Dani Schahin

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Dani Schahin
Schahin, Dani DÜS 12-13 WP.JPG
Schahin 2012 in Düsseldorf
Personalia
Geburtstag 9. Juli 1989
Geburtsort DonezkUkrainische SSR, Sowjetunion
Größe 187 cm
Position Sturm
Junioren
Jahre Station
0000–2002 FSV 63 Luckenwalde
2002–2006 Energie Cottbus
2006–2008 Hamburger SV
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
2007–2009 Hamburger SV II 34 (13)
2009–2012 SpVgg Greuther Fürth 34 0(2)
2009–2012 SpVgg Greuther Fürth II 13 0(3)
2011 → Dynamo Dresden (Leihe) 12 0(9)
2012–2013 Fortuna Düsseldorf 31 0(8)
2013–2016 1. FSV Mainz 05 3 0(0)
2014–2015 → SC Freiburg (Leihe) 12 0(0)
2015–2016 → FSV Frankfurt (Leihe) 25 0(5)
2016–2018 Roda Kerkrade 46 (12)
2018– Pyramids FC 0 0(0)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
2008 Deutschland U-19 2 0(0)
2008–2010 Deutschland U-20 9 0(3)
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.
Stand: 18. Juli 2018

Dani Schahin (* 9. Juli 1989 in Donezk, Sowjetunion) ist ein deutscher Fußballspieler, der im Sturm eingesetzt wird.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schahin wurde 1989 in Donezk in der heutigen Ukraine geboren, damals noch Teil der Sowjetunion. Er ist der Sohn einer Russin und eines Palästinensers libanesischer Herkunft.[1] Nach seiner Geburt zog die Familie nach Baalbek in den Libanon, verließ das Land aber nach einigen Jahren der angespannten politischen Lage wegen wieder. Nach Angaben von Schahins Vater, einem Englischlehrer, hatte die radikalislamische Hisbollah seinen Sohn zu vereinnahmen versucht.[2] 1996 kam Schahin nach Deutschland, wo sich seine Familie im brandenburgischen Landkreis Teltow-Fläming niederließ. 2006 zogen sie in die Nähe von Hamburg. 2007 erhielt er die deutsche Staatsangehörigkeit. Wegen seiner multikulturellen Herkunft und seiner Fußballkarriere als Stürmer bezeichnete er sich als „Multi-Kulti-Knipser“.[3]

Vereinskarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jugend und Amateure[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dani Schahin spielte für den FSV 63 Luckenwalde, Energie Cottbus und den Hamburger SV, bei dem er in einer Jugendmannschaft zusammen mit Maximilian Beister spielte. Dort sammelte er auch seine erste Erfahrung im Profibereich. In der Regionalliga-Saison 2007/08 war er siebenmaliger Einwechselspieler für die zweite Mannschaft. In der folgenden Spielzeit hatte er einen Stammplatz inne und war mit 13 Toren in 27 Spielen bester Torschütze seines Teams.

SpVgg Greuther Fürth[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2009 wechselte er ablösefrei zur SpVgg Greuther Fürth. Hier bestritt er am 1. Spieltag der 2. Bundesliga-Saison 2009/10 sein Profidebüt, als er zur Halbzeit im Spiel gegen den 1. FC Kaiserslautern für Kim Falkenberg eingewechselt wurde. Auch im weiteren Verlauf der Spielzeit blieb er hauptsächlich Ergänzungsspieler. So wurde er bei seinen zwölf Partien zehnmal eingewechselt und kam nur zweimal von Anfang an zum Einsatz. Einen Treffer erzielte er dabei allerdings nicht. Spielpraxis erhielt er in der Regionalliga Süd, in der er sechsmal als Teil der Startformation für die Reserve der Fürther auflief. Sein einziges Tor erzielte er bei seiner ersten Partie im Heimspiel gegen die Zweitvertretung des TSV 1860 München. Beim 3:2-Sieg markierte er den Führungstreffer zum 1:0. Mit beiden Teams des Vereins landete er am Ende der Serie im Mittelfeld der jeweiligen Tabelle.

Im Januar 2011 wechselte Schahin auf Leihbasis für den Rest der Saison 2010/11 zum damaligen Drittligisten Dynamo Dresden. Seinen ersten Pflichtspieltreffer für Dynamo erzielte er in seinem Debütspiel am 22. Januar 2011 beim 1:1-Unentschieden gegen Eintracht Braunschweig per Elfmeter. Mit insgesamt neun Toren in zwölf Einsätzen trug er dazu bei, dass Dynamo Dresden am Ende der Spielzeit den dritten Tabellenplatz erreichte. Durch seinen Treffer zum zwischenzeitlichen 2:1 in der Verlängerung des Relegations-Rückspiels beim VfL Osnabrück am 24. Mai 2011 ebnete er den Weg zum 3:1-Sieg und damit zum Aufstieg in die 2. Bundesliga.[4] Zum Ende der Saison kehrte Schahin wieder zur SpVgg Greuther Fürth zurück. Auch nach der erfolgreichen Rückrunde in Dresden gehörte er in der Saison 2011/12 nie zur Startelf der Spielvereinigung und kam lediglich zu einigen kürzeren Einsätzen, bei denen er in der Saison ein Tor erzielte. Am Ende der Spielzeit stieg er mit seinem Verein in die Fußball-Bundesliga auf.

Fortuna Düsseldorf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Saison 2012/13 wechselte Schahin zu Fortuna Düsseldorf.[5] Sein Bundesligadebüt bestritt er am 25. August 2012 im Auswärtsspiel beim FC Augsburg, als er in der 60. Minute gegen Nando Rafael eingewechselt wurde. Acht Minuten später erzielte Schahin sein erstes Bundesligator; ein weiteres Tor zum 2:0-Endstand erzielte er in der 79. Minute.[6]

In der Begegnung gegen den FC Schalke 04 glich Schahin am 28. September 2012 einen 0:2-Rückstand der Fortuna durch zwei Treffer in der zweiten Halbzeit aus, sodass seine Mannschaft noch am sechsten Spieltag der Bundesligasaison 2012/13 ungeschlagen blieb.[7] Beim letzten Bundesligaspiel vor der Winterpause traf Schahin in der Partie gegen Hannover 96, die mit einem 2:1-Sieg seiner Mannschaft endete, mit einem Kopfballtor zum 1:0. Damit festigte er seine Position als torgefährlicher Stürmer der Fortuna. Die Rheinische Post bezeichnete ihn im Dezember 2012 als „Entdeckung des Jahres“.[8]

1. FSV Mainz 05, SC Freiburg und FSV Frankfurt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Juli 2013 wechselte Schahin zum 1. FSV Mainz 05[9] und spielte bis Saisonende in drei Ligaspielen. Am 25. August 2014 wechselte er bis zum Ende der Saison 2014/15 auf Leihbasis mit Kaufoption zum SC Freiburg.[10] Sein Debüt für den SC gab er am 31. August (2. Spieltag) beim 0:0 gegen die Borussia Mönchengladbach. Er stand in der Startelf und wurde in der 57. Minute durch Maximilian Philipp ersetzt.

Für die Saison 2015/16 wurde Schahin erneut verliehen, diesmal an den Zweitligisten FSV Frankfurt.[11] Sein erstes Tor für den FSV Frankfurt erzielte er am 23. September 2015 im Ligaspiel gegen den 1. FC Union Berlin mit dem Siegtreffer zum 3:2.

Über Roda Kerkrade nach Ägypten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Saison 2016/17 wurde Schahin bis 2018 vom niederländischen Erstligisten Roda Kerkrade verpflichtet.[12]

Nach Vertragsende schloss er sich ablösefrei dem ägyptischen Erstligisten Pyramids FC an.[13]

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schahin wurde im Januar 2008 zum ersten Mal in eine Auswahlmannschaft des DFB berufen, in der er am 8. Januar 2008 im Spiel gegen die U-20-Auswahl der Schweiz debütierte. In dieser Partie stand er bis zur 77. Spielminute auf dem Platz und schoss auch ein Tor, bevor er dann für Sebastian Huke ausgewechselt wurde. Insgesamt erzielte Schahin in seinen ersten vier Spielen für die U-20 drei Treffer. Daraufhin wurde er für die Junioren-Weltmeisterschaft 2009 nominiert. Dort bestritt er insgesamt drei Partien, bei denen er einmal aus- und zweimal eingewechselt wurde.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. dynamo-dresden.de
  2. Jörg Kramer: Deutschland sucht den Fußballstar. In: Der Spiegel. Nr. 1, 2007, S. 108–110 (online).
  3. Dirk Krümpelmann: Schahin: Ich bin ein Multi-Kulti-Knipser. bild.de, 3. Juni 2012, abgerufen am 16. Dezember 2012.
  4. Dresden reißt das Ruder rum und steigt auf. kicker.de, 24. Mai 2011, abgerufen am 6. Oktober 2014.
  5. Fortuna verpflichtet Stürmer Dani Schahin. f95.de, 22. März 2014; abgerufen am 6. Oktober 2014
  6. Fortuna entführt drei Punkte aus Augsburg. f95.de, 25. August 2014, abgerufen am 6. Oktober 2014
  7. Schalke 04 verspielt einen Erfolg in Düsseldorf. welt.de, 28. September 2012, abgerufen am 6. Oktober 2014.
  8. Bernd Jolitz: Dani Schahin – die Entdeckung des Jahres. rp-online.de, 24. Dezember 2012, abgerufen am 6. Oktober 2014.
  9. Dani Schahin wird ein Nullfünfer mainz05.de, abgerufen am 8. Juli 2013
  10. Schahin wechselt nach Freiburg. mainz05.de, abgerufen am 25. August 2014
  11. Meldung auf mainz05.de, abgerufen am 21. Juli 2015
  12. Schahin geht nach Kerkrade. mainz05.de, abgerufen am 23. Juni 2016
  13. Schahin verlaat Roda voor lucratief avontuur in Egypte. Abgerufen am 18. Juli 2018 (niederländisch).