Anna Christmann

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Anna Christmann (2018)
Anna Christmann beim March for Science Stuttgart (April 2017)

Anna Christmann (* 24. September 1983 in Hannover) ist eine deutsche Politikerin der Partei Bündnis 90/Die Grünen. Christmann ist seit 2017 Mitglied des 19. Deutschen Bundestages, sie zog über die grüne Landesliste von Baden-Württemberg ein.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausbildung und Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anna Christmann wurde 1983 in Hannover geboren. Nach dem Abschluss ihres Abiturs zog Christmann 2002 nach Heidelberg. Dort studierte sie an der Universität Politikwissenschaften, Volkswirtschaftslehre und Mathematik, sie schloss das Studium 2008 mit einem Magister ab. Während ihres Studiums arbeitete sie unter anderem als Wahlkreismitarbeiterin für Theresia Bauer, Abgeordnete im baden-württembergischen Landtag.[1]

Ab 2008 promovierte Christmann an der Universität Bern zum Thema „Die Grenzen Direkter Demokratie“. Im Rahmen ihrer Promotion verbrachte sie auch ein Auslandssemester an der University of California in Irvine. Kurzzeitig arbeitete sie anschließend am Zentrum für Demokratie der Universität Zürich.[1]

2013 kehrte Christmann nach Stuttgart zurück und begann dort im Wissenschaftsministerium tätig zu sein, unter anderem als Büroleiterin bei Landeswissenschaftsministerin Theresia Bauer.[1]

Politisches Engagement[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anna Christmann ist nach eigener Aussage seit 2003 Mitglied von Bündnis 90/Die Grünen. Sie engagierte sich in ihrer Hochschulzeit für die lokale Hochschulgruppe und war Mitglied des Heidelberger Kreisvorstandes.[1]

Anna Christmann ist außerdem Mitglied der überparteilichen Europa-Union Deutschland, die sich für ein föderales Europa und den europäischen Einigungsprozess einsetzt.

Abgeordnete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2016 kandidierte Christmann für eine mögliche Aufstellung als Kandidatin für die Bundestagswahl 2017. Der Stuttgarter Kreisverband nominierte Christmann neben Cem Özdemir (für Wahlkreis I) als Kandidatin für den Bundestagswahlkreis Stuttgart II.[2] Der Landesparteitag der baden-württembergischen Grünen wählte Christmann im November 2016 auf den elften Platz der Landesliste. Im Wahlkampf setzte sich Christmann unter anderem für mehr politische Mitbestimmung (Volksentscheide), Wohnungsbau und Umweltschutz ein.[3] Der SWR bezeichnete sie dem „Realo-Flügel“ zugehörig.[4]

Bei der Bundestagswahl 2017 erreichten die Grünen in Baden-Württemberg 13,4 Prozent (und damit 2,5 Prozent mehr als 2013). Christmann zog als elfte von 13 gewählten Kandidaten der Landesliste in den Bundestag.[5][6]

Für die Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen ist sie Sprecherin für Bürgerschaftliches Engagement sowie Innovations- und Technologiepolitik.[7] Sie ist ordentliches Mitglied des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung, des Ausschusses Digitale Agenda, des Unterausschusses Bürgerschaftliches Engagement, Obfrau der Enquete-Kommission Künstliche Intelligenz und stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Seit 2019 ist Anna Christmann Mitglied der Deutsch-Französischen Parlamentarischen Versammlung.

Privat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Christmann ist verheiratet und wohnt mit ihrem Mann und Kind in Stuttgart-Zuffenhausen.[1]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Anna Christmann – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e Anna Christmann: Über mich. Abgerufen am 25. September 2017 (ohne Datum).
  2. Konstantin Schwarz: Sattes Ergebnis für Parteichef Cem Özdemir. In: Stuttgarter Nachrichten. 22. September 2016, abgerufen am 25. September 2017.
  3. Ralf Recklies: Einsatz für mehr Mitbestimmung. In: Stuttgarter Zeitung. 5. September 2017, abgerufen am 25. September 2017.
  4. Grüne wählen ihre Landesliste. SWR.de, 20. November 2016, abgerufen am 25. September 2017.
  5. Vorläufiges Ergebnis der Wahl zum 19. Deutschen Bundestag am 24. September 2017 mit Vergleichsangaben von 2013 – Land Baden-Württemberg. (PDF) Landeswahlleiterin Baden-Württemberg, 24. September 2017, abgerufen am 25. September 2017.
  6. Pressemitteilung: Vorläufiges Ergebnis der Bundestagswahl 2017. (PDF) Ministerium für Inneres, Digitales und Migration Baden-Württemberg, 25. September 2017, abgerufen am 25. September 2017.
  7. Abgeordnete. Dr. Anna Christmann. In: Bündnis 90/Die Grünen - Bundestagsfraktion. Abgerufen am 20. November 2018.