Dambenoît-lès-Colombe

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Dambenoît-lès-Colombe
Wappen von Dambenoît-lès-Colombe
Dambenoît-lès-Colombe (Frankreich)
Dambenoît-lès-Colombe
Region Bourgogne-Franche-Comté
Département Haute-Saône
Arrondissement Lure
Kanton Lure-1
Gemeindeverband Triangle Vert
Koordinaten 47° 43′ N, 6° 23′ OKoordinaten: 47° 43′ N, 6° 23′ O
Höhe 303–448 m
Fläche 8,69 km2
Einwohner 281 (1. Januar 2015)
Bevölkerungsdichte 32 Einw./km2
Postleitzahl 70200
INSEE-Code
Website http://www.dambenoit.com/

Blick auf Dambenoît-lès-Colombe

Dambenoît-lès-Colombe ist eine Gemeinde im französischen Département Haute-Saône in der Region Bourgogne-Franche-Comté.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dambenoît-lès-Colombe liegt auf einer Höhe von 319 m über dem Meeresspiegel, zehn Kilometer westnordwestlich von Lure und etwa 21 Kilometer nordöstlich der Stadt Vesoul (Luftlinie). Das Dorf erstreckt sich im zentralen Teil des Départements, am westlichen Rand der Ebene von Lure, am Ostfuß der Höhe des Mont d'Ahie.

Die Fläche des 8,69 km² großen Gemeindegebiets umfasst einen Abschnitt der Ebene von Lure. Der östliche Gemeindeteil wird von dieser Alluvialebene eingenommen, die durchschnittlich auf 320 m liegt. Landwirtschaftliche Nutzung herrscht hier vor. Das Gebiet wird durch den Bauvier nach Osten entwässert.

Südlich und westlich von Dambenoît steigt das Gelände an zu den meist bewaldeten Höhen von Châtillon (391 m) und Mont Chavrot (421 m). Sie bilden die Wasserscheide zwischen den Einzugsgebieten von Ognon und Saône. Weiter im Westen schließt die Talmulde der Colombine an, die zum Einzugsgebiet dies Durgeon gehört. Die westliche Abgrenzung bildet der langgezogene, in Nord-Süd-Richtung verlaufende Höhenrücken des Grand Bois de Genevrey, dessen nördlicher Abschluss der Mont d'Ahie bildet. Mit 448 m wird hier die höchste Erhebung von Dambenoît-lès-Colombe erreicht. In geologisch-tektonischer Hinsicht ist der stärker reliefierte westliche Gemeindeabschnitt aus einer Wechsellagerung von sandig-mergeligen und kalkigen Sedimenten aufgebaut, die während des Lias (Unterjura) abgelagert wurden. An verschiedenen Orten tritt auch Muschelkalk der mittleren Trias zutage.

Die Gemeinde besteht aus folgenden Ortsteilen:

  • Dambenoît (319 m) am Westrand der Ebene von Lure
  • Colombe-lès-Bithaine (318 m) in der Talmulde der Colombine östlich des Grand Bois de Genevrey

Nachbargemeinden von Dambenoît-lès-Colombe sind Ailloncourt und Citers im Norden, Quers im Osten, Adelans-et-le-Val-de-Bithaine im Süden sowie Genevrey im Westen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Überreste eines Gräberfeldes aus der Merowingerzeit weisen auf eine frühe Besiedlung des Gebietes hin. Erstmals urkundlich erwähnt wird Dambenoît erst im Jahr 1230, doch die Pfarrei, die vom Kloster Calmoutier abhängig war, ist wesentlich älter. Im Mittelalter gehörte Dambenoît zur Freigrafschaft Burgund und darin zum Gebiet des Bailliage d’Amont. Die lokale Herrschaft hatten die Herren von Faucogney inne. Zusammen mit der Franche-Comté gelangte das Dorf mit dem Frieden von Nimwegen 1678 definitiv an Frankreich. Zu einer Gebietsveränderung kam es 1972, als die vorher eigenständigen Gemeinden Dambenoît und Colombe-lès-Bithaine (1968: 19 Einwohner) zusammengelegt wurden. Heute ist Dambenoît-lès-Colombe Mitglied des 14 Ortschaften umfassenden Gemeindeverbandes Communauté de communes des Franches-Communes.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirche Saint-Bénigne wurde 1785 neu erbaut, der heutige Chorraum stammt aus dem 19. Jahrhundert. Zur bemerkenswerten Ausstattung gehören die Kanzel im neugotischen Stil, ein Holzkruzifix aus dem 18. Jahrhundert und zwei Fresken (18. Jahrhundert und um 1900).

Zu den weiteren Sehenswürdigkeiten zählen der Brunnen (1889) mit einem großen Wasserbecken aus Buntsandstein und zwei Kalvarienberge in Colombe-lès-Bithaine.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1962 164
1968 154
1975 159
1982 207
1990 216
1999 277
2006 247

Mit 281 Einwohnern (1. Januar 2015) gehört Dambenoît-lès-Colombe zu den kleinen Gemeinden des Département Haute-Saône. Nachdem die Einwohnerzahl in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts deutlich abgenommen hatte (1881 wurden auf dem heutigen Gemeindeboden noch 486 Personen gezählt), wurde seit Beginn der 1970er Jahre wieder ein Bevölkerungswachstum verzeichnet. Erst in den letzten Jahren ergab sich erneut ein rückläufiger Trend.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dambenoît-lès-Colombe war bis weit ins 20. Jahrhundert hinein ein vorwiegend durch die Landwirtschaft (Ackerbau, Obstbau und Viehzucht) und die Forstwirtschaft geprägtes Dorf. Heute gibt es einige Betriebe des lokalen Kleingewerbes. In den letzten Jahrzehnten hat sich das Dorf zu einer Wohngemeinde gewandelt. Viele Erwerbstätige sind deshalb Wegpendler, die in den größeren Ortschaften der Umgebung ihrer Arbeit nachgehen.

Die Ortschaft liegt abseits der größeren Durchgangsachsen an einer Departementsstraße, die von Adelans nach La Chapelle-lès-Luxeuil führt. Weitere Straßenverbindungen bestehen mit Velleminfroy und Citers.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Dambenoît-lès-Colombe – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien