Erdinger Weißbräu

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Privatbrauerei Erdinger Weißbräu Werner Brombach GmbH
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Rechtsform Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Gründung 1886
Sitz Erding, DeutschlandDeutschland Deutschland

Leitung

Umsatz 196,7 Mio. Euro[2]
Branche Weizenbierbrauerei
Website www.erdinger.de
Stand: 31. Dezember 2014 Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Stand 2014

Die Privatbrauerei Erdinger Weißbräu Werner Brombach GmbH, kurz Erdinger Weißbräu, ist eine Brauerei in Erding, nordöstlich von München.

Bekanntestes Produkt ist das Erdinger Weißbier.

Mit einem jährlichen Ausstoß von ungefähr 1,8 Mio. hl[3] ist Erdinger Weißbräu nach eigenen Angaben die größte Weißbierbrauerei der Welt, sie vergibt keine Lizenzen. Einziger Standort ist Erding. Von dort aus wird das Weißbier in über 95 Länder weltweit exportiert.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bierausstoß der Erdinger Brauerei in hl
1998
  
1,270.000[4]
2006
  
1,530.000[4]
2009
  
1,590.000[4]
2011
  
1,720.000[4]
2013
  
1,510.000[4]
2015
  
1,800.000[4]

Die Anfänge von Erdinger Weißbräu liegen im Jahr 1886, als der Bau einer Weißbierbrauerei in Erding erstmals urkundlich erwähnt wurde. Nach mehreren Besitzerwechseln kaufte 1935 der damalige Geschäftsführer Franz Brombach die Brauerei und gab ihr am 27. Dezember 1949 den Namen Erdinger Weißbräu. Im Jahr 1965 konnte die Brauerei erstmals einen Jahresausstoß von rund 40.000 hl erzielen.

1965 trat der Sohn von Franz Brombach, Werner Brombach, in das Unternehmen ein. Nach dem Tod seines Vaters 1975 übernahm der Diplomkaufmann und Diplombraumeister die Privatbrauerei und führt das Werk seines Vaters bis heute fort. 1978 erzielte die Brauerei einen Ausstoß von circa 225.000 hl und war damit Marktführer.

Nachdem der Firmensitz in der Altstadt nicht mehr genügend Platz bot, wurden 1983 auf einem Areal am Stadtrand von Erding neue Brauereianlagen errichtet. Im Jahr 1990 durchbrach Erdinger als erste Weißbierbrauerei die Marke von 1 Mio. hl.

1991 wurde die andere noch existierende Erdinger Brauerei Fischer’s Stiftungsbräu übernommen, und damit das Angebot auf Helles Bier erweitert, das bis Frühjahr 2016 unter dem Namen Fischer’s Hell angeboten wurde und seither unter dem Namen Stiftungsbräu Helles Vollbier vertrieben wird.[5]

Sorten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erdinger Weißbier (Hefe-Weizen) in der 0,5 l Flasche und im Glas

Nachdem die Produktion des Fischer’s Hell an die Irlbacher Brauerei abgegeben wurde,[6] braut Erdinger ausschließlich Weißbier: Zum Portfolio der Privatbrauerei gehören elf bzw. zwölf verschiedene Weizenbiere (die Erdinger Festweiße wird nur auf dem Herbstfest in Erding ausgeschenkt und ist nicht im Handel erhältlich, lediglich Produktionsüberschüsse werden nach dem Herbstfest regional in Flaschen verkauft). Erdinger Weißbräu setzt bei seinen Weißbieren auf die traditionelle Flaschengärung, d. h. das Weißbier reift (ähnlich wie Champagner) in der Flasche.

  • Erdinger Weißbier mit feiner Hefe (Hefe-Weizen)
  • Erdinger Weißbier dunkel
  • Erdinger Pikantus dunkler Weizenbock (tiefdunkles, malzbetontes Starkbier)
  • Erdinger Weißbier kristallklar
  • Erdinger Weißbier leicht (alkohol- und kalorienreduzierte Variante)
  • Erdinger Alkoholfrei
  • Erdinger Schneeweiße (gibt es nur im Herbst/Winter)
  • Erdinger Festweiße (Festbier mit höherer Stammwürze und höherem Alkoholgehalt)
  • Erdinger Urweisse (etwas dunkleres Weißbier, in der klassischen Euro-Flasche abgefüllt)
  • Erdinger Prinzenweiße (Partybier für die Faschingssaison in 0,33 Longneck; 2016 eingeführt und nur regional vertrieben)
  • Erdinger Sommerweiße (hopfenfrisches Weißbier für den Sommer in 0,33 l Longneck; im Frühjahr 2016 eingeführt)

Die Zweigniederlassung Fischer’s Stiftungsbräu produziert:

  • Stiftungsbräu Helles Vollbier[7][8]

Besonderheiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Fanclub

Als einer der ersten am Biermarkt gründete Erdinger Weißbräu 1995 einen eigenen Fanclub, zu dem mittlerweile mehr als 80.000 Mitglieder zählen, darunter auch zahlreiche Prominente wie Franz Beckenbauer, Mario Basler, Gerd Rubenbauer, Jens Weißflog und Lothar Matthäus. Für die Mitglieder erscheint zweimal im Jahr ein spezielles Fanclubmagazin.

Team Erdinger Alkoholfrei

Mit über 3000 aktiven Mitgliedern ist das Team Erdinger Alkoholfrei eine Sportler-Community von Profi- und Amateursportlern. Bekannte Mitglieder sind Andreas und Michael Raelert (Triathlon), Nicole und Lothar Leder (Triathlon), Meike Krebs (Triathlon), Sonja Tajsich (Triathlon), Michael Greis (Biathlon), Andreas Birnbacher (Biathlon), Kathrin Lang (geb. Hitzer, Biathlon), Erik Lesser (Biathlon), Michael Göhner (Triathlon).
Wenke Kujala ist als Teammanagerin für die Triathleten zuständig.

Erdinger Arena

Erdinger Arena in Oberstdorf: Die Schanzenanlage am Schattenberg zählt zu den modernsten Skisprung-Anlagen weltweit und wurde im Herbst 2004 Erdinger Arena getauft.

Besucherzentrum: Ausgangspunkt für Brauereibesichtigungen ist das im Jahr 2000 eröffnete Besucherzentrum. Thema der Führung ist der Werdegang des Weißbieres vom Rohstoff bis zum fertigen Produkt.

Sponsoring

  • Groundhopping-Tour: Wochenendveranstaltung für jeweils 20 Fußballfans. Besucht werden je ein Spiel der 1. und 2. Fußball-Bundesliga sowie eine Partie der Regionalliga mit dem Erdinger Groundhopping-Bus.
  • Erdinger Sautrogrennen: Spaßveranstaltung im Sommer, bei der ein Wasserparcours in „Sautrögen“ (Holzwannen, die früher zum Abborsten der Schweine benutzt wurden) möglichst unbeschadet durchlaufen werden muss.
  • Erdinger Meister-Cup: Kleinfeld-Fußballturnier, bei dem alle bayerischen und württembergischen Amateur-Meister-Mannschaften um den Titel „Meister der Meister“ gegeneinander antreten können.

Der Erdinger-Jingle „Des Erdinger Weißbier, des is hoid a Pracht hollara-di-riad-dei, des schmeckt uns beim Tag und bei der Nacht.“ ist seit Anfang der 1970er-Jahre unverändert im Einsatz. Die Melodie stammt aus der Volksweise „Mein Vatern sei Häusl“.

Werbung

Der Werbeslogan von Erdinger Weißbier lautet „Erdinger Weißbier – gebraut mit Leib und Seele“.

Bekannte Werbeträger von Erdinger Weißbräu sind Franz Beckenbauer (seit 2003) und Magdalena Neuner.

Kontroversen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beim Versuch, den geografischen Namensbestandteil alleine für sich nutzen zu können, unterlag die Brauerei der Süddeutschen Zeitung. Der Lokalteil darf auch weiterhin Erdinger SZ heißen, vorher hatte der Erdinger Weißbräu allerdings schon erreicht, dass die Erdinger Therme in Therme Erding und die Erdinger Jazz Tage in Jazz Tage Erding umbenannt wurden.[9]

Das Erdinger Herbstfest, die Erdinger Orgelwoche und weitere Firmen und Veranstaltungen weigerten sich jedoch, ihre teilweise seit Jahrzehnten bestehenden Namen zu ändern.

Ende März 2013 bestätigte Warsteiner Ermittlungen des Kartellamts gegen deutsche Bierbrauereien wegen möglicher illegaler Preisabsprachen, darunter auch Erdinger.[10]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Erdinger – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Impressum
  2. Bundesanzeiger: Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 1. Januar 2014 bis zum 31. Dezember 2014
  3. Gesamtabsatz der führenden Brauereigruppen in Deutschland in den Jahren 2014 und 2015 (in Millionen Hektoliter)
  4. a b c d e f http://www.aktiongutesbier.de/statistik-bier-und-brauereien/
  5. Fischer’s Stiftungsbräu.
  6. Weißbräu stellt klar: Stiftungsbrauerei wird nicht verkauft merkur-online.de (Münchner Merkur) 29. Mai 2011, Abgerufen am 1. September 2013.
  7. stiftungsbraeu.de: Helles Vollbier
  8. merkur.de: Zum Vierfachjubiläum gibt's ein neues Helles
  9. Brauerei verliert gegen Erdinger Süddeutsche Zeitung.
  10. Ermittlungen des Kartellamts.

Koordinaten: 48° 18′ 24″ N, 11° 54′ 26″ O