Bierflasche

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Flaschen mit Bügelverschluss in einem historischen Bierkasten

Bierflaschen gehören zu den Behältnissen, in die Bier gefüllt wird, um die Flüssigkeit zu portionieren, die Absatzlogistik zu vereinfachen und es vor äußeren Einflüssen zu schützen.

Gebrauch[Bearbeiten]

Bier wird oft direkt aus der Flasche getrunken oder zum Trinken in ein Trinkglas geleert. Mit Verschlüssen unterschiedlicher Ausprägung wird die Funktion eines Überdruckventils erreicht, da sich der Inhalt durch den CO2-Gehalt unter einem leichten Druck befindet. Manche Varianten des Flaschenverschlusses sind wiederverschließbar. Die Flaschen sind durchscheinend, um sie für die Sauberkeitskeitskontrolle zu durchleuchten. Zur Inhaltskennzeichnung werden sie mit Etiketten gestaltet. Für Bügelverschlüsse werden spezielle Halsetiketten genutzt, um gleichzeitig ein vorzeitiges Öffnen zu kennzeichnen. Oft sind die Bierflaschen auf der Zylinderoberfläche mit Stoßrippen versehen und manche werden gleitbeschichtet, um beim gegenseitigen Aneinderreiben den Bruch zu mindern. Der Flaschenboden ist nach innen gewölbt und weist mittig eine Volumenangabe auf, er kann zudem Stehnoppen oder -stege aufweisen oder auch rundum Noppen als Produktionscode besitzen.

Geschichte[Bearbeiten]

  • Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde aufgrund geänderter Konsumgewohnheiten der bis dahin übliche Fassbier-Vertrieb nach und nach durch die Flaschenvermarktung abgelöst.
  • Mit der Einführung des Dosenpfands Anfang der 2000er Jahre drängte die Bierflasche als Mehrwegflasche in Deutschland den Anteil der Bierdosen am Konsumvolumen wieder zurück. Die „Sixpacks“ (also sechs 0,33-l-Flaschen mit Kartonumverpackung) sind in Deutschland meist mit Mehrwegflaschen gefüllt und nicht mehr als Einweggebinde im Handel.

Material und Ausstattung[Bearbeiten]

Deutlich sichtbares Embossing auf einer Bierflasche

Bierflaschen werden zum Großteil aus Glas hergestellt, seit Anfang der 2000er Jahre stieg jedoch der Anteil der Kunststoffflaschen. In der Regel werden Bierflaschen mit Kronkorken verschlossen. Einige, vor allem kleinere Brauereien verwenden wiederverschließbare Bügelflaschen. Diese Form des Flaschenverschlusses entstand vor 1892 und diente dem händischen Verschließen bei der Abfüllung, bevor der Kronkorken eingeführt wurde, der maschinell verschlossen wird. Schraubverschlüsse werden überwiegend für Bier-Kunststoffflaschen verwendet, seltener auch für Glasflaschen. Bierflaschen werden meist mit Pfand angeboten, jedoch sind neben Mehrwegflaschen auch Einwegflaschen im Handel. Dabei gibt es für Bier Einwegflaschen mit einem durch besondere Gestaltung des Flaschenhalses schraubbaren Kronkorken.

Bierflaschen kommen einzeln oder kastenweise in den Einzelhandel. Es gibt die (ehemals ausschließlich) üblichen Holzkästen mit zwölf oder zwanzig Flaschen. In den 1980er Jahren kamen kleinere Gebinde mit drei Sechserträgern („Sixpacks“) von 0,5-Liter-Flaschen oder vier „Sixpacks“ von 0,33-Liter-Flasche in den Handel, mitunter auch Achtergebinde. Allgemein verbreitet sind für 0,5-Liter-Flaschen Kästen mit je 9, 10, 11, 20 Flaschen und für 0,33-Liter-Flaschen mit je 20, 24, 25 oder 30 Bierflaschen. Eine handelsübliche 0,5-Liter-Flasche wiegt 850 bis 900 g inklusive Kronkorken, Füllung und Etiketten. Laut einer Studie der Unternehmensberatung Deloitte sind in Deutschland mehr als 120 verschiedene Flaschentypen im Umlauf.[1]

Teilweise sind Flaschen mit Embossings versehen, solche vorzugsweise aus dem gehobenen Preissegment sollen hochwertiger wirken. Zudem verleihen sie der Flasche eine Identifizierung mit der Brauerei. Häufig werden Etiketten zentriert zu diesen Embossings auf den Flaschen platziert, dafür müssen die Flaschen in der Etikettiermaschine vor dem Etikettiervorgang entsprechend ausgerichtet werden.

Flaschenformen[Bearbeiten]

Sechs verschiedene Flaschenformen
dritte von links: NRW-Flasche
zweite von rechts: Euro-Flasche
erste von rechts: Langhalsflasche

Anfangs besaßen die Flaschen einen zylindrischen Körper und einen verjüngten Hals, der im Verschluss endete. Diese Form von Bierflaschen war der traditionellen Weinflasche nachgestaltet. Seit Beginn der 1960er Jahre wurde diese Form durch die Steinieflaschen ergänzt, deren Form eine bessere Bruchsicherheit beim Fallen bedeutete.[2] In Deutschland war bis Ende der 1980er Jahre über einen Zeitraum von 30 bis 40 Jahren weitgehend die sogenannte Euro-Flasche Standard für 0,5 Liter im Einsatz. Danach wurde aus Designgründen weitgehend auf die „NRW-Flasche in Vichyform“ nach DIN 6075 Packmittel - Flaschen umgestellt.

In den 2000er Jahren wurden zudem aufgrund der Markenpositionierung oft Longneckflaschen (Langhalsflaschen) eingeführt. Mit der neuen Flaschenform war eine Erneuerung der formatabhängigen Flaschenführungsteile an den Abfüllmaschinen verbunden und einige Brauereien behielten aus Kostengründen die alte NRW-Flasche bei, kleinere Brauereien auch die Euro-Flasche. Für verschiedene überregional agierende Brauereien wie Augustiner, Schlenkerla oder das Tegernseer Brauhaus wurde die traditionelle Euro-Flasche, an der man festgehalten hatte, zum Charakteristikum mit nicht unbeträchtlichem Identifikationswert. Mitunter aus Nostalgiegründen füllen manche Großbrauereien wie Erdinger eine ihrer Biersorten in Euro-Flaschen ab oder haben, wie Hasen-Bräu Augsburg aus der Radeberger Gruppe oder Ayinger, ihr gesamtes Sortiment wieder auf diese Flasche umgestellt.[3] Aus den gleichen Gründen führen auch eine Reihe mittelständischer Brauereien sie wieder ein. Auch NRW-Flaschen kommen mittlerweile aus Traditionsgründen und in Abgrenzung zu den Longneckflaschen wiederum auf den Markt. Dadurch besteht Marktvielfalt in den Flaschenformen, was allerdings immer von der Ausrüstung der Abfüllanlagen mitbestimmt wird.

Farbe[Bearbeiten]

Bier wird in eingefärbten Flaschen gehandelt, um den Lichtgeschmack durch die von Ultraviolettstrahlung beförderte Zersetzung der Hopfenbitterstoffe in 3-Methyl-2-buten-1-thiol zu vermeiden. Braunen Flaschen wird dabei eine messbar bessere Filterwirkung als grünen zugeschrieben, da bei ihnen die Filterwirkung für kurzwelliges Licht besser ist. Bis in die 1970er Jahre waren beide Flaschenfarben gleichermaßen verbreitet, die Meinungsbildung unter Verbrauchern förderte die Ansicht bei in Sonne gelagertem Bier ändert sich der Geschmack und wird durch braun, grün und transparent beeinflusst.[4][5] Kann das Bier lichtgeschützt gelagert werden, so ist die Glasfarbe unbedeutend. Ungefärbte Bierflaschen sind nur in wenigen und besonderen Fällen im Einsatz und werden sehr selten genutzt. Durch Änderungen der Produktionsprozesse in der Glasindustrie kommen fast ausschließlich braune Bierflaschen in den Handel. Einige Marken wie Pilsner Urquell, Beck’s, Jever, Wicküler, Brinkhoff’s, Einbecker, DAB, Heineken, Carlsberg oder Ottakringer nutzen die grüne Flaschenfarbe als zusätzliches Identitätsmerkmal.[5]

Für Biermischgetränke werden neben grünen und braunen allerdings auch glasklare und blaue Flaschen eingesetzt. Der Grund dafür ist die Flaschenfarbe als Alleinstellungsmerkmal für die Marktstellung werbewirksam zu nutzen.

Flaschengrößen und nationale Unterschiede[Bearbeiten]

0,5-Liter-Longneck-Flasche mit Kronenverschluss
„Torgauer Maibock“ in einer 0,5-Liter-Bügelverschlussflasche

Die üblichen Flaschengrößen änderten sich im Laufe der Zeit mehrfach und sind in verschiedenen Ländern mittlerweile der Nutzung angepasst.

  • Anfangs waren in Deutschland Literflaschen üblich, die jedoch immer wiederverschließbare Bügelverschlüsse hatten. Befördert durch den Kronenverschluss setzten sich zunehmend Halbliterflaschen durch. Seit den 1950er Jahren sind außerdem Flaschen mit 0,33 Liter gebräuchlich.
  • In der Schweiz waren bis in die 1990er Jahre Pfandflaschen von 0,58 Liter üblich. Seither dominieren die europaweit genormten Pfandflaschen mit 0,33 und 0,5 Liter. Regional sind jedoch immer noch Literflaschen gebräuchlich.
  • In Österreich sind hauptsächlich Pfandflaschen von 0,5 Liter – meist die „NRW-Flasche“ – in Verwendung. Einige Sorten werden in Einwegflaschen mit Viertel- und Drittel-Liter-Inhalt angeboten.
  • In Belgien sind Flaschengrößen von 0,25 Liter und 0,33 Liter üblich. Flaschen von 0,375 Liter werden identitätsstiftend für Lambics verwendet. Es gibt aber auch Flaschen bis zur Größe von drei Liter (Chimay).
  • In Dänemark ist für einheimische Sorten eine Größe von 0,33 Liter Standard. Sie werden meist in Kisten mit 30 Flaschen (0,33 l × 30 = 9,9 l) verkauft. Es gibt allerdings Abweichungen, vorzugsweise Kästen mit 24 Flaschen à 0,33 Liter und zudem andere Flaschengrößen.
  • In Frankreich sind Flaschen mit einer Größe von 0,25 Liter und 1 Liter üblich.
  • In Brasilien sind neben den 0,5- und 1-Liter-Flaschen auch Flaschengrößen von 0,6 Liter gebräuchlich.
  • In Italien sind 0,33- und 0,66-Liter-Flaschen gebräuchlich.
  • In Spanien und Portugal sind 0,25- und 1-Liter-Flaschen und vorzugsweise Dosen zu je 0,33 oder 0,5 Liter üblich.
  • In Schweden gibt es keine standardisierte Flaschengröße, zumal einheimische Sorten keine echte Vorrangstellung vor internationalen Marken haben. Die Ursache ist offenbar eine Folge des Systembolaget. In Schweden besteht ein streng reguliertes staatliches Alkoholmonopol und alle Sorten mit Alkoholgehalt werden in staatlichen Verkaufsstellen verkauft. Deshalb ist Bier kein „Volksgetränk“.
  • In Argentinien ist die Standardgröße im Supermarkt oder am Kiosk ein Liter. Die Standardgröße in der Kneipe ist 0,66 oder 0,75 Liter, gelegentlich auch 0,33 Liter.
  • In vielen osteuropäischen Staaten findet man Bierflaschen aus Plastik, die bis zu 2,5 Liter Bier enthalten. Diese Größe dient eher dem Transport als dem direkten Trinken.[6]
  • In Südasien ist die Standardgröße 0,7 Liter.
  • In Australien dominieren die Größen 0,375 Liter und 0,8 Liter nach dem englischen Maßsystem.

Stabilität[Bearbeiten]

0,75-Liter-Glasflasche Estrella Damm Inedit

Erfahrungsgemäß variiert die Stabilität einer Neuflasche und ihre Haltbarkeit im Lauf des Produktzyklus.[7]

Umlaufzahl
Mehrwegbierflaschen erreichen Umlaufzahlen von durchschnittlich 40, bei niedriger Transportentfernung sind auch bei manchen Brauereien Umlaufzahlen von bis zu 70 Durchschnitt. Niedrigere Umlaufzahlen (20-38 im Schnitt nach Deloitte-Studie[8]) werden mit individualisierten Flaschen durch Embossing des Brauereilogos auf der Flasche, höhere mit Standardflaschen erreicht (NRW-Flasche im Schnitt 42 nach Deloitte Studie). Ein weiterer, die Umlaufzahl reduzierender Faktor ist die Rückführung von verschiedenen Flaschentypen im Leergut; weil nicht jede Brauerei alle Flaschentypen verwendet und manche Brauereien Flaschentypen, die sie nicht im Sortiment haben, aussortieren. Durch die größere Vielfalt an Bierflaschenformaten werden die Bierflaschen zunehmend vor den Getränke-Fachgroßhändlern und den Brauereien selber aufwendig vor der nochmaligen Abfüllung vorsortiert, um die Ausnutzungsgrade der Füllanlagen und die Umlaufshäufigkeit der Flaschen zu erhöhen. Die aussortierten, unpassenden Flaschen werden dabei zu den diese Flaschenformen verwendenden Brauereien geleitet.
Stabilitätskontrolle
Zuerst werden Flaschen in der Brauerei maschinell inspiziert (Empty Bottle Inspector, auch EBI). Kriterien für das Aussortieren sind (a) Beschädigungen der Mündung, (b) nicht zu reinigende Verschmutzungen (z. B. Einbringen von sperrigen Fremdkörpern) und (c) der Zerkratzungsgrad (Scuffing; Kratzer, Schleifspuren und sonstige Oberflächenfehler). Flaschen, die diese Sortierung passieren, aber aufgrund ihrer Abnutzung nicht mehr ausreichend druckbeständig sind, zerspringen oft beim Reinigen (85 °C mit Lauge) oder beim Befüllen (> 4,0 bar).
Druckbeständigkeit
Die Innendruckbeständigkeit einer gefüllten, mit Kronkorken verschlossenen Bierflasche bei etwa 18 °C (Raumtemperatur) liegt um zehn bis maximal 40 bar. Sie nimmt mit jedem Kratzer an und in der Flasche deutlich ab. Der Kronkorkenverschluss ist der gewollte Schwachpunkt. Er soll bei mehr als sechs bar Innendruck undicht werden und den Druck ablassen - abblasen in der Brauersprache. Dies ist eine Sicherheitsmaßnahme, um einem Platzen der Glasflasche vorzubeugen. Außerdem werden die Flaschen in der Herstellung so gestaltet, dass, falls es zu einem Platzen der Flasche kommen sollte, zuerst vorzugsweise der Flaschenboden abgesprengt wird. Diese "Sollbruchstelle" dient ebenfalls zur Erhöhung der Sicherheit bei, da so nur wenige, größere Glasstücke aus dem Flaschenboden bestehend entstehen; beim unorganisierten Platzen der Flasche würde es die gesamte Flasche in viele, kleine Splitter zerreißen. Die Flasche, die aufrechtstehend auf dem Flaschenboden steht, fixiert zudem durch ihr Eigengewicht die Bruchstücke des Flaschenbodens, so läuft die Flasche nach dem Absprengen des Flaschenbodens nur nach unten aus, anstatt beim Platzen der Flasche kleine Splitter und Inhalt fein in der Umgebung zu verteilen. Wenn eine gefüllte und verschlossene Flasche dagegen äußerer Gewaltanwendung ausgesetzt wird, beispielsweise beim Aufprall auf eine harte Oberfläche nach einem Sturz, so versagen die Sicherungsmaßnahmen durch die punktuelle extreme Belastung der Flaschenoberfläche in der Regel und die Flasche wird ausgehend vom Einwirkungspunkt der extremen Belastung zerplatzen.
Flaschengeometrie
Die Form und Wanddicke der Bierflasche sowie die Form des Flaschenbodens (konkave Wölbung nach innen) haben Einfluss auf die Stabilität der Flasche, was vor allem beim Entwurf neuer Flaschentypen berücksichtigt wird.
Kälte
Die Stabilität einer gefüllten, verschlossenen Bierflasche hängt vom Alkoholgehalt, dem CO2-Gehalt, dem Scuffing-Grad der Flasche, der Füllhöhe, der Kühlungsgeschwindigkeit und der Flaschengeometrie ab. Die Eisbildung und damit die Volumenzunahme des Wassers wird durch den gleichzeitig zunehmenden Druck in der Flasche verzögert, steigt aber bei weiterer Abkühlung an. Aus Sicherheitsgründen sollte eine normale, verschlossene Bierflasche nicht unter 2,2 °C gekühlt werden. Selbst wenn das Bier nicht gefriert, kann es zu einer dauerhaften Kältetrübung durch im Bier gelöste Proteine kommen, die nicht schädlich ist, das Bier aber unansehnlich macht.
Hitze
Biere mit 5,4 g/l CO2 erreichen bei Normalbedingungen etwa einen Innendruck von 2,2 bar. Der Innendruck einer gefüllten Bierflasche erhöht sich mit steigender Temperatur durch die damit verbundene geringere Löslichkeit von CO2 in wässriger Lösung. Ebenso erhöht ein Schütteln den Innendruck und auch Biere mit höherem CO2-Gehalt haben einen erhöhten Innendruck. Bei 50 °C erreicht eine gefüllte, verschlossene Bierflasche einen Innendruck von etwa 5 bis 6,5 bar, was die Gefahr des CO2-Verlustes durch das Abblasen des Kronkorkens birgt (Abblasverhalten: Kronkorken Typ A bei acht bis elf bar; Kronkorken Typ B bereits bei über fünf bar). Eine Gefahr des Platzens besteht nicht unmittelbar, kann aber auch nicht ausgeschlossen werden (s. o. Scuffing). Jede Bewegung einer derart heißen Flasche sorgt für ein rasantes Ansteigen des Innendruckes, den der abblasende Kronkorken unter Umständen nicht abfangen kann, was zum Platzen der Flasche führt.

Ökologische Gesichtspunkte[Bearbeiten]

2010 wurden drei Fallstudien zum Vergleich der Ökobilanz verschiedener Getränkeverpackungen durchgeführt.[9]

  1. Bei regionalen Bieren sind Glas-Mehrweggebinde weiterhin das ökologisch günstigste System, und zwar unabhängig von unterschiedlichen methodischen Vorgehensweisen.
  2. Bei überregional vertriebenen Bieren ändert sich das Ergebnis je nach angewandter Methode, mit der das im Recycling gewonnene Aluminium von Getränkedosen angerechnet wird. Bei einer Anrechnung von 50 %, wie das Umweltbundesamt annimmt, schneidet die Glas-Mehrwegflasche besser ab. Bei der für die Studie von der auftraggebenden Getränkeindustrie geforderten Anrechnung von 100 % gibt es keine klare Trennlinie.
  3. Bei der Verwendung von individuellen Glas-Mehrwegflaschen sowie überregionaler Vermarktung von gefloppten Trend- und Premiumbieren (also bei einer Annahme einer geringen Umlaufzahl von Mehrwegflaschen) mit Transportentfernungen von über 400 km können Getränkedosen dem Mehrweg vergleichbare ökologische Wirkungsprofile erreichen.[10]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bierflaschen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Bierflasche – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Welt: Deutsche Brauereien stecken in der Mehrwegfalle
  2.  Heinrich Voß: Trendig und kompakt: Biere in der Steinie-Flasche (= Getränkefachgroßhandel). 2012, S. 8–14 (PDF, 467 kB, abgerufen am 15. April 2014).
  3. Eine neue Flasche steht ins Haus. In: BRAUWELT MARKETING. 45/2013 vom 6. November 2013, S. 1524–1528.
  4. Axel Bach, Salim Butt, Thomas Hallet, Stefan Hoeren, Ranga Yogeshwar: Die Wissenschaft vom Bier. In: Quarks & Co. WDR, 1996, S. 17–18, abgerufen am 15. April 2014 (PDF; 1,9 MB).
  5. a b Jana Zeh: Ist Bier in braunen Flaschen besser? In: n-tv.de. 15. April 201, abgerufen am 15. April 2014.
  6. Baltika Breweries. Abgerufen am 15. April 2014 (englisch, Produktbeispiele).
  7. Die im Artikel erwähnten Daten wurden von den Qualitätssicherungsabteilungen zweier großer deutscher Brauereien auf Anfrage mitgeteilt (Stand: Januar 2008).
  8. Michael Gassmann: Der Wahnsinn, wenn Sie in München Flens trinken. In: Die Welt. 9. April 2014, abgerufen am 12. Mai 2015.
  9.  Andreas Detzel, IFEU Heidelberg (Hrsg.): Regionales Bier aus Mehrwegflaschen ökologisch empfehlenswert!. IFEU-Studie zu Alu-Dosen. (PDF 69 kB, abgerufen am 15. April 2014).
  10. Martina Krüger, Stefanie Theis, Andreas Detzel, Sybille Kunze: Ökobilanzielle Untersuchung verschiedener Verpackungssysteme für Bier. Ergebnisübersicht mit Schwerpunkt auf dem Vergleich zwischen Glas-Mehrweg und Metalldosen. IFEU-Institut, 17. Mai 2010, abgerufen am 15. April 2014 (PDF; 112 kB).