Champigny-sur-Marne

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Champigny-sur-Marne
Champigny-sur-Marne (Frankreich)
Staat Frankreich
Region Île-de-France
Département (Nr.) Val-de-Marne (94)
Arrondissement Nogent-sur-Marne
Kanton Champigny-sur-Marne-1 und Champigny-sur-Marne-2
Gemeindeverband Métropole du Grand Paris und
Paris Est Marne et Bois
Koordinaten 48° 49′ N, 2° 31′ OKoordinaten: 48° 49′ N, 2° 31′ O
Höhe 32–106 m
Fläche 11,30 km²
Einwohner 76.990 (1. Januar 2019)
Bevölkerungsdichte 6.813 Einw./km²
Postleitzahl 94500
INSEE-Code
Website http://www.champigny94.fr/

Champigny, Altes Rathaus von 1857

Champigny-sur-Marne ist eine französische Stadt mit 76.990 Einwohnern (Stand 1. Januar 2019), etwa 16 Kilometer südöstlich des Zentrums von Paris, in einer Schleife des Flusses Marne gelegen. Die Einwohner werden Campinois oder Campiniens genannt.

Stadtviertel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Champigny-sur-Marne besteht aus 12 Stadtvierteln:

  • Bois-l'Abbé
  • Centre
  • Cités Jardins – Les Boullereaux
  • Coeuilly – Les Perroquets
  • Les Coteaux - Musselburgh
  • Le Plant
  • Le Plant – Curie
  • Maroc
  • Mordacs
  • Plateau
  • Tremblay
  • Village Parisien

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Champigny-sur-Marne ist die drittgrößte Stadt im Département Val-de-Marne. In ganz Frankreich liegt der Ort in Bezug auf die Bevölkerungszahl auf Platz 59. Etwa 54 % der Einwohner sind 39 Jahre oder jünger. Damit ist Champigny-sur-Marne eine Stadt mit einer relativ jungen Bevölkerung.

St. Saturninus

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste schriftliche Erwähnung von Champigny fand unter der Herrschaft von König Philipp I. statt. Im Hundertjährigen Krieg wurde die Burg von Champigny zerstört. Während des Deutsch-Französischen Krieges, als Paris seit dem 18. September 1870 von deutschen Truppen umzingelt war, wurden von der französischen Armee mehrere Versuche unternommen, die feindliche Umklammerung zu durchbrechen. Einer dieser Versuche, der größte, fand zwischen dem 30. November und dem 2. Dezember 1870 in der Schlacht von Champigny statt. Die Bevölkerung, die Anfang September 1870 nach Paris evakuiert worden war, kehrte nach dem Waffenstillstand im Februar 1871 zurück und fand ein völlig verwüstetes Dorf vor.

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Champigny-sur-Marne bestehen fünf katholische Pfarreien, die alle zum Bistum Créteil gehören: Herz Mariä (Coeuilly), St. Josef (Tremblay), St. Saturninus (Monument historique), St. Bernadette und St. Maria (Le Plant).[1]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt verfügt über einen Bahnhof Les Boullereaux-Champigny an der Bahnstrecke Paris–Mulhouse. Dieser wird von der RER-Linie E (Linienzweig E4) bedient. Es gibt eine weitere Station mit dem Namen Champigny im Netz der RER auf der Linie A (Linienzweig A2). Diese liegt am anderen Ufer der Marne in der Stadt Saint-Maur-des-Fossés.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe: Liste der Monuments historiques in Champigny-sur-Marne

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Champigny geboren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Champigny verbunden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jacques Inaudi (1867–1950), italienischer Kopfrechenkünstler, in Champigny-sur-Marne gestorben
  • Madame Polaire (1874–1939), Tänzerin, Sängerin und Schauspielerin, starb 1939 in Champigny-sur-Marne und wurde dort beerdigt
  • Georges Marchais (1920–1997), Politiker und Gewerkschafter, Chef der Kommunistischen Partei Frankreichs von 1972 bis 1994, in Champigny-sur-Marne begraben

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Le Patrimoine des Communes du Val-de-Marne. 2. Auflage. Flohic Editions, Charenton-le-Pont 1994, ISBN 2-908958-94-5.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Les paroisses. Bistum Créteil, abgerufen am 24. September 2015 (französisch).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Champigny-sur-Marne – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien