Brüggener Mühle

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Brüggener Mühle (Begriffsklärung) aufgeführt.
Brüggener Mühle
Die Brüggener Mühle im Hintergrund der Burgturm

Die Brüggener Mühle im Hintergrund der Burgturm

Lage und Geschichte
Brüggener Mühle (Nordrhein-Westfalen)
Brüggener Mühle
Koordinaten 51° 14′ 23,1″ N, 6° 11′ 9″ OKoordinaten: 51° 14′ 23,1″ N, 6° 11′ 9″ O
Standort Deutschland
Nordrhein-Westfalen
Kreis Viersen
Gemeinde Brüggen
Gewässer Schwalm
Erbaut 1289 vertragliche Erwähnung
Stillgelegt 1955, danach Ausbau als Restaurant
Technik
Nutzung Öl- und Kornmühle
Mahlwerk 1 Mahlgang 1 Ölpresse
Antrieb Wassermühle
Wasserrad zeitweise 2 Stück, unterschlächtig
Website Webseite Alte-Brüggener-Mühle

Die Brüggener Mühle ist eine Wassermühle im Ort Brüggen mit einem unterschlächtigen Wasserrad.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Brüggener Mühle hat ihren Standort am Unterlauf der Schwalm in unmittelbarer Nähe der Burg im Ort Brüggen im Kreis Viersen. Oberhalb liegt die Vennmühle, unterhalb die Dilborner Mühle. Der Wasserspiegel der Schwalm liegt in diesem Bereich bei 40 m über NN.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wegen der Nähe zur Burg Brüggen wurde die Brüggener Mühle auch Burgmühle genannt. So steht es auch in einem Vertrag vom 24. Dezember 1289, in dem Graf Walram v. Kessel seine östlichen Güter und mit ihnen die Burg Brüggen unter den Schutz des Herzogs von Brabant stellt. Dabei wurde ausdrücklich auch die Brüggener Burgmühle genannt. Es ist die erste urkundliche Erwähnung. Durch Erbschaft fiel das Vermögen von Walram im Jahre 1304 an den Herzog von Jülich. Die gräfliche Mühle entwickelte sich zur herzoglichen Mühle.

Alle Untertanen in Brüggen, Bracht und Boisheim waren verpflichtet, in Brüggen mahlen zu lassen, ausgenommen die Pächter von St. Pantaleon. Für die Bewohner der Stadt Dülken war die dortige Windmühle zuständig. Zwischen der Brüggener Wassermühle und der Dülkener Windmühle galt die Vereinbarung, dass bei Störungen (wenig Wind oder wenig Wasser) der eine die Mahlpflichtigen des anderen übernahm.

1804 wurde die von Frankreich beschlagnahmte Mühle an den Amtsverwalter verkauft. Dessen Erben verkauften die Mühle 1815 an den Großkaufmann und „Mühlensammler“ Johann Heinrich Printzen. Es war neben einer Windmühle die dritte Wassermühle in seinem Besitz. Die Mühle besaß damals zwei Wasserräder, eine Ölpresse und einen Mahlgang für Getreide. Nach der Schließung 1955 wurde sie in ein Restaurant umgewandelt, in dem auch das Mahlwerk seinen Platz hat. Das heutige eiserne Wasserrad ist nicht nur ein Schaustück, denn damit wird ein elektrischer Generator angetrieben.

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans Vogt: Niederrheinischer Wassermühlenführer. Krefeld 1998, Seite 449-450.
  • Horst Jungbluth, Helmuth Elsner: Die Schwalm – Tal der Mühlen. Schwalmtal 1989, Seite 61–63.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Brüggener Mühle – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]