Amt Schlieben

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Für das Amt im Kurfürstentum Sachsen siehe Amt Schlieben (Kurfürstentum Sachsen).
Wappen Deutschlandkarte
Das Amt Schlieben führt kein Wappen
Amt Schlieben
Deutschlandkarte, Position des Amtes Schlieben hervorgehoben
Koordinaten: 51° 43′ N, 13° 23′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Elbe-Elster
Fläche: 210,82 km2
Einwohner: 5369 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 25 Einwohner je km2
Amtsschlüssel: 12 0 62 5209
Amtsgliederung: 5 Gemeinden
Adresse der
Amtsverwaltung:
Herzberger Straße 7
04936 Schlieben
Webpräsenz: www.amt-schlieben.de
Amtsdirektor: Andreas Polz
Lage des Amtes Schlieben im Landkreis Elbe-Elster
Bad Liebenwerda Crinitz Doberlug-Kirchhain Elsterwerda Falkenberg Fichtwald Finsterwalde Gorden-Staupitz Großthiemig Gröden Heideland Herzberg Hirschfeld Hohenbucko Hohenleipisch Kremitzaue Lebusa Lichterfeld-Schacksdorf Massen-Niederlausitz Merzdorf Mühlberg/Elbe Plessa Röderland Rückersdorf Sallgast Schilda Schlieben Schönborn Schönewalde Schraden Sonnewalde Tröbitz Uebigau-Wahrenbrück BrandenburgKarte
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Das Amt Schlieben ist ein 1992 gebildetes Amt im Landkreis Elbe-Elster des Landes Brandenburg, in dem zunächst 16 Gemeinden im damaligen Kreis Herzberg (heute im Landkreis Elbe-Elster) zu einem Verwaltungsverbund zusammengefasst wurden. Amtssitz ist die Stadt Schlieben. Durch Gemeindezusammenschlüsse und Eingliederungen hat das Amt derzeit nur noch fünf Gemeinden.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Amt Schlieben liegt im nördlichen Teil des Landkreises Elbe-Elster und grenzt im Nordwesten an die amtsfreie Stadt Schönewalde, im Norden an das Amt Dahme/Mark (Landkreis Teltow-Fläming), im Nordosten an die amtsfreie Gemeinde Heideblick (Landkreis Dahme-Spreewald), im Osten an die amtsfreie Stadt Sonnewalde, die amtsfreie Stadt Doberlug-Kirchhain im Süden sowie an die amtsfreie Stadt Herzberg (Elster) im Westen. Während die Landschaft im Westen in das Elbe-Elster-Land übergeht, stellen die Grenzen im Norden der Fläming und im Osten der Niederlausitzer Grenzwall dar. Letzterer dient zugleich der Abgrenzung zur Region der Niederlausitz.

Gemeinden und Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Derzeit verwaltet das Amt Schlieben fünf Gemeinden:[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In einer Bekanntmachung vom 9. Juli 1992 erteilte der Minister des Innern des Landes Brandenburg seine Zustimmung zur Bildung des Amtes Schlieben[3]. Als Zeitpunkt des Zustandekommens des Amtes wurde der 21. Juli 1992 festgelegt. Als Amtssitz wurde die Stadt Schlieben bestimmt. Es bestand zunächst aus 16 Gemeinden im damaligen Kreis Herzberg: Frankenhain, Freileben, Hillmersdorf, Hohenbucko, Jagsal, Kolochau, Körba, Lebusa, Malitschkendorf, Naundorf, Oelsig, Proßmarke, Stechau, Wehrhain, Werchau und der Stadt Schlieben.

Zum 1. November 2001 hat das Ministerium des Innern die Bildung einer neuen Stadt Schlieben aus den Gemeinden des Amtes Schlieben Frankenhain, Jagsal, Oelsig, Wehrhain, Werchau und der Stadt Schlieben genehmigt[4].

Zum 15. Dezember 2001 erfolgte die Genehmigung zur Bildung einer neuen Gemeinde Lebusa aus den Gemeinden des Amtes Schlieben Freileben, Körba und Lebusa[5]. Am 31. Dezember 2001 schlossen sich Hohenbucko und Proßmarke zur neuen Gemeinde Hohenbucko zusammen[6]. Ebenfalls zum 31. Dezember 2001 erfolgte der Zusammenschluss der Gemeinden Kolochau, Malitschkendorf und Polzen zur neuen Gemeinde Kremitzaue[7]. Auch der Zusammenschluss der Gemeinden Hillmersdorf, Naundorf und Stechau zur neuen Gemeinde Fichtwald wurde zum 31. Dezember 2001 wirksam[8]. Damit hatte sich die Zahl der amtsangehörigen Gemeinden auf fünf reduziert.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1992 6 780
1993 6 901
1994 6 881
1995 6 836
1996 6 785
1997 6 806
Jahr Einwohner
1998 6 784
1999 6 454
2000 6 403
2001 6 637
2002 6 616
2003 6 507
Jahr Einwohner
2004 6 413
2005 6 292
2006 6 104
2007 6 030
2008 5 946
2009 5 854
Jahr Einwohner
2010 5 779
2011 5 651
2012 5 609
2013 5 531
2014 5 458
2015 5 369

Gebietsstand des jeweiligen Jahres,[9][10] ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Amtsdirektor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Andreas Polz wurde am 6. November 2014 durch den Amtsausschuss für eine Amtsdauer von acht Jahren gewählt. [11]

Eigenbezeichnung "Schliebener Land" - Tourismus und historischer Umfang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Amtsgebäude Schlieben

Unter der Eigenbezeichnung "Schliebener Land" wird der Amtsbereich heute touristisch vermarktet. Die Region stellt einen Übergangsbereich zwischen Höhenland und Flachland dar. Die Ausläufer der angrenzenden Höhenrücken beeinflussen teilweise stark das Landschaftsbild um Schlieben. Zahlreiche Radwege, unter anderem mit Anschluss an den Fläming-Skate, bieten Touristen naturnahe Ausflugsmöglichkeiten.

Der historische Umfang des Schliebener Landes reicht weit über die heutigen Grenzen hinaus und entspricht dem Amtsbereich im Kurfürstentum Sachsen. Demnach befanden sich im Amtsbereich einst 35 Dörfer. Bis heute besteht reger Kontakt und die Bereitschaft zur Rückbesinnung auf die gemeinsame Geschichte, wenngleich einige Gebietsreformen die Verwaltung verändert haben.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2015 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Website des Amtes Schlieben
  3. Bildung der Ämter Vetschau, Schlieben, Angermünde-Land, GrünheideGroßräschen, Lübbenau, Unteres Dahmeland und Calau. Bekanntmachung des Ministers des Innern vom 30. Juni 1992. Amtsblatt für Brandenburg - Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 3. Jahrgang, Nummer 54, 31. Juli 1992, S. 968/9.
  4. Bekanntmachung des Ministeriums des Innern vom 7. September 2001 Bildung einer neuen Stadt Schlieben. Amtsblatt für Brandenburg Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 12. Jahrgang, 2001, Nummer 44, Potsdam, den 30. Oktober 2001, S. 694/5 PDF
  5. Bildung einer neuen Gemeinde Lebusa. Bekanntmachung des Ministeriums des Innern vom 5. September 2001 Amtsblatt für Brandenburg Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 12. Jahrgang, 2001, Nummer 44, Potsdam, den 30. Oktober 2001, S. 695 PDF
  6. Bildung einer neuen Gemeinde Hohenbucko. Bekanntmachung des Ministeriums des Innern vom 19. Oktober 2001 Amtsblatt für Brandenburg Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 12. Jahrgang, 2001, Nummer 47, Potsdam, den 21. November 2001, S. 786 PDF
  7. Bildung einer neuen Gemeinde Kremitzaue. Bekanntmachung des Ministeriums des Innern vom 4. Dezember 2001 Amtsblatt für Brandenburg Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 12. Jahrgang, 2001, Nummer 52, Potsdam, den 27. Dezember 2001, S. 895 PDF
  8. Bildung einer neuen Gemeinde Fichtwald. Bekanntmachung des Ministeriums des Innern vom 9. Oktober 2001 Amtsblatt für Brandenburg Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 12. Jahrgang, 2001, Nummer 44, Potsdam, den 30. Oktober 2001, S. 696 PDF
  9. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Elbe-Elster. S. 12-13
  10. Bevölkerung im Land Brandenburg von 1991 bis 2015 nach Kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden, Tabelle 7
  11. Andreas Polz ist der neue Amtsdirektor in Schlieben. In: Lausitzer Rundschau, 8. November 2014

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Amt Schlieben – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien