Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung

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Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung
Rechtsform: rechtsfähige Stiftung öffentlichen Rechts
Zweck: Andenken an das politische Wirken Helmut Schmidts für Freiheit und Einheit des deutschen Volkes, für den Frieden und die Einigung Europas sowie für die Verständigung und Versöhnung unter den Völkern
Vorsitz: Peer Steinbrück
Bestehen: seit 1. Januar 2017
Sitz: Hamburg
Website: www.helmut-schmidt.de

kein Stifter angegeben

Die Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung ist eine rechtsfähige Stiftung öffentlichen Rechts. Als sechste Politikergedenkstiftung des Bundes soll sie dem Andenken an das politische Wirken Helmut Schmidts für Freiheit und Einheit des deutschen Volkes, für den Frieden und die Einigung Europas sowie für die Verständigung und Versöhnung unter den Völkern dienen. Sie soll einen Beitrag zum Verständnis der Zeitgeschichte und der weiteren Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland sowie zur Aufarbeitung, Darstellung und Weiterentwicklung der Verantwortung Deutschlands in der Außen-, Sicherheits- und Wirtschaftspolitik im europäischen und globalen Umfeld leisten. Sie soll dazu beitragen, die Kenntnisse zu den geopolitischen und wirtschaftlichen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts in Europa und der Welt zu vertiefen und zu erweitern.[1]

Um diesen Zweck zu erfüllen, wird sie ein Helmut-Schmidt-Zentrum als öffentlich zugängliche Erinnerungsstätte in Hamburg errichten und betreiben. Das Zentrum soll eine ständige zeitgeschichtliche Ausstellung pflegen, Sonderausstellungen und Veranstaltungen durchführen und wissenschaftliche Arbeitsmöglichkeiten anbieten. Die Stiftung wird das Anwesen der Eheleute Schmidt in Hamburg-Langenhorn als authentischen Geschichtsort sowie für eine angemessene öffentliche Nutzung erhalten. Sie soll neben dem Stiftungssitz regelmäßig auch in Berlin und anderen Orten wirken.[1]

Um den Stiftungszweck zu erfüllen, wird auch das bestehende Archiv Helmut Schmidt im Haus der Eheleute Schmidt in Hamburg-Langenhorn gepflegt und ausgewertet sowie dessen öffentliche Nutzung ermöglicht werden. In Archivfragen soll die Stiftung mit der Friedrich-Ebert-Stiftung und dem Bundesarchiv zusammenarbeiten.[1]

Dem Kuratorium gehören als Vorsitzender Peer Steinbrück, als seine Stellvertreterin Schmidts Tochter Susanne, die Journalisten Sandra Maischberger und Giovanni di Lorenzo sowie die Bundestagsabgeordneten Dirk Fischer (CDU) und Johannes Kahrs (SPD) an. Aus dem Kulturbudget des Bundes erhält die Stiftung auf Dauer jährlich 2,6 Millionen Euro.[2]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c § 1 und 2 des Gesetzes über die Errichtung einer Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung vom 13. Oktober 2016 (BGBl. I S. 2358)
  2. Jens Meyer-Odewald: Ausstellung zum Gedenken an Helmut Schmidt in der City. In: Hamburger Abendblatt, 30. Januar 2017.