Arzo

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Dieser Artikel behandelt eine Ortschaft in der Schweiz; für den Fussballspieler siehe César Arzo.
Arzo
Wappen von Arzo
Staat: Schweiz
Kanton: Tessin (TI)
Bezirk: Bezirk Mendrisiow
Kreis: Riva San Vitale
Politische Gemeinde: Mendrisioi2
Postleitzahl: 6864
Koordinaten: 716648 / 81612Koordinaten: 45° 52′ 34″ N, 8° 56′ 27″ O; CH1903: 716648 / 81612
Höhe: 501 m ü. M.
Fläche: 2,82 km²
Einwohner: 1271 (31. Dezember 2016)
Einwohnerdichte: 451 Einw. pro km²
Website: mendrisio.ch/quartieri/arzo/
Arzo

Arzo

Karte
Karte von Arzo
w
Kirche Santi Nazaro und Celso, Glockturm

Arzo war bis zum 4. April 2009 eine politische Gemeinde im Kreis Riva San Vitale des Bezirks Mendrisio im Schweizer Kanton Tessin.[1]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Arzo liegt auf 501 m ü. M. am Fusse des Poncione d’Arzo (1015 m ü. M.) im Tal des Flüsschens Gaggiolo, dessen Zuflüsse oberhalb von Arzo die Täler Valle d’Arzo sowie Valle Maggiore bilden. Das Dorf liegt rund 4 km westnordwestlich von Mendrisio und rund 8 km nordwestlich von Chiasso direkt an der Grenze zu Italien. Das Siedlungsgebiet ist fast vollständig mit dem von Besazio zusammengewachsen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Arzo gehörte unter den Visconti, unter der schweizerischen Herrschaft und bis 1814 zum Bezirk Lugano. 1798 bildete es einen Teil der unabhängigen Republik Riva San Vitale. Der Ort war schon im Mittelalter für seine Marmorbrüche bekannt. Arzo-Marmor wurde beispielsweise für den Bau des Doms zu Como, 1435 für die Restauration der Fassade des Brolettos in Como, für den Altar der Kirche San Pietro in Astano sowie für das Relief an der Kathedrale San Lorenzo in Lugano verwendet. Das Dorf erhob eine Abgabe auf den in seinen Brüchen gewonnenen Marmor. In der 1. Hälfte des 14. Jahrhunderts musste Arzo den Herzögen von Mailand acht Wehrpflichtige stellen.

In kirchlicher Hinsicht gehörte Arzo zur Pfarrei Riva San Vitale, von der es am 15. Oktober 1630 abgelöst und zur unabhängigen Pfarrei ausgestaltet wurde; im 18. Jahrhundert schuldete es der Mutterkirche von Riva San Vitale noch einen Zins von 415 Lire, der später abgelöst wurde.[2]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Arzo wird hauptsächlich durch die Hauptstrasse 393 erschlossen, die das Dorf mit der nur wenige Kilometer entfernten A2 sowie mit Saltrio in Italien verbindet. Die wichtigste Verbindungsstrasse für das weiter oben im Tal gelegene Dorf Meride zweigt in Arzo von der Hauptstrasse ab.

Gemeindefusion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 25. November 2007 wurde die Fusion der Gemeinden Arzo, Capolago, Genestrerio, Mendrisio, Rancate und Tremona von deren Stimmberechtigten gutgeheissen. Sie haben sich per 5. April 2009 zur neuen Gemeinde Mendrisio zusammengeschlossen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Pfarrkirche Santi Nazaro und Celso[3][4][5]
  • Festungen Arzo-Monte Orsa-Meride[6]

Infrastrukturen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Società di Mutuo Soccorso fra gli Operai della Lega dei Tre Castelli di Meride, Arzo e Tremona[7]
  • Al Castello Produzioni Cinematografiche SA[8][9]

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Associazione Sportiva della Montagna Arzo – Besazio – Meride – Tremona[10]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Rinaldo Giambonini, Agostino Robertini, Silvano Toppi: Arzo. In: Il Comune. Edizioni Giornale del Popolo, Lugano 1971, S. 21–32.
  • Giovanni Piffaretti: Pagliuzze di storia di Arzo. Mendrisio 1991.
  • Giovanni Piffaretti: Strade e piazze di Arzo hanno un nome. Mendrisio 1997.
  • Tita Carloni, Claudio Origoni: Arzo. Memoria di pietre. Inventario dei portali del paese. Mendrisio 2007.
  • Stefania Bianchi: Arzo. In: Historisches Lexikon der Schweiz..

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Arzo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stefania Bianchi: Arzo. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
  2. Arzo auf biblio.unibe.ch/digibern/hist_bibliog_lexikon_schweiz (abgerufen am 24. Mai 2017).
  3. Simona Martinoli und andere: Guida d’arte della Svizzera italiana. Hrsg. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, ISBN 978-88-7713-482-0, S. 430–432.
  4. Pfarrkirche Santi Nazaro und Celso in portal.dnb.de (abgerufen am: 5. Juni 2016).
  5. Pfarrkirche Santi Nazaro und Celso (Foto)
  6. Festungen Arzo-Monte Orsa-Meride auf forti.ch
  7. Società di Mutuo Soccorso fra gli Operai della Lega dei Tre Castelli di Meride, Arzo e Tremona
  8. Al Castello Produzioni Cinematografiche SA
  9. Al Castello Produzioni Cinematografiche SA in portal.dnb.de (abgerufen am: 5. Juni 2016).
  10. Associazione sportiva della montagna