City (Band)

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City
City (2010) in Seelow
City (2010) in Seelow
Allgemeine Informationen
Genre(s) Rock
Gründung 1972
Website www.city-internet.de
Gründungsmitglieder
Gitarre
Fritz Puppel
Schlagzeug
Klaus Selmke
Bass
Ingo Döring
Gesang
Frank Pfeiffer
Flöte
Andreas Pieper
Aktuelle Besetzung
Gitarre
Fritz Puppel
Schlagzeug
Klaus Selmke
Gesang
Toni Krahl
Keyboard
Manfred Hennig
Bass, Geige
Georgi Gogow
Ehemalige Mitglieder
Gesang
Emil Bogdanow
Keyboard
Rüdiger Barton
Gitarre
Gisbert Piatkowski
Jahreshitparade der DDR
Titel[1]
Am Fenster
  DDR 2 1977
Es ist unheimlich heiß
  DDR 42 1977
Der King vom Prenzlauer Berg
  DDR 4 1978
Traudl
  DDR 46 1978
  DDR 16 1979
Aus der Ferne
  DDR 21 1979
Sonnabendmittag
  DDR 27 1981
Kontra
  DDR 19 1982
Nur Rock’n’Roll
  DDR 37 1982
Glastraum
  DDR 2 1983
Unter der Haut
  DDR 12 1983
Sisiphus
  DDR 25 1983
Was mich trägt
  DDR 24 1984
Mir wird kalt dabei
  DDR 37 1984
  DDR 9 1985
Neongott
  DDR 14 1985
Schattenbild
  DDR 34 1985
Casablanca
  DDR 1 1987
Pfefferminzhimmel
  DDR 21 1987
Wand an Wand
  DDR 13 1988
Chartplatzierungen
(vorläufig)
Erklärung der Daten
Alben[2]
Am Fenster 2
  DE 64 08.04.2002 (1 Wo.)
Yeah! Yeah! Yeah!
  DE 84 06.04.2007 (1 Wo.)
Für immer jung
  DE 41 09.03.2012 (2 Wo.)
Rock Legenden (mit den Puhdys und Karat)
  DE 21 10.10.2014 (… Wo.)
Rock Legenden Live (mit den Puhdys und Karat)
  DE 13 25.09.2015 (… Wo.)
Das Blut so laut
  DE 16 14.04.2017 (… Wo.)
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City ist eine deutsche Musikgruppe. Die Band wurde 1972 in Ost-Berlin gegründet und erlangte den Durchbruch mit ihrem Titel Am Fenster. Anfangs nannten sie sich City Rock Band oder City Band Berlin.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

City wurde 1972 von Fritz Puppel (Gitarre) und Klaus Selmke (Schlagzeug) in Berlin-Prenzlauer Berg als City Band Berlin gegründet. Sie erweiterten die Band um

1974 erfolgte eine Umbesetzung der Band, da Puppel, der als Dozent an der Musikschule Friedrichshain lehrte, mit der Besetzung der Band unzufrieden war.

  • 1974 ersetzte Georgi Gogow (später NO 55), der in einigen Liedern auch die Violine spielte, Döring; Emil Bogdanow kam für Pfeiffer.
  • 1975 übernahm Toni Krahl den Posten des Sängers Bogdanow.

Die erste Singleveröffentlichung der Band beim DDR-Plattenlabel Amiga erfolgte ebenfalls 1975. Ihren Durchbruch in der Musikszene hatten sie 1977 mit dem Titel Am Fenster. 1978 erschien die gleichnamige LP. In der Bundesrepublik Deutschland und in Griechenland erhielten sie dafür Goldene Schallplatten.[3] Es erfolgte eine weitere Umbesetzung der Band.

In dieser Besetzung erschien die englischsprachige LP Dreamer, die von Jack Rieley von den Beach Boys produziert wurde. Im Ausland erschien das Album als Dreamland. Es war die erste DDR-Schallplatte, die für den englischsprachigen Markt konzipiert war.[4] Als es 1981 zu internen Spannungen in der Band kam, verließen Gogow und Piatkowski die Band und gründeten NO 55. Gogows Posten wurde nicht mehr besetzt, da man der Meinung war, keinen gleichwertigen Ersatz zu finden. In dieser Zeit entstand auch der Slogan: Ohne Bass und ohne Haare mit City durch die 80er Jahre, der auch auf den geringen Haarwuchs einiger City-Mitglieder anspielte. In einigen Liedern wurden eine Basslinie und andere Effekte (auch Streichersounds) mit dem Keyboard eingespielt.

Manfred Hennig (ehemals Babylon, P.O.N.D. und Elefant) kam 1982 für Barton, der zu Silly wechselte. Nach dieser Umbesetzung übernahm Puppel erneut die Gitarre. Mit den Texten ihrer 1987 erschienenen LP Casablanca brachen sie einige Tabus, unter anderem in den mehrdeutigen Titeln z. B. Susann und Wand an Wand. Im September 1989 gehörten die City-Musiker im Vorfeld der Wende zu den Initiatoren der Resolution von Rockmusikern und Liedermachern für mehr Freiheiten in der DDR.

Nach der Wende gründeten Puppel und Krahl das Plattenlabel K & P Musik, da sich durch die neue Freiheit ein Untergang der ehemaligen Ostbands ankündigte. Dieses Label produzierte unter anderem André Herzberg (Pankow), Karat und Keimzeit.

Seit 1992 gehört Gogow wieder der Band an. Seitdem spielt er wieder Violine und Bass. 1995 kehrte Hennig nach einer Pause zu City zurück. Ab 1998 trat City gemeinsam mit Silly auf, wobei Krahl den Gesangspart von Tamara Danz mit übernahm.


Hits[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der größte Erfolg von City ist das Lied Am Fenster, das bis heute weltweit mehr als 10 Millionen Mal verkauft wurde. Ihre erste West-LP City (in der DDR: Am Fenster) mit einer über 17 Minuten langen Version dieses Liedes brachte es bisher auf eine halbe Million verkaufter Exemplare. Es handelt sich um den bis heute größten Erfolg eines DDR-Songs im Westen Deutschlands. Noch heute taucht er dort in den meisten Klassiker-Playlisten auf und gilt als Tanzflächenfüller. Der Text dieses Liedes basiert auf einem Gedicht von Hildegard Maria Rauchfuß, allerdings wurde eine Strophe von Krahl irrtümlich zwei Mal gesungen. Der Titel war ursprünglich für die Albumproduktion auf Grund seiner Länge und der Geige, sie gehörte nach damaligen Verständnis nicht zur Rockmusik, von Amiga nicht geplant und nicht erwünscht. Da Amiga City immer vier Stunden für Studioproduktionen zu Verfügung stellte und nach einer Aufnahme noch Restzeit war, bat Gogow Helmar Federowski, noch eines ihrer Stücke zusätzlich aufzunehmen. Unter der Bedingung, es nur für den Eigengebrauch zu nutzen und nicht in die Öffentlichkeit zu bringen, wurde Am Fenster live eingespielt. Am gleichen Tag ging Gogow zum Redakteur der Beatkiste und bat ihn darum, den Titel im Rundfunk zu spielen. Danach wurden die Plattenläden gestürmt, für eine Single, die es nicht gab. Somit schaffte es City, dass Amiga die Aufnahme verwendete, um daraus eine Single zu pressen.

Das Lied Casablanca wurde von Henry Hübchen komponiert.

Diskografie (Alben)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1978: Am Fenster (Amiga, DDR, in der Bundesrepublik Deutschland und Griechenland City) (DE: Platin)[5]
  • 1979: Der Tätowierte (Amiga, DDR, in der Bundesrepublik Deutschland und Griechenland City II)
  • 1980: Dreamer (Amiga, DDR, im Ausland Dreamland)
  • 1983: Unter der Haut (Amiga)
  • 1984: Feuer im Eis (Amiga)
  • 1987: Casablanca (Amiga)
  • 1990: Keine Angst
  • 1991: Rock aus Deutschland Ost Vol. 11 – City, Die Erfolge 1977–1987 (von City nicht autorisierte Kompilation)
  • 1992: The Best of City (DE: Gold)[5]
  • 1997: Rauchzeichen
  • 1997: Am Fenster (Platin Edition)
  • 2002: Am Fenster 2
  • 2003: Das Weihnachtsfest der Rockmusik (Split-Best-Of mit Keimzeit)
  • 2003: Der King vom Prenzlauer Berg (3-CD-Compilation)
  • 2004: Silberstreif am Horizont
  • 2004: Silberstreif am Horizont (+ Live-DVD)
  • 2004: Meister aller Klassen - Best (1977-90)
  • 2007: Yeah! Yeah! Yeah!
  • 2007: Yeah! Yeah! Yeah! (Limited Edition, 5-Song-Live-CD)
  • 2008: Das Beste (von City nicht autorisierte 4-CD-Kompilation)
  • 2008: Play it again! Das Beste von City (Best-Of-Album inklusive neuer Tracks, Remixes und Videotrack)
  • 2012: Für immer jung
  • 2012: City – Die Original Alben, Hansa Amiga (Sony Music)
  • 2012: 40 Jahre City (Das Konzert), (Sony Music)
  • 2013: Danke Engel (CD/DVD Unplugged + 5 neue Tracks)
  • 2015: Rocklegenden live, Puhdys + City + Karat
  • 2017: Das Blut so laut (Rhingtön/Universal Music)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: City (Band) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Götz Hintze: Rocklexikon der DDR. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 1999, ISBN 3-89602-303-9, S. 328. Die Gesamtwertungen der DDR-Jahreshitparade setzten sich aus der Summe der besten Platzierungen der Hitparaden DT Metronom, Beatkiste, Tip-Disko, DT64 und Tip-Parade zusammen.
  2. charts.de: City in den deutschen Media-Control-Charts
  3. Christian Hentschel: Du hast den Farbfilm vergessen und andere Ostrockgeschichten. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2000, ISBN 3-89602-317-9.
  4. ostbeat.de (Memento vom 28. Dezember 2011 im Internet Archive), abgerufen am 3. März 2014
  5. a b Auszeichnungen der IPFI