Beate Ling

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Beate Ling (* 1961[1] in Pforzheim[2]) ist eine deutsche Sängerin christlicher Musik.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schon im Teenageralter trat die Pastorentochter in Gottesdiensten als Sängerin auf und begann noch während der Schulzeit eine Gesangsausbildung an der Italienischen Belcanto-Schule. Nach dem Abitur mit Musikleistungskurs und Gesangsprüfung folgte ein Lehramtsstudium an der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd mit Schwerpunkt Gesang. Darüber hinaus studierte sie Musical, Kunstlied und Kammermusik mit besonderem Fokus auf die Gesetzmäßigkeiten der Phonetik. Nach ihrem Zweiten Staatsexamen erhielt sie 1987 ein Stipendium für eine zusätzliche Gesangsausbildung in Los Angeles, USA. Dort nahm sie am von Seth Riggs entwickelten Trainingsprogramm Speech Level Singing teil.

Nachdem Ling als Backing-Sängerin in diversen Bands mitgewirkt hatte, begann sie im Jahr 1989 ihre Solokonzerttätigkeit, zunächst unter dem Ehenamen Beate Ling-Zappel. 1991 erschien ihr Debütalbum Solo. Dieses und auch das darauffolgende Album Herztöne (1993) wurden von Hans-Werner Scharnowski arrangiert und produziert. Ihr drittes Album So weit, so gut, in dem sie den Unfalltod ihres Bruders und das Ende ihrer Ehe thematisiert, erschien 1997, ebenfalls produziert von Hans-Werner Scharnowski, gemeinsam mit Lothar Kosse und Paul Janz. Nach sechs Jahren Pause kam 2003 das Konzeptalbum Green auf den Markt – ein Tribut an Keith Green, dessen Lieder von Textern wie Manfred Siebald, Christoph Zehendner, Jürgen Werth und Andreas Malessa ins Deutsche übertragen wurden. 2006 erschien Momentaufnahmen, das neben zusammengestellten früheren Aufnahmen auch neue Titel bzw. Coverversionen enthält. Das Album Bis hierher – und viel weiter (2007) gibt teils humorvolle, teils tiefgründige Einblicke in die Mitte des Lebens. 2014 hielt sie ihre Lieblingslieder im gleichnamigen Album fest, produziert, arrangiert und musikalisch untermalt von Pianist Michael Schlierf.

Neben ihren mehr als 800 eigenen Konzerten tritt Ling immer wieder auch bei Konzerten und Bühnenprojekten (früher z. B.  Jona, Helmut Jost Band, Felsenfest, Folgen und Beziehungen) christlicher Musikerkollegen wie Johannes Nitsch, Christian Löer, Helmut Jost und Christoph Zehendner auf und ist an vielen Studioproduktionen als Sängerin beteiligt.

Als Gesangscoach unterrichtete sie unter anderem die Sänger von Normal Generation? auf den deutschen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest 2002 hin, die den dritten Platz noch vor der Kelly Family erreichten. Im Auftrag der Stella Entertainment Group trainierte sie mehrere Jahre die Akteure der Musicals Miss Saigon und Cats. In den Jahren 2007 bis 2011 war sie Dozentin für Popgesang an der Evangelischen Hochschule für Kirchenmusik in Tübingen. Heute lebt sie als freiberufliche Sängerin und Gesangscoach in Stuttgart.

Seit einigen Jahren ist sie zusätzlich verstärkt als Referentin für Frauenfrühstückstreffen im deutschsprachigen Raum unterwegs und bereichert die Musiklandschaft auch mit fachlichen Vorträgen und Seminaren rund um Stimme und Persönlichkeit.

Zitat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Singen heißt: sich selbst geben, die ganze Persönlichkeit hineinlegen in ein Lied, ein Wort, einen bestimmten Ton. Nur wer so singt, löst etwas bei den Menschen aus, die zuhören!“

Beate Ling

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Label Anmerkungen
1991 Solo Gerth Medien Album beinhaltet Musiktitel „Männergesellschaft“ (erschienen 1990 bei Hänssler Music) in Zweitverwertung
1993 Herztöne Gerth Medien
1997 So weit, so gut Gerth Medien
2003 Green Gerth Medien Konzeptalbum um Keith Green
2007 Bis hierher – und viel weiter Gerth Medien
2014 LiebLINGslieder Gerth Medien Akustisches Remake-Album
2018 Leben atmen SCM Hänssler

EP[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Label Anmerkungen
2012 Inselzeiten Gerth Medien Kollaborationskonzept mit Pianist Michael Schlierf

Compilations[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende Auflistung beschränkt sich ausschließlich auf Kompilationsalben mit Beate Ling als ausdrücklichem Subjekt der Zusammenstellung.

Jahr Titel Label Anmerkungen
1999 Best Of Beate Ling
Lieder aus „Solo“ und „Herztöne“
Gerth Medien Zusammenstellung von Zweitverwertungstiteln hauptsächlich aus den genannten Studioalben sowie aus „So weit, so gut“
2006 Momentaufnahmen
1990 bis heute
Gerth Medien Zusammenstellung von Zweitverwertungstiteln aus den Jahren 1990–2003 sowie drei Titel in Erstveröffentlichung

Mitwirkung bei Konzepten und Projekten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Hauptinterpret bzw. Konzeptinitiator Label
1980 Living Water Living Water Scene Records
1982 Öffne mir die Augen Living Water Scene Records
1986 Die Erde Musik: Richard Geppert, Tobias Seyb, Klaus-Dieter Kienzle, Text: Birgit Kley Boulevard
1986 Lichtblicke Klaus Heizmann Resonanz Music-Production Label bei Ersterscheinung noch Bezeichnung Verlag Hans-Rudolf Hintermann Schallplattenproduktion
1987 Farbe kommt in dein Leben Klaus Heizmann Hänssler Music
1987 Überreich beschenkt Klaus Heizmann Resonanz Music-Production Label bei Ersterscheinung noch Bezeichnung Verlag Hans-Rudolf Hintermann Schallplattenproduktion
1988 Von guten Mächten 2: Nachfolge Siegfried Fietz Abakus Musik
1989 Ich werfe mein Lied hinauf an den Himmel Klaus Heizmann Resonanz Music-Production
1989 Israel Schalom Klaus Heizmann Hänssler Music
1990 Singt mit uns 1 Axel Schruhl Hänssler Music
1990 Singt mit uns 2 Axel Schruhl Hänssler Music
1991 Ich werfe mein Lied hinauf an den Himmel 2 Klaus Heizmann Resonanz Music-Production
1991 Erleichtert Klaus Heizmann Resonanz Music-Production
1991 Gott gibt Mut zum Leben Klaus Heizmann Gerth Medien
1992 Gott hört dein Gebet Klaus Heizmann Gerth Medien
1993 Die Reise nach Jerusalem Hella Heizmann Gerth Medien
1993 Offenbare deine Herrlichkeit Andreas Claus, Florian Sitzmann Hänssler Music
1993 Ich werfe mein Lied hinauf an den Himmel 3 Klaus Heizmann Resonanz Music-Production
1994 Ehre sei Gott in der Höhe Jochen Rieger Gerth Medien
1994 Felsenfest Johannes Nitsch Felsenfest
1994 Day By Day: White Gospel Jochen Rieger Gerth Medien
1995 Singt von der Freude Jochen Rieger Gerth Medien
1996 PS: Lebenslieder Hans-Werner Scharnowski Felsenfest
1997 Jahreslieder 1 Hans-Werner Scharnowski Felsenfest
1998 Gottes Wort – wir stehen drauf Klaus Heizmann Gerth Medien
1999 Folgen Johannes Nitsch Felsenfest
1999 Stille Nacht
Traumhafte Weihnachtslieder
Michael Gundlach Migu Music
2000 Schönster Herr Jesu Helmut Jost Gerth Medien
2000 Beziehungen Christoph Zehendner, Manfred Staiger Hänssler Music
2000 Freundschaft Evangelischer Sängerbund, Jochen Rieger Gerth Medien
2002 Segne mich Arne Kopfermann Gerth Medien
2006 Durch Gottes Gnade David Plüss Abakus Musik
2006 Der weiße Reiter Werner Hoffmann Felsenfest
2006 Musikalische Begegnungen mit Dietrich Bonhoeffer Jochen Rieger Gerth Medien
2014 Der Weg im Garten des Lebens Siegfried Fietz Abakus Musik

Weblink[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Singen: Vom Umgang mit Trauer und Trennung, suedkurier.de, abgerufen am 15. Januar 2017.
  2. Susanne Yvette Walter: Über die Kraft der Lieder, swp.de, Artikel vom 10. Oktober 2015.