Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd

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Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd
(University of Education)
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Gründung 1825 (Hochschule seit 1962)
Trägerschaft staatlich
Ort Schwäbisch Gmünd
Bundesland Baden-Württemberg
Land Deutschland
Rektorin Astrid Beckmann
Studenten 2.615 WS 2014/15[1]
Mitarbeiter 237 (30. September 2010), davon 143 im wissenschaftlichen Dienst (WS 2010/11)
davon Professoren 45
Website www.ph-gmuend.de
Hörsaalgebäude
Mensa
Der Jugendstil-Seminarbau Alte PH in der Innenstadt wird heute vom Fach Musik genutzt

Die Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd (auch University of Education Schwäbisch Gmünd, bis 1962 Pädagogisches Institut Schwäbisch Gmünd) ist eine Hochschule im Rang einer Universität in Schwäbisch Gmünd. Sie ist neben den Pädagogischen Hochschulen in Karlsruhe, Freiburg, Heidelberg, Ludwigsburg und Weingarten eine der sechs Pädagogischen Hochschulen in Baden-Württemberg.

Fakultäten und Institute[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd gliedert sich in zwei Fakultäten:

Fakultät I[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Fakultät I beinhaltet folgende Institute:

  • Institut für Erziehungswissenschaft
  • Institut für Beruf, Bildung und Technik
  • Institut für Gesundheitswissenschaften
  • Institut für Humanwissenschaften
  • Ökumenisches Institut für Theologie und Religionspädagogik

Fakultät II[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Fakultät II beinhaltet folgende Institute:

  • Institut für Sprache & Literatur
  • Institut der Künste
  • Institut für Gesellschaftswissenschaften
  • Institut für Mathematik/Informatik
  • Institut für Naturwissenschaften
  • Institut für Frühe Bildung

Weitere Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Außerdem betreibt die Pädagogische Hochschule ein Institut für Schulentwicklung und Weiterbildung, ein Diagnostisches Zentrum und ein Zentrum für Forschungspraxis, sowie eine Arbeitsstelle Migration. 2012 wurde das Zentrum für Wissenstransfer der PH Schwäbisch Gmünd (ZWPH) eingerichtet, das die Aufgabe hat, lebenslanges Lernen durch wissenschaftliche Weiterbildung und zeitnahen Transfer zwischen Forschung und Praxis zu fördern.[2] Seit 2013 widmet sich das Kompetenzzentrum für Gesundheitsförderung interdisziplinär der Gesundheitsförderung.[3]

Studiengänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bachelor für

  • Lehramt Grundschule
  • Lehramt Sekundarstufe I
  • Kindheitspädagogik
  • Gesundheitsförderung
  • Ingenieurpädagogik
  • Integrative Lerntherapie (ZWPH)
  • Betriebliche Bildung (ZWPH)

Master für

  • Lehramt Grundschule
  • Lehramt Sekundarstufe I
  • Bildungswissenschaften
  • Interkulturalität und Integration
  • Gesundheitsförderung
  • Kindheitspädagogik
  • Ingenieurpädagogik
  • Integrative Lerntherapie (ZWPH)

Lehramt an

Zusätzliche Studiengänge

  • Erweiterungs- und Ergänzungstudiengänge (Beratung, Medienpädagogik und Frühe Bildung)
  • Promotion
  • Habilitation

Bibliothek[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bibliothek der Pädagogischen Hochschule umfasst über 300.000 Medieneinheiten und ist nach Antragsstellung auch für Forschungsinteressierte außerhalb der Pädagogischen Hochschule zugänglich, wie z. B. Schüler, Referendare usw. Sie ist eine wissenschaftliche Spezialbibliothek mit den für die Hochschule wichtigen Schwerpunkten Erziehungswissenschaft, Pädagogische Psychologie sowie Methodik und Didaktik der Schulfächer.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geschichte vor 1962[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Franziskaner im Zentrum der Stadt

Im Jahr 1825 wurde der erste Vorläufer der Pädagogischen Hochschule als katholisches Lehrerbildungsseminar im ehemaligen Franziskaner Männerkloster gegründet. 1827 wurde der in seinen Ansichten zur Lehrerbildung moderne Pädagoge und Geistliche Matthäus Cornelius Münch zum ersten Rektor ernannt. Die Lehrerausbildung fand in dieser Zeit angeschlossen an eine Übungsschule statt. Im Jahr 1874 kam es für die Schulausbildung in Württemberg zu einer Innovation durch den Seminarlehrer Mager; er führte in Schwäbisch Gmünd das Wandtafelzeichen im Unterricht ein. 1899 kommt es zur Verstaatlichung der Präparandenanstalten, nur fünf Jahre später folgte der Umzug des Seminars in den Neubau in der Lessingstraße. Die Nationalsozialisten schließen das Gmünder Seminar 1937 und verlegen es nach Rottweil, der Seminarbau wird zu einem Waisenhaus umgenutzt. Nach dem Krieg, 1946 wird die Lehrerausbildung in Form einer Lehreroberschule wieder aufgenommen, nur ein Jahr später wurde dieses Seminar als Pädagogisches Institut bezeichnet.

Geschichte der Pädagogischen Hochschule[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 4. Mai 1962 wird das Pädagogische Institut in die erste Pädagogische Hochschule des Landes Baden-Württemberg umgewandelt, wobei die Hochschule erst neun Jahre später zu einer wissenschaftlichen Hochschule erweitert wird. Aufgrund der steigenden Studierendenzahlen folgt 1972 der Umzug von der Innenstadt auf den Hardt in den Neubau, wodurch 1982 auch die Eröffnung der Seniorenhochschule möglich wird. In der Alten PH in der Innenstadt verbleibt lediglich der Fachbereich Musik. Nachdem den Pädagogischen Hochschulen schon 1978 das geteilte Promotionsrecht verliehen wird, kommt es in Schwäbisch Gmünd 1983 zur ersten Promotion an der Pädagogischen Hochschule, die gleichzeitig die erste Promotion an einer baden-württembergischen Hochschule überhaupt ist. Dieses geteilte Promotionsrecht wird dann 1987 zu einem ungeteilten Promotionsrecht erweitert.

1997 erhält die Hochschule das Habilitationsrecht in Kooperation mit den Universitäten Ulm beziehungsweise Tübingen, welches mit neuem Landeshochschulgesetz im Jahre 2005, durch die Statusänderung zur Universität, zu einem uneingeschränkten Habilitationsrecht erweitert wird. Zum Wintersemester 2013/14 wurden erstmals mehr Studienanfänger in Bachelor- und Masterstudiengängen immatrikuliertals in den klassischen Lehramtsstudiengängen. Damit sah die Universitätsleitung die Rolle als bildungswissenschaftliche universitäre Einrichtung, als Bildungsuniversität, durch die Studierendenzahlen bestätigt.[4]

Um den gestiegenen Studierendenzahlen gerecht zu werden, kommt es 2006 zur Einweihung der neuen Mensa, wodurch die alte Mensa in Veranstaltungsräume und studentische Arbeitsplätze umgewandelt werden kann.

Rektoren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bekannte Hochschullehrer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bekannte Studenten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johannes Riede: Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd: Versuch einer Vorstellung, in: einhorn Jahrbuch 1974, einhorn, Schwäbisch Gmünd 1974, S. 91–96
  • Astrid Beckmann, PH Schwäbisch Gmünd (Hrsg.): Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd/University of Education Schwaebisch Gmuend, SDZ Druck und Medien, Aalen 2012 ISBN 978-3-925555-37-4
  • Astrid Beckmann: Unsere Bildungsuni, die Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd im Jahr 2012, in Einhorn Jahrbuch Schwäbisch Gmünd 2012, Einhornverlag Schwäbisch Gmünd 2012, ISBN 978-3-936373-84-4; S. 117–122
  • Reinhard Kuhnert: Vor 50 Jahren wurde die Schulstadt Schwäbisch Gmünd zur Hochschulstadt, in Einhorn Jahrbuch Schwäbisch Gmünd 2012, Einhornverlag Schwäbisch Gmünd 2012, ISBN 978-3-936373-84-4; S. 123–129

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistische Berichte Baden-Württemberg, Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, Artikel-Nr. 3234 15001 B III 1 - j/15, Unterricht und Bildung vom 1. September 2015
  2. Artikel zur Gründung des ZWPH auf remszeitung.de (Stand: 10. November 2012)
  3. Artikel „Neues Kompetenzzentrum fuer Gesundheitsförderung an der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd“ (Stand: 7. November 2014)
  4. Artikel zu Studierendenzahlen auf remszeitung.de (Stand: 8. Oktober 2013)

Koordinaten: 48° 47′ 30″ N, 9° 49′ 44″ O