Berumbur

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Berumbur
Berumbur
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Berumbur hervorgehoben
Koordinaten: 53° 35′ N, 7° 19′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Aurich
Samtgemeinde: Hage
Höhe: 2 m ü. NHN
Fläche: 6,42 km2
Einwohner: 2700 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 421 Einwohner je km2
Postleitzahl: 26524
Vorwahl: 04936
Kfz-Kennzeichen: AUR, NOR
Gemeindeschlüssel: 03 4 52 003
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Hauptstr. 56
26524 Hage
Bürgermeister: Cornelius Peters (SPD)
Lage der Gemeinde Berumbur im Landkreis Aurich
Baltrum Juist Landkreis Wittmund Landkreis Leer Memmert Norderney Nordsee Emden Landkreis Friesland Landkreis Leer Landkreis Wittmund Aurich Berumbur Berumbur Dornum Großefehn Großheide Hage Hagermarsch Halbemond Hinte Ihlow (Ostfriesland) Krummhörn Leezdorf Lütetsburg Marienhafe Norden (Ostfriesland) Osteel Rechtsupweg Südbrookmerland Upgant-Schott Upgant-Schott Wiesmoor WirdumKarte
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Berumbur ist eine Gemeinde in der Samtgemeinde Hage im Landkreis Aurich in Ostfriesland. Die Gemeinde hat 2700 Einwohner und erstreckt sich auf einer Fläche von 6,42 Quadratkilometern.

Ortsname[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der erste Teil des Gemeindenamens verweist auf den in direkter Nachbarschaft gelegenen Hager Ortsteil Berum und auf dessen Burg. Der zweite Namensteil, der sich in vielen Ortsnamen findet,[2] bedeutet Bauerschaft. Berumbur kann demnach mit Berumer Bauerschaft oder Bauerschaft der Burg / des Amtes Berum übersetzt werden. Erste bekannte Erwähnungen des Ortsnamens stammen aus dem 16. Jahrhundert. Dabei entwickelte sich die Schreibweise von Bherum Buer (1552) über Bherumsbuhr (1560?), Behrumbuhr (1719), Berumbuer (Coldewey-Karte, 1730), Berembur (1740) nach Berumbur.[3]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Berumbur liegt am Nordrand des ostfriesischen-oldenburgischen Geestrückens zwischen Marsch- und ehemaligen Moorgebieten. Seine durchschnittliche Höhe liegt zwischen 1,5 und 2,5 m über Meeresniveau (NN).

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Berumbur grenzt an die Gemeinden Hage im Norden und Westen, Großheide im Osten und Süden sowie Halbemond im Südwesten. Im nördlichen Teil durchzieht die Niedersächsischen Landesstraße 6, die von Wittmund nach Norden führt, den Ort. Hauptstraße der Gemeinde ist die Kreisstraße 204, die von Berumerfehn kommend Berumbur durchzieht und kurz vor Berum in die Landesstraße 6 einmündet.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Berumburer Ortsteile

Zur Gemeinde gehören die Ortsteile Kleinheide, Berumbur und Holzdorf. Der größte Ortsteil Kleinheide ist 1552 als „Lutke Haeyde“ nachgewiesen und wurde 1599 als „Heide“ sowie 1719 als „Klein Heyde“ bezeichnet. Der Name bedeutet „kleine Heide(-siedlung)“.[4] Kleinheide liegt im Osten des Gemeindegebiets, während sich der namensgebende Ortsteil der Gemeinde Berumbur im Nordwesten befindet. Der kleinste, 1805 gegründete Ortsteil der Gemeinde ist Holzdorf und liegt im Südwesten des Gemeindegebiets.[4]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohnerzahl
1821 551
1848 763
1871 812
1885 837
1905 938
Jahr Einwohnerzahl
1925 893
1933 995
1939 1.045 (1.055)
1946 1.274
1950 1.313
Jahr Einwohnerzahl
1956 1.235
1961 1.357
1970 1.632
2005 2.560
2011 2.580

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rat der Gemeinde Berumbur besteht aus 13 Ratsfrauen und Ratsherren. Dies ist die festgelegte Anzahl für die Mitgliedsgemeinde einer Samtgemeinde mit einer Einwohnerzahl zwischen 2001 und 3000 Einwohnern.[5] Die 13 Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Die aktuelle Amtszeit begann am 1. November 2016 und endet am 31. Oktober 2021.

Die letzte Kommunalwahl vom 11. September 2016 ergab das folgende Ergebnis:[6]

Partei Anteilige Stimmen Anzahl Sitze Veränderung Stimmen Veränderung Sitze
SPD 49,11 % 6 -8,94 % -1
CDU 38,57 % 5 +9,91 % +1
Bündnis 90/Die Grünen 7,03 % 1 -0,85 % 0
Freie Wählergemeinschaft (FWG) 5,27 % 1 -0,12 % 0

Die Wahlbeteiligung bei der Kommunalwahl 2016 lag mit 58,75 %[6] über dem niedersächsischen Durchschnitt von 55,5 %.[7] Zum Vergleich – bei der vorherigen Kommunalwahl vom 11. September 2011 lag die Wahlbeteiligung bei 56,03 %.[8]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat wählte das Gemeinderatsmitglied Cornelius Peters (SPD) im November 2016 zum ehrenamtlichen Bürgermeister für die aktuelle Wahlperiode. Es ist bereits seine vierte Amtszeit.[9]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Berumbur
Wappenbeschreibung: „In Blau eine goldene Weizenähre, beseitet von je einem sechszackigen goldenen Sporenrädlein.“
Wappenbegründung: Die Ähre erinnert an die landwirtschaftliche Prägung der Gemeinde. Die Sporenrädlein finden sich auch in den Wappen von Berumerfehn und Norden. Allgemein wird angenommen, dass sie ihren Ursprung im Wappenschild der auf Burg Lintel bei Norden ansässigen Adelsfamilie Idzinga haben. Die Idzingas verfügten über zahlreiche Besitzungen im Norderland und galten als die Häuptlinge dieses Gebietes, zu dem ja auch Berumbur zumindest teilweise gehörte. Die Heimatforscherin Gudrun Dekker bestreitet allerdings, dass auf dem Wappenschild der Idzingas Sporenrädlein zu sehen waren. In einem Kölner Stadtarchiv entdeckte sie ein Idzinga-Siegel, das lediglich einen gotischen Adler zeigt.[10]

Das Wappen geht auf einen Entwurf des Münsteraner Heraldikers Ulf Korn zurück. Er wurde vom Rat der Gemeinde Berumbur am 31. Januar 1961 als Siegelwappen der Gemeinde angenommen.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Innerhalb der Gemeinde steht eine Ferienhausanlage mit mehr als 600 Einheiten, direkt an einem großen Kiessee, der – obwohl nicht als offizielle Badestelle zugelassen – auf eigene Gefahr zum Baden genutzt wird. Zudem gibt es in Berumbur und Umgebung viele Angelseen, wovon zwei in Berumbur direkt liegen.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Berumbur ist über die L 6 an die B 72 angebunden, die von Norddeich zur Anschlussstelle Cloppenburg der A 1 führt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Werner H. Schönherr: Zwischen Marsch und Moor. Geschichte und Geschichten aus dem alten Berumbur von den Anfängen bis zur kommunalen Neuordnung 1972, Norden 2012, ISBN 978-3-939870-69-2.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Berumbur – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 100 Bevölkerungsfortschreibung – Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Zum Beispiel Victorbur, Burmönken, Burhafe
  3. Werner H. Schönherr: Zwischen Marsch und Moor. Geschichte und Geschichten aus dem alten Berumbur von den Anfängen bis zur kommunalen Neuordnung 1972, Norden 2012, S. 8
  4. a b Arbeitsgruppe der Ortschronisten der Ostfriesischen Landschaft: Arbeitsgruppe der Ortschronisten der Ostfriesischen Landschaft: Berumbur, Samtgemeinde Hage, Landkreis Aurich (PDF-Datei; 294 kB), abgerufen am 22. September 2011
  5. Niedersächsisches Kommunalverfassungsgesetz (NKomVG) in der Fassung vom 17. Dezember 2010; § 46 – Zahl der Abgeordneten, abgerufen am 31. Dezember 2016.
  6. a b Gemeinde Berumbur – Gemeinderatswahl 2016, abgerufen am 31. Dezember 2016.
  7. hna.de: Kommunalwahlen: Alle Infos, alle Ergebnisse, abgerufen am 31. Dezember 2016.
  8. Gemeinde Berumbur – Gesamtergebnis Gemeinderatswahl 2011, abgerufen am 31. Dezember 2016.
  9. OZ-Online: Cornelius Peters erneut Bürgermeister, abgerufen am 31. Dezember 2016.
  10. Siehe dazu Werner H. Schönherr: Zwischen Marsch und Moor. Geschichte und Geschichten aus dem alten Berumbur von den Anfängen bis zur kommunalen Neugestaltung 1972, Norden 2012, S. 8 f.