Apice

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Apice
Wappen
Apice (Italien)
Apice
Staat Italien
Region Kampanien
Provinz Benevento (BN)
Koordinaten 41° 7′ N, 14° 56′ OKoordinaten: 41° 7′ 0″ N, 14° 56′ 0″ O
Höhe 245 m s.l.m.
Fläche 48,8 km²
Einwohner 5.631 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte 115 Einw./km²
Postleitzahl 82021
Vorwahl 0824
ISTAT-Nummer 062003
Volksbezeichnung Apicesi
Schutzpatron San Giovanni Battista (24. Juni)
Website Apice

Apice ist eine Gemeinde in Italien in der Region Kampanien in der Provinz Benevento mit 5631 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2016). Sie ist Mitglied der Bergkommune Comunità Montana del Fortore.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage von Apice in der Provinz Benevento

Die Gemeinde liegt etwa 11 km östlich der Provinzhauptstadt Benevent am Fluss Calore Irpino. Die Nachbargemeinden sind Ariano Irpino (AV), Bonito (AV), Buonalbergo, Calvi, Melito Irpino (AV), Mirabella Eclano (AV), Montecalvo Irpino (AV), Paduli, San Giorgio del Sannio, Sant’Arcangelo Trimonte und Venticano (AV). Die Ortsteile lauten Calvano, Castel di Fiego, Corsano Scalo, Cupazzo, Fontana Fulla, Giardinelli, Monte, Morroni, Palata, Pazzano, Piano Tignano, Raitelle, Ripone, San Donato, San Martino, Santa Lucia, Sant’Antonio, San Teodoro, Selva, Starza und Vernacchini.

Der Ort besteht aus einem in den 1980er Jahren gebauten Neubausiedlung und einer bei einem Erdbeben zerstörten Geisterstadt. Der Zugang zur Geisterstadt ist aus Sicherheitsgründen provisorisch gesperrt, aber der Zutritt ist dennoch nicht verboten.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits in den 1930er Jahren und 1960er Jahren gab es in Apice mehrere starke Erdbeben.[3][4]

Der historische Teil von Apice ist heute eine Geisterstadt.[5][6] Bei einem starken Erdbeben am 23. November 1980 wurde die Stadt von den 6500 Einwohnern verlassen[7] und aufgrund zu hoher Kosten nicht mehr aufgebaut. Die Gemeinde gilt als Relikt der Zeit der späten 1970er Jahre, da sehr viele Gegenstände nicht mitgenommen wurden. Der Bürgermeister harrte bis 2007 im Ort aus. Im historischen Apice betreibt noch ein Friseurmeister, der außerhalb wohnt, einen nicht einsturzgefährdeten Laden am Rande der Stadt.[3][2]

Nach dem Beben wurde Apice in der Nähe neu errichtet und beherbergt in modernen Häusern heute die meisten der geflüchteten Einwohner.[2]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde lebt hauptsächlich von der Landwirtschaft.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben einigen Profan- und Sakralbauten im neuen Apice sind insbesondere das alte Palazzo und die Kirche in den Ruinen der Geisterstadt sehenswert. Diese Gebäude gehören zu den wenigen Gebäuden des Ortes, die nicht einsturzgefährdet sind.[2]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Castle of Apice – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2016.
  2. a b c d Apice - Geisterstadt in Italien. Galileo, abgerufen am 22. Januar 2016.
  3. a b Fünfte Station ist Apice. Abgerufen am 22. Januar 2016.
  4. http://www.quakebulletin.com/quake/ct/IT04/21176301
  5. http://www.sueddeutsche.de/kultur/fuenfte-station-in-apice-italien-loveson-1.1868305
  6. http://www.dailymail.co.uk/news/article-3961094/The-Italian-ghost-town-left-abandoned-35-years-ENTIRE-population-fled-terror-earthquake-hit.html
  7. http://www.dailymail.co.uk/news/article-3155481/The-towns-time-forgot-Haunting-images-Italy-s-abandoned-ghost-towns-left-eerie-splendour-untouched-deserted-half-century-ago.html