Meride

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Meride
Wappen von Meride
Staat: Schweiz
Kanton: Tessin (TI)
Bezirk: Bezirk Mendrisiow
Kreis: Kreis Riva San Vitale
Gemeinde: Mendrisioi2
Postleitzahl: 6866
Koordinaten: 717621 / 83220Koordinaten: 45° 53′ 25″ N, 8° 57′ 14″ O; CH1903: 717621 / 83220
Höhe: 586 m ü. M.
Fläche: 7,47 km²
Einwohner: 344 (31. Dezember 2016)
Einwohnerdichte: 46 Einw. pro km²
Website: mendrisio.ch/quartieri/meride/
Karte
Karte von Meride
ww

Meride (der Name wird auf der ersten Silbe betont: Méride) war bis am 13. April 2013 eine politische Gemeinde im Kreis Riva San Vitale, im Bezirk Mendrisio des Kantons Tessin in der Schweiz.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf liegt 582 m ü. M. am Hang des Monte San Giorgio und 7 km der Bahnhof Mendrisio der Linie Bellinzona-Lugano-Chiasso der Schweizerische Bundesbahnen, 7,5 km nordwestlich von Chiasso.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Meride wird erstmals 852 als Melene schriftlich erwähnt. Später taucht es in Urkunden als Melade (963), Meredo (1443) und Merito (1591) auf. Im Mittelalter gehörte es zur Pfarrei Riva San Vitale und damit zur Bistum Como. Seit 1517 ist Meride eidgenössisch. Bekannte Stuckateure und Kunstmaler stammen aus diesem Dorf. Sie fanden ihre Arbeit in Deutschland, Russland und Frankreich, kehrten in den Wintermonaten heim und verschönerten ihre Häuser. Vereinzelte ihrer Werke sind auch heute noch zu sehen.

Gemeindefusion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 13. April 2013 wurde Meride in die politische Gemeinde Mendrisio eingemeindet.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1591 1643 1702 1769 1801 1850 1900 1950 2000[1] 2016
Einwohner 450 386 394 325 340 415 441 365 293 344

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorfbild ist im Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS) als schützenswertes Ortsbild der Schweiz von nationaler Bedeutung eingestuft.[2]

  • Die schlichte Pfarrkirche San Rocco steht im Zentrum des Dorfes an der Piazza Mastri di Meride und wurde im 17. Jahrhundert erbaut; im Innenraum: Gemälde Santa Lucia (1595) von Giovan Pietro Gnocchi und Sacra Coversazione (um 1850) von Antonio Rinaldi; Glasmalerei Pfingsten (1974) von Roberto Pasotti; Orgel (1841) von Paolo Brambilla.[3]
  • Museo d’Arte Sacra della Parrocchia di Meride[3][4]
  • Etwas abseits und oberhalb des Dorfes befindet sich die Kirche San Silvestro mit Fresken aus dem Jahr 1690 von Francesco Antonio Giorgioli (1655–1725). Die ursprüngliche romanische Kirche wurde im 16. Jahrhundert komplett umgestaltet.[5][3]
  • Mittelalterliches Portal[3]
  • Fossilienmuseum des Monte San Giorgio Museo dei fossili del Monte San Giorgio

Das Fossilienmuseum des Monte San Giorgio in Meride[6] zeigt vor allem Fundstücke vom nahen Monte San Giorgio, die in den letzten 150 Jahren zusammengetragen wurden. Die Fossilien sind 240 Millionen Jahre alt und stammen aus der Zeit, als das damalige Mendrisiotto nur teilweise aus dem Meer aufragte. Gezeigt werden vor allem Meeresfossilien, aber auch Abdrücke der reichen Fauna aus der Mittel Trias. U.a. dem Paläontologen Bernhard Peyer gelangen bedeutende Funde.[3][7]

Verschiedenes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Pfarrei Santi Silvestro e Giorgio, Meride[8]
  • Società di Mutuo Soccorso fra gli Operai della Lega dei Tre Castelli di Meride, Arzo e Tremona[9]
  • Schalenstein (Zeichenstein) an der Grenze mit Brusino Arsizio und Italien (546 m ü. M.)[10]

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Associazione Sportiva della Montagna Arzo-Besazio-Meride-Tremona[11]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Stefania Bianchi: Meride. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 29. Dezember 2016.
  • Franco Binda: Il mistero delle incisioni. Armando Dadò editore, Locarno 2013, ISBN 978-88-8281-353-6.
  • Emil Kuhn-Schnyder: Die Fossilien des Monte San Giorgio: Führer zum Paläontolog. Museum Meride (Kanton Tessin). Paläontolog. Institut und Museum der Universität Zürich 1979[12].
  • Giuseppe Martinola: Lettere dai paesi transalpini degli artisti di Meride e dei villaggi vicini (XVII–XIX). In: appendice: L’emigrazione delle maestranze d’arte del Mendrisiotto oltre le alpi XVI-XVIII. Bellinzona 1963; Idem: Inventario delle cose d’arte e di antichità del distretto di Mendrisio. Bellinzona 1975.
  • Simona Martinoli und andere: Guida d’arte della Svizzera italiana. Hrsg. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007
  • Celestino Trezzini: Meride. In: Historisch-Biographisches Lexikon der Schweiz, Band 4: Maillard – Monod. Attinger, Neuenburg 1929, S. 83, 84 (Digitalisat).
  • Mix Weiss: Meride Dorf der Steine und Träume. In: Neue Zürcher Zeitung. 21./22. April 1990.[13]
Nebengasse in Meride
Wandbild an der Hauptgasse in Meride
Pfarrhaus Meride

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Meride – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stefania Bianchi: Meride. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 29. Dezember 2016.
  2. Liste der Ortsbilder von nationaler Bedeutung, Verzeichnis auf der Website des Bundesamts für Kultur (BAK), abgerufen am 10. Januar 2018.
  3. a b c d e Simona Martinoli und andere: Guida d’arte della Svizzera italiana. Hrsg. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK, Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, ISBN 978-88-7713-482-0, S. 427–430.
  4. Museo d’Arte Sacra della Parrocchia di Meride
  5. Pfarrkirche San Silvestro
  6. Museo dei fossili del Monte San Giorgio
  7. Fossilienmuseum Monte San Giorgio auf ticino.ch
  8. Pfarrei Santi Silvestro e Giorgio, Meride in portal.dnb.de (abgerufen am: 11. Juni 2016.)
  9. Società di Mutuo Soccorso fra gli Operai della Lega dei Tre Castelli in portal.dnb.de (abgerufen am: 11. Juni 2016.)
  10. Franco Binda: Il mistero delle incisioni. Armando Dadò editore, Locarno 2013, S. 90.
  11. Associazione Sportiva della Montagna Arzo-Besazio-Meride-Tremona auf mendrisio.ch/author/associazione-sportiva-della-montagna
  12. Emil Kuhn-Schnyder: Die Fossilien des Monte San Giorgio: Führer zum Paläontolog. Museum Meride (Kanton Tessin). in portal.dnb.de (abgerufen am: 11. Juni 2016.)
  13. Meride - Dorf aus Stein und Traum. (Book, 1990) [WorldCat.org]. In: worldcat.org. Abgerufen am 1. November 2013.