeindeareal von 1552 ha wird mehr als zwei Drittel (67,8 %) landwirtschaftlich genutzt. Ein Sechstel (16,6 %) ist von Wald und Gehölz bedeckt und 15,5 % sind Siedlungsfläche.

Rothenburg grenzt an Emmen, Eschenbach LU, Neuenkirch und Rain.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1798 1'117
1850 1'341
1860 1'357
1888 1'244
1910 1'427
1941 1'877
1950 2'171
1960 2'515
1970 3'688
1980 4'202
1990 5'324
2000 6'239
2004 6'831
2006 6'879
2010 7'118

Die Bevölkerung wuchs in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts leicht an (1798–1850: +20,1 %). Von 1860 bis 1888 fiel sie infolge Landflucht leicht (1860–1888: −8,3 %), allerdings fiel der Bevölkerungsrückgang wegen der Nähe zur Stadt Luzern weit mässiger aus als in anderen Landgemeinden. Bis 1941 stieg sie langsam, aber stetig an (1888–1941: +50,9 %). Das Wachstum setzte sich fort und intensivierte sich ab 1960. Im Jahr 2010 wurde die Marke von 7'000 Einwohnern[3] überschritten.

Sprachen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bevölkerung benutzt als Alltagssprache eine hochalemannische Mundart. Bei der Volkszählung im Jahr 2000 gaben 94,13 % Deutsch, 1,15 % Serbokroatisch und 1,01 % Italienisch als Hauptsprache an.

Religionen – Konfessionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Flecken Rothenburg
Pfarrkirche Rothenburg

Früher waren alle Einwohner Mitglieder der römisch-katholischen Kirche. Infolge von Kirchenaustritten und Zuwanderung aus anderen Regionen der Schweiz und dem Ausland hat sich dies geändert. Heute (Stand 2000) sieht die religiöse Situation wie folgt aus: 77,0 % der Einwohner sind römisch-katholische, 12,37 % evangelisch-reformierte und 1,46 % orthodoxe Christen. Daneben findet man 4,89 % Konfessionslose, 1,65 % Muslime und 0,40 % Angehörige anderer nichtchristlicher Bekenntnisse. Bei den meisten Muslimen handelt es sich um Albaner; Bosniaken, Türken und Kurden bilden den Rest. Die orthodoxen Christen stammen mehrheitlich aus Serbien oder Montenegro.

Herkunft – Nationalität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ende 2014 waren von den 7'246 Einwohnern 6'600 Schweizer und 646 (= 8,9 %) Ausländer.[4] Die Einwohnerschaft bestand aus 91,1 % Schweizer Staatsbürgern. Ende 2014 stammten die ausländischen Einwohner aus Deutschland (19,3 %), Serbien inklusive Kosovo (17,3 %), Italien (13,2 %), Portugal (10,5 %) und Spanien (3,7 %). 19,3 % stammten aus dem übrigen Europa und 14,6 % waren aussereuropäischer Herkunft.[5]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste indirekte Erwähnung fand die Gemeinde um 1130, als in einer Urkunde ein Walther von Rodemburg auftaucht. Die Freiherren von Rothenburg waren eine der mächtigsten und kriegerischsten Familien der ganzen Region und pflegten eine intensive Feindschaft zu Luzern. Um 1285 starben sie aus, geschwächt durch ständige Fehden. Die Habsburger erbten ihren Besitz und machten Rothenburg zu einer Vogtei. Sie verliehen Rothenburg im Jahr 1371 sogar das Stadtrecht (um es als Gegenmacht zur eidgenössisch gewordenen Stadt Luzern zu positionieren). Am 28. Dezember 1385, als der Grossteil der Burgbesatzung und der Einwohner an einer Wallfahrtsprozession einige Kilometer ausserhalb des Städtchens teilnahmen, zerstörten die Stadtluzerner die Burg und schleiften die Stadtmauern. Der Vogt Petermann I. von Grünenberg wurde vertrieben. Ein Jahr später, nach der Schlacht von Sempach, übernahmen die Luzerner die Macht. 1397 wurde Rothenburg von Petermanns Sohn, Hemmann I. von Grünenberg an Luzern verkauft. Die Luzerner errichteten ein Amt Rothenburg mit einem in der Stadt Luzern residierenden Landvogt. Dabei war Rothenburg jedoch nur der Hauptort des inneren Teils des Amtes, während Hochdorf der Hauptort des äusseren Teils war. Seit 1803 gehört die Gemeinde zum neu geschaffenen Amt Hochdorf.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat Rothenburg besteht aus fünf Mitgliedern und ist wie folgt aufgestellt:

  • Bernhard Büchler (CVP): Gemeindepräsident
  • Gisela Doenni-Widmer (parteilos): Dienstleistungen
  • Roger Röösli (SVP): Bildung
  • Arthur Sigg (CVP): Öffentliche Infrastruktur
  • Amédéo Wermelinger (FDP): Zentrale Dienste

Kantonsratswahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Kantonsratswahlen 2015 des Kantons Luzern betrugen die Wähleranteile in Rothenburg: CVP 29,2 %, SVP 26,2 %, FDP 17,9 %, SP 17,7 %, GPS 4,7 %, glp 3,0 %.[6]

Nationalratswahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Schweizer Parlamentswahlen 2015 betrugen die Wähleranteile in Rothenburg: SVP 30,6 %, CVP 23,0 %, SP 16,6 %, FDP 16,2 %, glp 5,4 %, GPS 5,2 %, BDP 1,7 %.[7]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt an der Bahnlinie Luzern–Olten und verfügt über eine Bahnstation "Rothenburg Station". Dem Namen entgegen liegt die Station "Rothenburg Dorf" auf Gemeindegebiet von Emmen LU, da diese aber in unmittelbarer Nähe zu Rothenburg ist der Name. Mit dem Umland ist sie per Öffentlichen Verkehr ausserdem durch die Buslinien Luzern–Beromünster–Rickenbach LU und Luzern–Rain verbunden.

Rothenburg liegt an der Strasse Luzern–Beromünster. Der nächste Autobahnanschluss ist Rothenburg unmittelbar in der Gemeinde.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Rothenburg ist der Heimort des Radballvereins RBC Rothenburg.
  • Handballclub Rothenburg HCR
  • Fussballclub Rothenburg

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alte Brücke Rothenburg
  • Alte Holzbrücke
  • Bertiswiler Kirche
  • Spycher
  • Toni’s Zoo
  • Spielplatz Chärnsmatt mit Kleinbahn-Anlage

Einkaufen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit November 2011 ist Rothenburg Standort des schwedischen Möbelriesen IKEA. Damit ist es die einzige IKEA in der Zentralschweiz

Partnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Rotenburg an der Fulda besteht eine Gemeindepartnerschaft.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Rothenburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ständige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeitskategorie, Geschlecht und Gemeinde (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. Ständige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeitskategorie, Geschlecht und Gemeinde (Ständige Wohnbevölkerung)
  3. LUSTAT Jahrbuch Kanton Luzern 2012 – Gemeindeprofil_2012.pdf. In: rothenburg.ch. Abgerufen am 5. Juli 2013 (PDF; 175 KB).
  4. Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung nach demographischen Komponenten, institutionellen Gliederungen, Staatsangehörigkeit und Geschlecht (Bundesamt für Statistik, STAT-TAB)
  5. LUSTAT: Gemeindeprofil Rothenburg
  6. LUSTAT: Gemeindeprofil Rothenburg
  7. Nationalratswahlen 2015: Stärke der Parteien und Wahlbeteiligung nach Gemeinden. In: Ergebnisse Nationalratswahlen 2015. Bundesamt für Statistik, 2016, abgerufen am 1. Juni 2016.