Berkholz-Meyenburg

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Berkholz-Meyenburg
Berkholz-Meyenburg
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Berkholz-Meyenburg hervorgehoben
Koordinaten: 53° 3′ N, 14° 14′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Uckermark
Amt: Oder-Welse
Höhe: 25 m ü. NHN
Fläche: 11,76 km2
Einwohner: 1257 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 107 Einwohner je km2
Postleitzahl: 16306
Vorwahl: 03332
Kfz-Kennzeichen: UM, ANG, PZ, SDT, TP
Gemeindeschlüssel: 12 0 73 032
Adresse der Amtsverwaltung: Gutshof 1
16278 Pinnow
Webpräsenz: www.amt-oder-welse.de
Bürgermeister: Gerd Regler (FDP)
Lage der Gemeinde Berkholz-Meyenburg im Landkreis Uckermark
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Berkholz-Meyenburg ist eine Gemeinde im Südosten des Landkreises Uckermark in Brandenburg (Deutschland). Sie wird vom Amt Oder-Welse mit Sitz in Pinnow verwaltet.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Berkholz-Meyenburg befindet sich im östlichen Teil des Amtes Oder-Welse, grenzt im Westen an die Gemeinde Pinnow, im Südwesten an Schöneberg und im Osten, Süden und Norden an die Industriestadt Schwedt/Oder. Südlich der Gemeinde verläuft die Hohensaaten-Friedrichsthaler Wasserstraße am Rande des Nationalparkes Unteres Odertal.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Berkholz-Meyenburg besteht aus den bewohnten Gemeindeteilen Berkholz und Meyenburg.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Berkholz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf Berkholz wurde 1354 zum erstmals urkundlich unter dem Namen „Bergholt“ erwähnt und nach dem „Birkenhölz“ benannt. Der Ort ist eine Gründung aus der askanischen Kolonisationszeit. In den Jahren 1354/55 wurde Berkholz pommerisch. Der Lehnsträger des Ortes Pflillipus Balkenberg wurde 1432 erstmals namentlich aufgeführt. 1481 ging der Besitz an die Grafen von Hohenstein, 1492 an die von Stegelitz zu Criewen über.[3]

Meyenburg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der erste Nachweis für Meyenburg (zur Miewenburgk) findet sich im Jahr 1578. Im Jahre 1652 tauchte der Name Meydeburgk und 1661 Meyenburgk auf. 1578 wird der Graf von Hohenstein erwähnt. 1648 setzte der Schäfer zu Meyenburg die öde und wüste Schäferei wieder instand. 1653 gab es drei Kossätenstellen, von denen zwei wüst waren. Im Jahre 1840 hatten Dorf und Rittergut 15 Wohnhäuser, im Jahre 1931 16.[3]

Im Jahre 1972 erfolgte der Zusammenschluss von Berkholz und Meyenburg.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Berkholz 1774 1801 1817 1840 1925 1939 1946 1964 1971
Einwohner 196 241 239 328 383 289 516 352 374
Meyenburg 1774 1801 1817 1840 1925 1939 1946 1964 1971
Einwohner 79 100 105 149 118 141 173 162 134
Berkholz-Meyenburg 1981 1990 2000 2005 2010 2011 2012 2013 2014 2015
Einwohner 379 340 1129 1221 1279 1279 1266 1268 1289 1257

Gebietsstand des jeweiligen Jahres,[3][4][5] ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindevertretung von Berkholz-Meyenburg besteht aus 10 Gemeindevertretern und dem ehrenamtlichen Bürgermeister.

  • FDP 7 Sitze
  • CDU 2 Sitze
  • Einzelbewerber Gerhard Dyrba 1 Sitz

(Stand: Kommunalwahl am 25. Mai 2014)[6]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister der Gemeinde ist Gerd Regler (FDP). Er wurde in der Bürgermeisterwahl vom 25. Mai 2014 mit 87,0 % der gültigen Stimmen für eine Amtszeit von fünf Jahren[7] gewählt.[8]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen wurde am 6. Mai 2004 genehmigt.

Blasonierung: „Im Schildhaupt durch zwei Spitzen von Grün und Gold geteilt, darunter über einem grünen Berg schräggekreuzt zwei grüne Birkenblätter mit zwei nach außen gekehrten Blütenständen.“[9]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirche in Berkholz

Die Kirche im Gemeindeteil Berkholz (Kirchstraße 6) wird in der Landesdenkmalliste Brandenburgs als Baudenkmal geführt[10]. Sie wurde nach einem Brand der alten Kirche 1887 errichtet. Aus diesem Jahr stammen auch die Einrichtungsgegenstände und die Glocke. Das Kirchenschiff entstand jedoch unter Verwendung von Feldsteinquadern des Vorgängerbaus, welcher aus dem 13. Jahrhundert stammt. Die Kirche ist gekennzeichnet durch eine schlichte Innenausstattung, auffallend dagegen sind die Bleiglasfenster. Es handelt sich um eine einschiffige Backsteinkirche mit vorgesetztem quadratischen Turm an der Westseite.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen dem Gemeindeteil Berkholz und dem Schwedter Ortsteil Heinersdorf befindet sich das Rohöltanklager für die PCK Raffinerie GmbH in Schwedt/Oder. Hier liegt der Endpunkt einer über 3.000 km langen Erdöl-Pipeline aus Russland. Ein großes Gewerbegebiet von 20 ha im Bereich des Gemeindeteiles Meyenburg befindet sich im Süden der Gemeinde. Im Ort sind diverse Unternehmen von lokaler bis regionaler Bedeutung ansässig.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Berkholz-Meyenburg liegt an der Landesstraße L 284 zwischen der Bundesstraße 2 südlich von Pinnow und Schwedt.

In der Nachbargemeinde Pinnow sowie in der Stadt Schwedt/Oder befinden sich Bahnhöfe der Regional-Express-Linie RE 3 Schwedt – Berlin–Lutherstadt Wittenberg.

Freizeit und Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bowlingcenter

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Berkholz-Meyenburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2015 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Dienstleistungsportal der Landesverwaltung Brandenburg. Gemeinde Berkholz-Meyenburg
  3. a b c Historie Berkholz-Meyenburg
  4. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Uckermark. S. 14–17
  5. Bevölkerung im Land Brandenburg von 1991 bis 2015 nach Kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden, Tabelle 7
  6. Ergebnis der Kommunalwahl am 25. Mai 2014
  7. Brandenburgisches Kommunalwahlgesetz, § 73 (1)
  8. Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014
  9. Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg
  10. Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum: Denkmalliste des Landes Brandenburg: Landkreis Uckermark (PDF; 1250 kB)