Kremitzaue

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Kremitzaue führt kein Wappen
Kremitzaue
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Kremitzaue hervorgehoben

Koordinaten: 51° 43′ N, 13° 19′ O

Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Elbe-Elster
Amt: Schlieben
Höhe: 85 m ü. NHN
Fläche: 23,59 km2
Einwohner: 806 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 34 Einwohner je km2
Postleitzahlen: 04916 (Polzen),
04936 (Kolochau, Malitschkendorf)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahl: 035361
Kfz-Kennzeichen: EE, FI, LIB
Gemeindeschlüssel: 12 0 62 282
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der Amtsverwaltung: Herzberger Straße 7
04936 Schlieben
Website: www.kremitzaue.de
Bürgermeister: Reinhard Claus
Lage der Gemeinde Kremitzaue im Landkreis Elbe-Elster
Bad LiebenwerdaCrinitzDoberlug-KirchhainElsterwerdaFalkenbergFichtwaldFinsterwaldeGorden-StaupitzGroßthiemigGrödenHeidelandHerzbergHirschfeldHohenbuckoHohenleipischKremitzaueLebusaLichterfeld-SchacksdorfMassen-NiederlausitzMerzdorfMühlberg/ElbePlessaRöderlandRückersdorfSallgastSchildaSchliebenSchönbornSchönewaldeSchradenSonnewaldeTröbitzUebigau-WahrenbrückBrandenburgKarte
Über dieses Bild

Kremitzaue ist eine Gemeinde im Landkreis Elbe-Elster in Brandenburg (Deutschland). Sie gehört dem Amt Schlieben mit Sitz in der Stadt Schlieben an.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde bildet landschaftlich den Übergang zwischen dem typischen Tiefland der Schwarzen Elster im Westen und den nach Norden und Osten zunehmenden eiszeitlichen Hügellandschaften im nördlichen Elbe-Elster-Kreis.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kremitzaue besteht aus den Ortsteilen Kolochau, Malitschkendorf und Polzen.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1346 wurde Kolochau erstmals urkundlich in den Meißner Bistumsmatrikeln erwähnt.

Malitschkendorf findet sich erstmals 1290 im Urkundenbuch des Klosters Doberlug. Der Name ist eine deutsch-slawische Mischung. Sie geht entweder auf den Personennamen Malutschka zurück[3] oder auf die Bedeutung sehr kleines Dorf.

Polzen wurde um 1420 als "Bolczin" das erste Mal erwähnt.

Kolochau, Malitschkendorf und Polzen gehörten seit 1816 zum Kreis Schweinitz in der preußischen Provinz Sachsen und ab 1952 zum Kreis Herzberg im DDR-Bezirk Cottbus. Seit 1993 liegen sie im brandenburgischen Landkreis Elbe-Elster.

Die Gemeinde Kremitzaue entstand am 31. Dezember 2001 aus dem freiwilligen Zusammenschluss der bis dahin selbstständigen Gemeinden Kolochau, Malitschkendorf und Polzen.[4]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Kolochau Malitschkendorf Polzen Jahr Kremitzaue Jahr Kremitzaue
1875 480 260 320 2001 1 021 2015 809
1910 480 250 340 2005 989 2016 803
1939 501 237 378 2010 921 2017 788
1946 656 361 515 2011 876 2018 806
1950 654 319 496 2012 865
1971 546 247 401 2013 830
1990 480 215 329 2014 828
1995 710 200 328
2000 466 212 340

Gebietsstand des jeweiligen Jahres, Einwohnerzahl[5][6][7]: Stand 31. Dezember, ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindevertretung von Kremitzaue besteht aus 10 Gemeindevertretern und dem ehrenamtlichen Bürgermeister. Die Kommunalwahl am 26. Mai 2019 ergab folgende Sitzverteilung:[8]

Wählergruppe Sitze
Kolochauer Unabhängige Wählergemeinschaft 5
Wählergemeinschaft Polzen 3
Wählergemeinschaft Malitschkendorf 2

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • seit 2003: Reinhard Claus (Kolochauer Unabhängige Wählergemeinschaft)[9]

Claus wurde in der Bürgermeisterwahl am 26. Mai 2019 ohne Gegenkandidat mit 78,5 % der gültigen Stimmen für eine weitere Amtszeit von fünf Jahren[10] gewählt.[11]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Liste der Baudenkmale in Kremitzaue stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Baudenkmale.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kremitzaue liegt an der Bundesstraße 87 zwischen Herzberg (Elster) und Schlieben.

Der Haltepunkt Kolochau lag an der Bahnstrecke Falkenberg/Elster–Beeskow, die 1995 stillgelegt wurde.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2018 (XLSX-Datei; 223 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Dienstleistungsportal der Landesverwaltung Brandenburg. Gemeinde Kremitzaue
  3. Märkische Oderzeitung/Frankfurter Stadtbote, 1. August 2006, S. 9
  4. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2001
  5. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Elbe-Elster. S. 18–21
  6. Bevölkerung im Land Brandenburg von 1991 bis 2015 nach Kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden, Tabelle 7
  7. Amt für Statistik Berlin-Brandenburg (Hrsg.): Statistischer Bericht A I 7, A II 3, A III 3. Bevölkerungsentwicklung und Bevölkerungsstand im Land Brandenburg (jeweilige Ausgaben des Monats Dezember)
  8. Ergebnis der Kommunalwahl am 26. Mai 2019
  9. Kommunalwahlen 26.10.2003. Bürgermeisterwahlen, S. 24
  10. Brandenburgisches Kommunalwahlgesetz, § 73 (1)
  11. Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 26. Mai 2019

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kremitzaue – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien