Johannes Kahrs

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Johannes Kahrs (2008)Signature Johannes Kahrs.png

Johannes Kahrs (* 15. September 1963 in Bremen) ist ein deutscher Politiker (SPD) und seit 1998 stets direkt gewähltes Mitglied des Deutschen Bundestages für den Wahlkreis Hamburg-Mitte. Für die SPD ist er Sprecher der Bundestagsfraktion im Haushaltsausschuss und Kreisvorsitzender in Hamburg-Mitte. Er ist einer der drei Sprecher des Seeheimer Kreises.

Familie, Ausbildung und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Sohn der Bremer SPD-Politiker Wolfgang Kahrs (Rechtsanwalt, Justizsenator von 1971 bis 1987) und Bringfriede Kahrs (Bildungssenatorin von 1995 bis 1999) wuchs in Bremen-Nord auf. Schon seine Großeltern waren SPD-Mitglieder.[1]

Nach dem Abitur leistete Kahrs zwei Jahre Wehrdienst als Reserveoffizieranwärter bei der Panzergrenadiertruppe. Seit 2012 bekleidet er den Rang eines Oberst der Reserve.[2] Er studierte nach dem Wehrdienst Rechtswissenschaft an der Universität Hamburg. Währenddessen wurde er Mitglied der Studentenverbindung Hamburger Wingolf und war von 1989 bis 1991 Bundessprecher des Wingolfsbundes. Als solcher leitete er das erste Wartburgfest des Wingolfsbundes in Eisenach seit dem Zweiten Weltkrieg.[3][4][5] Nach dem ersten Staatsexamen trat er in das kommunale Wohnungsbauunternehmen SAGA ein, in dem er zuletzt als Stabsstellenleiter tätig war.

Kahrs machte seine Homosexualität öffentlich, als er in den Bundestag gewählt wurde. Er lebt mit seinem langjährigen Lebenspartner zusammen[6] und kündigte im Juli 2017 eine gemeinsame Hochzeit an, nachdem Bundestag und Bundesrat die Einführung der gleichgeschlechtlichen Ehe beschlossen.[7] Als Mitglied der Guttempler lehnt Kahrs Alkoholkonsum ab. Er raucht nicht, besitzt keinen Fernseher und keinen Führerschein.[1]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Partei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem Tag des konstruktiven Misstrauensvotums 1982, an dem Helmut Kohl als Kanzler Helmut Schmidt ablöste, ist Kahrs Mitglied der SPD.[1] Er engagierte sich zunächst bei den Jungsozialisten, deren Hamburger Landesvorstand er zwei Jahre angehörte. Er gehörte bereits damals dem rechten Parteiflügel an und war mehrfach in heftige Auseinandersetzungen mit Vertretern der Parteilinken verwickelt.

1992 stand Kahrs seiner innerparteilichen Konkurrentin Silke Dose (Mitglied im Hamburger Juso-Vorstand) vor Gericht gegenüber. Dose hatte Anzeige erstattet, weil sie durch anonyme nächtliche Telefonanrufe belästigt worden sei. Bei diesen Telefonaten hatte ihren Angaben zufolge ein Anrufer teils aufgelegt, teils längere Zeit geschwiegen und teils gedroht („Ich krieg’ dich, du Schlampe“). Bei einer danach beantragten Fangschaltung wurden zwei nächtliche Anrufe von Kahrs registriert.[8] Kahrs gab an, Dose nur diese beiden Male angerufen zu haben, die angebliche Drohung stamme daher nicht von ihm.[9] Er rechtfertigte sich, wegen der bevorstehenden „Juso-Wahl in Hamm“ habe er „ein Interesse“ gehabt, Doses „tatsächlichen Wohnort“ zu erfahren.[8] Das Strafverfahren gegen Kahrs, in dem ihn Ole von Beust vertrat, endete in einem Vergleich, in dem Kahrs um Entschuldigung bat, die Gerichtskosten übernahm und 800 DM zahlte.[10] Nach dem Prozess forderten ihn im August 1992 über 50 Hamburger Sozialdemokraten um die zum linken Flügel gehörenden Jörg Kuhbier, Angelika Mertens und Hans-Günter Mertens zum Rücktritt von seinen politischen Ämtern auf.[11] Silke Dose trat später aus der SPD aus und rief bei der Bundestagswahl 1998 zur Wahl der Kahrs-Konkurrentin Antje Blumenthal (CDU) auf. Seit 2002 ist Kahrs Vorsitzender des SPD-Kreisverbandes Hamburg-Mitte.[12] Dadurch ist er auch Mitglied im Vorstand der SPD Hamburg. 2007 setzte er sich in einer Nachwahl durch; 2014 wurde er auf dem Landesparteitag mit 65,6 % der Delegiertenstimmen als Kreisvertreter Hamburg-Mitte wiedergewählt.[13]

Seit 2004 ist Johannes Kahrs einer der drei Sprecher des Seeheimer Kreises, der den rechten Flügel in der SPD repräsentiert.[2]

2005, bei der Auseinandersetzung um die Nachfolge Klaus Uwe Benneters als Generalsekretär der SPD, setzte sich Kahrs für Kajo Wasserhövel ein. Dieser war vom Parteivorsitzenden Franz Müntefering vorgeschlagen worden und wurde vom rechten Flügel unterstützt. Der Parteivorstand stellte sich mehrheitlich gegen Müntefering und schlug Andrea Nahles, die zur SPD-Linken gezählt wird, als neue Generalsekretärin vor. Müntefering trat daraufhin zurück. Kahrs bedauerte dies und warf Niels Annen vor, im Parteivorstand gemeinsam mit anderen Parteilinken „Müntefering wissentlich und kalkuliert den Dolch in den Rücken gerammt“ zu haben,[14] eine Formulierung, die auch in Teilen der SPD-Rechten kritisiert wurde.

Der Konflikt zwischen Kahrs und Annen ging 2008 bei der Aufstellung des Direktkandidaten im Bundestagswahlkreis Eimsbüttel für die Bundestagswahl 2009 weiter. Parteiintern setzte sich im November 2008 statt des bisherigen Mandatsträgers Annen der Eimsbütteler Juso-Vorsitzende Danial Ilkhanipour durch. Kahrs wurde (auch von Teilen der Hamburger SPD) vorgeworfen, er habe mit Hilfe der für ihn arbeitenden Jusos verdeckt eine Mehrheit gegen Annen organisiert und damit dessen Wiederwahl vereitelt. Öffentlich forderten daraufhin die damalige stellvertretende Bundesvorsitzende der Partei, Andrea Nahles, und der frühere Juso-Vorsitzende Björn Böhning Kahrs’ Rückzug als Sprecher des Seeheimer Kreises.[15]

Umstritten ist auch Kahrs’ Rolle als Vorsitzender des SPD-Kreisverbands Hamburg-Mitte, da der „Machiavelli der Genossen“ laut Presseberichten ein System persönlicher Abhängigkeiten geschaffen habe. Auf ihn als Spitze ausgerichtet organisiere er Mehrheiten gegen unliebsame Amts- und Mandatsträger und sichere sich durch oft nicht eingelöste Versprechen von Posten Loyalitäten.[16] Dieses „System Kahrs“ ist als „sektenartig“ bezeichnet worden;[17] der linke SPD-Bundestagsabgeordnete Ernst Dieter Rossmann warf Kahrs „Burschenschafterverhalten“ vor: Es breche sich „mit dem, was guter Stil in einer Partei ist“.[18] Kahrs selbst bestritt unlautere Einflussnahmen; er sei ein durchsetzungsfähiger, „hervorragender Kreisvorsitzender“.[11] Sein Einfluss reicht bis in lokale Entscheidungsprozesse wie die Besetzung von Senatorenposten[19] oder Gebäudenutzungen[20].

Abgeordneter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1993 bis 1998 gehörte Kahrs der Bezirksversammlung Hamburg-Mitte an, in der er ab 1994 Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses war. Er blieb das auf Vorschlag der SPD-Fraktion auch nach seinem Ausscheiden aus der Bezirksversammlung bis zu seinem Rücktritt am 10. Februar 2012 wegen der Chantal-Schreiber-Affäre.[21]

Seit 1998 ist Kahrs Mitglied des Deutschen Bundestages. Er wurde stets direkt als Abgeordneter für den Wahlkreis Hamburg-Mitte in den Deutschen Bundestag gewählt. 2005 erreichte er hier 49,5, 2009 34,6, 2013 39,2 und 2017 30,9 Prozent der abgegebenen Erststimmen.[22]

Im Bundestag ist Kahrs Mitglied im Ältestenrat, im Haushaltsausschuss und im Rechnungsprüfungsausschuss und war Mitglied der Enquete-Kommission Internet und digitale Gesellschaft. Er ist stellvertretendes Mitglied im Verteidigungsausschuss, im Unterausschuss Neue Medien sowie im Ausschuss Verkehr und digitale Infrastruktur (früher 'Ausschuss für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung').[23]

Seit 2009 ist er innerhalb des Haushaltsausschusses zuständig für die Haushalte des Bundestages und des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. Im Dezember 2011 übernahm Kahrs den Vorsitz der deutsch-türkischen Parlamentariergruppe des 17. Bundestages[24] und ist im 18. Bundestag stellvertretendes Mitglied der deutsch-südkaukasischen Gruppe.[25] Er ist seit 2008 Beauftragter für die Belange von Lesben und Schwulen in der SPD-Bundestagsfraktion.

Kahrs lenkt als Ausschussmitglied immer wieder Sondermittel des Bundeshaushalts nach Hamburg. In seiner Fraktion hat er sich mit dieser langjährigen Durchsetzungsfähigkeit zunehmend Ansehen erworben; der „Haudegen“ sei „ein einflussreicher Berliner Politiker mit besten Kontakten“ geworden, so das Hamburger Abendblatt. Für die Bundestagswahl 2017 kandidierte er erstmals für einen Listenplatz der Hamburger SPD, was der linke Parteiflügel kritisierte.[19] Er wurde im Dezember 2016 mit 69 % der Stimmen hinter Aydan Özoğuz auf Platz 2 der Landesliste gewählt.[26] Nach der Bundestagswahl 2017 kritisierte er öffentlich die frühe Festlegung der Parteispitze auf Andrea Nahles als Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion und setzte durch, dass nicht Hubertus Heil, sondern Carsten Schneider – einer seiner Co-Sprecher im Seeheimer Kreis – Erster Parlamentarischer Geschäftsführer wurde.[27]

Kahrs bemüht sich um persönlichen Kontakt zu seinen Wählern; so absolviert er jährlich etwa 200 Hausbesuche und lädt im Rahmen des Bundestags-Besuchsprogramms jedes Jahr Tausende Hamburger nach Berlin ein. In sozialen Medien ist er täglich aktiv;[28] bei Facebook hat er 5.000, bei Twitter knapp 10.000 Follower (Dezember 2016). Vor der Bundestagswahl 2017 war Kahrs der am häufigsten twitternde Bundestagskandidat und erklärte in einem Gespräch mit dem Tagesspiegel, in den vergangenen beiden Jahren habe sich der Ton durch Hasskommentare in den sozialen Netzwerken stark verschärft.[29]

Politische Positionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als „Chefhaushälter“[30] der SPD-Bundestagsfraktion setzt sich Kahrs für fiskalpolitische Strenge und gegen die Aufnahme neuer Schulden ein.[31] Kahrs tritt dafür ein, die deutschen Einkommenssteuersätze in Zukunft periodisch je nach Entwicklung der Preissteigerung zu senken, um die sogenannte kalte Progression dauerhaft zu vermeiden.[32] In der griechischen Staatsschulden- und Eurokrise stützte er 2015 eine harte Haltung gegenüber den griechischen Regierungen (Austerität). Gegenüber der SYRIZA-Regierung mahnte er Anfang 2015 zum Abwarten,[33] erklärte aber im Juni 2015, der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras habe sich „verzockt“ und sei seiner historischen Aufgabe nicht gerecht geworden,[34] sein Finanzminister Yanis Varoufakis sei ein „politischer Irrläufer ersten Ranges“[35] und ein Grexit kaum zu vermeiden.[36]

Kahrs machte sich jahrelang für eine völlige gesetzliche Gleichstellung der homosexuellen Partnerschaft mit der Ehe stark.[37] Bei der Bundestagsdebatte zur Einführung der gleichgeschlechtlichen Ehe am 30. Juni 2017 richtete er sich sarkastisch an die Bundeskanzlerin: „Frau Merkel, vielen Dank für nichts!“[38]

Er setzt sich für eine Mitgliedschaft der Türkei in der Europäischen Union ein. Mit der Begründung „Die EU ist kein Christenclub, sondern eine Wertegemeinschaft“[39] macht er sich für einen Dialog mit Ankara stark und wirft Bundeskanzlerin Angela Merkel vor, sie habe einen „faktischen Abbruch der EU-Beitrittsgespräche“ betrieben.

In der Flüchtlingskrise in Deutschland 2015 forderte er größere Anstrengungen der Flüchtlinge und der deutschen Verwaltung und nannte Deutschland ein „im Kern christliches Land“;[40] zudem kritisierte er die Rolle von Bundeskanzlerin Angela Merkel, die in dieser schwierigen Lage „alles im [U]ngewissen“ lasse.[41]

Kahrs hat sich gegen eine mögliche rot-rot-grüne Koalition auf Bundesebene ausgesprochen. Im Oktober 2015 sagte er, er halte eine „vertrauensvolle Zusammenarbeit“ mit der neuen Vorsitzenden der Linken-Bundestagsfraktion Sahra Wagenknecht nicht für möglich und sehe die Partei gespalten in „Pragmatiker“ und „Irrationale“.[42]

Immer wieder hat sich Kahrs für einen Komplettumzug der Bundesregierung nach Berlin ausgesprochen (siehe Berlin/Bonn-Gesetz), um effizientes Regieren zu ermöglichen.[43]

Kahrs setzte sich für die Bewerbung Hamburgs als Austragungsort der Olympischen Sommerspiele 2024 ein und hatte im Bundestags-Haushaltsausschuss 2015 eine Vorfinanzierung in Höhe von 30 Millionen Euro durch den Bund durchgesetzt, da er die Bewerbung als „nationale Aufgabe“ verstand.[44] Zudem setzt sich Kahrs für Belange von Interessengruppen ein, die in seinem Wahlkreis eine große Rolle spielen, wie etwa der Deutschen Zoll- und Finanzgewerkschaft.[45]

Spenden der Rüstungsindustrie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Bundestagswahlkampf 2005 flossen laut der Frankfurter Rundschau insgesamt mehr als 60.000 Euro Parteispenden aus der Rüstungsindustrie an Kahrs’ SPD-Kreisverband Hamburg-Mitte;[46] darunter Spenden unter der Veröffentlichungsgrenze von 10.000 Euro der Rüstungskonzerne Rheinmetall[47] und Krauss-Maffei Wegmann[48], was unter anderen Transparency International kritisierte. Nach der Bundestagswahl 2005 gelangte Kahrs in den Haushaltsausschuss und wurde SPD-Berichterstatter für den Verteidigungsetat. In der Folge wurde der Projektansatz für den Schützenpanzer Puma, unter anderem hergestellt von den spendenden Rüstungsunternehmen, von zwei auf drei Milliarden Euro erhöht.[49] Im Dezember 2009 berichtete Der Spiegel, als Mitglied des Haushaltsausschusses habe Kahrs „großes Interesse“ gezeigt, „die ‚Eagle IV‘-Entscheidung zu verzögern“, und stellte einen Zusammenhang mit den Spenden der deutschen Panzerbauer an Kahrs’ Kreisverband her. Beim Eagle IV handelt es sich um ein gepanzertes Militärfahrzeug eines Schweizer Herstellers, das zu beschaffen erwogen wurde, da kein gleichwertiges Fahrzeug eines deutschen Rüstungsunternehmens ohne Verzögerung zur Verfügung stand.[50] Kahrs war der einzige SPD-Politiker, der am 8. Juli 2011 gegen den Antrag Keine Genehmigung zur Lieferung von Kriegswaffen an Saudi-Arabien stimmte.[51]

Malte Lühmann von der Informationsstelle Militarisierung sieht Kahrs in Rüstungsfragen in einem „offensichtlichen Interessenkonflikt“, der bis in die eigene Bundestagsfraktion hinein für Kritik sorge.[52]

Weitere Mitgliedschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kahrs ist Vorsitzender der Kurt-Schumacher-Gesellschaft, des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold[53] sowie der Helfervereinigung des Technischen Hilfswerks in Hamburg. Er gehört der Arbeiterwohlfahrt, der Deutschen Hilfsgemeinschaft, dem SC Hamm 02, der Pfadfinderschaft Nordmark, dem Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr, dem FC St. Pauli, dem SC Vorwärts-Wacker 04, dem Bürgerverein zu St. Georg von 1880, der Deutschen Atlantischen Gesellschaft (als Schatzmeister),[54] der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, der Europa-Union Parlamentariergruppe Deutscher Bundestag, der Rechtshilfe Polizei e. V., dem Deutschen Nationalkomitee für Denkmalschutz, der Gewerkschaft Ver.di, der nichtschlagenden christlichen Studentenverbindung Hamburger Wingolf, dem Lassalle-Kreis und als stellvertretender Vorsitzender der Fröbel-Gruppe an. Als Beiratsmitglied von Jugend gegen AIDS unterstützt Johannes Kahrs eine von Jugendlichen initiierte und geführte Initiative für Aufklärungs- und Präventionsarbeit.[55]

Kahrs gehört dem Präsidium des Förderkreises Deutsches Heer an,[23] was er dem Bundestag bis 2009 nicht gemeldet hatte.[56] Er gehört ebenfalls dem Präsidium der Deutschen Gesellschaft für Wehrtechnik an.[57]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2010 erhielt Johannes Kahrs den Verdienstorden des Malteserordens.[58] Im selben Jahr wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet; die Verleihung war umstritten.[59] 2015 wurde Kahrs zum Ehrenkapitän des Hamburger Museumsschiffes Rickmer Rickmers ernannt.[60]

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hrsg. (mit Sandra Viehbeck): In der Mitte der Partei. Gründung, Geschichte und Wirken des Seeheimer Kreises. Selbstverlag, Berlin 2005, ISBN 3-00-016396-4 (PDF).
  • Die Notwendigkeit einer gezielten Einwanderungspolitik. In: Garrelt Duin, Petra Ernstberger, Johannes Kahrs (Hrsg.): Mittendrin: Zukunftsentwürfe für eine älter werdende Gesellschaft. Rotation, Berlin 2011, S. 51–58.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Johannes Kahrs – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Sebastian Pfeffer, Julia Korbik: SPD: Was ist politische Haltung, Herr Kahrs? „Immer rein da mit Hurra“. In: The European. 28. Januar 2015.
  2. a b Biographie beim Deutschen Bundestag.
  3. Wingolfsblätter, Heft 3/2017 ISSN 1432-4776
  4. SPD Burschenschafter sollen draußen bleiben Spiegel online, 16.November 2005
  5. SPD und Burschenschaften "Einfluss Alter Herren bis in den Parteivorstand", Spiegel online, 17.Januar 2006
  6. Philipp Guttmann: Stillstand in der Unionsfraktion? Bundestag debattiert über Gleichstellung Homosexueller. (Memento vom 11. August 2014 im Internet Archive) In: Gesellschaft im Blick, 1. März 2013.
  7. Johannes Kahrs kündigt Hochzeit an. In: queer.de. 8. Juli 2017, abgerufen am 8. Juli 2017.
  8. a b Marco Carini: Kandidat mit Vergangenheit. In: Die Tageszeitung, 1. Dezember 1995, online auf einer privaten Website.
  9. Darstellung Kahrs’ bei Abgeordnetenwatch.
  10. Eine Frau schlägt zurück. (Memento vom 31. Juli 2009 im Internet Archive) In: Hamburger Morgenpost, 4. September 1998.
  11. a b Markus Wehner: Das System Johannes Kahrs. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19. April 2009.
  12. www.spd-hh-mitte.de
  13. Landesvorstand der SPD Hamburg für die nächsten zwei Jahre gewählt. In: SPD Hamburg, 23. Juni 2014.
  14. Flügelschlagen bei der SPD. In: Die Tageszeitung, 2. November 2005.
  15. Florian Gathmann: Linke fordern Rückzug von „Seeheimer“-Chef Kahrs. In: Spiegel Online, 17. November 2008.
  16. Markus Wehner: Das System Johannes Kahrs. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19. April 2009; Markus Schreibers Rettungsschirm heißt Kahrs. In: Hamburger Abendblatt, 4. Februar 2012; Christoph Twickel, Matthias Rebaschus: House of Kahrs. In: Die Zeit, 8. Januar 2015.
  17. Sven-Michael Veit: Rücktritt in Hamburg: Niedergang nach Methadontod. In: Die Tageszeitung, 10. Februar 2012.
  18. Tiemo Rink: Flügelprügel für Johannes Kahrs. In: Stern.de, 19. November 2008.
  19. a b Peter Ulrich Meyer: Hamburger SPD: Wie Johannes Kahrs seine Wiederwahl sichern will. In: Hamburger Abendblatt, 11. Juni 2016.
  20. Geli Tangermann: Feldstraßenbunker: Droht dem Dachgarten auf dem Bunker das Aus? In: Die Welt, 13. Juni 2016.
  21. Dazu Bericht zum Methadon-Tod von Chantal: Eine lange Liste des Versagens. In: Die Tageszeitung, 20. Juni 2012.
  22. Ergebnis für den Wahlkreis 019. In: Bundeswahlleiter.de, 2009; Immerhin: SPD holt fast alle Wahlkreise. In: Hamburger Morgenpost, 23. September 2013, S. 14; Olaf Zimmermann: Hakverdi und Kahrs gewinnen Wahlkreise. In: Elbe Wochenblatt, 25. September 2017.
  23. a b Enquetekommission Internet und digitale Gesellschaft. In: Bundestag.de, abgerufen am 11. Oktober 2012; Ausschussmitglieder in Bundestag.de, abgerufen am 3. Juli 2017.
  24. Vorstände der Parlamentariergruppen in der 17. Wahlperiode. (Memento vom 2. November 2013 im Internet Archive) In: Bundestag.de, abgerufen am 4. Juni 2013.
  25. Vorstände der Parlamentariergruppen in der 18. Wahlperiode. In: Bundestag.de, abgerufen am 9. Juli 2016.
  26. Hamburgs SPD wählt Özoguz zur Spitzenkandidatin. In: NDR.de, 10. Dezember 2016.
  27. Hans Monath, Stephan Haselberger: Weg frei für Andrea Nahles als Fraktionschefin. In: Der Tagesspiegel, 26. September 2017.
  28. Jens Meyer-Odewald: Begegnungen: Politik rund um die Uhr – aus Leidenschaft. In: Hamburger Abendblatt, 29. August 2015; Leif Neugebohrn: Interview mit Johannes Kahrs. In: Werkstatt Überzeugungsarbeit, 8. März 2016.
  29. Hendrik Lehmann: SPD-Kandidat Johannes Kahrs: „Wenn man die AfD auf Twitter kritisiert, wird man mit Hass überschwemmt“. In: Der Tagesspiegel, 23. September 2017.
  30. Dietmar Neuerer: Johannes Kahrs: Der Anti-Schäuble. In: Handelsblatt Online, 17. Januar 2014.
  31. Manuel Bewarder, Karsten Kammholz: SPD-Politiker Kahrs: „Ich will wie ein Hetero behandelt werden“. In: Die Welt, 20. Oktober 2014.
  32. Jochen Gaugele, Olaf Gersemann, Martin Greive, Karsten Kammholz: Kalte Progression. Jetzt steht Schäuble erst so richtig unter Druck. In: Die Welt, 10. Mai 2015.
  33. Peter Kapern im Gespräch mit Johannes Kahrs: Griechenland: „Die Realität wird die Regierung einholen“. In: Deutschlandfunk. 2. Februar 2015.
  34. Tim Braune: Analyse: Wut und Fassungslosigkeit in Berlin. In: Ruhr-Nachrichten, 28. Juni 2015.
  35. Martin Greive, Karsten Kammholz: Griechenland-Krise: SPD-Mann nennt Varoufakis „politischen Irrläufer“. In: Die Welt, 14. Juni 2015.
  36. Thorsten Jungholt, Thomas Sebastian Vitzthum: Koalition zu Grexit: „Humanitäre Hilfen könnten auf uns zukommen“. In: Die Welt, 28. Juni 2015.
  37. SPD-Politiker für bürgerliche Homo-Ehe – Kahrs drängt auf Gleichstellung. In: n-tv.de, 30. Juli 2011; Manuel Bewarder, Karsten Kammholz: SPD-Politiker Kahrs: „Ich will wie ein Hetero behandelt werden“. In: Die Welt, 20. Oktober 2014; Jens Schneider: Bundestag: Gefechte um die Homo-Ehe. In: Süddeutsche Zeitung, 11. Juni 2015.
  38. Ehe für alle: Koalitionsbruch! Konfetti-Regen! In: Spiegel Online, 30. Juni 2017.
  39. Dietmar Neuerer: SPD zerreißt Merkels Türkei-Politik – Die EU ist kein Christenclub. In: Handelsblatt Online, 12. Juni 2013.
  40. Andreas Dey, Peter Ulrich Meyer: Hamburg: „Vielleicht muss Naturschutz dem Wohnungsbau weichen“. In: Hamburger Abendblatt, 14. Oktober 2015.
  41. Christian Tretbar: Nach Auftritt bei Anne Will. Die neuen Fans der Angela Merkel. In: Der Tagesspiegel, 8. Oktober 2015.
  42. Wagenknecht kritisiert Gabriel-SPD. In: Neues Deutschland, 14. Oktober 2015.
  43. U. a.: stern: SPD-Abgeordneter Kahrs will die sechs in Bonn verbliebenen Ministerien schnell nach Berlin holen. In: Presseportal.de, 30. August 2000; Hasnain Kazim: Neue Hauptstadtdebatte: 500 Jahre pendeln über 500 Kilometer. In: Spiegel Online, 4. September 2006; Rede im Bundestag zum Berlin/Bonn-Gesetz. In: Johannes-Kahrs.de, 24. Januar 2012; Bonn/Berlin-Gesetz: Die Bindung an das alte Bonn nimmt spürbar ab. In: Hamburger Abendblatt. 4. August 2014.
  44. Robert Kempe: Olympia 2024. 30 Millionen Euro für die Hamburger Olympia-Bewerbung. In: Deutschlandfunk, 21. Mai 2015. Siehe auch Philipp Woldin, Jana Werner: Das Pokern um Olympia hat begonnen. In: Die Welt, 14. Oktober 2015.
  45. Konstruktiver Meinungsaustausch mit dem SPD-Haushaltspolitiker Johannes Kahrs. In: BDZ.eu, Deutsche Zoll- und Finanzgewerkschaft, 13. Mai 2016.
  46. Parteispenden: In Kahrs’ Unterbezirk ist die Rüstungsindustrie großzügig. In: Frankfurter Rundschau, 13. Oktober 2006.
  47. Jens Meyer-Wellmann: Rüstungsfirma spendet an Kahrs. In: Hamburger Abendblatt, 14. Juni 2006, S. 12 (PDF).
  48. Wirbel um Spenden von Rüstungsfirmen für die SPD-Mitte. In: Die Welt, 21. September 2006.
  49. Ulrike Winkelmann: Berlins politischer Stadtführer: Sag mir, wo die Lobbys sind…. In: Die Tageszeitung, 17. Dezember 2008; Otto Köhler: Im zweiten Glied: Becks Abgang. Wie Johannes Kahrs das Ende des SPD-Vorsitzenden begleitete. In: Der Freitag, 19. September 2008.
  50. Ulrike Demmer, John Goetz, Andreas Wassermann: Lobbyisten: Schraube locker. In: Der Spiegel. Nr. 50, 2009, S. 43–44 (online7. Dezember 2009).
  51. Keine Genehmigung zur Lieferung von Kriegswaffen an Saudi-Arabien. (Memento vom 15. September 2011 im Internet Archive) Bundestagsdrucksache 17/6529, 8. Juli 2011 (PDF).
  52. Malte Lühmann: Netzwerke der (Militär-)Macht. Verflechtungen zwischen Rüstungsindustrie und Politik in Deutschland und der EU. In: IMI-Analysen. Band 14, 2013, S. 26–28, hier S. 27 (online 18. März 2014).
  53. Liste der Vorsitzenden des Reichsbanners auf dessen Website.
  54. Deutsche Atlantische Gesellschaft e. V.
  55. Beirat. In: Jugend gegen AIDS, abgerufen am 9. Juli 2016.
  56. Abgeordnete verheimlichten Kontakte zu Rüstungslobby. In: Handelsblatt Online, 6. August 2009.
  57. Deutsche Gesellschaft für Wehrtechnik e. V.
  58. Auszeichnung für Hamburger Bundestagsabgeordneten – Johannes Kahrs erhält Malteser Verdienstorden. Pressemitteilung der Hamburger Malteser. 13. September 2010.
  59. Markus Decker: Bundesverdienstkreuz: Ordensschwemme flutet Fraktionen. In: Mitteldeutsche Zeitung, 14. Dezember 2010; Ein Orden als Lachnummer. In: Hamburger Morgenpost, 16. Dezember 2010; Claudia Lepping: Auszeichnung nach Parteibuch. Das Kreuz mit den Orden. In: Welzheimer Zeitung, 16. Januar 2011.
  60. Axel Tiedemann: Museumsschiff: Warum zwei Bundestagsabgeordnete jetzt Kapitäne werden. In: Hamburger Abendblatt, 9. Oktober 2015.