Hohenbucko

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Hohenbucko führt kein Wappen
Hohenbucko
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Hohenbucko hervorgehoben
Koordinaten: 51° 46′ N, 13° 28′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Elbe-Elster
Amt: Schlieben
Höhe: 131 m ü. NHN
Fläche: 43,04 km2
Einwohner: 646 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 15 Einwohner je km2
Postleitzahl: 04936
Vorwahl: 035364
Kfz-Kennzeichen: EE, FI, LIB
Gemeindeschlüssel: 12 0 62 237
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Amtsverwaltung: Herzberger Straße 7
04936 Schlieben
Bürgermeister: Dennis Lürding
Lage der Gemeinde Hohenbucko im Landkreis Elbe-Elster
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Über dieses Bild

Hohenbucko ist eine amtsangehörige Gemeinde im Landkreis Elbe-Elster in Brandenburg. Sie gehört seit 1992 dem Amt Schlieben mit Sitz in der Stadt Schlieben an.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hohenbucko liegt am „Dreiländereck“ der Landkreise Elbe-Elster, Teltow-Fläming und Dahme-Spreewald.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsteile der Gemeinde sind Hohenbucko und Proßmarke.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirche

Der Ort wurde 1346 im Meißner Bistumsmatrikel als Hoenbockaw erstmals urkundlich erwähnt.[3] 1419 wird der Ort als Buckow bei Schlieben genannt. Der Name ist eine sorbisch-deutsche Mischung: Hohen- weil auf einer Anhöhe gelegen, -bucko (von Bukowina) bedeutet Rotbuche, Rotbuchenwald.[4]

Hohenbucko lag an einer alten Handelsstraße. Die Bewohner lebten von Ackerbau und Holzwirtschaft. Um 1512 führte der Schenk von Landsberg räuberische Überfälle gegen das Dorf und ließ es niederbrennen. Auch im Dreißigjährigen Krieg erlitten die Bewohner von Hohenbucko viele Grausamkeiten, abwechselnd von kaiserlichen (1631) und schwedischen Truppen (1637). Im Jahr 1634 wütete die Pest im Ort.[5]

Zum 31. Dezember 2001 wurde aus den Gemeinden Hohenbucko und Proßmarke die neue Gemeinde Hohenbucko gebildet.[6]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1875 500
1890 500
1910 520
1925 532
1933 538
1939 501
1946 756
1950 797
1964 720
1971 699
Jahr Einwohner
1981 687
1985 681
1989 654
1990 628
1991 614
1992 601
1993 604
1994 594
1995 586
1996 580
Jahr Einwohner
1997 558
1998 548
1999 527
2000 530
2001[7] 777
2002 778
2003 749
2004 738
2005 727
2006 712
Jahr Einwohner
2007 709
2008 696
2009 691
2010 686
2011 683
2012 674
2013 663
2014 655
2015 646

Gebietsstand des jeweiligen Jahres,[8][9] ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindevertretung von Hohenbucko besteht aus acht Gemeindevertretern und dem ehrenamtlichen Bürgermeister. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 ergab folgende Sitzverteilung:[10]

  • Wählergemeinschaft Bürger für die Gemeinde 7 Sitze
  • Einzelbewerber Michael Lehmann 1 Sitz

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014 wurde Andreas Polz als Einzelbewerber mit 87,2 % der gültigen Stimmen für eine Amtszeit von fünf Jahren[11] gewählt.[12] Polz wurde am 6. November 2014 zum Amtsdirektor des Amtes Schlieben gewählt und gab daher sein Bürgermeisteramt auf.[13] Die Gemeindevertretung von Hohenbucko wählte im Dezember 2014 Dennis Lürding zum neuen ehrenamtlichen Bürgermeister.[14]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Postmeilensäule in Hohenbucko

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Liste der Baudenkmale in Hohenbucko stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Baudenkmale.

  • Dorfkirche, rechteckiger Findlingsbau aus dem 13. Jahrhundert
  • Kursächsische Postmeilensäule von 1750, die Poststraßen von Leipzig nach Frankfurt (Oder) und von Dahme nach Sonnewalde und Kirchhain verliefen durch Hohenbucko.
  • Proßmarker Kirche, ebenfalls ein Feldsteinbau

Museum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Dachboden des einstigen Dorfkonsums befindet sich mit dem „Dachboden der Erinnerungen“ eine private Ausstellung, welche an die Zeit der Konsum-Läden in der DDR erinnert und viele Ausstellungsstücke aus dieser Zeit präsentiert.[15][16]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hohenbucko liegt an der Bundesstraße 87 zwischen Herzberg (Elster) und Luckau sowie an der Landesstraße L 70 zwischen Dahme/Mark und Doberlug-Kirchhain.

Der Haltepunkt Hohenbucko-Lebusa lag an der Bahnstrecke Falkenberg/Elster–Beeskow. Die Strecke wurde 1995 stillgelegt.

Anonyme Bestattungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2008 schloss die Gemeinde eine Vereinbarung mit der DF Deutsche Feuerbestattungen GmbH, die dem Unternehmen ermöglicht, einen Teil des Friedhofs für anonyme Urnenbestattungen zu nutzen.[17] Seitdem werden dort, vor allem aus Kostengründen, in Kooperation mit örtlichen Bestattern Urnen aus ganz Deutschland beigesetzt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2015 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Dienstleistungsportal der Landesverwaltung Brandenburg. Gemeinde Hohenbucko
  3. Märkische Oderzeitung. 13. Juli 2006, S. 9.
  4. A. Richter: Der Kreis Schweinitz. In: Eine kleine Heimatkunde für die Schulen des Kreises. 1912.
  5. Hans-Dieter Lehmann: Bilder aus dem Schliebener Amtsbereich, Hohenbucko. In: Schliebener Amtsnachrichten. 19. Mai 1995.
  6. Bildung einer neuen Gemeinde Hohenbucko Bekanntmachung des Ministeriums des Innern vom 19. Oktober 2001. Amtsblatt für Brandenburg Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 12. Jahrgang, 2001, Nummer 47, Potsdam, den 21. November 2001, S. 786 PDF
  7. Gemeindefusion mit Proßmarke
  8. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Elbe-Elster. S. 18-21
  9. Bevölkerung im Land Brandenburg von 1991 bis 2015 nach Kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden, Tabelle 7
  10. Ergebnis der Kommunalwahl am 25. Mai 2014
  11. § 73 des Brandenburgischen Kommunalwahlgesetzes
  12. Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014
  13. Andreas Polz ist der neue Amtsdirektor in Schlieben. In: Lausitzer Rundschau, 8. November 2014
  14. Der Neue an der Gemeindespitze. In: Lausitzer Rundschau, 11. Dezember 2014
  15. Homepage des „Dachbodens der Erinnerung“
  16. Erinnerungen gibt es gratis. In: Lausitzer Rundschau. Region: Herzberg, 26. Mai 2009.
  17. Lausitzer Rundschau vom 19. April 2008, abgerufen am 7. Juli 2017

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hohenbucko – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien