Cappel (Wurster Nordseeküste)

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Koordinaten: 53° 43′ 47″ N, 8° 34′ 16″ O

Cappel
Wappen von Cappel
Höhe: 3 m ü. NHN
Fläche: 8,25 km²
Einwohner: 705 (31. Dez. 2013)
Bevölkerungsdichte: 85 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 2015
Postleitzahl: 27639
Vorwahl: 04741
Nordholz Cappel (Wurster Nordseeküste) Midlum (Wurster Nordseeküste) Wremen Mulsum (Wurster Nordseeküste) Dorum Padingbüttel MisselwardenKarte
Über dieses Bild

Lage von Cappel in Wurster Nordseeküste

Cappel ist eine Ortschaft der niedersächsischen Gemeinde Wurster Nordseeküste in der Landschaft Land Wursten im Landkreis Cuxhaven.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Cappel liegt nördlich von Dorum in Sichtweite zur Nordseeküste. Durch die Ortschaft verläuft die Bahnstrecke Bremerhaven–Cuxhaven.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St.-Peter-und-Paul-Kirche

Das Gebiet von Cappel wurde, wie das ganze Land Wursten, seit dem 8. Jahrhundert von Friesen besiedelt, nachdem die Sachsen das Gebiet verlassen hatten.

Die Peter-und-Paul-Kirche zu Cappel wurde 1198 von Zisterziensern gegründet. Der Ortsname bezieht sich auf die Kirche bzw. die Kapelle und bedeutet „bei der Kapelle, bei der Kirche“. 1483 wurde die alte Bezeichnung to der Cappel genannt.[1]

Die Gemeinde Cappel fusionierte zum 1. Januar 2015 mit den Gemeinden Dorum, Midlum, Misselwarden, Mulsum, Nordholz, Padingbüttel und Wremen zur Gemeinde Wurster Nordseeküste.[2]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat zum Zeitpunkt der Fusion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der letzte Gemeinderat vor der Auflösung der Gemeinde setzte wie folgt zusammen:

Ortsvorsteher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsvorsteher von Cappel ist Rolf Bohlen[3].

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Entwurf des Wappens von Cappel[4] stammt von dem in Isernhagen geborenen und später in Hannover lebenden Heraldiker und Wappenmaler Gustav Völker, der auch schon die Wappen von Altluneberg, Appeln, Axstedt und vielen anderen Ortschaften im Landkreis Cuxhaven entworfen hat.

Wappen von Cappel (Wurster Nordseeküste)
Wappenbeschreibung:

„In Blau auf grünem Hügel eine silberne Kirche mit goldenem Tor und goldenem Wetterhahn.“

Wappenbegründung:

Das Wappen deutet auf den Ortsnamen hin, der auf eine aus dem 13. Jahrhundert stammende Kapelle zurückzuführen ist. Der am Ende des 15. Jahrhunderts erbaute hohe Kirchturm diente früher auch als Seezeichen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schnitger-Orgel in Cappel

In der Liste der Baudenkmale in Wurster Nordseeküste, Abschnitt Cappel, stehen die in der Denkmalliste des Landeskreises Cuxhaven eingetragenen Baudenkmale.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die St.-Peter-und-Paul-Kirche steht auf einer Kirchenwurt des 13. Jahrhunderts im Ortszentrum. Der im 15. Jahrhundert erbaute Kirchturm der im 12. Jahrhundert errichteten Kapelle wurde auch als Seezeichen für die Schiffe in der Wesermündung zur Nordsee gebraucht. Zu diesem Zweck trug der Turm der Kirche damals weiße Ringe. Das Kirchengebäude wurde im Dezember 1810 durch Brand zerstört und in den folgenden Jahren wieder aufgebaut.

Die Orgel der St.-Peter-und-Paul-Kirche wurde 1679/80 von dem berühmten Orgelbaumeister Arp Schnitger erbaut und dient noch heute für Konzerte internationaler Künstler. Sie stammt aus der Klosterkirche St. Johannis in Hamburg und wurde nach der Brandzerstörung der ursprünglichen Orgel 1816 nach Cappel versetzt. Sie verfügt über 30 Register auf zwei Manualen und Pedal und gilt als eine der am besten erhaltenen Schnitger-Orgeln.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sagen und Legenden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Faust und der Teufel[5]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Cappel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Der Ortsnamenforscher auf NDR 1 Niedersachsen, Recherche Jürgen Udolph
  2. Gesetz über die Neubildung der Gemeinde Wurster Nordseeküste, Landkreis Cuxhaven vom 8. November 2012, Niedersächsisches Gesetz- und Verordnungsblatt (Nds. GVBl.) Nr. 26/12, ausgegeben in Hannover am 16. November 2012
  3. http://www.wurster-nordseekueste.de/politik/ratsinformationssystem/ortsvorsteher/
  4. Landkreis Wesermünde: Wappen des Landkreises Wesermünde. Verlag: Grassé Offset, Bremerhaven/Wesermünde 1973, ISBN 3-980031-80-2
  5. Quelle: Männer vom Morgenstern: Hake Betken siene Duven: Das Sagenbuch von Elb- und Wesermündung. Bremerhaven 1999, ISBN 3-931771-16-4