Burg Waldeck (Lorch)

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Burg Waldeck
Burg-Waldeck-JR-G6-3919-2009-08-15.jpg
Entstehungszeit: um 1147
Burgentyp: Höhenburg
Erhaltungszustand: Ruine
Ständische Stellung: Adlige
Ort: Lorch (Rheingau)
Geographische Lage 50° 4′ 33,2″ N, 7° 49′ 9,8″ OKoordinaten: 50° 4′ 33,2″ N, 7° 49′ 9,8″ O
Höhe: 230 m ü. NN
Burg Waldeck (Lorch) (Hessen)
Burg Waldeck (Lorch)

Die Burg Waldeck ist die Ruine einer Höhenburg bei Lorch im Rheingau-Taunus-Kreis. Sie liegt im Rheingau oberhalb des Tiefenbachs in einem nördlichen Seitental der Wisper.

Seit 2002 ist die Burg Waldeck Teil des UNESCO-Welterbes Oberes Mittelrheintal.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Burg Waldeck auf 230 m ü. NN war eine Mainzer Grenzfeste zur Sicherung des Rheingauer Gebücks, gegenüber der Sauerburg und von Sauerthal.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gründung der Burg im 12. Jahrhundert ist nicht belegt; ein Wolfricus de Waldeckken wird erstmals 1147 urkundlich erwähnt. Vermutlich handelt es sich um einen Edelfreien oder Ministerialen, der sich nach der Burg Waldeck nennt. Die Burg wird am 24. Juni 1315 Mainzer Offenhaus. Auf der Burg lebten spätestens seit dem 13. Jahrhundert verschiedene Familien, die sich durch Zunamen unterscheiden lassen (Ganerbenburg). Nachzuweisen sind u.a. die Marschälle von Waldeck, die Waldbott von Waldeck und die Stumpf von Waldeck. Das Zusammenleben wurde in einem Burgfriedensvertrag genau geregelt. Durch die Rechtsform der Ganerbenburg ist auch die Gestalt der Burg in besonderer Weise entstanden. So hat jeder Mitbesitzer ein eigenes Burghaus gebaut, in dem er mit seiner Familie wohnte (vergleiche Burg Eltz). Im 18. Jahrhundert wird die Burg als Lehen vergeben, jedoch verfällt sie im 17. bis 18. Jahrhundert, woraufhin man sie abbricht.

Heutige Situation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heute sind von der Burg nur noch Mauerreste und der 17 Meter tiefe Burgbrunnen erhalten[1]. Die Ruine ist in Privatbesitz und war lange Zeit schwer zugänglich. Inzwischen ist der ehemals gefährliche Aufstieg vom Rheinhöhenweg auf den Burgberg durch Treppenstufen befestigt, so dass die Reste der Anlage auf eigene Gefahr besichtigt werden können.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • M. Backes: Burgen und Schlösser an der Lahn und im Taunus. 1962
  • Hessendienst der Staatskanzlei (Hrsg.): Schlösser Burgen Alte Mauern. 1990 S. 240f.
  • F. T. Klingelschmitt: Burg Waldeck bei Sauerthal und die Waldecker In: Nassauische Heimat, Beilage der Rheinischen Volkszeitung. Nr. 4. 1937
  • Rudolf Knappe: Mittelalterliche Burgen in Hessen. 800 Burgen, Burgruinen und Burgstätten. Wartberg Verlag. Gudensberg, 2000
  • F. Luthmer: Die Bau- und Kunstdenkmäler des Regierungsbezirkes Wiesbaden. Band 5. 1914
  • W. L. Roser: Die Burgen der Rheingrafen und ihrer Lehnsleute zur Zeit der Salier im Rheingau In: Nassauische Annalen. Band 103. 1992
  • A. Schmidt: Burg Waldeck, ...eine kleine, unbedeutende Burgruine bei Lorch?, in: Abenteuer Archäologie, Heft Nr. 7, 2005, S. 8–19

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Burg Waldeck (Lorch) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Waldeck. In: Burg direkt. Abgerufen am 23. Oktober 2016.