Maximilian Philipp (Fußballspieler)

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Maximilian Philipp
Maximilian Philipp 2019 v Lokomotiv.jpg
Maximilian Philipp, 2019
Personalia
Geburtstag 1. März 1994
Geburtsort BerlinDeutschland
Größe 184 cm
Position Sturm
Hängende Spitze
Junioren
Jahre Station
0000–2008 Hertha BSC
2008–2011 Tennis Borussia Berlin
2011–2012 Energie Cottbus
2012–2013 SC Freiburg
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
2011–2012 Energie Cottbus II 3 0(0)
2013–2014 SC Freiburg II 30 (12)
2014–2017 SC Freiburg 81 (18)
2017–2019 Borussia Dortmund 38 (10)
2019–2020 FK Dynamo Moskau 27 0(9)
2020– VfL Wolfsburg 24 0(6)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
2014 Deutschland U20 2 0(0)
2016–2017 Deutschland U21 10 0(0)
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.
Stand: Saisonende 2020/21

Maximilian Philipp (* 1. März 1994 in Berlin) ist ein deutscher Fußballspieler. Der Stürmer steht beim VfL Wolfsburg unter Vertrag und war Nachwuchsnationalspieler.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Philipp hatte seine Karriere in der Jugendabteilung von Hertha BSC begonnen, bevor er 2008 zum Stadtrivalen Tennis Borussia wechselte.[1] Ab der Saison 2011/12 spielte er für die U19-Nachwuchsmannschaft von Energie Cottbus. Hier absolvierte er außerdem seine ersten Spiele im Herrenbereich in der Regionalliga Nord sowie in der Regionalliga Nordost für die zweite Mannschaft.

Im Januar 2013 wechselte er in den Breisgau zum SC Freiburg, der ihn ebenfalls in seiner U19 einsetzte. Zur Saison 2013/14 spielte der Stürmer erstmals für die zweite Mannschaft in der Regionalliga Südwest.

Am 5. April 2014 (29. Spieltag) bei der 0:2-Niederlage im Auswärtsspiel gegen den VfB Stuttgart debütierte Philipp in der Bundesliga, als er in der 90. Spielminute für Felix Klaus eingewechselt wurde. Mit ihm standen zu diesem Zeitpunkt acht Spieler aus der Freiburger Fußballschule auf dem Spielfeld.[2] Am 23. Mai 2014 unterschrieb er einen Profivertrag beim SC Freiburg.[1] Sein erstes Bundesligator erzielte er am 15. Februar 2015 (21. Spieltag) beim 2:0-Sieg im Auswärtsspiel gegen Hertha BSC mit dem Treffer zum Endstand in der 52. Minute. In der anschließenden Zweitligaspielzeit 2015/16 trug der Angreifer mit acht Toren dazu bei, dass Freiburg als Meister direkt wieder in die Bundesliga aufstieg.[3]

Nach einem weiteren Jahr in der ersten Bundesliga mit dem SC Freiburg wechselte Philipp zur Saison 2017/18 zum Ligakonkurrenten Borussia Dortmund. Dort unterschrieb er einen bis 2022 laufenden Vertrag.[4] Mit einer geschätzten Ablöse von 20 Millionen Euro war er der bis dahin teuerste Transfer der Freiburger Vereinsgeschichte.[5] Sein Pflichtspieldebüt für die Dortmunder gab er am 5. August 2017 im DFL-Supercup gegen den FC Bayern München, den der BVB im Elfmeterschießen verlor. Das erste Ligaspiel machte er am 19. August 2017, dem 1. Spieltag der Saison, als er beim 3:0-Sieg der Dortmunder gegen den VfL Wolfsburg über die volle Spielzeit zum Einsatz kam.[6] Durch die Versetzung des neuen Kapitäns Marco Reus auf dessen Lieblingsposition hinter den Spitzen sowie die Verpflichtung des Stoßstürmers Paco Alcácer kam Philipp unter Cheftrainer Lucien Favre in seiner zweiten Spielzeit in Dortmund überwiegend als Einwechselspieler zum Einsatz. Im August 2019 gewann Philipp seinen ersten Titel mit dem Verein, als der Doublesieger der Vorsaison, der FC Bayern München, mit 2:0 im DFL-Supercup besiegt wurde.[7]

Anfang August 2019 wechselte Philipp zum russischen Erstligisten Dynamo Moskau.[8] Hier spielte der Deutsche regelmäßig als hängende Spitze hinter den Mittelstürmern Nikolai Komlitschenko oder Sylvester Igboun und konnte in 20 Ligaspielen acht Torerfolge feiern. Nachdem die Saison 2020/21 bereits 17 Tage nach dem Ende der vorherigen Spielzeit startete – was der COVID-19-Pandemie geschuldet war – fiel Philipp Ende September 2020 nach acht Spieltagen mit einer Muskelverletzung aus.

Der Bundesligist VfL Wolfsburg verbreiterte Anfang Oktober seine Offensivabteilung und verpflichtete den Spieler, den er bereits im Vorjahr hatte beobachten lassen[9], leihweise bis zum Ende der Saison 2020/21.[10] Philipp selbst kommentierte den Wechsel wie folgt: „Das Jahr in Moskau hat mich sportlich, vor allem aber auch menschlich enorm weitergebracht und war eine tolle Erfahrung. Dennoch ist bei mir in den vergangenen Wochen und Monaten der Wunsch immer größer geworden, wieder in die Bundesliga zurückzukehren und mich der dortigen Konkurrenz zu stellen. Dass ich diese Möglichkeit nun in Wolfsburg bekomme, freut mich sehr [...].“[9]

Zur Saison 2021/22 wechselte Philipp fest von Moskau zu den Wölfen.[11]

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sein Debüt im Nationaltrikot gab Philipp am 3. September 2014 bei der 0:1-Niederlage der U20-Nationalmannschaft in Elversberg gegen die Auswahl Italiens, mit Einwechslung für Marc Stendera zur zweiten Halbzeit. Bei der U21-EM 2017 in Polen kam Philipp in vier der fünf Spiele zum Einsatz und gewann mit Deutschland den Titel.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

SC Freiburg

Borussia Dortmund

Nationalmannschaft

Persönliches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Philipp ist Christ und bezeichnet sich als sehr gläubigen Menschen.[12]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Maximilian Philipp – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Rudi Raschke: Profivertrag für Maximilian Philipp. (Nicht mehr online verfügbar.) SC Freiburg, 23. Mai 2014, archiviert vom Original am 24. Mai 2014; abgerufen am 23. Mai 2014.
  2. Thomas Wiehle: Profivertrag für Maximilian Philipp. (Nicht mehr online verfügbar.) bild.de, 8. April 2014, archiviert vom Original am 24. Mai 2014; abgerufen am 8. April 2014.
  3. Jim Decker: Streichs "unglaubliche" Beobachtung und das Wiedersehen mit Philipp. kicker.de, 30. Januar 2021, abgerufen am 30. Januar 2021.
  4. Borussia Dortmund nimmt Maximilian Philipp unter Vertrag. bvb.de, 7. Juni 2017, abgerufen am 7. Juni 2017.
  5. Badische Zeitung: SC Freiburg: Fix: Philipp wechselt für 20 Millionen Euro zu Borussia Dortmund – badische-zeitung.de. (badische-zeitung.de [abgerufen am 15. Juni 2017]).
  6. Pulisic & Co lassen Wolfsburg keine Chance. In: kicker.de. 19. August 2017, abgerufen am 19. August 2017.
  7. Dortmund gewinnt Supercup gegen Bayern München, spiegel.de, abgerufen am 3. August 2019
  8. Maximilian Philipp wechselt zu Dynamo Moskau, bvb.de, 9. August 2019, abgerufen am 9. August 2019.
  9. a b VfL Wolfsburg holt „hochkarätige Verstärkung“ Philipp zurück in die Bundesliga, transfermarkt.de, abgerufen am 2. Oktober 2020
  10. Neue Offensivkraft, vfl-wolfsburg.de, abgerufen am 2. Oktober 2020
  11. Fest verpflichtet, vfl-wolfsburg.de, abgerufen am 16. Juni 2021
  12. Online-Chat mit Philipp; „Ohne Gott wäre ich wahrscheinlich nicht da, wo ich jetzt stehe.“, in: FlypSite.tv, vom 8. Februar 2017