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Castel San Pietro TI

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TI ist das Kürzel für den Kanton Tessin in der Schweiz. Es wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Castel San Pietrof zu vermeiden.
Castel San Pietro
Wappen von Castel San Pietro
Staat: Schweiz Schweiz
Kanton: Kanton Tessin Tessin (TI)
Bezirk: Bezirk Mendrisiow
Kreis: Kreis Balerna
BFS-Nr.: 5249i1f3f4
Postleitzahl: 6874 Castel San Pietro
6875 Casima
6875 Monte
Koordinaten: 721964 / 80042Koordinaten: 45° 51′ 40″ N,  0′ 32″ O; CH1903: 721964 / 80042
Höhe: 442 m ü. M.
Höhenbereich: 269–1615 m ü. M.[1]
Fläche: 11,84 km²[2]
Einwohner: 2262 (31. Dezember 2024)[3]
Einwohnerdichte: 191 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne
Schweizer Bürgerrecht)
13,2 %
(31. Dezember 2024)[4]
Gemeindepräsidentin: Alessia Ponti (Die Mitte)
Website: www.castelsanpietro.ch
Castel San Pietro TI
Castel San Pietro TI
Lage der Gemeinde
Karte von Castel San Pietro
Karte von Castel San Pietro
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Castel San Pietro. Historisches Luftbild von Werner Friedli (1964)

Castel San Pietro ist eine politische Gemeinde sowie ein Dorf im Schweizer Kanton Tessin. Die Gemeinde gehört zum Bezirk Mendrisio beziehungsweise innerhalb dessen zum Kreis Balerna.

Die Gemeinde Castel San Pietro erstreckt sich über die ganze westliche Seite des Muggiotals bis zum Monte Generoso.

Die Nachbargemeinden sind im Norden Val Mara, Centro Valle Intelvi (IT-CO), im Osten Breggia, im Süden Morbio Inferiore, Balerna, Coldrerio und im Westen Mendrisio.

865 findet sich das Dorf erstmals erwähnt, als der kaiserliche Gefolgsmann Sigeradus den Ort dem Kloster Sant’Ambrogio in Mailand schenkte. Ab der Mitte des 13. Jahrhunderts war es wechselweise im Besitz des Bischofs von Como und der Familien Russ und Rusconi, bis es Ende des 14. Jahrhunderts endgültig letzteren zufiel. 1343 stiftete der Bischof von Como, Bonifatius Quadri aus Modena, in der Burg ein Kirchlein, die später in Erinnerung an den blutigen Streit zwischen den Bosia und Rusconi 1390 Capella rossa («rote Kapelle») genannt wurde.[5]

2004 wurden die zuvor selbständigen Gemeinden Casima und Monte sowie die Ortschaft Campora, vormals Teil der Gemeinde Caneggio, nach Castel San Pietro eingemeindet. Castel San Pietro bildet nach wie vor eine eigenständige Bürgergemeinde.[6]

Castel San Pietro (ab Gemeindefusionen 2004)

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Einwohnerzahlen:[7]

Ehemalige Gemeinden Castel San Pietro, Casima und Monte (Fusion 2004)

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Anmerkung: in den untenstehenden Zahlen sind die Einwohner des Ortsteils Campora nicht enthalten; Campora war bis 2004 ein Teil der Gemeinde Caneggio

Einwohnerzahlen: Volkszählungsdaten[8][9]

Sehenswürdigkeiten

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Die Ortsbilder von Castel San Pietro,[10] Campora,[11] Casima[12] und Monte[13] sind im Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS) als schützenswertes Ortsbild der Schweiz von nationaler Bedeutung eingestuft.

  • Pfarrkirche Sant’Eusebio aus dem 17. Jahrhundert (Architekt Agostino Silva)[14][15]
  • Kirche San Pietro (Rote Kapelle), erbaut 1343 auf Grundmauern des Frühmittelalters[14][16]
  • Kirche Sant’Antonino, im Ortsteil Obino aus dem 15. Jahrhundert mit Fresken[14]
  • Kirche dell’Addolorata und San Carlo im Ortsteil Casima[14]
  • Kirche Sant’Antonio abate im Ortsteil Monte TI[14]
  • Villa Turconi im Ortsteil Loverciano, erbaut 1671–1723[14][17] mit Park[14]
  • Gräber aus der Römerzeit[14]
  • Burg San Pietro (Ruine)[14]
  • Steinbrücke im Ortsteil Campora[14]
  • Breggiaschluchten-Park (seit 2001 zugänglich)

Persönlichkeiten

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Commons: Castel San Pietro TI – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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  1. Geographische Kennzahlen – Suche. Gemeindestand 06.04.2025. In: Applikation der Schweizer Gemeinden (admin.ch). Bundesamt für Statistik (BFS), abgerufen am 29. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen wurden die Flächen zum Stand 1. Januar 2025 zusammengefasst).
  2. Geographische Kennzahlen – Suche. Gemeindestand 06.04.2025. In: Applikation der Schweizer Gemeinden (admin.ch). Bundesamt für Statistik (BFS), abgerufen am 29. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen wurden die Flächen zum Stand 1. Januar 2025 zusammengefasst).
  3. Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung nach Bezirken und Gemeinden, 1991–2024. In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik, abgerufen am 28. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2024 zusammengefasst).
  4. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach institutionellen Gliederungen, Staatsangehörigkeit (Kategorie), Geschlecht und Alter, 2010-2024. Bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2024 zusammengefasst. Abruf am 28. August 2025
  5. Stefania Bianchi: Castel San Pietro. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 25. April 2005.
  6. Patriziato di Castel San Pietro (mit Fotos) (italienisch) auf patriziatocastelsanpietro.ch/
  7. Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung nach Bezirken und Gemeinden, 1991-2024. Bundesamt für Statistik, Neuchâtel, 27. August 2025, abgerufen am 17. März 2026.
  8. Martin Schuler: Cantone Ticino – L’effettivo della popolazione a livello locale prima del 1850. (CSV; 34 KB) Bundesamt für Statistik, Neuchâtel, 16. Juni 2023, abgerufen am 17. März 2026.
  9. Daten der Eidgenössischen Volkszählungen ab 1850 nach Gemeinden. (XLSX; 10 MB) Bundesamt für Statistik, Neuchâtel, 12. Juli 2024, abgerufen am 17. März 2026 (Öffnung in Excel nur über "Anhang/Excel-Datensatz" möglich).
  10. Castel San Pietro. In: Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz von nationaler Bedeutung ISOS. Bundesamt für Kultur BAK, 2005, abgerufen am 25. März 2025 (italienisch).
  11. Campora (Castel San Pietro). In: Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz von nationaler Bedeutung ISOS. Bundesamt für Kultur BAK, 2002, abgerufen am 25. März 2025 (italienisch).
  12. Casima (Castel San Pietro). In: Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz von nationaler Bedeutung ISOS. Bundesamt für Kultur BAK, 2005, abgerufen am 25. März 2025 (italienisch).
  13. Monte (Castel San Pietro). In: Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz von nationaler Bedeutung ISOS. Bundesamt für Kultur BAK, 2002, abgerufen am 25. März 2025 (italienisch).
  14. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 Simona Martinoli und andere: Guida d’arte della Svizzera italiana. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte. Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, ISBN 978-88-7713-482-0, S. 475–479
  15. Pfarrkirche Sant’Eusebio (mit Foto) auf ti.ch/dt/dstm/sst/ubc
  16. Kirche San Pietro (Rote Kapelle) (mit Foto) auf api3.geo.admin.ch/rest/services
  17. Villa Turconi auf api3.geo.admin.ch/rest