Schongau LU

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LU ist das Kürzel für den Kanton Luzern in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Schongauf zu vermeiden.
Schongau
Wappen von Schongau
Staat: Schweiz
Kanton: Luzern LU
Wahlkreis: Hochdorf
BFS-Nr.: 1041i1f3f4
Postleitzahl: 6288
Koordinaten: 662862 / 235613Koordinaten: 47° 16′ 6″ N, 8° 16′ 10″ O; CH1903: 662862 / 235613
Höhe: 639 m ü. M.
Fläche: 12,46 km²
Einwohner: 1012 (31. Dezember 2015)[1]
Einwohnerdichte: 81 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne Bürgerrecht)
5,9 % (31. Dezember 2015)[2]
Website: www.schongau.ch
Karte
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Schongau ist eine politische Gemeinde im Wahlkreis Hochdorf des Kantons Luzern in der Schweiz.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schongau liegt über dem Hallwilersee auf den nördlichen Ausläufern des Lindenbergs. Im Norden der Gemeinde, an der Grenze zum Kanton Aargau, liegt der Ortsteil Niederschongau. Er besteht aus dem nördlich gelegenen Hinterdorf (620 m ü. M.) und dem südlich anschliessenden Vorderdorf (639 m ü. M.). Im Zentrum der Gemeinde liegt der Ortsteil Mettmenschongau (671 m ü. M.), östlich davon Oberschongau (745 m ü. M.) mit dem südöstlich angrenzenden Weiler Chalchtaren (776 m ü. M.). Südlich von Mettmenschongau liegt der Ortsteil Rüdikon (663 m ü. M.). Und im Südosten liegen – in Nordwest-Südost-Richtung – die Weiler Kretzhof (754 m ü. M.), Peyerhof (791 m ü. M.) und Luckel (802 m ü. M.). Vom Ursprung beim Kretzhof fliesst der Mettmenschongauerbach in nordwestlicher Richtung und durchquert dabei die Ortsteile Mettmenschongau und Niederschongau. Von der Gemeindefläche von 1243 ha wird 70,4 % landwirtschaftlich genutzt. Da nur 3,5 % des Gemeindeareals Siedlungsfläche ist, besteht der grosse Rest aus Wald und Gehölz, welche 26,1 % der Gemeindefläche bedecken.

Die luzernischen Nachbargemeinden von Schongau sind Aesch und Hitzkirch. Ausserdem grenzt der Ort im Norden an die Gemeinden Bettwil und Fahrwangen, im Osten an Buttwil, welche alle im Kanton Aargau liegen.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1850 1'077
1888 802
1930 792
1950 726
1960 734
1970 743
1980 678
1990 669
2000 729
2010 866

Von 1850 bis 1888 ging die Bevölkerung durch Abwanderung massiv zurück (1850–1888: −25,5 %), blieb dann – mit Ausnahme des Jahrs 1930 – stabil, um danach in zwei Schritten bis zum absoluten Tiefpunkt 1990 zu sinken (1930–1990: −15,5 %). Seither wächst sie wieder stark an (1990–2004: +20,6 %).

Sprachen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Alltag spricht die Bevölkerung eine hochalemannische Mundart. Bei der letzten Volkszählung im Jahr 2000 gaben 97,26 % Deutsch, 1,10 % Albanisch und 0,55 % Serbokroatisch als Hauptsprache/Alltagssprache an.

Religionen – Konfessionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Früher waren alle Bewohner Mitglied der Römisch-Katholischen Kirche. Durch Kirchenaustritte und Zuwanderung ergibt sich folgendes Bild: 83,13 % der Einwohner sind römisch-katholische, 8,92 % evangelisch-reformierte und 1,10 % orthodoxe Christen. Ausserdem gibt es 2,88 % Konfessionslose und 1,10 % Muslime. Die Orthodoxen sind ethnische Serben und Montenegriner, die Muslime albanischer Herkunft (Stand 2000).

Herkunft – Nationalität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ende 2014 waren von den 1'004 Einwohnern 949 Schweizer und 55 (= 5,5 %) Ausländer.[3] Die Einwohnerschaft bestand aus 94,5 % Schweizer Staatsbürgern. Ende 2014 stammten die ausländischen Einwohner aus Deutschland (70,9 %), Italien (3,6 %) und Serbien inklusive Kosovo (3,6 %). 12,7 % stammten aus dem übrigen Europa und 9,1 % waren aussereuropäischer Herkunft.[4]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Schongau wurden Reste römischer Bauten ausgegraben. Die Gemeinde ist also schon früh besiedelt worden. Bereits im Jahr 831 wird sie erstmals namentlich erwähnt, als ein Adalbert dem Kloster St. Gallen seinen Besitz in Scongaua vermacht. Sie wurde dann ein Besitz der Grafen von Lenzburg und kam später unter die Herrschaft der Habsburger. Die niedere Gerichtsbarkeit übte der Chorherrenstift Beromünster aus. Wilhelm von Grünenberg verkaufte die damals von den Habsburgern verpfändete Gemeinde 1415 an Sursee. Bereits fünf Jahre später übernahm die Stadt Luzern die Herrschaft und Schongau gehörte bis 1798 zur Landvogtei Michelsamt. Von 1798 bis 1803 bildete sie einen Teil des Distrikts Beromünster – seit letzterem Jahr zum damals neu geschaffenen Amt Hochdorf.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat Schongau besteht aus fünf Mitgliedern und ist wie folgt aufgestellt:

  • Josef Muff-Keusch (CVP): Gemeindepräsident
  • Ruth Keller-Hofstetter (FDP): Bildung, Kultur, Freizeit und Sport
  • Roland Moser-Rybarz (parteilos): Öffentliche Sicherheit, Umwelt und Energie, Ortsmarketing
  • Herbert Stutz (CVP): Finanzen und Steuern, Fürsorge, Vormundschaft und Gesundheit
  • Fredy Stutz-Huber (CVP): Bau- und Raumplanung, Gewerbe und Industrie

Kantonsratswahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Kantonsratswahlen 2015 des Kantons Luzern betrugen die Wähleranteile in Schongau: SVP 37,3 %, CVP 37,8 %, FDP 13,7 %, GPS 7,9 %, glp 3,1 %, SP 2,5 %.[5]

Nationalratswahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Schweizer Parlamentswahlen 2015 betrugen die Wähleranteile in Schongau: SVP 41,5 %, CVP 27,0 %, FDP 12,6 %, SP 6,6 %, GPS 5,3 %, glp 4,7 %, BDP 1,4 %, EVP 1,7 %.[6]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort ist durch die Buslinie Hitzkirch–Schongau ans Netz des öffentlichen Verkehrs angebunden. In Hitzkirch gibt es eine Bahnstation der Linie Luzern–Lenzburg. Schongau liegt an der Nebenstrasse Aesch LU–Muri AG. Die nächsten Autobahnanschlüsse sind Lenzburg an der A1 in 19 km und Sempach an der A2 in 24 km Entfernung

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Schongau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ständige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeitskategorie, Geschlecht und Gemeinde (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. Ständige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeitskategorie, Geschlecht und Gemeinde (Ständige Wohnbevölkerung)
  3. Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung nach demographischen Komponenten, institutionellen Gliederungen, Staatsangehörigkeit und Geschlecht (Bundesamt für Statistik, STAT-TAB)
  4. LUSTAT: Gemeindeprofil Schongau
  5. LUSTAT: Gemeindeprofil Schongau
  6. Nationalratswahlen 2015: Stärke der Parteien und Wahlbeteiligung nach Gemeinden. In: Ergebnisse Nationalratswahlen 2015. Bundesamt für Statistik, 2016, abgerufen am 1. Juni 2016.