Csaba Balogh

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Csaba Balogh 2013(2).jpg
Csaba Balogh, 2013
Verband UngarnUngarn Ungarn
Geboren 10. März 1987
Budapest
Titel Großmeister (2004)
Aktuelle Elo‑Zahl 2635 (Juni 2016)
Beste Elo‑Zahl 2672 (Mai 2012)
Karteikarte bei der FIDE (englisch)

Csaba Balogh (* 10. März 1987 in Budapest) ist ein ungarischer Schach-Großmeister.

Einzelturniere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Csaba Balogh fing mit neun Jahren an Schach zu spielen. Im April 2002 bekam er den Titel eines Internationalen Meisters, im Juli 2004 wurde er Großmeister.[1] Er gewann 2003 die Jugendeuropameisterschaft U16 in Budva.[2] Beim Schach-Weltpokal 2005 in Chanty-Mansijsk hat Balogh den starken Sergei Karjakin besiegt, dann verlor er gegen Olexander Areschtschenko. Im März 2008 gewann er nach Wertung ein stark besetztes Turnier in Hévíz vor den punktgleichen Arkadij Naiditsch, Liviu-Dieter Nisipeanu und Zoltán Almási. Obwohl er mit der niedrigsten Elo-Zahl in das Turnier gegangen war, blieb er als einziger Spieler ungeschlagen.

Mannschaftsschach[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem Balogh 2003 mit ungarischen Nachwuchsmannschaften erfolgreich war (er gewann sowohl die Mannschaftseuropameisterschaft U18 in Balatonlelle als auch die Mannschaftsweltmeisterschaft U16 in Denizli[1]), gehört er seit 2005 zum Stamm der ungarischen Nationalmannschaft. Er hat seitdem an allen fünf Schacholympiaden seit 2006 (wobei er 2014 sowohl mit der Mannschaft als auch in der Einzelwertung am zweiten Brett den zweiten Platz erreichte)[3], den Mannschaftsweltmeisterschaften 2011 und 2015[4] und allen sechs Mannschaftseuropameisterschaften teilgenommen, wobei er 2011 und 2015 mit der Mannschaft den dritten Platz erreichte, 2005 das zweitbeste Einzelergebnis der Reservespieler, 2013 am zweiten Brett und 2015 am Reservebrett jeweils das drittbeste Einzelergebnis erspielte.[5]

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Balogh spielte in der deutschen Schachbundesliga von 2006 bis 2015 für den Schachclub Eppingen. Nachdem sich der SC Eppingen 2015 aus der 1. Bundesliga zurückzog, wechselte er zur SV 1930 Hockenheim. In der österreichischen 1. Bundesliga spielte er von 2003 bis 2006 für den SK Sparkasse Fürstenfeld, mit dem er auch 2004 am European Club Cup teilnahm[6], und von 2007 bis 2013 für den SK Advisory Invest Baden, mit dem er 2008 und 2012 Mannschaftsmeister wurde sowie am European Club Cup 2008 teilnahm, wobei er das drittbeste Einzelergebnis am zweiten Brett erreichte[6]. In Ungarn spielte er bis 2005 für Honvéd Budapest, seitdem für den Aquaprofit Nagykanizsai Tungsram Sakk-Klub, mit dem er 2007, 2009, 2010, 2011, 2012, 2013, 2014, 2015 und 2016 ungarischer Mannschaftsmeister wurde. Die niederländische Meesterklasse gewann er 2016 mit En Passant Bunschoten-Spakenburg, in Bosnien und Herzegowina spielt er für den ŠK SLAVIJA Istočno Sarajevo, in Rumänien für Dinamo Bucuresti, in Polen für Polonia Votum Wrocław und in China für Wuxi.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Csaba Balogh – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Wer ist der ungarische Sportler mit dem größten Talent? (ungarisch)
  2. Jörg Schulz: Europameisterschaft in Montenegro. JugendSchach Ausgabe 8/2003, S. 9-11 (Bericht, Tabellen und Fotos)
  3. Csaba Baloghs Ergebnisse bei Schacholympiaden auf olimpbase.org (englisch)
  4. Csaba Baloghs Ergebnisse bei Mannschaftsweltmeisterschaften auf olimpbase.org (englisch)
  5. Csaba Baloghs Ergebnisse bei Mannschaftseuropameisterschaften auf olimpbase.org (englisch)
  6. a b Csaba Baloghs Ergebnisse bei European Club Cups auf olimpbase.org (englisch)