Dannemarie (Doubs)

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Dannemarie
Dannemarie (Frankreich)
Dannemarie
Region Bourgogne-Franche-Comté
Département Doubs
Arrondissement Montbéliard
Kanton Maîche
Koordinaten 47° 23′ N, 6° 54′ OKoordinaten: 47° 23′ N, 6° 54′ O
Höhe 430–671 m
Fläche 2,25 km2
Einwohner 113 (1. Januar 2014)
Bevölkerungsdichte 50 Einw./km2
Postleitzahl 25310
INSEE-Code

Gemeindeverwaltung Dannemarie

Dannemarie, inoffiziell auch Dannemarie-lès-Glay genannt, ist eine Gemeinde im französischen Département Doubs in der Region Bourgogne-Franche-Comté.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dannemarie liegt auf 486 m, etwa 16 km südöstlich der Stadt Montbéliard (Luftlinie). Das Dorf erstreckt sich im nördlichen Jura, in einem Seitental der Doue (Quellbach des Gland), am Nordfuß der Höhe La Combay, in unmittelbarer Nähe der Grenze zur Schweiz.

Die Fläche des 2,25 km² großen Gemeindegebiets umfasst einen Abschnitt des nördlichen französischen Juras. Der Hauptteil des Gebietes wird von der Talmulde von Dannemarie eingenommen, die nach Norden zur Doue und damit zum Doubs entwässert wird. Die Hänge um Dannemarie sind durch verschiedene Tälchen und Erosionsrinnen untergliedert. Flankiert wird die Talmulde im Nordwesten von der mit Acker- und Wiesland bestandenen Hochfläche des Mont Beulchy (545 m), im Süden vom Waldhang der Combay, an dem mit 671 m die höchste Erhebung von Dannemarie erreicht wird. Nach Osten leiten das Waldgebiet Chênet und die Höhe von Pré du Prince zur Tafeljurahochfläche von Grandfontaine über.

Nachbargemeinden von Dannemarie sind Villars-lès-Blamont im Südwesten, Blamont im Westen, Glay im Norden sowie die schweizerischen Gemeinden Grandfontaine im Osten und Haute-Ajoie im Süden.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dannemarie wird im 13. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnt. Es entwickelte sich neben einem Priorat, das mit der Einführung der Reformation (1541) aufgegeben wurde. Seit dem Mittelalter gehörte das Dorf zur Herrschaft Blamont und kam 1506 unter die Oberhoheit der Grafen von Montbéliard. Als Teil der Herrschaft Blamont, die eine der vier Herrschaften des Fürstentums Württemberg-Montbéliard bildete und 1699 von Frankreich annektiert wurde, gelangte Dannemarie 1748 vertraglich endgültig an Frankreich. Heute gehört das Dorf zum Gemeindeverband der Communauté de communes des Balcons du Lomont.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1962 69
1968 78
1975 86
1982 99
1990 129
1999 102
2004 101

Mit 113 Einwohnern (Stand 1. Januar 2014) gehört Dannemarie zu den kleinsten Gemeinden des Département Doubs. Nachdem die Einwohnerzahl in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts deutlich abgenommen hatte (1886 wurden noch 194 Personen gezählt), wurde seit Beginn der 1960er Jahre wieder ein Bevölkerungswachstum verzeichnet. Seit 1990 ist der Trend erneut leicht rückläufig.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dannemarie war bis weit ins 20. Jahrhundert hinein ein durch die Landwirtschaft (Ackerbau, Obstbau und Viehzucht) geprägtes Dorf. Noch heute leben die Bewohner zur Hauptsache von der Tätigkeit im ersten Sektor. Außerhalb des primären Sektors gibt es nur wenige Arbeitsplätze im Dorf. Einige Erwerbstätige sind auch Wegpendler, die in der Agglomeration Montbéliard ihrer Arbeit nachgehen.

Die Ortschaft liegt weit abseits der größeren Durchgangsstraßen. Die Hauptzufahrt erfolgt von Glay; eine schmale Straße führt nach Villars-lès-Blamont. Der nächste Anschluss an die Autobahn A36 befindet sich in einer Entfernung von ungefähr 16 km. Der Bahnhof Dannemarie-Velesmes liegt an der Eisenbahnstrecke Dole–Besançon–Belfort.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]