Benutzer:Neun-x

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  • „Keine Verbesserung ist zu klein oder geringfügig, als dass man sie nicht durchführen sollte. Von hundert Änderungen mag jede einzelne läppisch und pedantisch erscheinen; zusammen können sie ein neues Niveau des Textes ausmachen“ (Adorno (1903–1969), Minima Moralia).
  • Ich bin Ende 40 und verfolge seit über 30 Jahren das Weltgeschehen.[1]
  • "Wikipedia ist ein Projekt zum Aufbau einer Enzyklopädie". Prima: genau mein Ding.
  • Ich schätze Qualitätsjournalismus (z.B. FAZ, Spiegel, sueddeutsche.de, "Die Zeit", guardian.co.uk, lemonde.fr, nytimes.com, washingtonpost.com) und nehme an, dass auch andere sich aktuelle Wikipedia-Artikel wünschen.
  • Ich finde es hilfreich, auch relativ allgemeine Begriffe zu verlinken.
    • zugunsten von Kindern, Jugendlichen (und "Bildungsfernen")
    • zugunsten von Deutsch-Lernern bzw. Menschen, deren Muttersprache nicht Deutsch ist.
  • Ich finde es hilfreich, Begriffe in langen Artikeln mehrfach zu verlinken. Viele User lesen Artikel nur abschnittweise; auch ihnen soll der Service geboten werden, mit einem Klick zu einem anderen Lemma zu gelangen.
  • bei der WP teilen einige Besserwisser / "Gralshüter" / Prinzipienreiter anderen (idR ungefragt) mit, was (gemäß ihrer Auslegung oftmals diffuser WP-Regeln, z.B. WP:lit) unstatthaft, verwerflich, "gehtgarnicht" o.ä. ist. Ja mei … Jeder Mensch hat nur ein begrenztes Budget an Zeit bzw. Energie. Ich wäge täglich ab, in welche Themengebiete / Artikel ich wie viel Zeit stecke. Ich lese Artikel kritisch[2]. Bevor ich einen Artikel zitiere, versuche ich, einen anderen besseren zu finden.

Was & Warum

Was ich öfter mache (die folgenden Punkte basieren auf Büchern von Wolf Schneider, von Helga Esselborn-Krumbiegel und anderen einschlägigen Werken) :

Rezeption

  • Auch die Rezeption eines Ereignisses gehört imo zum Ereignis – so wie das Echo zum Knall.
    • Z.B. gehört die posthume Wahrnehmung zu jeder Person der Zeitgeschichte (auch die Aussage "geriet völlig in Vergessenheit" ist eine Aussage)
    • das (Presse)-Echo zu einem Ereignis E sagt nicht nur etwas über E, sondern auch über den Zustand der Gesellschaft, in dem E stattgefunden hat (siehe Vier-Seiten-Modell = Kommunikationsquadrat von Schulz von Thun)
  • Panta rhei – heute einen Artikel mit Ewigkeitswert schreiben ist nicht möglich. Ruhig heute detailliert berichten und z.B. in 1/2 Jahr (wenn etwas eine bestimmte Richtung eingeschlagen hat) das Geschriebene kürzen.

Fußnote

In der französischen Wikipedia gibt es etwa 730.000 Artikel mit "Notes et références".

In der englischen Wikipedia heißt der Abschnitt 'Notes and References'.

Diplomarbeiten, Dissertationen, Habilitationen, Studien u.a. enthalten neben Zitationen (vgl. und s.) auch Anmerkungen. Zitat aus Anmerkung: Anmerkungen sind insbesondere in wissenschaftlicher Literatur üblich. Meist enthalten sie Belege, das heißt genaue Angaben der Stellen in Quellen oder in wissenschaftlichen Publikationen, auf denen die Ausführungen im Text basieren oder auf die sie sich beziehen. Der Sinn des Auslagerns bestimmter Informationen in die Anmerkungen besteht in der dadurch ermöglichten Übersichtlichkeit der Darstellung.

Der Ausdruck „Anmerkung“ bezeichnet im wissenschaftlichen Sprachgebrauch alle Fußnoten und Endnoten unabhängig von deren Inhalt.[2] Die Gesamtheit der Anmerkungen in einer wissenschaftlichen Arbeit nennt man Anmerkungen, Anmerkungsapparat oder wissenschaftlicher Apparat.

Demnach könnte die Abschnittüberschrift in de.wikipedia.org auch Anmerkungen heißen – habe ich aber bislang unter keinem Artikel gesehen.

Der Begriff 'Einzelnachweise' lässt den ein oder anderen (imo: fälschlich) glauben, hier dürften keine Anmerkungen stehen.

Selten sieht man in en.wp einen Abschnitt 'References' mit zwei Unterabschnitten 'Notes' (Anmerkungen) und 'Citations' (z.B. hier). Auch das deutsche Pendant sieht man relativ selten. Ich sehe nicht, welchen Vorteil es bringen soll, die beiden voneinander zu trennen.

Fußnoten erscheint mir eine geeignetere Abschnitt-Überschrift als 'Einzelnachweise'. Ich ändere 'Einzelnachweise' gelegentlich in 'Fußnoten'; wer das für eine Verschlechterung hält, kann mir gerne seine Argumente nennen.

Interwiki-Link

Um 2005 war die deutsche WP relativ "mickrig" und die englische weit voraus. Damals kam – afaik – die Diskussion "Interwikilinks oder nicht" auf (imo: leider – wie so oft in Deutschland – mit einem Schwarz-weiß-Bias: erlauben (ohne wenn & aber) o d e r "verbieten / verpönen". Inzwischen hat WP.de über 1,8 Millionen Stichwörter. Gleichwohl bleibt en.WP "die Mutter aller Wikipedias"; und Themen aus dem englischsprachigen Raum sind nach wie vor detaillierter bzw. oft aktueller. Manche englische Lemmata sind so speziell, dass sie mit hoher Wahrscheinlichkeit keiner ins Deutsche übersetzen wird. Und: selbst wenn es einer täte – der Artikel würde in de.WP vermutlich nicht gepflegt / aktualisiert – jedenfalls weniger als in en.WP. Ein Beispiel aus meinem Alltag: Ab und zu lese ich Artikel zum Thema Todesstrafe, gehe in den Artikel Todesstrafe und schaue nach, wie detailliert bzw. aktuell der jeweilige Informationsstand z.B. zu einem Land ist. Am 18. Januar 2015 las ich von 6 aktuellen Hinrichtungen in Indonesien => es gab keinen Abschnitt Todesstrafe#Indonesien. Ich legte den Abschnitt an, ergänzte dieses (difflink) und war froh, nach einigem Suchen den Artikel en:Capital punishment in Indonesia gefunden zu haben. Eine Stunde später löscht das jemand (Difflink) und schreibt keine Interwikiverlinkung.

Da frage ich mich: Was soll das?? Die Kerntruppe der WP-Autoren besteht aus überdurchschnittlich bis weit überdurchschnittlich gebildeten / belesenen Menschen. Diese schreiben nicht nur für ihresgleichen, sondern "für alle" ("Otto Durchschnittsuser", Schüler, "Bildungsferne" usw.). (falls jemand eine elitäre wissenschafts-zentrierte Wikipedia möchte – nur zu …)

Die meisten "Otto Durchschnittsuser" kommen nicht auf die Idee, in en.WP zu suchen (die "Spalte links" kennen sie nicht, wo man ohne Umwege den "Schwesterartikel" in en.WP und in anderen Sprachen anklicken kann). Falls jemand en:Capital punishment findet, findet er in diesem Artikel KEINE Länder-Links – z.B. keinen zu 'Indonesien'.

Ich habe nach einigem Suchen en:Capital punishment in Indonesia gefunden.

Und dann – ich wiederhole mich – löscht das jemand und schreibt keine Interwikiverlinkung.

Die Wahrscheinlichkeit, dass ein fleißiger Wikipedianer den Artikel en:Capital punishment in Indonesia übersetzt ist nahe Null. Und selbst wenn das geschähe – der Artikel würde höchstwahrscheinlich nicht aktualisiert.

Dass Interwikilinks in nicht-gängige Sprachen nur wenigen nützen, liegt auf der Hand. Englisch ist aber nun mal die Weltsprache Nr. 1; Links ins Englische helfen vielen Wikipedia-Usern – allen, die der englischen Sprache halbwegs mächtig sind.

Ich beobachte seit Jahren in de.WP eine Tendenz zum "Prinzipienreiten" (Motto: Prinzipien sind kein Käse mit Löchern). Es gibt offenbar bei einigen eine tiefe Sehnsucht nach "Regeln ohne Ausnahme" (=> Komplexitätsreduktion).

Natürlich kann man bei jeder Regel die Ausnahme(n) weglassen / verpönen / verbieten. Wenn man dies tut, ist imo der Schaden deutlich größer als der Nutzen.

relative Zeitangaben

Leider wimmelt es in der WP vor relativen Zeitangaben. – im Bau – siehe Wikipedia:Wie schreibe ich gute Artikel#Zeitangaben

"die" Nationalsozialisten

Oft lese ich in der WP Sätze der Art die Nationalsozialisten verfolgten Max Mustermann. Besser stattdessen imo: 'das NS-Regime verfolgte …' oder 'das NS-Regime ließ … von … (z.B.: SA-Einheiten, Gestapo-Spitzeln, der bayerischen Polizei, …) verfolgen. "die" Nationalsozialisten suggeriert fälschlich, es habe eine homogene Masse von Nationalsozialisten gegeben. Keine politische Bewegung ist homogen; es gibt Flügelkämpfe (ein NSDAP-"Flügelkämpfer" war z.B. Gregor Strasser).

verfügt über

Beispiel: Das Flugdeck verfügt über zehn Parkpositionen für Flugzeuge. Synonym: Das Flugdeck hat acht Parkpositionen für Flugzeuge. 'verfügt über' ist imo eine sinnfreie / funktionslose Sprachfloskel (vielleicht verbreitet von Leuten, denen vor Jahrzehnten aufm Gymnasium eingebleut wurde, einfache Verben wie 'sein' und 'haben' zu vermeiden). 'Verfügung' ist ein juristischer Begriff; z.B. verfügt jeder Kontoüberhaber über sein Konto, wenn er Geld überweist, abhebt o.ä. (siehe Verfügung#Zivilrecht).

… und andere vermeintlich hochsprachliche Begriffe: lediglich (statt 'nur') usw. usw.

schon erst bereits

Ob schon oder erst (= bereits) etwas geschah … ist beides POV.

Beispiel: Schon sechs Jahre nach dem Krieg begann das Wirtschaftswunder. (oder erst?)

Ähnlich immerhin . Beispiel: Sein Skatblatt hatte immerhin 32 Punkte. (oder hatte es nur 32 Punkte ? .... beides POV.

Tatsachenbehauptung

Beispiel: Beide sind enge Vertraute des russischen Präsidenten Putin. Richtig ist: Beide gelten als enge Vertraute … Mag sein, dass Putin sie für enge Vertraute hält (sonst hätte er wohl andere auf die Posten gesetzt) – kann aber sein, dass sie insgeheim Putin-Hasser (geworden) sind und auf eine Gelegenheit warten, ihm zu schaden.

Gegensatz

…konstruktion. Beispiel: Gazprom ist aber nicht nur im Erdgasbereich tätig. Es ist kein Gegensatz, im Erdgasbereich und daneben in weiteren Bereichen tätig zu sein.

Scheinkausalität

In der WP stehen unzählige Sätze der Art: Weil dasunddas passiert war, machte NN diesundjenes. Meist ist diese Monokausalität tatsächlich keine. Richtig: NN äußerte, er habe diesundjenes gemacht, weil dasunddas passiert war.


Aktiv statt Passiv

siehe WP:Guter Artikel#Aktiv, Passiv und andere Umschreibungen

Floskeln

belief sich

Umsatz belief sich auf => Umsatz betrug

dementsprechend

dementsprechend … imo meist eine Scheinkausalität. todo …

nicht zuletzt

"Nicht zuletzt durch den Umstand, dass die Opfer [...], war die Öffentlichkeit verwirrt." Sondern ... zu vorletzt ? oder zu vor-vor-letzt? Gemeint ist wohl: Unter anderem durch [...] war die Öffentlichkeit verwirrt. 'Nicht zuletzt' impliziert, dass mehr als einen Faktor (hier: der Verwirrung) gab.

forderte Tote

"die Kämpfe forderten über 170.000 Gefallene und 500.000 verwundete Soldaten sowie den Tod mehrerer zehntausend Zivilisten" (aus:Schlacht um Berlin, Einleitung) ...

"der Krieg brach am 1. September 1939 aus" ...

Kämpfe fordern gar nix. Kriege brechen nicht aus. Solche Formulierungen sind Personifikationen und imo kein wikistyle. Wolf Schneider nannte das imaginäre Subjekt eine Journalisten-Unsitte ; "forderte Todesopfer" nannte er einen "der abgeschmacktesten .. des Nachrichtenjargons.

besitzt

"Das Kraftwerk besitzt einen Druckwasserreaktor vom Typ XY". Imo besser: Das Kraftwerk hat ..."(die Begriffe Besitz und Eigentum haben eine juristische Konnotation; siehe unten)

Vorfeld

Zitat: Zur Erreichung der definierten Ziele war im Vorfeld eine Truppenaufstockung nicht ausgeschlossen worden. [...] Im Vorfeld der Afghanistan-Konferenz hatte Präsident Karzai ..."

Im Duden. Bd. 2, Das Stilwörterbuch. Grundlegend für gutes Deutsch ist die Formulierung erwähnt (wirklich nur erwähnt - nicht empfohlen: 9., völlig neu bearb. Auflage 2010, Seite 987) - Hinweise der Art ungenau: "vor" der Konferenz könnte auch zur Zeit der Kreuzzüge sein ... ohne Worte.

Sonstiges

Der Antrieb des Schiffe besteht aus einem Zweitakt-Dieselmotor . "Besteht aus" impliziert zwei oder mehr Teile => passt hier nicht.

Füllwörter

"Ein Füllwort ist ein Wort, das den Text nicht inhaltlich ergänzt, sondern lediglich füllt. [...] In der geschriebenen Sprache außerhalb der wörtlichen Rede sind sie oft überflüssig, da sie einen Text unnötig aufblähen, ohne zur Verständlichkeit beizutragen, und ihn dadurch schlechter lesbar machen. Füllwörter werden daher auch als Flickwort, Unwort oder Blähwort bezeichnet und gelten als unprofessionell." (Zitat aus Füllwort; siehe auch Füllwort#Beispiele

Beispiel: (ohne Füllwort): Die Regierung schlug vor, XY zu tun. Die Gewerkschaften waren dagegen, weil sie ... befürchteten.

(mit): Die Regierung schlug vor, XY zu tun. Die Gewerkschaften waren jedoch dagegen, weil sie ... befürchteten.

'jedoch' ändert nichts an der Satzaussage und hat keinerlei Funktion.

schreiblabor.com: Füllwörter geben "dem Autor in der deutschen Sprache schier unüberschaubare Möglichkeiten [..], beispielsweise eine bestimmte Haltung auszudrücken oder Texte mit Emotionen zu versehen." Genau das sollen enzyklopädische Texte nicht.

Synonymitis

Die Zeit 20/2012 / Wolf Schneider: Misstrauen wir den Synonymen. Nur Deutschlehrer lieben sie. "Verwirrend [..] ist es, auch die Substantive, die tragenden Begriffe eines Textes, der lexikalischen Varianz zu unterwerfen, wie Journalisten es lieben; albern gleich aus vier Gründen.

Erstens: Für die meisten konkreten Dinge sind Synonyme einfach nicht vorhanden. Nicht für Tisch zum Beispiel (Vierbeiner wäre zwar korrekt, ist aber schon für den Hund vergeben). Nicht für Wind, denn Sturm ist mehr und Brise weniger. Viele sinnverwandte Wörter sind, zum Zweiten, absolut nicht austauschbar: der Hund nicht gegen den Köter, das Gesicht nicht gegen Fratze, Fresse und Visage.

Oft folgt, drittens, aus der Synonymitis eine vorhersehbare Zwangshandlung: Aus der Polizei werden die Ordnungshüter, aus der Bundesbank die Währungshüter, aus der Wahl wird der Urnengang. Den Radiosprecher, der diese Missgeburt über den Sender lassen musste, stört es zu Hause am Wahlabend nicht im Geringsten, das Wort Wahl hundertmal zu hören und zu sagen.

Das Vierte, das Schlimmste aber: Schon die Suche nach einem Tauschbegriff verletzt das Urvertrauen in die Sprache, das alle Hörer, alle Leser selbstverständlich haben: dass einer, der dasselbe meint, selbstverständlich auch dasselbe sagt – und dass er, wenn er plötzlich etwas anderes sagt, nur etwas anderes meinen kann. Goethe ist Goethe – und weder der Dichterfürst noch der Wirkliche Geheime Rat, und kein Weihnachtsbaum hat je darauf gewartet, dass er in der Zeitung als der nadlige Geselle aus den heimischen Wäldern wiederkehrt.

irreführende Signalwörter

Beispiel: während wird meist zeitlich verwendet – selten soll es einen Gegensatz ausdrücken. Beispielsatz für Letzteres:

Während Italien außenpolitisch in der ersten Zeit der Mussolini-Herrschaft eine Aufrechterhaltung des Status quo unterstützte, näherte es sich später aber an Deutschland an.

Das 'während' am Satzanfang schickt imo den Leser in die Irre. Besser wäre:

In der ersten Zeit der Mussolini-Herrschaft unterstützte Italien außenpolitisch eine Aufrechterhaltung des Status quo; später näherte es sich aber an Deutschland an.

Bandwurmsätze

gruseliges Beispiel: Angesichts der Überlegungen von Hugo Preuß, der dafür eintrat das Land Preußen wegen seiner Größe zu teilen und daher dafür eintrat, eine preußische Landesversammlung erst nach grundsätzlichen Entscheidungen auf nationaler Ebene zusammentreten zu lassen, war dieser frühe Termin Teil des Versuchs der preußischen Regierung eine mögliche Zerschlagung zu verhindern. (aus: Preußische Landesversammlung#Entstehung und Aufgaben)

Wahl / Wahlen

In der Wikipedia (z.B. in der deutschen, der englischen, der französischen und anderen) wird unterschieden zwischen "Wahl" und "Wahlen". U.a. gab es deshalb zahlreiche Artikelverschiebungen.

Wenn an einem Wahltermin mehrere Gremien gewählt werden (z.B. in das Parlament und der Präsident, dann spricht man von Wahlen. Wird nur 1 Gremium gewählt, spricht man von Wahl, z.B. Bundestagswahl (z.B. der Bundeswahlleiter und das Bundeswahlgesetz)

Beispiele für Wahlen:

Ein Vergleich:

"Bundestagswahlen 2013" = 22.400 google-Treffer (mit " ")

"Bundestagswahl 2013" 538.000 google-Treffer (dito)

=> 4 % zu 96 %

Manchmal gibt es 2 Wahlgänge zu 1 Wahl; der 2. Wahlgang ist dann eine Stichwahl und wird nur anberaumt, wenn im 1. Wahlgang keiner der Kandidaten eine absolute Mehrheit bekommen hat.

Das Lemma - z.B. Parlamentswahl in Frankreich 2007 - wird dann aber nicht umbenannt. Es ist 1 Wahl mit 1 Ergebnis: 1 neugewählte Abgeordnetenkammer).

Besitz ≠ Eigentum

Besitz und Eigentum sind nicht das gleiche. Besitz benennt die tatsächliche Herrschaft einer Person über eine Sache (z.B. ist ein Mieter Besitzer der gemieteten Wohnung - Eigentümer ist aber der Vermieter).

gestorben / verstorben

http://www.spiegel.de/kultur/zwiebelfisch/zwiebelfisch-abc-verstorben-gestorben-a-344430.html

Sätze der Art "Max Mustermann starb am tt.mm.jjjj" berichten vom Sterben, nicht vom Verstorben-sein.

SPO

SPO = Subjekt - Prädikat - Objekt (aka 'wer tut was')

Textbeispiel: Nobel legte in seinem Testament fest, dass für die Zuteilung des Literatur-Preises die Schwedische Akademie zuständig ist. Die Auswahl delegiert diese zum Teil an ein Nobelkomitee, dessen Mitglieder für drei Jahre aus den Reihen der Akademie gewählt werden.

Gemeint war/ist: Diese (die Akademie) delegiert die Auswahl zum Teil an ein Nobelkomitee, dessen Mitglieder ... gewählt werden.

Ein WP-Benutzer hat ohne Grund / Zweck / Nutzen wurde die Reihenfolge von Subjekt und Objekt vertauscht. Imo wird der Lesefluss gehemmt: der Leser muss überlegen, wer was an wen delegierte. => SPO ist am lese(r)freundlichsten und verständlichsten.

Wahlsieg?

Medien berichten nach Wahlen von Wahlsiegen, Wahlniederlagen, etc pp. Die Spitzenkandidaten werden als Wahlsieger apostophiert - als jemand, der eine "Niederlage erlitten" oder einen "Wahlsieg errungen" hat. Die Begriffe Sieg und Niederlage sind militärische Begriffe; sie konnotieren mit den Begriffen kämpfen und Kampf.

Ist das sachlich / wikistyle ? alle genannten Begriffe sind Metaphern - imo klischeehafte Metaphern (sie werden gedankenlos verwendet).

Gerade las ich im Artikel Margaret Thatcher: In der Parlamentswahl vom 3. Mai 1979 führte Thatcher die konservative Partei zum Sieg. Wirklich ?

Manchmal führt ein Spitzenkandidat / seine Partei einen als "gut" rezipierten Wahlkampf - und trotzdem erhält er bei der Wahl relativ wenige Stimmen ; manchmal ist es umgekehrt. Vielleicht hat Thatcher die Wahl 1979 gewonnen wegen Fehlern der Labour Party und/oder wegen des Auftretens der Gewerkschaften zuvor ; vielleicht hätte sie auch gewonnen, weil sie überhaupt keinen Wahlkampf geführt hätte ...

Ich plädiere für Formulierungen wie "Kaniddat X erhielt XY Prozent der abgegebenen Stimmen". Das ist neutral und belegbar.

Metaphern sprechen tendenziell stärker die Imagination an, während der Vergleich eher rational fassbar ist. (Fußnote 3 des Artikels 'Metapher')

In einer Enzyklopädie ist eine möglichst rationale, sachliche, nüchterne Ausdrucksweise "angesagt".

Fußnoten

  1. Ereignisse wie die Geiselnahme von München, der Deutsche Herbst, die Kernschmelze in Harrisburg 1979, der Einmarsch sowjetischer Truppen in Afghanistan 1979, die Nachrüstungsdebatte, die Nuklearkatastrophe von Tschernobyl veranlassten (teils: nötigten) mich, schon als Kind bzw. Jugendlicher wissen zu wollen, wie "die Welt" bzw. die Gesellschaften, politische Systeme, Institutionen funktionier(t)en. So wurde ich früh zur "Leseratte".
  2. siehe auch Journalismus in der Krise

Biographie Mayseder

Hallo, in dieser Zeit habe ich als Quelle fast ausschließlich "C. v. Wurzbach, Biographische Lexikon des Kaiserthums Oesterreich" verwendet. Leider kann ich nicht mehr dazu sagen.

Herzliche Grüße Peter Geymayer

Lazarevo

Bitte sehr! :), aber leider sind "einige" nicht unserer objektiven Meinung. Nado158 (Diskussion) 23:55, 2. Dez. 2015 (CET)