Arzneiform

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Als Arzneiform oder auch galenische Form bezeichnet man die Zubereitung, welche aus dem Arzneistoff und den zugesetzten Hilfsstoffe besteht. Manchmal ist es notwendig, eine Arzneiform vor der Anwendung in die Darreichungsform umzuformen. Ein Beispiel dafür ist der Antibiotikatrockensaft, der aufgrund von Stabilitätsproblemen erst vor der Anwendung in eine Suspension umgewandelt wird. Wenn keine Hilfsstoffe benötigt werden, stellt der Wirkstoff selbst schon die vollständige Arzneiform dar. Allerdings haben einzeln dosierte Pulver, sei es als reiner Wirkstoff oder als Gemisch aus Wirk- und Hilfsstoffen, als eigenständige Arzneiform aufgrund der vielen Nachteile heute kaum noch Bedeutung. Eine Arzneiform besteht demnach aus Wirk- und Hilfsstoffen, die in einer besonderen Art verarbeitet sind.

Der Arzneiform kommt – neben dem eigentlichen Wirkstoff oder Wirkstoffgemisch – eine entscheidende Bedeutung für die Wirksamkeit des Arzneimittels zu. Sie bestimmt die wesentlichen Eigenschaften der fertigen pharmazeutischen Zubereitung (Herstellung, Lagerung, Haltbarkeit, Pharmakokinetik, mikrobielle Reinheit, Verpackung usw.) mit. Um die Wirkung eines Medikamentes richtig zu beurteilen, muss die Arzneiform neben dem reinen Wirkstoff stets mit berücksichtigt werden.

Einteilung der Arzneiformen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kurt H. Bauer, Karl-Heinz Frömming, Claus Führer, Bernhardt C. Lippold: Lehrbuch der Pharmazeutischen Technologie. 8. Auflage. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Stuttgart 2006, ISBN 3-8047-2222-9.
  • Willem Frans Daems: Arzneiformen. In: Lexikon des Mittelalters I, Sp. 1094–1096.
  • Rudolf Voigt, Alfred Fahr: Pharmazeutische Technologie. 9. Auflage. Deutscher Apotheker Verlag, Stuttgart 2006, ISBN 3-7692-2649-6.