Christian Boros

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Christian Boros im Jahr 2013

Christian Boros (* 4. Dezember 1964 in Zabrze, Polen) ist ein deutscher Medienunternehmer und Kunstsammler.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Boros studierte von 1984 bis 1990 Kommunikationsdesign bei Bazon Brock an der Bergischen Universität in Wuppertal. 1990 gründete er die Boros Agentur für Kommunikation. Einer breiten Öffentlichkeit bekannt wurde er 1994 mit seiner Anzeigenkampagne für den Musiksender VIVA. Christian Boros ist mit Karen Boros verheiratet und hat zwei Söhne.

Christian Boros und Uta Grosenick führen zusammen die DISTANZ Verlag GmbH, ein Verlag für Bücher zur bildenden Kunst, Fotografie, Architektur, Design und Modern Fashion (20./21. Jahrhundert).

Ab Herbst 2016 ist Christian Boros Herausgeber der Neuauflage von Die Dame, einer 1911–1943 in Berlin erschienenen Zeitschrift, die vom Axel Springer Mediahouse Berlin neu verlegt wird.

Christian Boros, Kunstsammler und Christiane Maria Schneider, künstlerische Leiterin der Langen Foundation

Sammlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hochbunker in Berlin mit dem Privatmuseum für Gegenwartskunst von Christian Boros. Auf dem Dach ein Penthouse im Stile des Barcelona-Pavillons.

Bereits mit 18 Jahren begann Boros Kunst zu sammeln. 1990 entdeckte er in London den Fotografen Wolfgang Tillmans und erwarb von ihm verschiedene Arbeiten. Neben Werken von Tillmans sammelte er die Young British Artists Damien Hirst, Tracey Emin, Sarah Lucas sowie deutsche Künstler wie Thomas Scheibitz, Anselm Reyle, die Amerikanerin Elizabeth Peyton sowie den Luxemburger Michel Majerus und dem Dänen Ólafur Elíasson.

Die Sammlung Boros umfasst viele Arbeiten zeitgenössischer Kunst. Um seine ständig wachsende Sammlung unterzubringen, kaufte Boros 2003 in Berlin-Mitte den ehemaligen Reichsbahnbunker Friedrichstraße an der Reinhardtstraße.[1][2] Seit dem 7. Juni 2008 ist die Sammlung[3] für jedermann nach Voranmeldung zugänglich. Es werden ausschließlich kostenpflichtige Führungen angeboten.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gabi Czöppan: „Täglicher Lustmarsch“. In: Focus. 9. Juni 2008, abgerufen am 26. Januar 2011.
  2. Helga Meister: Christian Boros: Wuppertaler baut Kunstbunker. In: Westdt. Ztg. 21. April 2008, abgerufen am 26. Januar 2011.
  3. Bericht über die Sammlung Boros im Hochbunker Berlin in den Musenblättern vom 27. April 2010