Maximilian Beister

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Maximilian Beister

Maximilian Beister (2015)

Spielerinformationen
Geburtstag 6. September 1990
Geburtsort GöttingenDeutschland
Größe 180 cm
Position Mittelfeld
Vereine in der Jugend
1995–2004 VfL Lüneburg
2004–2009 Hamburger SV
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
2008–2010 Hamburger SV II 41 (11)
2009–2010 Hamburger SV 2 0(0)
2010–2012 Fortuna Düsseldorf (Leihe) 59 (18)
2012–2015 Hamburger SV 44 0(8)
2015 Hamburger SV II 5 0(2)
2015–2016 1. FSV Mainz 05 1 0(0)
2015 1. FSV Mainz 05 II 1 0(0)
2016 TSV 1860 München (Leihe) 8 0(0)
2016– 1. FSV Mainz 05 II 0 0(0)
Nationalmannschaft2
2009 Deutschland U-19 5 0(0)
2009–2011 Deutschland U-20 9 0(5)
2010–2013 Deutschland U-21 14 0(6)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: Saisonende 2015/16

2 Stand: 12. Juni 2013

Maximilian Beister (* 6. September 1990 in Göttingen) ist ein deutscher Fußballspieler. Er steht beim 1. FSV Mainz 05 unter Vertrag und spielt dort in der zweiten Mannschaft.

Fußballerkarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hamburger SV[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Maximilian Beister im Training beim HSV (2013)

Beister wuchs in Lüneburg auf.[1] Er begann in der F-Jugend beim VfL Lüneburg mit dem Fußballspielen und wechselte 2004 in das Nachwuchsleistungszentrum des Hamburger SV. Er ist seit seinem zehnten Lebensjahr Anhänger dieses Vereins.[2]

Zur Saison 2008/09 stand Beister zunächst wie in der Vorsaison im Kader der A-Jugend (U-19), in der er zu diesem Zeitpunkt dem älteren Jahrgang angehörte. In der Hinrunde bestritt er alle seine Saisoneinsätze in der A-Jugend-Bundesliga im Team von Rodolfo Esteban Cardoso. Vereinzelt kam er auch in der zweiten Mannschaft (U-23) von Karsten Bäron zum Einsatz. So absolvierte er am 21. September 2008 (5. Spieltag) in der viertklassigen Regionalliga Nord sein Debüt im Seniorenbereich. Bei der 0:1-Niederlage gegen den 1. FC Magdeburg wurde er in der 53. Spielminute für Joseph Olumide eingewechselt. Ein weiterer Einsatz folgte am 11. Spieltag. Nach dem 18. Spieltag wurde Bäron als Trainer der zweiten Mannschaft entlassen. Für ihn übernahm Beisters A-Jugend-Trainer Rodolfo Esteban Cardoso. Unter Cardoso kam er schließlich regelmäßig zum Einsatz.

Zur Saison 2009/10 unterschrieb Beister einen Profivertrag, der ihn zum Mitglied der Profimannschaft machte. Im Team von Bruno Labbadia erhielt er die Rückennummer 31. Spielpraxis sammelte er weiterhin nur in der zweiten Mannschaft, in der er zum Stammspieler wurde. Am 22. November 2009 (13. Spieltag) gab Beister sein Profidebüt, als er bei der 0:1-Heimniederlage gegen den VfL Bochum in 89. Spielminute für Guy Demel eingewechselt wurde.[3] Es folgte ein weiterer Einsatz am 17. April 2010 (31. Spieltag). Bei der 0:1-Heimniederlage gegen den 1. FSV Mainz 05 wurde Beister in der 82. Spielminute für Dennis Aogo eingewechselt.[4]

Leihe nach Düsseldorf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um Spielpraxis sammeln zu können, wurde Beister zur Saison 2010/11 für zwei Jahre an den Zweitligisten Fortuna Düsseldorf ausgeliehen.[5] Im DFB-Pokal-Spiel gegen TuS Koblenz, seinem ersten Pflichtspiel für die Fortuna, wurde er in der 25. Minute für Sascha Dum eingewechselt. Sein Debüt in der 2. Bundesliga gab er am 11. September 2010 gegen den FSV Frankfurt. Sein erstes Tor erzielte er am 18. Dezember 2010 beim Spiel gegen die SpVgg Greuther Fürth, als er in der 73. Minute den 1:0-Endstand erzielte. Im Laufe der Rückrunde 2010/11 entwickelte Beister sich zum Stammspieler im offensiven Mittelfeld und absolvierte fast alle Spiele von Beginn an.

In der Hinrunde der Saison 2011/12, in der er meist im rechten Mittelfeld zum Einsatz kam, setzte Beister seine positive Entwicklung fort. Er bestritt alle Spiele von Beginn an und erzielte acht Tore. Mit Fortuna Düsseldorf wurde Beister nach der Hinrunde Herbstmeister und mit acht Toren und elf Vorlagen Top-Scorer der 2. Bundesliga.[6] In der Rückrunde konnte Beister nicht vollständig an seine Leistungen aus der Hinrunde anknüpfen. Dies galt für das gesamte Team, das sich im Vergleich zur Hinrunde um zwei Plätze verschlechterte und somit als Dritter in die Relegation musste. In dieser erzielte Beister im Rückspiel gegen Hertha BSC das 1:0 bereits nach 25 Sekunden.[7] Durch einen 2:1-Auswärtssieg in Berlin und ein 2:2 machte die Fortuna in Beisters letztem Spiel für den Klub den Aufstieg perfekt.

Rückkehr nach Hamburg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beister kehrte nach Ende des Leihvertrages zur Saison 2012/13 zum HSV zurück. Am 27. November 2012 (14. Spieltag) beim 3:1-Sieg im Heimspiel gegen den FC Schalke 04 erzielte er mit dem Treffer zum zwischenzeitlichen 1:0 in der 52. Minute sein erstes Bundesligator. Am 5. März 2012 verlängerte er seinen zum 30. Juni 2013 auslaufenden Vertrag um drei weitere Jahre bis zum 30. Juni 2016.[8] Insgesamt tat sich Beister unter Trainer Thorsten Fink zunächst schwer und war meist nur Einwechselspieler. In der gesamten Bundesligasaison erzielte er drei Tore.

In der Saison 2013/14 kam Beister unter dem neuen Trainer Bert van Marwijk besser in Tritt und wurde im 4-2-3-1-System Stammspieler auf der rechten Außenbahn. In der Hinrunde erzielte Beister fünf Tore in der Liga und zwei im Pokal. Bei einem Testspiel im Wintertrainingslager gegen Vitesse Arnheim zog er sich im Januar 2014 einen Riss des vorderen Kreuzbandes und einen Knorpel- und Meniskusschaden im linken Knie zu[9] und fiel für den Rest der Saison und die Hinrunde der Saison 2014/15 aus.

Knapp ein Jahr nach seiner Verletzung feierte Beister am 15. Januar 2015 sein Comeback. Beim 3:2-Testspielsieg des HSV gegen Eintracht Frankfurt im Trainingslager in Dubai spielte er eine halbe Stunde und erzielte in der 12. Spielminute das erste Tor des Spiels.[10] Sein Pflichtspiel-Comeback feierte Beister schließlich am 31. Januar 2015, als er bei der 0:2-Heimniederlage gegen den 1. FC Köln am ersten Spieltag der Rückrunde in der 77. Spielminute für Mohamed Gouaida eingewechselt wurde.[11] In den folgenden Spielen kam er lediglich zu vier weitere Einsätzen als Einwechselspieler und spielte in der gesamten Rückrunde 68. Minuten für die erste Mannschaft. Zeitweise sammelte er Spielpraxis in der zweiten Mannschaft, für die er fünfmal (zwei Tore) in der viertklassigen Regionalliga Nord zum Einsatz kam.

Zwischen Mainz und München[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem der noch eine Saison laufende Vertrag von Beister mit dem HSV aufgelöst worden war,[12] schloss sich Beister zur Saison 2015/16 dem 1. FSV Mainz 05 an, bei dem er einen bis zum 30. Juni 2018 laufenden Vertrag erhielt.[13] In der Hinrunde kam er auf nur einen Bundesligaeinsatz, als er am 15. Spieltag beim 3:1-Auswärtssieg gegen den HSV in der 85. Spielminute für Jairo eingewechselt wurde.[14] Zudem kam er zu einem Einsatz in der zweiten Mannschaft in der 3. Liga.

Am 1. Februar 2016 wechselte Beister bis Saisonende auf Leihbasis zum TSV 1860 München[15] und absolvierte acht Spiele in der zweiten Bundesliga. Nach Ende des Leihgeschäfts kehrt er zur Saison 2016/17 zu Mainz 05 zurück.[16] Dort steht er seither im Kader der zweiten Mannschaft.[17] Um sich für einen Vereinswechsel zu empfehlen, trainiert Beister seit dem 12. Juli 2016 unter Norbert Meier, mit dem er bereits bei Fortuna Düsseldorf zusammengearbeitet hatte, beim Bundesligisten SV Darmstadt 98 zur Probe.[18]

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2009 wurde Beister erstmals in eine Auswahl des DFB, die U-19, berufen. Insgesamt lief er für diese fünfmal auf, blieb allerdings ohne Torerfolg. Ab Oktober 2009 wurde er dann in der U-20 eingesetzt, für die er in seinen ersten beiden Spielen je einmal traf. Seit 2010 spielt Maximilian Beister für die deutsche U-21-Auswahl,[19] mit der er sich für die EM-Endrunde 2013 zwar qualifizierte, aber für das Turnier nicht nominiert wurde.

Titel und Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fortuna Düsseldorf:

Unternehmerische Tätigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während seiner langen Verletzungspause aufgrund seiner schweren Knieverletzung nahm Beister erste unternehmerische Tätigkeiten auf. Im März 2014 eröffnete er in Hamburg als Gesellschafter die Nachhilfeschule Immerschlau.[20] Parallel dazu gründete Beister mit seinem Vater und einem ehemaligen Jugendtrainer den SC Lüneburg, dessen zweiter Vorsitzender er ist.[21]

Anfang Dezember 2014 brachte Beister mit zwei Freunden den Snaxcup, der Becher und Teller kombiniert, auf den Markt. Für diesen wurde ein europaweites Patent angemeldet. Beister nimmt in der dafür gegründeten Future Cups GmbH & Co. KG den Posten des Marketing-Chefs ein.[22] Der Snaxcup wurde seit Dezember 2014 für sechs Monate im Fanrestaurant Die Raute in der Imtech Arena getestet.[23]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Maximilian Beister – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Maximilian Beister hat einen eigenen Fußballverein gegründet
  2. Lars Dobbertin: »Es gab den Gedanken, alles abzubrechen!«. Hrsg.: Sport Bild. Nr. 51/52, 2012, S. 22.
  3. Azaouaghs Pech ist Bochums Glück, kicker.de vom 22. November 2009
  4. Hamburg ohne Ideen - Mainz mit Bancé, kicker.de vom 17. April 2009
  5. Maximilian Beister kommt zur Fortuna, fortuna-duesseldorf.de, 26. Mai 2010
  6. 2. Bundesliga - Scorer, kicker.de (Stand: Nach dem 17. Spieltag)
  7. Fortuna wieder in der Bundesliga
  8. Perfekt: Maximilian Beister unterschreibt bis 2016, hsv.de vom 5. März 2012
  9. Bestätigt: Beisters Kreuzband gerissen, hsv.de vom 11. Januar 2014
  10. Hamburger SV: 3:2 gegen Frankfurt - Beister trifft beim Comeback, 15. Januar 2015, abgerufen am 16. Januar 2015.
  11. kicker online: Risses Nackenschläge für die HSV-Stimmung, 31. Januar 2015, abgerufen am 31. Januar 2015.
  12. Hamburger SV: Alles Gute, Maxi!, 26. Juni 2015, abgerufen am 26. Juni 2015.
  13. Beister kommt ablösefrei auf mainz05.de, abgerufen am 29. Juni 2015
  14. kicker online: Doppelpack Jairo - Effiziente Mainzer siegen beim HSV, 5. Dezember 2015, abgerufen am 15. Februar 2016.
  15. Beister ab sofort ein Löwe mainz05.de, abgerufen am 1. Februar 2016
    Löwen leihen Maximilian Beister aus tsv1860.de, abgerufen am 1. Februar 2016
  16. TSV 1860 München: Die weiß-blaue Transferliste., abgerufen am 20. Juni 2016.
  17. Allgemeine Zeitung: FSV Mainz 05: Rouven Schröder schreibt Todor Nedelev nicht ab, 22. Juni 2016, abgerufen am 23. Juni 2016.
  18. Lilien testen Mainzer Angreifer Maximilian Beister, darmstaedter-tagblatt.de, 13. Juli 2016, abgerufen am 13. Juli 2016.
  19. DFB.de: U-21-Nationalspieler
  20. Immerschlau: Nachhilfe IMMERSCHLAU nun auch neu in Hamburg, 5. März 2014, abgerufen am 27. Februar 2015.
  21. SC Lüneburg: 2. Vorsitzender, abgerufen am 8. Januar 2016
  22. HSV-Live-Magazin vom Februar 2015, S. 31
  23. best-practice-business.de: HSV-Spieler Maxi Beister will mit dem Snaxcup unternehmerischen Erfolg feiern, 8. Dezember 2014, abgerufen am 27. Februar 2015.